Wieso darf man nicht anders sein?

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55 Antworten

das heißt ich habe mein Abitur nach er 12. Klasse. Das ist viel zu früh, ich habe keine Ahnung was ich wie tun soll in Zukunft

Glaubst du nicht, dass du es auch für zu früh halten würdest, wenn du nach der 30. Klasse abgehen würdest? Es gibt sehr viele Menschen, denen geht es sehr viel schlimmer als dir. Das sind nicht wenige. Alle Haupt- und Realschüler sind in der Regel nach der 10. Klasse fertig. Überlege mal, wie schlimm die es haben müssen. 😜

Was interessiert es mich wie man irgendwelche Gauß'schen Gleichungssysteme löst, wenn ich noch nicht einmal weiß wie ich eine Steuererklärung schreibe

Die Schule bereitet auf das Berufsleben vor, nicht auf das Privatleben. Wenn du einen guten Beruf ergriffen hast, kannst du dir einen Steuerberater leisten, der für dich die Steuererklärung macht.

Ich MUSS zur Schule gehen, ich MUSS das Abitur machen, ich MUSS studieren, ich MUSS Arbeiten gehen und zwar so, dass ich möglichst viel Geld bekomme.

Das einzige, was du davon musst, ist zur Schule gehen. Du musst nicht Abitur machen oder studieren und du musst auch keinen gut bezahlten Job machen. Es stimmt allerdings, dass die Gesellschaft dazu drängt, überhaupt einen Job zu ergreifen, denn es sind die Gelder der Gesellschaft, die einen Unbeschäftigten finanzieren.

Meine Eltern flippen aus, wenn ich sage "Was wäre eigentlich, wenn ich jetzt die Schule abbrechen würde?

Jetzt kommst du von der Gesellschaft zu deinen Eltern. Wer sagt jetzt wirklich "du musst", die Gesellschaft oder deine Eltern?

Man wird einfach nicht als vollwertiger Mensch angesehen, wenn man nicht genug Kohle scheffelt.

Aber nur unter den Menschen, die viel scheffeln. Das ist zwar auch schon traurig, aber wenn du dich mit Leuten abgeben würdest, die wenig scheffeln, dann würdest du auch nicht schief angeguckt werden, wenn du selber wenig scheffelst.

Wieso MUSS ich alles tun um länger zu leben? Wieso darf ich nicht mit 50 oder sogar 40 sterben?

Wieso "darf"? Man geht erstmal davon aus, dass jeder leben will. Die die Selbstmord begehen, machen das in der Regel früher als mit 40 oder 50. Aber grundsätzlich kann das jeder selber entscheiden. Wenn dir jemand davon abraten will, dann vielleicht, weil er dich mag. Vielleicht hat derjenige aber auch einen anderen Grund.

Dieser ganze Druck bewirkt, dass man sich nicht richtig entfalten kann bzw. darf.

Das ist, so finde ich, auch eine komische Schlussfolgerung. Dir zu raten, du sollst möglichst lange leben bewirkt, dass du dich nicht richtig entfalten kannst? Wenn du morgen sterben würdest, dann könntest du dich nicht richtig entfalten.

Deswegen habe ich auch von Grund auf einen gewissen Hass den Menschen gegenüber, dass sie zum Beispiel so materialistisch denken.

Warum? Ist doch deren Sache.

wo ich in meiner Hütte lebe, nach meinen Regeln, ohne Steuern, ohne Fernseher (ich empfehle übrigens jedem, seinen Fernseher in den nächsten 2 Tagen aus dem Fenster zu werfen!), ohne irgendwas.

Auch ohne Internet?

Ich hoffe, ihr gebt mal euren Senf dazu, wie ihr das seht und was man machen kann um irgendwie da raus zu kommen oder so.

Meinen Senf hast du jetzt, aber deine Frage habe ich um ehrlich zu sein nicht herauslesen können.
Vielleicht fehlt mir ja das Wissen um die professionelle Interpretation literarischer Texte.

