Wieso erkranken immer mehr menschen heutzutage an krebs?

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11 Antworten

Am 13.März 2012 wurde folgendes zu Deiner Frage im deutschen Ärzteblatt veröffentlich. Demnach ist der Übermäßige Fleischverzehr eine Hauptursache für die Zunahme von Krebserkrankungen: Der Verzehr von rotem Fleisch, sei es unverarbeitet als Schnitzel und Steak oder zu Wurst und Hamburgern verarbeitet, geht mit erhöhten Risiko einher, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs zu sterben. Laut der prospektiven Beobachtungsstudien in den Archives of Internal Medicine (2012. doi:10.1001/archinternmed.2011) könnte schon der Verzicht auf eine tägliche Fleischportion das Sterberisiko senken. Fleisch ist in den Industrieländern ein zentraler Bestandteil der Ernährung. Es deckt nicht nur den täglichen Bedarf an Proteinen und Fetten. Es enthält auch größere Mengen an gesättigten Fettsäuren und Cholesterin, die Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind. Auch das in rotem Fleisch enthaltene Eisen soll sich negativ auswirken. Der Natriumgehalt könnte den Blutdruck erhöhen, Nitrate und Nitrite die endotheliale Dysfunktion begünstigen, die den Beginn einer Atherosklerose markieren soll.

Bei der Zubereitung von Fleisch entstehen häufig Nitrosamine und andere Karzinogene, deren Bildung durch das Eisen begünstigt werden soll. Für schädliche Wirkungen einer fleischlastigen Ernährung lassen sich viele Argumente anführen, es fehlten jedoch bisher überzeugende Belege aus epidemiologischen Studien. Dies möchten An Pan von der Harvard School of Public Health in Boston und Mitarbeiter jetzt durch die Auswertung zweier prominenter prospektiver Beobachtungsstudien nachholen.

zum Thema Studie in den Archives Studie zum Diabetesrisiko Pressemitteilung der Archives Pressemitteilung der Harvard School of Public Health Nurses’ Health Study Health Professionals Follow-up Study aerzteblatt.de Rotes Fleisch steigert das Diabetesrisiko Die Health Professionals Follow-up Study begleitete 37.698 Männer über einen Zeitraum von bis zu 22 Jahren. Die 83.644 Teilnehmerinnen der Nurses' Health Study wurden bis zu 28 Jahren nachbeobachtet. Während dieser Zeit sind 23.926 Männer und Frauen gestorben, darunter 5.910 an Herz-Kreislauf-Erkrankungen und 9.464 an Krebs. Da die Teilnehmer zeit ihres Lebens regelmäßig nach ihren Ernährungsgewohnheiten befragt wurden, kann Pan den Einfluss des Fleischkonsums auf die Mortalität untersuchen. Ihr Ergebnis: Mit jedem Stück nicht verarbeitetem rotem Fleisch am Tag (Steak von der Größe eines Kartenspiels) steigt das Sterberisiko um 13 Prozent. Jede tägliche Portion von bearbeitetem Fleisch (ein Hotdog oder zwei Scheiben Bacon) erhöht das Risiko um 20 Prozent. Für Herz-Kreislauf-Erkrankungen beträgt die Zunahme Anstieg 18 beziehungsweise 21 Prozent. Beim Krebs steigt die Mortalität um 10 bis 16 Prozent. Mögliche andere Ursachen wie Alter, Body-Mass-Index, körperliche Aktivität und die familiäre Häufung von Herzkrankheiten und Krebs will Pan in ihren Berechnungen berücksichtigt haben.

In einer Substutions-Analyse errechnet sie, dass der Austausch einer Mahlzeit mit rotem Fleisch gegen ein Fischgericht das Mortalitätsrisiko um 7 Prozent senkt. Geflügelfleisch mindere das Risiko um 14 Prozent, Nüsse um 19 Prozent, Hülsenfrüchte um 10 Prozent, fettarme Milchprodukte um 10 Prozent und Vollkornprodukte um 14 Prozent.

