Wieso die AFD?

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7 Antworten

Ich werde die AfD wählen.

Meine Gründe dazu:

  • Hatten wir bis zu den 80iger Jahren noch Parteien mit unterschiedlichen Ausrichtungen, die in heftigen Debatten (ich erinnere hierzu an Strauss und Wehner) konstruktive Entscheidungen für Deutschland fanden, so haben wir Heute einen kuscheligen Einheitsbrei damit auch keiner dem Anderen sein Pöstchen gefährdet.
  • Die Rente ist eine Katastrophe. Schon zu Zeiten Norbert Blüms kamen Befürchtungen zur Sicherheit der Renten auf. Norbert Blüm war seit 1982 Minister. Es sind folglich 24 Jahre vergangen, in denen die regierenden Politiker eine positive und konstruktive Neuauslegung hätten schaffen können. Dergleichen ist nicht passiert, und wir reden nun schon über die Rente ab 70 !!!
  • Krankenversicherung sind gleichsam in bedenklichen Lagen, da sie nicht einmal mehr 50,-- € pro Quartal und Patient im Ernstfall zahlen können. Auch hier haben wir wieder ein Totalversagen der Regierungen der letzten 20 Jahre.
  • Die größte Katastrophe sehe ich in der HartzIV-Generation. In Deutschland befinden sich nach den letzten veröffentlichten Zahlen 7.5 Millionen in einer Abhängigkeit. Ein Abbau ist dabei nicht zu sehen. Es scheint eher so, dass man diese Menschen in sozialer Armut versumpfen lässt.
  • Obdachlosigkeit ist gleichsam ein Thema. Wobei man dies auch mit dem Immobilienmarkt verbinden kann. 1988 wurde der soziale Wohnungsbau abgeschafft. Seitdem sind auch unter der unsäglichen Zinspolitik der EZB die Immobilienpreise explodiert. Hier muss dringend wieder zurück gerudert werden, und der soziale Wohnungsbau reanimiert werden.
  • Privatisierung von Staatseigentum. Hierzu das größte Problem, Energieversorger. Seit der Privatisierung machen sich Vorstände, Aufsichtsräte und Aktionäre die Taschen voll, und Lasten sollen vom Steuerzahler getragen werden. Energie ist in der heutigen Zeit ein Grundbedarf. Dies kann und darf nur unter staatlicher Kontrolle erfolgen, und gehört nicht in eine gewinnorientierte Marktwirtschaft.
  • Unter den letzten Regierungen wurden mittelständische Unternehmen, insbesondere in der metallverarbeitenden Branche regelrecht eleminiert. Der heutige deutsche Staat, der weltberühmt für "Made in Germany" war, hat sich als Produktionsstandort verabschiedet, und ist zu einem Konzern- und Verwaltungsstandort mutiert. Damit wurde der Grundstein für Milliardäre und arme Menschen gelegt. Ein gesunder Mittelstand, der Deutschland über Jahrzehnte getragen hat, existiert praktisch nicht mehr.
  • Dazu kommt jetzt noch eine verfehlte Flüchtlings- und Migrantenpolitik. Die Argumentationen sind hierzu bekannt, so dass ich dies jetzt nicht weiter ausführen möchte. Das würde auch den Rahmen sprengen.

Meine große Befürchtung ist, unsere etablierten Parteien verstehen sich weniger als vom Volk abhängig, und meinen sie wären eine unumstößliche Institution geworden. Dadurch werden seit Jahren Entscheidungen über den Köpfen des Volkes getroffen.

Ich glaube nicht, dass es die AfD jemals schaffen wird die Regierung zu stellen, da die Vorbehalte vieler gegen die AfD groß sind. Ich erhoffe mir aber von der AfD, dass der Laden mal so richtig schön aufgemischt wird, und die gut bezahlten Hinterbänkler aus der Politik verschwinden. Mir sind Politiker bekannt, die 20 Jahre im Bundestag gehockt haben, schön Diäten kassierten und nicht eine einzige Rede gehalten haben.