Wichtig ist nur erst mal das du das ABI hast. Den weiteren Weg bestimmst du ganz alleine. Wenn es Dir jetzt nicht nach Studium ist dann vielleicht später. Manchmal braucht man erst etwas länger um zu wissen worauf es ankommt. Lebe erst mal dein LEBEN.

Man wird einfach viel zu früh und unvorbereitet in die Welt geworfen.

Um sich mehr Vorbereitungszeit zu verschaffen, gibt es das FSJ, das FÖJ, das Auslandsjahr und diverse andere freiwillige Jahre. Damit bekommt man ein ganz gutes Bild von der Welt, oder jedenfalls mehr Orientierung als in der Schule.

Was interessiert es mich wie man irgendwelche Gauß'schen Gleichungssysteme löst, wenn ich noch nicht einmal weiß wie ich eine Steuererklärung schreibe, wie ich ein Unternehmen aufbauen kann, wie es genau mit den Steuern abläuft und mit den Versicherungen und so weiter?! Stattdessen lerne ich, was irgendein Dichter in irgendeinem Gedicht meinte.

Es geht nicht um den exakten Inhalt, sondern um die Grundfertigkeiten. Wer gaußsche Gleichungen lösen kann, der hat genug mathematisches Verständnis, um jede Naturwissenschaft zu studieren oder eben nach Anleitung die eigene Steuererklärung auszurechnen. Wer Gedichte interpretieren kann, der kann erst Recht Reklamesprüche, Gesetzestexte, Anleitungen für Unternehmsgründungen und alle anderen Arten von Texten interpretieren. Je abstrakter die Übungen in der Schule sind, desto breiter lässt sich die trainierte Grundfertigkeit in der Wirklichkeit anwenden.

Wieso gibt es eig. dieses "vorgegebene" Leben?

Das ist nur eine vorgegebener Anfang, damit alle Schulabgänger mit der gleichen Wissensbasis ins Erwachsenenleben starten. So sind die Chancen einigermaßen gleich verteilt. Was sie mit 18+ daraus machen, schreibt niemand fest vor.

Man wird einfach nicht als vollwertiger Mensch angesehen, wenn man nicht genug Kohle scheffelt.

Das liegt an der Subkultur in der du dich bewegst. Ich kenne auch Kreise, da wird man nicht als vollwertiger Mensch akzeptiert, wenn man nur Kohle scheffelt, ohne sich sozial zu engagieren. ;-)
Dass die Schule dich aufs Kohlescheffeln vorbereitet, könnte daran liegen, dass die meisten Leute genau das lernen wollen. Außerdem wird der Lernstoff mit den Wirtschaftsverbänden abgestimmt und die wollen Kohlescheffler auf dem Arbeitsmarkt sehen. Nimm das nicht zu persönlich...

Was ich auch komisch finde ist, dass es von einem erwartet wird total lange zu leben. Wieso MUSS ich alles tun um länger zu leben?

Die meisten Leute wollen das eben. Darum schreiben die (auflagenabhängigen!) Magazine so viel darüber und darum wird es auch in der Schule gelehrt. Ob du es mitmachen wills,t ist deine eigene Entscheidung. Keiner zwingt dich zum gesunden Leben.

Und das schlimme ist, ich bin genauso materialistisch, man wird einfach so erzogen.

Selbsterkenntnis ist bekanntlich der erste Schritt zur Besserung. Gratuliere zum ersten Schritt! Jetzt, wo du es weißt, kannst du deine Erziehung nach und nach abschütteln.

und ich kann mein Leben in die Tonne hauen, ich hoffe ihr versteht was ich meine.