Bei Männern könnten laut Pan 9,3 Prozent aller Todesfälle, bei Frauen 7,6 Prozent aller Todesfälle vermieden werden, wenn sie weniger als 0,5 Portionen rotes Fleisch am Tag konsumieren würden. Im American Journal of Clinical Nutrition (2011; 94: 1088-1096) hatte Pan kürzlich auf der Basis der gleichen Daten ausgerechnet, dass die Substitution einer Fleischmahlzeit das Risiko auf einen Typ-2-Diabetes mellitus um 16 bis 35 Prozent senken würde.

Das sind keine guten Nachrichten für die Anhänger der Atkins- oder auch der Paläo-Diät, die auf eine hohe Zufuhr von Proteinen und Fetten aus tierischer Nahrung setzen, findet der Editorialist Dean Ornish von der Universität von Kalifornien in San Francisco.

Die Einschränkung des Fleischkonsums wäre aber gut für den Planeten, da durch die Viehwirtschaft mehr CO2 produziert werde als durch den Verkehr. Außerdem trage die Viehwirtschaft durch die Emissionen von Methan und Stickoxide nicht unwesentlich zur globalen Erwärmung bei. © rme/aerzteblatt.de

Ein Grund ist wohl auch, dass unsere moderne Medizin, Krebs diagnostizieren kann. Möglicherweise sind im Mittelalter im Verhältnis auch sehr viele Menschen an Krebs erkrankt, aber die Krankheit konnte nicht diagnostiziert werden. Die Pest hat Millionen von Menschen das Leben gekostet, aber es hat sehr lange gedauert, bis man die Ursache für diese Krankheit gefunden hatte und sie schließlich auch Bekämpfen konnte. Heute gibt es statistische Erhebungen über die Anzahl von Krebserkrankungen und ihre Ursachen. Es gibt Medien die darüber berichten und aufklären Die Krankheit Krebs ist sozusagen in aller Munde. Darum erscheint uns die Zahl der Krebserkrankungen unverhältnismäßig hoch. Aber ein Grund ist sicher auch, dass unsere Krankheiten mit unserem Fortschritt wachsen. Wir sind so vielen gesundheitschädlichen Einflüssen ausgesetzt, die wir selbst geschaffen haben in kürzester Zeit, dass unser Körper sich einfach nicht mehr mitkommt.

Der ganz wesentliche Grund ist:

Die Zahl alter Menschen steigt seit vielen Jahren, und die große Mehrzahl der Krebserkrankungen betrifft eben ältere und alte Menschen.

Näheres dazu kannst du -sehr interessant übrigens- hier nachlesen:

http://www.rki.de/nn_227180/DE/Content/GBE/gbe__node.html

("Krebs in Deutschland", darin die Zahlen der Krebsregister in D, einer Veröffentlichung, die praktisch alle verfügbaren Zahlen zu Krebserkrankungen zusammenfasst)

in unser kulturkreis meint man fleisch wäre unbedingt erforderlich, ca. 1,8 milliarden asiaten, die sich überwiegend aus reis + gemüse (also vegan) ernähren sind die aktivsten, fitesten und schlankesten menschen auf erden, ohne sport...wie sollen von diesen lernen, nicht von den us-ameikaner, das krankeste volk auf erden...pflanzennahrung enthält ALLE nährstoffe, fleisch & co. dagegen nicht, diese ist eine mangelernährung...bedenke: die tieren von denen der mensch das fleisch isst, produtieren selbst keine proteine, diese nehmen sie aus der nahrung und diese ist meistens auch eine pflanzliche...es gibt tiere die andere tiere fressen, letztere fressen aber selbst pflanzen...so kommt das protein in der nahrungskette zu menschen, obwohl die 1. quelle (pflanzen) auch für menschen die beste ist...dei grössten landtieren (elefant, nilpferd, giraffe, rinder, pferde) haben kein problem aus der ausscliesslichen pflanzennahrung soviel protein zu bekommen, wie ihr korperbau benötigt...für einen verhältnissmässig kleinen m,enschen reicht diese proteinquelle allemal, keine angst vor proteinmangel...

