Wieso entwickeln sich Schimpansen, Affen usw. nicht weiter?

18 Antworten

Es geht um die Zeiträume. Die Trennung der Linien, die zu den Schimpansen führte und die zu den Menschen führte, fand vor etwa 7 Millionen Jahren statt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Schimpansen#Evolutionäre_Genetik

Bei der Evolution geht es nicht um die Veränderung innerhalb eines Lebens eines Individuums, sondern um die (minimale) Veränderung von Generation zu Generation. Und nur durch zahlreiche Generationen summieren sich die kleinen Veränderungen zu größeren Veränderungen auf.

Und natürlich verändern sich auch Schimpansen. Zum Beispiel unterscheiden sich Bonobos (südlich des Kongo) von Schimpansen, die nördlich des Kongo leben. Um aktuelle Veränderungen mitverfolgen zu können, braucht man viele Jahrtausende Geduld.

Das sagt die Darwins Theorie glaub' ich aus, trotzdem danke!

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@MFAZ8104

Ok. Ich hatte das Wort "trotzdem" so interpretiert.
Aber vielleicht war das auch nur ein Missverständnis meinerseits.

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Der Mensch soll beispielsweise den selben Vorfahren wie der Schimpanse gehabt haben

Er soll nicht nur, er hat. Das belegen sowohl anatomische und morphologische Merkmale (man schaue sich nur einmal die Hände und Füße eines Schimpansen an und staune über die frappierende Ähnlichkeit mit unseren Händen und Füßen) als auch Vergleiche der DNA. Beinahe 98 % der DNA von Mensch und Schimpanse sind vollkommen identisch. Damit ist der Schimpanse (gemeinsam mit dem Bonobo, der zur gleichen Gattung Pan gehört) unter allen nichtmenschlichen Primaten der nächstlebende Verwandte. Die Auftrennung der beiden Entwicklungslinien erfolgte laut Fossilienbericht vor etwa 8 Mio. Jahren. Molekulare Befunde (so genannte molekulare Uhren) datieren den Zeitpunkt der Trennung auf einen Zeitpunkt von vor etwa 6 Mio. Jahren. Erklärbar wird diese Diskrepanz am ehesten dadurch, dass Schimpansen und Menschen vor etwa 8 Mio. Jahren weitgehend getrennte Wege gingen und sich eigenständig entwickelten, es aber bis vor etwa 6 Mio. Jahren immer wieder noch zu gelegentlichen Kreuzungen kam und die Trennung dann erst vor 6 Mio. Jahren quasi auch genetisch vollständig vollzogen war. Seitdem gehen Menschen und Schimpansen eigenständige Wege und haben sich beide (!) gleichermaßen weiterentwickelt. Auch zwischen Schimpanse und dem letzten gemeinsamen Vorfahren liegen ja die gleichen 8 Mio. Jahre Entwicklungszeit und während dieser Zeit haben die Schimpansen sich beispielsweise auch noch einmal auseinanderentwickelt in zwei getrennte Arten: in den Gemeinen Schimpansen (Pan troglodytes) und den Bonobo (Pan paniscus).

aber wieso entwickelt der Schimpanse sich nicht zum Menschen?

Weil du einem häufig verbreiteten Missverständnis über die Evolutionstheorie aufsitzt. Leider wird Evolution (auch in Schulbüchern) immer noch dargestellt als wäre sie eine gerade Linie von primitiven Einzellern zu immer komplexeren Lebensformen und schließlich zum Menschen als "Krone der Schöpfung".So wird der Eindruck erweckt, dass Evolution mit Höherentwicklung gleichzusetzen wäre und der Mensch als "Endprodukt" zwangsläufig hätte entstehen müssen. In Wahrheit ist Evolution aber blind und verläuft ohne eine Richtung. Es gibt in der Natur keinen Trend hin zu höherer Komplexität und der Mensch ist auch nicht das ultimative Endprodukt der Evolution. Evolution ist keine gerade Linie, sondern ein sich fortwährend verzweigender Baum und jede einzelne dieser Abzweigungen nimmt ihre eigenen Wege. So gibt es beispielsweise noch heute sehr erfolgreiche Lebewesen, die extrem einfach gebaut sind. Die meisten Lebewesen sind nach wie vor Einzeller. Und in vielen Evolutionslinien kann man sogar den gegenläufigen Trend vom Komplexen hin zum Einfachen beobachten. Das ist z. B. oft dort der Fall, wo Lebewesen sich zu Parasiten entwickelt haben. Die Bandwürmer (Cestoda) z. B. sind sehr einfach gebaute Plattwürmer (Platyhelminthes), die im Darm von Warmblütern parasitieren und nicht einmal mehr ein eigenes Verdauungssystem besitzen. Sie bestehen im Grunde genommen nur noch aus einem Fortpflanzungsapparat und brauchen keinen Verdauungstrakt mehr, da sie ihre Nährstoffe in aufbereiteter Form von ihrem Wirt beziehen. Ihre Verwandten hingegen, frei lebende Gruppen wie etwa die Planarien, haben sehr wohl ein Darmsystem und auch die Vorfahren der Bandwürmer hatten eines.