Ja, es gab mal einen berühmten Philosophen der in einer Tonne gewohnt hat. Wäre das nicht was für dich? Die moderne Variante heißt Bauwagen. ;-)
Ach ja, viele große Unternehmensgründer haben ihr Studium mittendrin abgebrochen, vielleicht wirst du mal einer davon.
Aber mach erstmal ein Abitur, damit du später, falls du mal möchtest, etwas Tolles wie Philosophie oder Ökologie studieren kannst, oder mit "Erasmus" ins Ausland kannst. Mach ein Freiwilliges Ökojahr, um einmal sowas wie "Sinn im Leben" erlebt zu haben. Und dann ein Auslandsjahr als Entwicklungshelfer, um in andere Lebensweisen reinzuschnuppern. Du findest schon einen Weg, auch wenn es kein stinknormaler ist.

STIMME DIR VOLL UND GANZ ZU! Bei mir sieht's echt nicht anders aus. Meine Eltern drehen völlig am Rad, weil ich in Mathe nicht mehr die Noten bringe, wie ich es mal vor 2 Jahren getan habe. Mir ist es mittlerweile so egal, was die mir in der Schule beibringen. Die meisten Gymnasiallehrer haben sowieso den Schuss nicht gehört und von Pädagogik haben die auch keine Ahnung. Ich bin fest davon überzeugt, dass manche von ihnen besser mit Steinen, als mit Kinder und Jugendlichen kommunizieren sollten. > Was interessiert es mich wie man irgendwelche Gauß'schen Gleichungssysteme löst, wenn ich noch nicht einmal weiß wie ich eine Steuererklärung schreibe, wie ich ein Unternehmen aufbauen kann, wie es genau mit den Steuern abläuft und mit den Versicherungen und so weiter?! < Genau das ist es doch. Ich habe neulich eine Lehrerin drauf angesprochen, warum es denn so wichtig ist, Portraits zeichnen oder Integralrechnungen zu können, wenn es doch im Leben so viel Wichtigeres gibt. Hat sie auch keine Antwort drauf gewusst. Wo lerne ich in der Schule, wie ich später meine Rechnungen bezahle? Woher weiß ich, was für Versicherungen ich brauche, dass mich da keiner verarscht und wie klappt das eigentlich mit den Steuern? Ich bin froh, eine solche Bildung genießen zu können, keine Frage, manche Kinder in anderen Ländern wären glücklich, wenn sie sowas hätten. Aber wenn wir in unserem Land so viele Möglichkeiten haben, warum können wir den Lehrplan nicht mal umstrukturieren?

Ich habe auch regelmäßig richtig Stress mit den Lehrern. Kommst du nicht mit oder weißt du eine Sache nicht gibt's direkt Ärger. Ich empfinde es nun mal als nicht so wichtig, dass ich ein perfektes Portrait zeichnen kann, die Sinuskurve von x ermitteln kann oder den Quintenzirkel im Schlaf erzählen kann. Aber mach das mal den Lehrern klar. Ich habe auch keine Freizeit mehr. Ich komme nach Hause und lerne, nebenbei geh ich jobben, denn ich möchte mir ja auch meinen Führerschein verdienen. Wozu eigentlich die ganze Bildung und dieses Vorausschauende? Wer weiß, vielleicht werde ich morgen von einem Auto überrollt oder ich springe von einer Brücke. Wieso soll ich mich selbst einschränken, nur weil das Schulsystem es so vorsieht? Ich möchte sein, wer ich bin. Aber wie kann ich wissen, wer ich bin? Wer gibt mir die Zeit dazu? Die Möglichkeit, darüber nachzudenken? Wer lässt mir dazu die Freiheit? Um mich zu finden, und zu wissen, was ich später mal will - sofern es ein 'später' gibt - hilft mir die Schule definitiv nicht. Nicht in diesem System und mit solchen Mitteln.