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Kommentar von Kanatar
03.05.2016, 09:50

interessante Argumentation. Sie sprechen Probleme an die wichtig sind aber, vielleicht täusche ich mich, ich erkenne bei Ihnen doch großteilig linke Positionen. Wie stehen Sie denn bspw. zur Forderung das ALG zu privatisieren oder zur Abschaffung von Gewerbe- und Erbschaftssteuer? Sind nicht gerade diese Positionen welche die fast ausschließlich den Großunternehmen zugute kommen und den normalen Arbeitnehmer vor ernsthafte Probleme stellen?

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Kommentar von Kitharea
03.05.2016, 10:18

Auch wenn mir die Wahlentscheidung hier nicht gefällt - zumindest mutet man sich informiert an. Auch wenn das andere Parteien auch könnten aber scheinbar nicht wollen. Dass man im Moment nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hat ist mir klar. Den einzigen Vorteil des Vorrückens der Afd sehe ich allerdings im Moment darin dass sie den linken Parteien zeigen dass es so nicht geht. Danke

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Kommentar von FooBar1
04.05.2016, 06:16

Klare Probleme. Aber warum bitte keine ernsthafte Partei damit beauftragen sondern ein paar Spinner. Ich geh doch auch nicht zum Naturheiler wenn ich ernsthaft krank bin

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Ich zähle mal die Punkte auf, warum ich seit 2014 die AfD wähle.

  • Demokratie:  Die AfD steht für eine direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild. Wenn man nach Schweiz schaut, dann sieht man, wie erfolgreich dieses Modell ist. Inzwischen empfinde ich die deutsche Demokratie nicht mehr als richtige Demokratie, sondern als "Diktatur auf Zeit". Grund hierfür ist vor allem "Wir schaffen das". (und damit der Abschied vom Rechtsstaat, wenn ich auf Dublin 2,3 und Art. 16a GG schaue) Unter anderem auch die Rettung Griechenlands, welche nicht wirklich rechtskonform gewesen ist. Ich kann an der AfD nichts, wie die anderen Politiker es ja sagen, antidemokratisches erkennen. Allein schon der Bundesparteiprogrammtag war demokratischer als jeder Parteitag der Etablierten.
  • Flüchtlings- bzw Migrationskrise: Ich denke da ist es klar, was die Regierung falsch gemacht hat. "Wir schaffen das" gegen den Willen der anderen EU-Staaten. 
  • Euro und Europa: Die Währungsunion hat angesichts der Eurokrise versagt. Das muss reformiert werden. Wir werden unter anderem wahrscheinlich bald Negativzinsen haben. Die einzige Lösung seh ich bei der AfD für die anderen Parteien ist der Euro alternativlos.
  • Visumfreiheit für die Türkei: Da sag ich wie die Mehrheit in DE nur nein danke. 
  • Beitragsservice (GEZ): AfD will diesen abschaffen.
  • Medienberichte: Diese Medienhetze nervt. Sie wirkt wie gesteuert von den Etablierten. Demokratisch wäre es neutral sich zu beschäftigen mit der Partei. Als Beispiel der "Schussbefehl". Der ist das krasseste Beispiel für falsche Berichterstattung. Petry hat selber das Wort nicht in den Mund genommen sondern von vornherein gesagt, dass das letzte Mittel ist. Ich selber als Jurist hätte vermutlich genauso das Gesetz zitiert (§ 11 UzwG).
  • Familienpolitik: Ich finde es richtig, dass vor allem die Familien gefördert werden sollen. Heutzutage ist Kinder kriegen teuer. Damit kann man das demographische Problem nicht umkehren. Und was zum Teufel ist verwerflich daran das "traditionelle Familienbild" zu untestützen? Solang trotzdem jeder frei entscheiden kann, was er macht ist das doch voll in Ordnung. 
  • Islam: Der (politische) Islam gehört nicht zu Deutschland: volle Unterstützung. Heutzutage ist es schon soweit, dass zB in Niedersachsen die Regierung dran ist, dass Gebetsräume in Schulen integriert werden sollen. Die Moscheen werden unter anderem von Iran (bei dem Strafrecht wirds einem schlecht), Saudi Arabien unterstützt. Die Scharia wird teilweise schon in Deutschen Gerichten angewendet (zB Erbrecht). Ein NRW-Justizminister wollte unter anderem das private Sharia Gerichte entstehen.  Das ist meiner Meinung nach nicht zu unterstützen. So wird eine Integration definitiv nicht funktionieren, wenn wir immer weiter auf den Islam zugehen. Das wird vielmehr Unmut unter der Bevölkerung geben. Und die Mehrheit der Bevölkerung sieht es auch nicht so wie die Merkel. 
  • Ablehnung von TTIP/CETA

