Wieso entsendet die Nato Truppen, was ist mit Russland?

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8 Antworten

Der Westen wird seit geraumer Zeit überwiegend von militaristischen rechtskonservativen Kräften regiert. Die USA und ihre Satrapen in Europa versuchen Russland seit Jahren zu provozieren. Das konnte man sehr gut nicht nur in Polen und im Baltikum, sondern auch in Syrien sehen. Die Westpresse schenkt den barbarischen Handlungen des IS in den letzten zwei Jahren sehr viel Aufmerksamkeit, während die Provokationen an die Adresse Russlands entweder unbemerkt bleiben oder von den westlichen Journalisten bewusst ignoriet werden. Diese Provokationen fanden mehrfach in der Ukraine statt und der Abschuss des russischen unbewaffneten Flugzeugs in Syrien, das von einem Einsatz zurückkehrte, war der erste Fall solchen Ausmaßes während des gesamten Syrienkonflikts.


Ende letzen Jahres äußerte Obama einen durchaus nüchternen Gedanken im Hinblick auf die reale Gefahr des IS bzw. dessen Unvermögen, den USA einen "Todesstoß zu versetzten". Tatsächlich meinen der amerikanische Präsident und andere westliche Führer, dass praktisch Russland allein eine reale Gefahr für die sog. "westliche Zivilistion" darstelle.

Die Milliarden Dollar, die die USA in die Aufrüstung stecken, sind nicht dafür bestimmt, gegen zufällige Terroristen zu kämpfen, oder die Aufständischen des ISIS, deren Anzahl das CIA auf auf 21000 - 31500 Kämpfer beziffert, niederzuschlagen. Der Kriegsetat ist vielmehr dazu bestimmt, Russland "unter Kontrolle" zu halten.

Es unterliegt somit keinem Zweifel, dass die USA und ihre abhängigen Vasallen mit größerer Sorge ein wirtschaftlich starkes Russland sehen, als islamistische Terroristen. Ein starkes unabhängiges Russland werden die USA niemals akzeptieren. Es ist auch äußerst unwahrscheinlich, dass die Türken das russische Flugzeug ohne vorausgehende Beratungen mit den USA und den NATO-Staaten abgeschossen haben.

Seit den ersten Tagen des Engagements Russlands in Syrien war offensichtlich, dass ein großes Potenzial für ein "Unglücksfall", der zu einem Konflikt zwischen den USA und Russland führt, bestehen würde.

Dieses Potenzial ist u.a. durch die Explosion eines russischen Passagierflugzeugs in Ägypten angewachsen.

Ein auf dem Rücken liegendes Russland, das vom nicht nüchternen Jelzin regiert wurde, gefiel den US-Amerikanern. Dieses Russland wurde aber von einem Land abgelöst, das US-amerikanische Hegemonieansprüche in Frage stellt. Russland hat den Willen und einen Präsidenten, die es möglich machen dieses Ziel zu erreichen.

Unter Putin hat sich Russland - bei aller scheinbaren Schwäche, Korrumpiertheit, offensichtlichen sozialen, wirtschaftlichen und politischen Wirren - von den Knien erhoben. Da Russland danach strebt, als gleichberechtigter Partner akzeptiert zu werden, wird es mit einer wachsenden diplomatischen und militärischen Opposition seitens der USA konfrontiert.

Für die USA und ihre Vasallen stellt nach den Worten Obamas nicht der IS und andere terroristische Organisationen eine existentielle Bedrohung für die USA dar, sondern einzig und allein Russland.


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Kommentar von Apfelkind86
15.06.2016, 12:06

Es ist auch äußerst unwahrscheinlich, dass die Türken das russische Flugzeug ohne vorausgehende Beratungen mit den USA und den NATO-Staaten abgeschossen haben.

Die Glaskugel scheint ja wieder auf Hochtouren zu laufen. Die übrigen NATO-Staaten fanden das türkische Verhalten alles andere als toll und haben das auch offen geäußert.