Auch wenn diese Nachricht nun schon fast ein Jahr her ist - BIN DER SELBEN ANSICHT! (!!!!) Das spiegelt exakt das wieder, was ich mir damals im Unterricht gedacht habe! Bin zwar mit der Schule durch, doch bekomme von meiner kleinen Schwester genug stress mit... Wir sind gerade von Mannheim nach Stuttgart gezogen und sie kommt auf ihrer neuen Schule im Moment überhaupt nicht zurecht. Klar ist der Schulstoff der selbe, dennoch sind es andere Lehrer und andere Mitschüler. Keine Lehrer an die sie sich wirklich wenden kann, keine Clique zu der sie gehört.. Ach Göttchen wie ich diese Cliquenbildung hasse, zum Glück habe ich das alles hinter mir.

Gruß Lynn :-)

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Musst du zwingend ein Unternehmen aufbauen? Und wenn, es gibt ja Kurse, um die entsprechenden Dinge zu erlernen oder eben Steuerberater.

In deinem Fall wäre ein Wirtschaftsgymnasium wohl besser. Oder ähnliches.

Was das Schulsystem anbelangt, wäre dies in meinen Augen wesentlich besser, wenn der Staat den Zwang diesbezüglich abschaffen würde. Leider betrachtet er aber Kinder zwischen 6 und 18 Jahren als sein Eigentum - nebenbei bemerkt.

Ob du all die Dinge machst, die (angeblich) gesund sind, ist ab 18 deine eigene Entscheidung.

Ich finde es schade, dass hier zum Großteil auf Leistung, Leistung und nochmals Leistung gesetzt wird. Fängt ja schon bei Babys an. Aber da du es erkannt hast, hast du die Möglichkeit, dir eine andere Denke anzugewöhnen. Nur hab Geduld mit dir solche "Trampelpfade" im Hirn lassen sich nicht von heute auf morgen verwischen und mit anderen Wegen verdecken.

Es muss auch nicht gleich einsame Insel sein und den Fernseher aus dem Fenster werfen, anderen eine nicht-materielle Freude bereiten, wäre doch schon mal ein Anfang.

Hey,

Ich bin in dem G8 Modell, das heißt ich habe mein Abitur nach er 12. Klasse. Das ist viel zu früh

In Österreich beispielsweise ist das Abitur/ die Matura nach 12 Schuljahren ganz normal.

und schon in diesem jungen Alter irgendwie unzufrieden.

Geht es dir tatsächlich schlecht oder stören dich da nur ein paar Faktoren in der äußeren Welt (die du auch nicht verändern kannst)?

Deutschland ist nicht so schlecht.

Ich war kaum älter als du und wurde damals vom Staat dazu gezwungen, entweder zur Wehr oder zum Zivildienst zu gehen und Zwangsarbeit zu verrichten. Das wurde in Deutschland nun abgeschafft. Ist aber in Ö und CH noch immer ganz normal, wenn du dort wärst hättest du also noch mehr Gründe dich zu beschweren.

Deutschland handelt fortschrittlich, freue dich darüber. Außerdem lebst du bei deinen Eltern, dir ist es möglich, die Schule zu beenden und dann zu studieren. Vielen Menschen in deinem Alter ist so etwas nicht möglich.

So schlecht geht es dir gar nicht, wie du glaubst.

ich habe keine Ahnung was ich wie tun soll in Zukunft und das obwohl ich mir eigentlich jeden Tag darüber Gedanken mache.

Du musst, um zu wissen, was du willst, auch viel ausprobieren und deinen Horizont erweitern.

Es gibt an Instituten Tests, die du mitmachen kannst, da ist meistens ein Intelligenztest dabei und dann auch noch eine Auswahl von Fragen über verschiedenste Fachbereiche; ob du etwa lieber in einem Team arbeitest, lieber numerisch, lieber Sachen verwaltest oder erstellst, und und und

Du kannst nicht von den Lehrern erwarten, dass die auf magische Weise herausfinden, welcher Beruf für jeden Schüler der idealste sei.

Es stimmt aber, dass in Deutschland und auch Österreich viel zu wenig für die individuelle Förderung getan wird.

