Wieso erhöhen derzeit überall die Banken (Sparkassen, Volksbanken, Commerzbank) die Gebühren für die Privatkunden?

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13 Antworten

Guten Abend,

an der Erhöhung der Gebühren durch die Banken sind verschiedene Faktoren dran schuld. Zum einen die Zinspolitik der EZB. Die Banken müssen bei der EZB mittlerweile Negativzinsen auf ihre Einlagen bezahlen. Das Geld der Kunden vermehrt sich also nicht wie in der Vergangenheit automatisch, sondern nun ist das Gegenteil der Fall. Durch diese Verluste, die nun den Banken entstehen, versuchen diese, sich beim Kunden zu bedienen und den Verlust dadurch zu kompensieren. 

Weiterhin schuld sind die Gesetzlichen Änderungen in der Bundesrepublik Deutschland. Im September 2016 also nächsten Monat tritt hier in Deutschland ein neues Transparenzgesetz in Kraft. Dies soll den Kunden sicherstellen, dass diese ohne großen Aufwand ihre Girokonten von Bank zu Bank wechseln können. Das Ziel soll es, die Trickserei und die vereckten Gebührenerhöhungen zu unterbinden, weswegen die meisten Banken daher vor September noch die Preise erhöhen. 

KaterKarlo2016

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Es ist schon ein dreister Akt, wenn Banken Kontonutzungsgebühren erheben, schließlich tun sie rein garnichts für die Konteninhaber. Im Gegenteil, sie arbeiten mit dem Geld, das auf den Konten liegt. Man muß daher von modernen Raubritter-Methoden ausgehen. Wer das nicht sieht, betreibt Selbstverleugnung.

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Kommentar von kevin1905
07.08.2016, 10:32

schließlich tun sie rein garnichts für die Konteninhaber

Sie stellen Terminals und Automaten zur Verfügung, Online-Banking Portale, Fillialbanken haben dazu noch Angestellte, die sich leider weigern umsonst zu arbeiten.

Im Gegenteil, sie arbeiten mit dem Geld, das auf den Konten liegt.

Sie verdienen aber nichts damit. Gute Renditen lassen sich nur durch erhöhtes Risiko erwirtschaften, dieses Risiko würden dann aber im Umkehrschluss die Kunden tragen.

Wer das nicht sieht, betreibt Selbstverleugnung.

Ich denke ehr hier fehlen dir grundlegende Kenntnisse zur Funktionsweise des Bankenwesens.

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Weil durch die Niedrigzins- bzw Negativzins-Politik der EZB es für die Banken immer schwerer wird, mit dem der Vergabe von Krediten Geld zu verdienen. Bislang haben die meisten Banken ihre Konten kostenlos oder nicht kostendeckend angeboten und das durch das Kreditgeschäft finanziert. Das betrifft alle Banken und daher ist das jetzt auch so weit verbreitet.

Als Vergleich: wenn du bei deinem Bäcker Brötchen kaufst, packt er die in eine Tüte, für die du nichts zahlen musst. Wenn nun durch einen staatlichen Eingriff die Brötchen so billig werden, dass der Bäcker nicht mehr genug dran verdient, werden ziemlich zeitgleich die meisten Bäcker plötzlich Geld für die Tüten berechnen.

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Kommentar von Walum
07.08.2016, 09:06

Danke, meine Tüte bringe ich dann gerne selbst mit.

Ich darf ja auch alle anderen Bank-Vorgänge inzwischen selbst erledigen und die Bank macht im Gegenzug überhaupt nichts dafür.

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Dass Unternehmen mehr einnehmen müssen als sie ausgeben ist das grundlegenste Prinzip der Wirtschaft.

Jedoch verdienen die Banken durch Kreditvergabe kaum etwas und müssen selbst Strafzinsen zahlen für Gelder, die sie bei der EZB bunkern.

Angestellte wollten aber weiterhin bezahlt werden.