Ein auf dem Rücken liegendes Russland, das vom nicht nüchternen Jelzin regiert wurde, gefiel den US-Amerikanern.

Völliger Blödsinn. Besonders in den 90er Jahren beobachtete man die Instabilität Russlands mit großer Sorge, weil niemand ein Interesse daran hat, einen instabilen Atomwaffenstaat zu haben.

Für die USA und ihre Vasallen

Naja, spätestens hier müssen wir ja nicht mehr weiterreden, weil du ein klar ideologisiertes Weltbild hast und dich nicht an Realitäten orientierst.

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Das ganze hat unter George W Bush angefangen, der Kriegstreiber schlechthin, noch vor Obama. Der hatte, nachdem er den Irak überfallen hatte (wo über 700.000 Menschen starben), den Iran auf seiner schwarzen Liste.

Der Iran pflegt (wie Syrien) gute Beziehungen zu Rußland. Manche werten es sogar als eine Art Bündnis oder zumindest Beistandspakt. 

Dann begannen die USA, das dürfte jetzt auch schon um die zehn Jahre her sein, Raketenschilder zu installieren, und zwar in Polen und der Tschechosolwakei, aber auch in Rumänien. 

Angeblich, um die Bedrohung des Iran gegenüber Europa eben einzuschränken bzw. Raketen abfangen zu können. Gleichzeitig sind diese Stadtorte natürlich auch mit einer Militärpräsenz verbunden.

Rußland war nicht ganz so blöd und hatte sich unter Medwedjew gefangen (Jelzin hatte das Land ja verraten), hat einen Blick auf die Landkarte geworfen und gesehen, daß da etwas nicht zusammenpaßt.

Natürlich, Rußland sollte genauso wie der Iran etc. bedroht werden, nur eben in diesem Falle subtiler, da man sich mit einer Weltmacht eben doch nicht so leicht anlegt. Die Russen haben das verstanden und verlegen ihrerseits natürlich auch Truppen an ihre Grenze, um ihr Land zu verteidigen.

Warum das Ganze?

Es verdient der militärisch-industrielle Komplex der USA. Für die ist jeder Krieg recht, und tatsächlich wurde jahrelang mit dem Iran geliebäugelt. Aufgrund des Umstandes, daß der Iran einerseits mit Rußland befreundet ist, aber hauptsächlich das Terrain (viele Berge, extreme Hitze), sah mal wohl von einem vermutlich verlustreichen Feldzug ab.

Stattdessen suchte man sich Syrien als Spielwiese. Das ganze Zeug mit dem IS usw. sind alles Stellvertreterkriege. Es geht auch nicht um Syrien, es geht um Lakaia, den russischen Mittelmeerhafen.

Das ganze sind also geopolitische Spiele. Eine direkte Konfrontation zwischen USA und Rußland wird es nicht geben, da keiner der beiden Weltmächte so blöd ist. Aber man piesakt sich gegenseitig, stellt da mal ein paar Truppen auf und dort ein Raketenschild, der andere entwickelt Raketen die dieses überwinden, der andere zieht nach und entwickelt bessere Raketenabwehrsysteme...

So haben die Waffenindustrien alle was zu arbeiten und der Normalbürger kann nur noch staunen, was man mit dem Geld alles sinnvolles anfangen könnte.

Im besten Falle hilft uns dieses Wettrüsten mal gegen einen externen Feind wie im Film Meteor, ansonsten ist es verschwendetes Geld.

Übrigens: Die größte Gefahr für den Weltfrieden sehe ich zur Zeit in der Türkei 

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Seit der angeblichen „Krim-Annexion“ fühlen sich das Baltikum und Polen bedroht.
Ziemlich an den Haaren heran gezogen, die Argumentation, denn die Nato-Osterweiterung ist bereits seit 1991 Teil der Nato-Doktrin und dazu gehört selbstredend die Ausstockung des Militärpersonals; und was die „Krim-Annexion“ angeht ist mir nicht bekannt, dass im Baltikum oder Polen ein Referendum geplant ist, bei dem die Bevölkerung über den Anschluss an Russland abstimmen soll.

