Wieso ein grundloses Bedingungseinkommen?

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Das Ergebnis besteht aus 2 Abstimmungen

Neue Systeme werden kommen, sie sind noch im Aufbau oder in der Vorbereitung 50%
Es gibt gute Ideen, aber es ist nicht möglich zu Organisieren 50%
Grundloses Bedingungseinkommen ist der einzig mögliche weg 0%

5 Antworten

Neue Systeme werden kommen, sie sind noch im Aufbau oder in der Vorbereitung

Es gibt tatsächlich eine riese Anzahl an Arbeitsplätzen, die man aus ethischer Sicht als überflüssig und schädlich bezeichnen kann:

Rüstungsindustrie, Täuschungsindustrie (täuscht Gesundes vor, macht aber mittelfristig krank), Schikaneindustrie (tarnt sich als Dienstleister, geht aber nahezu jedem nur auf den Keks oder bringt nicht das, was es vorgibt, z. B. diverse Callcenter), Unsinnsindustrie (reine Geldverschwendung über staatliche und kommunale Aufträge), u. v. a.

Die Arbeitnehmer in solchen Betrieben erbringen mit ihrer Arbeit keine allgemein nützliche Leistung. Sie werden so besehen also nur mit etwas (eigentlich Unsinnigem) beschäftigt, und am Monatsende bekommen sie ihr Geld.

Im Gegensatz dazu gibt es aber auch jede Menge nützliche Arbeitsplätze.

Es besteht deshalb ein Ungleichgewicht zwischen den Arbeitnehmergruppen. Egal, ob nun HartzIV oder ein unsinniger Job (oftmals wird beides zu dem selben), es ist dann am Ende Geld, das von der Allgemeinheit aufgebracht wird, also von denen, die nützliche produktive Arbeit erbringen.

Würden sämtliche unsinnige Branchen wegfallen und würden die dann nicht mehr dort Beschäftigten ein bedingungsloses Grundeinkommen erhalten, dann entstünde zumindest der Allgemeinheit kein zusätzlicher Schaden, sondern eher ein Nutzen, weil die Betreiber solcher Unnütz-Unternehmen dann nicht mehr mit kassieren und weil die Allgemeinheit dann nicht mehr für die Kosten von Schadensverursachungen aufkommen müßte.

Ebenso kann man einseitig auch die gesamte Steuerverschwendung betrachten sowie die Verluste durch organsierte Kriminalität und solche durch kriminalitätsförderne unsinnige Strukturen. Da kommen jährlich in der Summe bequem 160 Mrd. zusammen.

Das Hintergrundproblem ist aber, daß es ohne produktive nützliche Arbeit nicht geht und daß deshalb gegenwärtig vermutete 25 Mio. Menschen in Deutschland arbeiten müssen.

Nun kann man aber nicht die einen arbeiten lassen und die anderen gratis versorgen, weil das eine grobe Ungleichbehandlung wäre. Auch in einem optimal umorganisierten System und bei Realisierung gewisser utopischer Wünsche (keine Kriminalität mehr) würde der Überschuß nicht ausreichen, um alle dann nicht arbeitenden Menschen zufriedenstellend zu versorgen.

Es ergäbe sich deshalb die Notwendigkeit, Konzerngewinne umzuleiten, mit der Folge, daß sich alle, die nur noch Eurozeichen in den Augen haben, kurzerhand aus Deutschland absetzen würden.

Auch dem könnte man begegnen, doch dann hätte man ein totalitäres System, und das will auch niemand. Ansonsten hat sich in der Vergangenheit bereits gezeigt, wie z. B.ein kommunistisches System funktioniert und am Ende an sich selbst zusammenbricht (UDSSR). Es kommt eben niemand an dem vorbei, wie Menschen wirklich ticken.

Alles das, was ich hier geschrieben habe, ist nichts Neues und wird schon seit vielen Jahren an diversen Stellen diskutiert.

Die Resultate solcher Diskussionen enden dann auch zu recht meistens mit dem Ergebnis, daß da eine Menge gut gedacht sein mag, daß aber zuerst eine höhere Entwicklungsstufe der Spezies Mensch entstehen muß, die ethisch völlig anders drauf ist und die auch ohne sanktionierende Gesetze keinerlei kriminelle oder andere halbseidene Neigungen hat.

Bedingungsloses Grundeinkommen bleibt also weiterhin eine schöne Utopie, doch irgendwann, und unter Mitberücksichtigung der Roboterentwicklung u. a. vielleicht sogar schon viel früher als vermutet, wird man sicher dazu übergehen.

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Du mußt es anders formulieren, nämliches bedingungsloses Grundeinkommen. Grundlos ergibt keinen Sinn, entspräche ja, ohne ersichtlichen Grund ein Einkommen zu beziehen.