Es ist zurzeit so, dass diejenige Partei, welche die Probleme bzw. Ängste der Bevölkerung anspricht als Hetzer abgetan wird. Ich empfinde es zurzeit so, dass die Regierenden komplett am Volk vorbei regieren. 

 
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Kommentar von Apfelkind86
04.05.2016, 18:57

Ich finde es richtig, dass vor allem die Familien gefördert werden sollen. 

Dass die AfD fordert, den Staat so klein wie möglich zu halten, vor allem im sozialen Bereich,ist dir aber schon bekannt? Nichts mit großer Förderung, im Gegenteil: Kein ALG I mehr, ALG II wird durch "Bürgerarbeit" (also Zwangsarbeit) ersetzt, Alleinerziehende sollen nicht mehr für ihr "selbst gewähltes Lebensmodell" gefördert werden.

Die als Jurist dürfte das nicht betreffen, vielleicht kümmert es dich deshalb nicht.

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Im Vorfeld muss ich sagen;

meine Entscheidung bei der kommenden Wahl wird nicht unbedingt fûr die AFD fallen.

Es sind längst nicht alle politischen Standpunkte der AFD äußerst negativ zu bewerten. Somit wäre eine Wahl der AFD eventl. ein Wink mit dem Zaunpfahl, besonders in Richtung der etablierten Parteien, ihre Politik gemäß unserer Demokratie, mehr im Sinne des Bürgers zu führen.

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Ich habe nie die AfD gewählt und werde es auch nie tun, da ich in Deutschland garnicht wahlberechtigt bin. 

Ich kann aber die Leute verstehen, die AfD wählen. Die Islamisierung und die Probleme, die durch Massenmigration entstehen, kann man nicht wegleugnen. In manchen Gegenden geht es schon schlimm zu. (Falls du mir nicht glaubst, bleibe einmal eine Woche in Ottakring)

Die AfD hat Recht, was das betrifft. Es gibt viele Leute die sagen, wir sollten die Leute besser integrieren und ihnen Arbeit geben, aber das ist Käse. Manche Ausländer (nicht alle) wollen sich nicht integrieren. 

Was mich aber an der AfD stört, was bei der FPÖ nicht so ist, ist der extrem wirtschaftsliberale und arbeitnehmerfeindliche Kurs. So etwas mag ich nicht, ich hab leider keine Zeit für genauere Erklärungen. 

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Hätte man vor 1933 genauso wie heute auf die AfD reagiert, wäre vielleicht das Ganze nicht so gelaufen, wie es lief. Natürlich steht es jedem frei seine Meinung zu äußern, solange es im gesetzlichen Rahmen bleibt, und auch die AfD zu wählen, aber genauso frei bin ich in dieser Sache, und darf und muss meine Meinung zu diesem Thema auch hinausposaunen.

Es gibt sicher das eine oder andere, was man an dieser Partei gut finden kann, aber in der Menge ist es eine unerträgliche Partei von Narzissten und schlimmeren.

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Volksabstimmungen wie in der Schweiz durchzuführen reizt schon mal diese Partei zu wählen. 

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Das ist fast der gleiche Weg, wie der, der NSDAP ab 1930. Versprechungen, die fast jeder Bürger will bzw nicht will (heute anscheinend die Flüchtlinge) und sich so beliebt machen. Das Programm wird dann oft nicht mal angesehen...

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