Evolution verläuft also ungerichtet und Lebewesen passen sich immer nur an ihre jeweils aktuell herrschende Umwelt an. Der Schimpanse ist an seinen Lebensraum gut angepasst. Es herrscht überhaupt nicht die Notwendigkeit, sich menschenähnlich zu entwickeln. Alles, was ein Schimpanse können muss, um in seiner Umwelt zu überleben, hat er drauf. Und das ist immerhin eine ganze Menge, denn Schimpansen beherrschen sogar die Fähigkeit des Werkzeuggebrauchs und der Werkzeugherstellung.

Es gibt noch einen weiteren Grund, weshalb Schimpansen sich nicht zu menschenähnlichen Lebensformen weiterentwickeln. Dieses Phänomen hat mit einem Begriff aus der Ökologie zu tun, den man Nische nennt. Die ökologische Nische ist ein n-dimensionaler Raum, der sich aus allen Umweltparametern ergibt. Bildlich kannst du dir das am leichtesten vorstellen, wenn du drei Dimensionen annimmst und ein Koordinatensystem mit drei Achsen zeichnest. Jede Achse repräsentiert einen Umweltparameter (z. B. Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Luftdruck), der in der Umwelt innerhalb einer bestimmten Schwankungsbreite auftritt. Dieses "Angebot" der Umwelt bezeichnet man als Lizenzen. Realisiert wird die ökologische Nische, wenn eine Art aufgrund ihrer genetischen Ausstattung (den so genannten Valenzen) jeden dieser Parameter innerhalb einer gewissen Schwankungsbreite besetzen kann. Dabei gibt es einen Punkt, bei dem die Art am besten gedeihen kann und am erfolgreichsten zur Fortpflanzung schreitet (das Optimum) und einen Punkt, der weder unter- (Minimum) noch überschritten werden darf (Maximum). Außerhalb dieses Bereiches ist eine Art nicht lebensfähig. In Wahrheit besteht diese Nische aber nicht nur aus drei Umweltparametern, sondern ganz vielen wie z. B. auch An- und Abwesenheit von Räubern, Nahrungsverfügbarkeit, Salzgehalt, Windstärke, Sauerstoffgehalt, usw. Jeder dieser Parameter fügt dem Diagramm eine weitere Dimension hinzu. Ein n-dimensionaler Raum ist also ein Raum, der aus n verschiedenen Umweltparametern besteht.

Eine ökologische Nische kann aber immer nur von einer Art besetzt werden. Treten zwei Arten miteinander in Kontakt, die in einem Lebensraum die gleiche ökologische Nische besetzen wollen, kommt es unweigerlich zur Konkurrenz zwischen den beiden Arten. Diese Konkurrenz kann prinzipiell zwei Verläufe nehmen:

  • Konkurrenzausschluss: eine der beiden Arten ist in diesem Wettstreit um die Nische so erfolgreich, dass sie die andere Art vollständig verdrängt.
  • Nischendifferenzierung: die beiden Arten müssen ihre ökologische Nische leicht variieren, um sich die Nische untereinander quasi aufteilen zu können. Das lässt sich z. B. bei Anolis-Arten (kleine leguanartige Echsen) beobachten. Viele Anolis-Arten kommen im gleichen Lebensraum (sympatrisch) vor und ernähren sich v. a. von Insekten und anderen Arthropoden. Sie besetzen die gleiche Nahrungsnische. Dass im gleichen Lebensraum mehrere Anolis-Arten existieren können, ist nur möglich, weil die verschiedenen Arten unterschiedliche "Stockwerke" für ihre Nahrungssuche verwenden: die eine sucht am Boden im Unterholz Nahrung, die andere auf den Stämmen und eine dritte in der Baumkrone.