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Da die Banken durch die schlechte Niedrigzinspolitik der EU und auch deutschen Regierung weniger Gewinne erwirtschaften, versuchen Sie nun an anderer Stelle mehr Einnahmen zu erzielen.

Ach das Gehalt z.B. der Sparkassenvorstände muss ja irgendwie erwirtschaftet werden. Und welcher Sparkassenvorstand will bei einem jährlichen Durchschnittsgehalt von über 318.000 € (Jahr 2011) davon deutliche Abstriche machen? Da ist es doch einfacher die Kontogebühren zu erhöhen.

Leider sind die Bankkunden nicht konsequent und nehmen eine Gebührenerhöhung nicht zum Anlass die Bank zu wechseln. Auch in der heutigen Zeit gibt es insbesondere bei den Direktbanken noch viele Möglichkeiten ein Girokonto kostenlos zu führen. Nur wenn die Banen die negativen Konsequenzen der Erhöhungen durch merkliche Kundenverluste spüren wird es zu einem umdenken führen.

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Banken brauchen, wie jedes andere Unternehmen auch, einen Mindestertrag, um die laufenden Kosten zu decken und einen Gewinn zu erzielen. Das hat in der Vergangenheit mit Geldanlagen und Krediten geklappt. Heute funktioniert das nicht mehr: Kreditzinsen sind minimal, Sparzinsen auch. Früher war es üblich, dass zwischen Anlagezins und Kreditzins eine Marge von vielleicht 2 % lag. Heute kann man schon Baufinanzierungen unter 2 % Darlehenszinsen abschließen, dass heißt, die Bank hat eine kleinere Marge. Dies MUSS sie irgendwie ausgleichen. Da sie beim Sparer keine "Minuszinsen" nehmen kann, wie es z. B. die EZB bei ihren Kunden - den Banken - tut, bleibt nur die Möglichkeit Kosten zu Sparen (d. h. i.d.R. Mitarbeiter zu entlassen) oder Gebühren zu erhöhen.

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Die armen Banken leiden gar schrecklich unter Geldnot.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/deutschlands-banken-muessen-ihr-geschaeftsmodell-ueberdenken-14365554.html

Wurden mit hunderten Milliarden Euro Steuergeldern gerettet, erhalten unbegrenzte Liquidität von der EZB, trotzdem reicht den Gierhälsen das Geld noch immer nicht.
Da ist es einfacher dem kleinen Mann in die Tasche zu greifen, den rettet ohnehin niemand.

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Durch die Niedrigzinsen der EZB brechen den Banken die Geschäftsgrundlagen weg. Früher haben sie von der Zinsspanne (Differenz Soll- zu Habenzinsen) gelebt.

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Weil sie durch die verbrecherische Niedrigzinspolitik Deutschlands und der EU kaum noch Gewinne machen.

Also müssen sie sich das Geld von den "kleinen Leuten" holen.

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Kommentar von Omikron6
07.08.2016, 12:56

"Verbrecherisch"???

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Damit die Boni gesichert sind.

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Naja, schau mal auf die Zinsen - da kann man halt nicht mehr soviel verdienen, wie damals. Deshalb muss das ausgeglichen werden.
lg

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Weil der Bundesgerichtshof in der Vergangenheit zahlreiche Gebühren untersagt hat. ( zusätzliche P-Konto Gebühren, Kreditbearbeitungs Gebühren, Gebühren für Zwangs Kontoauszüge .... )

Daher brauchen diese kriminellen Institute Geld.

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Kommentar von pblaw
08.08.2016, 11:30

Absoluter Blödsinn. Und die Banken generell als kriminelle Institute zu bezeichnen ist eine Frechheit. Passt zur Zeit: keine Ahnung haben aber wild drauf losschimpfen und beleidigen.

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Weil sie sich nicht an die Vorgaben der EZB halten und deshalb Negativ-Zinsen bezahlen müssen. Also holen sie sich das Geld wieder von den Privatanlegern.

Tja, so sind sie halt, unsere Banken ...

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