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Kommentar von Apfelkind86
15.06.2016, 10:07

und was die „Krim-Annexion“ angeht ist mir nicht bekannt, dass im Baltikum oder Polen ein Referendum geplant ist, bei dem die Bevölkerung über den Anschluss an Russland abstimmen soll.

Dort gibt es ja bislang auch keine "grünen Männchen", die dann maskiert und mit Sturmgewehr neben den gläsernen Urnen darauf achten, dass auch richtig gewählt wird. Und genau davor haben die Osteuropäischen Staaten Angst, die kennen schon die Freundschaft von Mütterchen Russland und brauchen das nicht nochmal.

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Kommentar von GTH2014
15.06.2016, 12:47

Genau, sonst hätte die Krimbevölkerung natürlich mit überlegender Mehrheit FÜR den Verbleib in der Ukraine gestimmt.
Wo lernt man sowas ? Apple designed in California, verstehe ! Es gibt übrigens über 850 domestizierte Apfelsorten, wusstest du das 😳 ?

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Kommentar von GTH2014
15.06.2016, 14:30

Das wusste ich. Damit habe ich gewonnen. Bis zum nächsten Mal.

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Anscheinend werden die Staaten von der Waffenlobby beinflusst. Bei Dauerfrieden kämen ihre Aktionäre in finanzielle Not.Auch ein Feindbild lenkt das gemeine Volk von den Ungerechtigkeiten in den Gesellschaften ab.

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Wenn Europa mit Russland (mit Abstand die meisten Rohstoffe auf der Welt), China, Indien und den anderen Länder in der Region) also Eurasien zusammenarbeiten würden, wäre das ein Segen für die Wirtschaft ganz Europas.

--- Wir dürfen aber nicht, weil das für die USA ein Supergau wäre. Die USA wären auf dem Abstellgleis.

Das darf NIE geschehen.

Darum muss im Interesse der USA dauernd ein Feuerchen am Ostrand der EU am kokeln gehalten werden. Und die blöden Deutschen halten auch noch die Streichhölzer. Dümmer geht’s nicht.

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Kommentar von Apfelkind86
15.06.2016, 10:05

Ahja, dann gab es also keine völkerrechtswidrige Annexion der Krim? Es gibt einen asymmetrischen, aus Moskau gesteuerten Krieg in der Ostukraine? Es gibt keine zahllosen Versuche Russlands, Deutschland und die EU zu schwächen durch Propaganda und Hackerangriffe?

Schon klar.

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Tja, seit der neuen russischen Außenpolitik und ihrem Großmachtstreben haben nunmal besonders die Staaten des ehemaligen Warschauer Paktes Angst, denn sie kennen bereits die Freundschaft von Mütterchen Russland und brauchen das offensichtlich nicht nochmal. Die NATO ist in diesem Zusammenhang dazu verpflichtet, ihre Mitglieder auch glaubhaft schützen zu können, denn dafür ist sie nunmal da.

Auch Deutschland hat seine Lehren aus Russlands Verhalten gezogen, wir stocken unsere Panzerwaffe wieder auf und schreiben ein neues Weißbuch, in welchem dem klassischen Krieg zwischen zwei Staaten vermutlich wieder mehr Bedeutung zukommen wird.

Und was soll mit Russland sein? Die werden meckern wie immer, interessiert nur keinen mehr, solange die so weiter machen wie bislang.

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Die NATO ist ein Kriegstreiberverein. Wie belegt durch die Kriege, die sie in den letzten 20 Jahren angezettelt haben.

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Weil sich einzelne Bündnispartner vor russischer Aggression schützen möchten.

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