Intelligente Schüler bleiben schnell mal auf der Strecke, auch Lob wird ungern verteilt und wer gut in etwas ist, wird als 'Streber' abgetan - wobei Streber nicht einmal besonders intelligent sind, sondern nur gut darin sind, Sachen effektiv zu lernen und wiedergeben zu können. Die Mehrzahl der als 'Streber' beschimpften SchülerInnen sind talentierte Menschen, die von einer individuelleren Betreuung sicherlich profitieren würden.

wie ich ein Unternehmen aufbauen kann

Okay. Du kritisierst den Kapitalismus und willst selber Geld scheffeln? ;)

Scheinheiligkeit Ahoi!

Meine Freunde sprechen von den "schwarzen Löchern" im Lebenslauf

Nichtstun ist tatsächlich keine gute Idee.

Ich habe auch genug Leute erlebt die nach einer Weile Nichtstun freiwillig wieder zu arbeiten begannen, denn Nichtstun macht viele nicht glücklich.

Was Anderes ist es natürlich, wenn du dich in dieser Zeit engagierst und etwa bei Non-Profit-Organisationen mitmachst - da verdienst du zwar kein Geld, aber du kannst definitiv belegen was du gemacht hast - und außerdem hast du dann noch was Sinnvolles gemacht.

  • ein auslandsjahr in amerika (obwohl ich nur hoffen kann das ich da hinkomme)

Amerika hat (neben Kanada und anderen sehr erfolgreichen Ländern) Deutschland und der gesamten EU gegenüber einen großen Vorteil:

Es sucht sich aus, wen es ins Land lässt.

Die Amerikaner haben an Europa gesehen, was passiert, wenn die Grenzen offen sind und jeder, ob ehrlich oder kriminell, überall hin kann. So etwas wollen sie selbstverständlich vermeiden und daher nur Leute ins Land lassen, die bereits eine Ausbildung besitzen und in der Lage sind, sich selbst zu erhalten - und auch keinerlei Vorstrafen besitzen.

Dazu gibt es auch Spott über den 'Wohlfahrtsstaat Europa'.

Einfach so nach Amerika hinüberfahren und dort leben - das geht nicht, dafür gibt es Auflagen, die du erfüllen musst.

Zum American Dream noch:

Laut Studien arbeiten amerikanische Millionäre mindestens 59 Stunden pro Woche - und das ist noch die absolute Untergrenze.

Dazu kommt, dass die meisten Amerikaner rund 2 Wochen Urlaub im Jahr nehmen. Gesetzliche Feiertage gibt es in Amerika nicht so viele wie in vielen europäischen Ländern.

Insgesamt kommt die USA also auf deutlich mehr Arbeitsstunden im Jahr als bspw. Deutschland.

Du hast in Deutschland weitaus mehr Freizeit. Es liegt an dir, diese sinnvoll zu nutzen.

am Besten auf einer kleinen Insel, wo mich niemand findet, wo ich in meiner Hütte lebe, nach meinen Regeln, ohne Steuern, ohne Fernseher

Viel Spaß!

Woher ziehst du deinen Strom auf deiner Insel? Der kommt natürlich aus der Steckdose, aber woher kommt er dann auf ner Insel, die nie an das Stromnetz angeschlossen wurde?

Was willst du essen? Was willst du trinken?

Wer hilft dir, wenn du mal krank bist?

denn ich muss ja für meine so unglaublich wichtige Erdkundeklausur lernen

Was du da machst, ist Jammern auf allerhöchstem Niveau.