Dass Schimpansen sich nicht zu Menschen entwickeln, hängt möglicherweise also auch damit zusammen, dass die ökologische Nische des "intelligenten Zweibeiners" bereits vom Menschen besetzt ist und daher von keiner anderen Art eingenommen werden kann. Solange der Mensch diese Nische besetzt, kann somit gar keine andere Art diese Nische einnehmen. Das wäre erst wieder möglich, wenn der Mensch vom Antlitz dieser Welt verschwände. Die dann freie Nische könnte neu besetzt werden. Ob das Resultat dann aber haargenau wie ein Mensch aussähe, muss stark bezweifelt werden, da Evolution wie bereits erwähnt eben nicht nach Plan verläuft.

Die Darwins-Theorie ist immer noch eine Theorie

Also zunächst einmal ist die moderne Evolutionstheorie nicht mehr Darwins Theorie. Sie wird als synthetische Evolutionstheorie bezeichnet und fußt zwar auf Darwins Theorie der Evolution durch natürliche Selektion, berücksichtigt aber auch weitere Erkenntnisse insbesondere aus der Formalgenetik (Mendelsche Vererbungslehre), Populationsgenetik, Ökologie und der Verhaltensbiologie.

Zum zweiten ist die Evolutionstheorie nicht einfach "nur eine Theorie", sondern eine wissenschaftliche Theorie. Die Forschung versteht unter eine Theorie nämlich etwas ganz anderes als das, was der Volksmund mit einer Theorie meint. Was im allgemeinen Sprachgebrauch mit Theorie umschrieben wird, also eine Vermutung, Vorstellung oder Idee, nennt der Wissenschaftler Hypothese. Eine wissenschaftliche Theorie hingegen ist ein Modell der Wirklichkeit, das durch experimentelle Untersuchungen hinreichend belegt wird. Wird in der Forschung etwas mit dem Begriff Theorie verknüpft, dann kommt das fast einer Adelung gleich und der Sachverhalt kann faktisch als bewiesene Tatsache angesehen werden. Eine echte Theorie weist ganz bestimmte Eigenschaften auf. So muss sie z. B. widerlegbar (falsifizierbar) sein. Das klingt erst einmal paradox, da man ja in der Regel belegen will, dass eine Theorie zutrifft. Aber erst dadurch, dass eine Theorie widerlegbar sein kann, ist es überhaupt möglich, eine Theorie auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen. Könnte man nicht widerlegen, dass eine Theorie falsch sein könnte - wie wollte man das dann testen?
Zum anderen erlauben Theorien uns das Treffen von Vorhersagen. Mit Hilfe einer Theorie sind wir in der Lage, ganz konkrete "Wenn ... dann ..."-Aussagen zu treffen. So wie wir beispielsweise aus den vorliegenden Wetterdaten und aus Erfahrungen von vergangenen Wetterereignissen vorhersagen können, wie das Wetter morgen sehr wahrscheinlich werden wird, können wir auch mit der Evolutionstheorie ähnliche Prognosen stellen. Wenn wir z. B. beobachten, dass eine Population einer Art sich genetisch deutlich von anderen unterscheidet, kann man die Prognose stellen, dass diese Population sich zukünftig zu einer neuen Art entwickeln wird. Oder wenn wir beobachten, dass sich das Nahrungsangebot in einem Lebensraum verändert, können wir mutmaßen, dass sich die Lebewesen in dieser Umwelt an die neuen Nahrungsbedingungen anpassen werden.

und soll hab' ich gehört öfters „widerlegt" worden sein.

