Wieso darf USA trotz des größten Genozid in den Geschichte stolz auf ihr land sein und mit Flaggen wedeln aber wir nicht?

19 Antworten

Wenn wir es mit dem geschichtlichen Abstand betrachten, so gab es doch einen Eroberungs- und Vernichtungsfeldzug der Einwanderer auf das Gebiet der heutigen USA und des heutigen Kanada.

Die Leute sind dorthin, haben sich Land genommen (zeitweilig wurde zu lächerlichen Preisen "gekauft") und wenn die sich wehrten, dann waren es die bösen Angreifer, die von der Armee niedergemetzelt wurden.

Aus reinem Vergnügen haben schießwütige Spinner vom Zug aus die Bisons erschossen und einfach liegen lassen und den Indianern die Grundversorgung mit Fleisch genommen.

Das einzige was bisher passiert ist, war die Entschuldigung durch Obama und einige Steuervorteile.

Trotzdem hat es, im Gegensatz zur NS-Zeit, keine systematische, zum Teil industriell durchgeführte Mordmaschinerie gegeben.

Diese ganze moralische Geschichtsbetrachtung ist käse und wird gerade in Deutschland gezüchtet. Alle Völker sind stolz auf ihre Leistungen und dass sie als Volk das Leben gemeistert haben und meistern und füreinander da sind. Da gibt es nur in Deutschland so ein paar Durchgedrehte, die aus einer berechtigten Kritik an unserer jünsten Vergangenheit eine Selbstentwertung machen, nicht ahnend, dass das schlimme Folgen haben kann. Alle Aufrechnerei bringt nichts und Geschichte ist Vergangenheit, die zu bewerten nur sehr schwierig ist, denn wir haben in den aktuellen Zeiten nciht dringesteckt. Sich nachher auf den hohen moralischen Thron zu setzen, ist Überheblichkeit, denn wer weiß, wie unsere Nachfahren mal über uns urteilen. Vielleicht: Jetzt stehen wir mit nichts da, weil unsere Vorgenerationen ein blühendes Land im moralischen Wahn leichtfertig kaputtgeredet haben! Rückwärtige Schuldzuweisungen enden letztlich bei Adam und Eva und dann, weil auch die von der Schlange verführt wurden, beim "lieben Gott", der ja auch die Schlange erschaffen hat.

Mir fällt auf, die gibst oft guten Rat! Wenn du das auf dem Foto bist, dann weiß ich auch warum.... die weißheit spricht ;)

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Ich glaube, die Chinesen mit dem großen Sprung waren da noch gründlicher...

Und wenn der TE solches Aufrechnen benötigt, um sich stolz zu fühlen, spricht das schon Bände. Man kann nicht Leid gegen Leid aufrechnen, beides war zu viel.

Ansonsten ende ich mit Schopenhauer, der da schon einst so treffend sagte: 

Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er
verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen
Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem
greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende
persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen
Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen.
Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er
stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er
gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun
dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit
Händen und Füßen zu verteidigen.

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