Aber kein Ding, auch andere Leute aus der ersten Welt haben große Probleme ;)

Liebe Grüße

Ich bin 15 Jahre alt (bald 16), momentan in der 10 Klasse und gehe auf ein gutes Gymnasium. So weit so gut; Ich kann dich SOWAS VON nachvollziehen! Derzeitig bin ich in Kanada und OMG es ist so anders! Das ganze Schulsystem und wie die Menschen hier denken. Letztens war ich mit einem meiner Kurse in einer Theatervorstellung (Christmas Story) und da haben die meisten Rollen halt Kinder im Alter von 10-12 Jahren gespielt. In einem Zeitraum von 4 Wochen sind sie von 2-6 oder länger in dem Theater gewesen um zu proben. Soweit so gut, hier ist das auch möglich weil du nicht viel im Schulstoff verpasst. Als wir uns aber später darüber unterhalten haben, meinte ich schon, dass ich mir sorgen über diese Kinder mache. Du hättest die ungläubigen Augen meiner Lehrerin sehen müssen, aber auf Deutschland übertragen ist das nunmal einfach nicht möglich; Mit 10 Jahren gehst du auf eine Weiterführendeschule. So gut wie jeder strebt ein Gymnasium an oder geht auf eine Gesamtschule. Allerdings musst du fürs Gymnasium mittlerweile recht viel lernen und eine Gesamtschule kann gut und gerne mal bis 5 uhr nachmittags gehen! Da ist für 3 oder 4 Wochen einfach mal n paar Stunden ausfallen lassen einfach nicht drin! Die Gesellschaft von heute schreibt dir nun mal leider alles vor und du kannst leider nicht viel dagegen machen und glaub mir, ich mag dieses Materialistische Denken auch nicht - Bin aber leider etwa genauso. Natürlich habe ich es aus meiner Sicht nicht ganz so arg (selbsteinschätzung JaJa~) aber wenn ich diese kleinen 11 Jährigen im Bus sehe die sich darüber unterhalten das der eine in diesem alter grade mal 2 Handys hatte und der andere schon 4 könnte ich... naja... Auch nicht mögen tue ich es, dass die Kinder heutzutage nicht nur mit diesem Leistungsdruck aufwachsen, sondern auch nur mit diesen Elektronischen Geräten (die ich eigentlich niemals mies machen sollte ). Ich bzw wir gehören noch zu einer der wenigen Generationen, die wissen wie es ist DRAUßEN zu spielen! Sich nicht Drachenfilme ansehen, sondern zu kleinen Drachen WERDEN :D Ansich geht unsere Welt vor die Hunde und immer wieder versuchen so viele Menschen etwas zu ändern aber hey - das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein weil viele, wichtige Leute einfach nicht mit an diesem Strang ziehen! Unsere erste Welt Probleme bestehen in: Was werde ich in Zukunft sein? Wie seh ich aus? Wie nehm ich ab? Und währendessen haben so viele Menschen arge Existenzschwierigkeiten!

Die Welt k***t mich zwischen zeitlich auch arg an und ich will und werde auch zukünftig was machen - und wenn es erstmal nur die Erziehung meiner Kinder ist! Ich mache mir momentan auch Gedanken drüber was ich gerne studieren möchte - immer im Augenwinkel habend was ich daraus machen könnte. Sowohl beruflich als auch menschlich gesehen, denn ganz so abgestumpft das ich für den Rest meines Lebens etwas machen würde, was ich hasse Kann und will ich einfach nicht!

Wie du aus dieser Schleife raus kommst kann ich die leider nicht sagen. Klingt entschäuschend aber du hast nur ein paar Möglichkeiten: - Mitziehen; Leb dein Leben weiter und ignoriere diese Tatsache - Dagegenschwimmen; Noch mitziehen aber später richtig aufie ** hauen und alles vebessern was du magst! - Tun was du magst! Mach was du willst aber tu es ohne es später zu bereuen. Du möchtest die Schule abbrechen? TUS! Aber dann kannst du dir in ein paar Jahren keine Vorwürfe machen. Es ist sehr schade, aber man muss leider im system sein um friedvoll etwas ändern zu können auf wenns schwer wird. Und der Vergleich wird vielleicht komisch aber kennst du den Anime Coge Geass? Während Suzaku versucht alles friedlich von innen zu ändern wird Lelouch zum Gegner! Also haust du entweder richtig aufie ** um gehört zu werden oder du schwimmst mit und versuchst den Strom zu ändern.