"Soll widerlegt worden sein" heißt nicht, dass die Evolutionstheorie tatsächlich widerlegt wurde. In Wirklichkeit hat man in mehr als 200 Jahren Forschungsgeschichte keinen einzigen Beleg finden können, der die Evolutionstheorie hätte widerlegen können. Zwar versuchen gewisse Ströme (Kreationisten) immer wieder, mit fadenscheinigen Pseudo-Argumenten, den Eindruck zu erwecken, dass die Evolutionstheorie widerlegt worden wäre. In Wahrheit hat jedoch keiner dieser vorgetragenen Einwände einer wissenschaftlichen Überprüfung standhalten können. Fakt ist, dass die Evolutionstheorie im Bereich der Biowissenschaften die am besten und intensivsten untersuchte Theorie überhaupt ist und dass keine andere Theorie durch eine so gigantische Fülle an Beweisen gestützt wird wie die Evolutionstheorie. Wenn es dich interessiert, guck mal in einigen meiner anderen Antworten nach, da habe ich die wichtigsten Belege für die Evolutionstheorie zusammengetragen und erklärt und mich auch mit den am meisten angeführten Pseudo-Argumenten der Kreationisten auseinandergesetzt.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Biologiestudium, Universität Leipzig

Ich habe gehört die DNA der Schweine soll auch der menschlichen DNA sehr ähnlich sein.

Stimmt, das eigentlich?

Danke für deine Antwort 👍

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@MFAZ8104

Alle Lebewesen gehen auf einen gemeinsamen Vorfahren (LUCA - das steht für "last universal common ancestor", also "letzter universeller kommuner Ahn") zurück. Daher findet man zwangsläufig identische DNA-Bereiche bei allen Lebewesen oder zumindest Sequenzen, die sich nur geringfügig voneinander unterscheiden. Das gilt vor allem für die hoch konservierten Gene. Das sind Gene, die für ein Genprodukt codieren, das für (fast) alle Lebewesen essentiell ist und bei dem schon geringste Abweichungen (Mutationen) vom ursprünglichen Bauplan tödlich sein können wie z. B. viele das Gen für Cytochrom P450 (wichtig für die Biotransformation, indem sie wasserunlösliche Abfallstoffe wasserlöslich machen und so dafür sorgen, dass der Organismus sie ausscheiden kann) oder das an der Zellatmung beteiligte Cytochrom c-Gen.
Dabei gilt natürlich, dass die Übereinstimmung umso größer ist, je näher zwei Lebewesen miteinander verwandt sind. Im Fall von Mensch und Schimpanse sind es etwa 98 % in den codierenden Sequenzen. Mit einem Schwein teilen Menschen immerhin noch etwa 90 % ihrer Gene, mit einem Zebrafisch etwa 75 % und selbst mit der Banane immerhin noch etwa 50 %.

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Evolution ist seit Beginn des Lebens, alles Leben ist miteinander verwandt.

Begonnen hat das vor ca. 2,5 Mrd. Jahren, ist bis heute ein paarmal fast ganz ausgestorben, doch alles ist gutgegangen.

Man kann heute feststellen, wann es war, als sich z.B. die Wege der Ratten und der Menschen getrennt haben, ebenso ist das auch mit Schimpansen. Ein Schimpanse entwickelt sich nicht zum Menschen, er bleibt ein Schimpanse, selbst wenn er irgendwann anfing zu Lesen und zu Schreiben.

"Widerlegt" wird die Evolution nur von manchen Religiösen, irgendwann begreifen sie es vielleicht doch noch.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Was ist Demokratie? Frage ich mich auch oft...

Weil die Evolution nicht wie eine Treppe verläuft, sondern wie ein sich ständig verzweigender Busch. Arten spalten sich auf, finden verschiedene Nischen, in denen sie überleben können (oder eben nicht) und entwickeln sich ab da getrennt voneinander fort. Ein "Update", das für alle verfügbar wird, gibt es in der Evolution nicht.

Natürlich entwickeln sich unterschiedliche Arten manchmal in eine ähnliche Richtung, das nennt man Konvergenz. Dabei geht es aber meist um sehr einfache Anpassungen an abiotische Umweltbedingungen, so haben sich Sukkulenten aus ganz verschiedenen Pflanzenfamilien auf allen Kontinenten an Trockenheit angepasst. Die Nische des Menschen ist aber sehr speziell und wurde in der gesamten Erdgeschichte noch von keiner anderen Art erschlossen.