Anosnten gilt: ja wir brauchen so was, denn Vollbeschäftigung wird es nie wieder geben. Sahra Wagenknecht hat einmal ausgerechnet, unter welchen Voraussetzungen nur eine Vollbeschäftigung möglich wäre, wenn in der Arbeitspolitik keine bedeutenden Änderungen erfolgen. Danach müßte ein jährliches Wachstum von 7-8% erfolgen. Selbst wenn dies gelänge, wäre dies das Ende der Natur.

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Kommentar von YDerKellerY
18.10.2016, 11:59

Das war Absicht mit dem "grundlosen Bedingungseinkommen" meine ich den jetztigen Zustand. 

Bedingungsloses Grundeinkommen wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Aber eben, wieso wäre und nicht ist?

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Es gibt gute Ideen, aber es ist nicht möglich zu Organisieren

Bedingungsloses Grundeinkommen ist genau wie der "richtige" Sozialismus etwas was man VIELLEICHT auf Dauer anstreben kann, man muss sich aber langsam dahin bewegen.

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Wieso ist die - gewöhnliche - Bedingung an Einkommen, nämlich Erwerbsarbeit idiotisch und pervers ? Da hätte ich mir schon mehr Erklärungen gewünscht. Oder auch, warum Erwerbsarbeit die Rüstungsindustrie stärkt .

Ich glaube, da ist jemand faul, versteht die Wirtschaftswelt nicht, und will einfach das Schlaraffenland, wo man bis mittags im Bett liegt, den Rest des Tages mit der Playstation chillt und sich trotzdem alles leisten kann.

Geh spielen lieber Träumer.

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Kommentar von YDerKellerY
17.10.2016, 20:50

Wer genug Geld hat hat auch ohne Arbeit ein Einkommen, das ist pervers. Und wie schon erwähnt Geld kann einfach gedruckt werden (ist ja nicht mehr mit Gold gedeckt). Das ist auch ein Einkommen. 

Und Krieg ist nunmal nicht finanzierbar wenn Geld nicht einfach aus der Luft gepumpt werden kann, zumindest nicht in diesem Ausmass. Auf der anderen Seite muss solches Geld (u.a. militärisch) geschützt werden, weil es sonst ausgetauscht wird und den Wert verliert.

Und mit Schlaraffenland liegst du nicht sehr weit entfernt ;) Dafür aber mit Playstation&Co:

https://www.youtube.com/watch?v=TWweaQOL-iA 

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Falsche Frage!
Die Systeme gab es bereits, nicht exakt nach Hörmann oder Gesell, aber zumindest staatliche und nicht private Geldsysteme.

Siehe Doku:

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Kommentar von YDerKellerY
17.10.2016, 21:25

Ich weiss es gab auch vor dem Münzgeld schon ein  Buchgeldsystem, das etwa wie das Kerbholzsystem funktionierte. 

Aber wie kommen wir wieder zu sowas?

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Kommentar von Blogger78
17.10.2016, 22:11

Bei den derzeitigen monitären Verhältnissen gar nicht.

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Kommentar von Blogger78
18.10.2016, 15:55

Ja, sie sind veränderbar. Aber wer kämpft Gen die Mächte. In der Politik gibt es keine Gegenmächte. Nicht einmal Putin ist es angegangen den Rubel von der Dollarkopplung zu lösen. Es gibt keinen Staat der nicht im Zentralbanksystem fest hängt. Die Politik-Wahlen müssen finanziert werden und die Finanzies sind eben diese oberen 10.000 Menschen, die 99% des gesamten Geldes der Welt besitzen und gern mächtig bleiben wollen. Wären die Staaten und das Politikum finanziell unabhängig, würden sich die Machtverhältnisse gewaltig verschieben.

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Kommentar von Blogger78
18.10.2016, 16:12

Zitate zum Geldsystem - Die Wurzel allen Übels "Eigentlich ist es gut, dass die Menschen der Nation unser Banken- und Geldsystem nicht verstehen. Würden sie es nämlich, so hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh;" - Henry Ford (1863-1947), Gründer der Ford Motor Company "Die Wenigen, die das System verstehen, werden dermaßen an seinen Profiten interessiert oder so abhängig von seinen Vorzügen sein, dass aus ihren Reihen niemals eine Opposition hervorgehen wird. Die große Masse der Leute aber, geistig unfähig zu begreifen, wird seine Last ohne Murren tragen, vielleicht sogar ohne je Verdacht zu schöpfen, dass das System ihnen feindlich ist;" - Gebrüder Rothschild, London, am 28;Juni 1863 an US-Geschäftspartner

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