Viel Glück :) Kannst mich ja einfach aufm laufenden halten welche Lösung du für dich gefunden hast ;)

Liebe Grüße aus Kanada :D

Es ist doch überall so, wer Glück hat oder viel arbeitet hat auch das meiste. Ob man nun in der Stadt wohnt und fürs nächste Auto arbeitet oder auf einer insel mit der blossen Hand Palmwedel abreißt um sich das Dach vom letzten Sturm wieder aufzubauen. Auch da gibt es Menschen die Glück haben...Glück, dass andere mehr dafür tun und man somit ein gutes Dach hat. oder wenn man alleine "wohnt" eben mit einem kleinen Heim zufrieden sein muss, wenn es niemanden gibt,der einem hilft.

Übrigens finde ich überhaupt nicht, dass die "wichtigen" Leute nicht mitziehen. Man darf nämlich nicht vergessen, wer diese "wichtigen" Menschen überhaupt dazu gemacht hat: wir, das Volk. Also müssen auch wir dafür sorgen, dass diese "wichtigen" Menschen erfahren, dass wir uns andere Wege wünschen. Scehinbar ist dieser Wunsch aber noch nicht groß genug, zumindest nicht größer als unsere Bequemlichkeit :(

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:))) Da hat aber jemand eine dicke Midpubertycrisis.

Gewöhn dich dran, das Leben ist kein Ponyhof. Natürlich kannst du die Schule abbrechen, aber du kannst nicht erwarten, dass deine Eltern darüber jubeln. Allerdings bedenke bitte bei deiner Jammerei, durch das Abi hast du noch mal drei Jahre Jugend gewonnen, Jahre, in denen andere Jugendliche bereits im Ernst des Lebens, also einer Ausbildung stecken. Und du kannst nach dem Abi erst mal ein soziales Jahr machen oder aber, wenn du das Geld hast, als Rucksacktourist um die Welt ziehen. Es ist nämlich überhaupt nicht wahr, dass man so ein Selbstfindungsjahr heute nicht mehr machen kann. Das Abi soll dir zu einer gewissen rudimentären Allgemeinbildung verhelfen, die dir ermöglicht in der Ausbildungsfindung breiter zu denken als nur Mechatroniker oder Bürokaufmann, Friseuse oder Verkäuferin. Sicher alles ehrenwerte Berufe, aber mir scheint doch, du strebst eigentlich nach höheren Zielen. Und momentan magst du dich noch für unsterblich halten, das Vorrecht der Jugend, aber die Zeit fliegt. Eines Morgens wachst du auf und bist plötzlich 40 und ich garantiere dir, sterben ist dann das letzte, was du möchtest. Noch kannst du es dir leisten nicht materialistisch zu denken, weil deine Eltern dich finanzieren. Aber in einigen Jahren wirst du merken, der Schornstein muss rauchen und es ist ein beängstigendes lähmendes Gefühl, wenn man nicht weiß, ob man die nächste Miete zusammenkratzen kann.

Und auf einer einsamen Insel kann man auch nicht machen, was man will. Das Essen kommt leider auch nicht angeflogen. Wenn dort gerade mal eine Sorte Obst wächst, hat man sicherlich auch bald schon die Faxen dicke...

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Was den normorientierten Schuldruck und diese gesamte Erwartungshaltung an Gymnasiasten (nach dem Abi, sofort den Bachelor und dann sofort als "Fachmann" ab in die Wirtschaft), die ja in G8 ihre Krönung erreicht, angeht hast du insgesamt gesehen recht. Jedenfalls gebe ich dir da Recht.

Allerdings finde ich es ein bisschen amüsant, dass du dich über den Materialismus der Gesellschaft ärgerst, aber gerne eine noch "materialistischere" kapitalismuskonformere Ausbildung hättest und lieber lernen würdest wie man ein Unternehmen gründet (by the way: das kannst du später auch durchaus noch lernen, wenn in eurem G8 Zug auch noch BWL oder VWL als Fach angeboten werden...). Da scheinst du mir deinen eigenen Konformismus ein wenig mit deinem generellen Schulfrust zu vermischen. Und das ist in deinem jungen Alter total normal.