Schimpansen sind zwar unseren Vorfahren in vielen Punkten ähnlich, in einigen unterscheiden sie sich aber auch sehr stark, und ihr evolutionäres Potenzial ist begrenzt, weil sie sehr wahrscheinlich vor uns aussterben werden, zumindest wenn der aktuelle Trend sich fortsetzt.

Die Darwins-Theorie ist immer noch eine Theorie und soll hab' ich gehört öfters „widerlegt" worden sein.

In der modernen Evolutionsbiologie arbeitet man auch mit einer Erweiterung von Darwins Theorie, die auch unsere Kenntnisse der Genetik und Molekularbiologie einbezieht. Trotzdem hat sich von dem, was Darwin gesagt hat, nur wenig später als falsch herausgestellt.

Eine Theorie ist außerdem das beste, was die Wissenschaft bieten kann. Sie ist eben nicht nur eine bloße Vermutung, sondern ein allgemeines Modell, das sich auf eine gute Beleglage stützt und Vorhersagen erlaubt. Eine der Aufgaben von Wissenschaftlern ist es, aus solchen allgemeinen Regeln eine Vorhersage für Einzelfälle herzuleiten, zu testen und gegebenenfalls dann die Theorie zu erweitern oder zu verwerfen. Letzteres ist der Evolutionstheorie noch nicht passiert.

Danke!

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Hallo,

Das ist eine seltsame Vorstellung, die du hast, warum sollten sich Schimpansen zu Menschen entwickeln? Es sind zwei Lebensformen, die gemeinsame Vorfahren haben und heute parallel existieren. Das gilt für sehr viele Lebensformen, wenn man lange genug zurückgeht eigentlich für alle. Wir zählen zu den Affen haben also gemeinsame Vorfahren mit den anderen Affen. Die Affen haben gemeisame Vorfahren mit allen anderen Säugetieren, wenn man weiter zurückgeht haben die Säugetiere gemeinsame Vorfahren mit den Vögeln, Reptilien, Amphibien, Fischen,... Willst du sagen, dass all die verschiedenen Lebensformen sich zu einer einzigen entwickeln müssten? Welche seltsame Theorie sollte das besagen? Die Evolutionstheorie jedenfalls nicht!

Danke für die Antwort ergibt auch Sinn. Wurde schon des öfteren geschrieben.

Warum hat der Mensch genau, diese Entwicklung gebraucht?

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@MFAZ8104

Dazu gibt es etliche Hypothesen. Aber von "gebraucht" kann man in Biologie, Chemie und Physik nicht sprechen. Eher kann man sagen, dass dem Fortpflanzungserfolg gewisse Faktoren zuspielten. Die Intelligenz schien da ihren Teil beigetragen zu haben. Von allen Gründen die genannt wurden, könnte am ausschalggebendsten die sexuelle Selektion gewesen sein. Sprich ein Geschlecht gevorzugte besonders intelligente Partner. Und welches Geschlecht wählt im Tierreich den Partner? Das Weibchen. Denn Weibchen haben mehr zu verlieren durch ungenügsame Partner, sie müssen schließlich Kinder großziehen (hohe Kosten). Besonders bei Arten mit langer Kindheit und Mutterbindung, wie bspw. Affen, spielt dieser Faktor eine wichtige Rolle. Bei den Gorillas war die Ausprägung körperlicher Merkmale von Vorteil, der sog. Dimorphismus. So auch bei vielen anderen Säugern (am deutlichsten bei den Walrossen oder Stieren). Beim Menschen war wohl ein großer Kopf möglicherweise dieses jene Unterscheidungsmerkmal was besonders begehrt war. Und wählen Weibchen Männer mit großen Gehirnen aus, so erben dies nicht nur die Söhne, sondern auch die Töchter.

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@MFAZ8104

Wie jede andere heute noch existierende Art hat sich unsere auch dorthin entwickelt, wo eine Lücke frei war, wo nicht schon eine andere Art auf diese Weise ein Auskommen gefunden hat. Deshalb ist ja deine Annahme so seltsam, dass sich Schimpansen zu Menschen entwickeln sollten.

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