Wieso entsteht bei Massentierhaltung resestente Bakterien auch wenn die Tiere Antibiotika bekommen?

5 Antworten

...Gerade deshalb...!

Die Tiere werden bei der Massentierhaltung innerhalb eines "relativ kurzen Lebens" mit sehr vielen Antibiotikas "vollgestopft".

....Die Bakterien "merken" das, sie "lernen" daraus und passen sich dem, bzw. Ihrem "Umfeld"  an. Sie werden resistent (immun) dagegen.

...Dann geben sie diese "veränderten Informationen" an die Nachfolgegeneration (bei Teilung, bzw. Vermehrung) von Bakterien weiter. Ein resistenter Bakterienstamm ist entstanden. Mittlerweile gibt es sehr viele davon - und das wird immer mehr zum Problem.

Der ständige Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung ist die Ursache dafür. Die Antibiotika verursachen einen Selektionsdruck, es überleben nur die Bakterien, die durch zufällige Mutationen immun dagegen sind. 

Alle anderen Bakterien sterben ab, dadurch hat man dann nur noch Bakterien, gegen die die Antibiotika in der bisherigen Dosis wirkungslos sind. Man muss dann die Dosis erhöhen, und das geht immer so weiter, bis man andere Antibiotika benutzen muss, mit denen die Bakterien noch nicht in Kontakt gekommen sind, weil sie dann dagegen wahrscheinlich noch nicht immun sind. 

Die werden dann auch irgendwann auf die gleiche Weise wirkungslos, so dass man am Ende multiresistente Bakterien hat, gegen die kaum noch eines der üblichen Antibiotika wirkt.

Was noch dazu kommt, Bakterien tauschen interessante Gene artübergreifend aus, gerade unter Stress. Da kommen dann aus getrennten, für sich weniger schlimmen Resistenzen, die üblen Multiresistenzen raus.

Die Biochemie dahinter ist teuer (Energie). Ohne Druck durch Antibiotika ein Nachteil, der rasch verschwindet (Mutation, Selektion, bzw. Runterregulierung). Leider geben wir den Bakterien keinen Grund zu entspannen.

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@Herfried1973

Damit, dass Bakterien auch Gene untereinander tauschen können, hast du Recht, das kommt auch noch dazu.

Was den Aufwand für die Resistenzen betrifft, das soll bei den meisten Bakterien nicht so sein. Demnach verlieren Bakterien einmal erworbene Resistenzen nur langsam wieder, weil das Beibehalten nutzloser Resistenzen durch entsprechende Anpassungen keine Belastung für sie ist. https://www.wissenschaft-im-dialog.de/projekte/wieso/artikel/beitrag/koennen-bakterien-ihre-antibiotikaresistenz-wieder-verlieren/

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Resistente Bakterien bilden sich genau dann, wenn die Tiere (und auch Menschen) laufend Antibiotika einnehmen. Die Bakterien sind schlau genug, sich gegen das Mittel zu wehren. Über deren DNA wird dieses "Wissen" an die Nachkommen weitergegeben. So entstehen dann resistente Bakterienstämme.

Das einzige, was gegen die Entstehung resistenter Bakterien hilft, ist die Reduzierung von Antibiotika. Ich jedenfalls esse schon lange keine Hühnchen aus Massentierhaltung mehr, denn die sind bis oben hin mit Antibiotika vollgestopft.

Mit Schläue hat das nichts zu tun. So ein Begriff ist auf Bakterien nicht anwendbar.

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was passiert mit den tieren in der massentierhaltung die gegen antibiotika resestent sind?

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