weil sie sich immer mehr von einer natürlichen ernährung entfernen...bedenke all die zusätze in unseren "modernen" lebensmittel...das bierreinheitsgebot sieht vor, dass nur 4 zutaten verwenden werden dürfen: wasser, malz, hopfen und hefe...vor jahren, als belgisches bir mit syrup angeboten wurde, gab es ein nationales geschrei...heute sagt keiner mehr was, wenn verpacktes brot bei aldi & co. gekauft wird, obwohl auf die plastikfolie (meist gut versteckt) zig zutaten aufgelistet werden...war das nicht so, dass brot aus mehr, wasser und salz hergestellt wird?...was haben alle anderen zutate darin zu suchen?...bei der begünstigung von krebs spielen die tierischen proteine die hauptrolle (will jetzt nicht mehr darauf eingehen), nur so viel: es sind nur die tierischen proteine die schwefel enthalten, dieser wird zur schwefelsäuere im körper abgebaut und eine übersäuerung des körpers begünstigt den krebs...in deutschland ist eine der häufigsten krebserkrankungen bei männer der darmkrebs, er hat mit den erhöhten fleischkonsum der männer zu tun...

Princessin96 21.03.2012, 14:20

Da hast du wohl Recht .Fleisch ist immer ein Problem,aber ganz ohne ist auch nicht immer positiv oder?

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Die Menschen werden immer älter, mit dem Alter steigt das Krebsrisiko.. Zwangsläufige Konsequenz: Immer mehr Menschen erkranken an Krebs. Ansonsten bleibt die Krebsrate eigentlich eher konstant.

windsbraut0307 20.03.2012, 19:26

Klingt gut, kannst du das irgendwie belegen?? Würde mich interessieren

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freakypie92 20.03.2012, 19:37
@windsbraut0307

Ich hab eine Vorlesung darüber gehört. Darf da leider keine Skripte draus weitergeben... Allerdings kann man sich ja leicht vorstellen, dass die Zahl der Mutationen zum Alter proportional ist, und damit die Chance dass grade diese 5-8 Mutationen in einer Zelle entstehen mit dem Alter zunimmt... Nach den Graphen zu den Krebsinzidenzen such ich morgen mal ;)

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rovercraft 21.03.2012, 21:20

2 user haben hier vor einiger zeit felsenfest behauptet, krebs gibt erst ab einem alter von 65 jahren, alles anderes wäre quatsch...

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freakypie92 21.03.2012, 23:59
@rovercraft

Huch? Ich hoffe du zählst mich nicht zu diesen Usern.. klar gibt es Krebs schon vor dem Alter von 65 Jahren. Die Chance an Krebs zu erkranken steigt nur mit dem Alter... mehr habe ich nicht behauptet. Retinoblastome treten ja vorallem bei Kindern auf.

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Die Krankheiten die wir so haben, wachsen einfach mit unserer Entwicklung mit. Einflüsse wie Umweltverschmutzung, Konservierungsmittel, Geschmacksverstärker, Farbstoffe und all das was wir so konsumieren und produzieren macht uns krank.

Stress .... der Körper hat keine Zeit mehr, bzw. ihm wird keine Zeit mehr gegeben sich zu erholen.

Und was alles so in den heutigen Lebensmitteln drin steckt, weiß auch keiner so genau...

früher erkrankten auch menschen an krebs.

allerdings wusste man nicht immer was es ist. eine steigerung kommt von ungesunde lebendsweise, rauche und umweltverschmutzung

windsbraut0307 20.03.2012, 19:29

Ich denke schon auch, dass es früher Krebserkrankungen gab, unsere Medizin aber noch so sehr in Kinderschuhen steckte, dass eine solche Diagnose nicht gestellt werden konnte

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weil mehr leute angst davor haben und dann bekommt man sowas

windsbraut0307 20.03.2012, 19:28

Zwar nicht ausschließlich, aber grundsätzlich stimme ich dir zu. Der größte Feind der Gesundheit ist wohl die Angst der Menschen vor Krankheit

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ungesunde lebensweise, stahlung durch handys usw.

Blubius 20.03.2012, 19:35

es gibt keinen beweis... nichtmal einen hinweis das handy strahlung oder elektrosmok krebs oder derartiges verursacht

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beamer05 31.03.2012, 22:44

... und warum erwähnst du nicht:

Strahlung von Radiowellen (Radioempfang)

Strahlung von Fernsehsendern

Radarstrahlung

Was unterscheidet diese -deiner Ansicht nach- von der Strahlung durch Handys??

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