So frustriert war ich in deinem Alter zwar nicht mehr (da war ich gerade eifrig am Pläne schmieden), aber das hängt auch sehr vom Umfeld ab. Und das sind die Neuigkeiten die ich habe: Dein Umfeld ist nicht die Gesellschaft und schon gar nicht die ganze Menschheit. Die Menschheit stellt nicht die Erwartung an dich, "etwas" aus dir zu machen. Der Teil der Menschheit, der daran interessiert ist, dass du später mal "Corporate Management" studierst und ein Unternehmen leitest, dass Flip-Flops produziert ist verschwindend klein. Man könnte insgesamt zusammenfassen: Der Menschheit ist ziemlich schnurz was du aus deinem Leben machst, solange du keine zweite Atombombe erfindest. Auf gesellschaftlicher Ebene könnte man höchstens sagen, dass ein paar Wirtschaftspolitker es ganz gerne sehen würden wenn du wirtschaftlich nützlich bist. Und das auch nur, weil du zum selten werdenden Mittelschichtsnachwuchs gehörst. Deshalb haben enige Leute (genauer gesagt: Die deren Rente du irgendwann zahlst und deren Profit du weiter maximieren sollst) Interesse daran, dass du wirtschaftlich nützlich bist. Aber nur mal so: Die können dir gar nix, außer du lässt es zu, dich darüber zu definieren was die Gesellschaft von dir erwartet. Aber wer macht das schon? Wieviele junge, gut ausgebildete Frauen glaubst du gibt es wohl, die sich dafür interessiert haben, dass jeder Heino den demografischen Wandel (aka "das Aussterben der Deutschen") lamentiert und deshalb sofort angefangen haben ein blondes Baby nach dem anderen zu produzieren?

Für dich persönlich ist das natürlich nicht so unwichtig, denn sich gegen den Willen der eigenen Eltern, Verwandten, Lehrer und Freunde durchzusetzen ist natürlich nicht so simpel. Aber es ist nicht unmöglich. Vor allem ist es nicht unmöglich trotz Druck und hoher Erwartungen herauszufinden, was man selbst eigentlich wirklich will. Aber dazu muss man sich erstmal von den vermeintlichen Erwartungen distanzieren um herauszudinden was einem selbst wichtig ist. Ich gebe zu, dass das um so schwerer ist, je größer der Druck ist. Aber vielleicht würde es auch helfen, einfach mal generell darüber mit den eigenen Eltern oder auch Freunden zu sprechen. Vielleicht sind die Erwartungen deiner Eltern gar nicht so festgefahren, vielleicht wollen sie hauptsächlich, dass dir alle Möglichkeiten offen stehen (zu studieren oder eben nicht) und es ist ihnen gar nicht sooo wichtig, dass du später Kohle ranschaufelst. Vielleicht können dich Gespräche mit Freunden darauf bringen wie du deine eigenen Stärken nutzen kannst um später mal etwas zu machen was du wirklich möchtest.

P.S. Nirgendwo auf der Welt ist jemals irgendwo ein Mensch aufgewachsen ohne den Erwartungen und Normen seiner Mitmenschen zu unterliegen - Du speziell hast sogar das Glück eine ziemlich hohe Bildung und soziale Freiheit zu genießen, die dir eine bestimmte Art zu denken und Dinge in Frage zu stellen erst erlaubt. Viele junge Menschen in deinem Alter haben nicht mal die Wahl ihre Lebensverhältnisse auch nur im geringsten in Frage zu stellen. Alternativen sind für sie undenkbar oder gar unvorstellbar - denk darüber mal nach, bevor du dich in deinem Frust vergräbst.

Das haben wir dem kapitalistischen Weltbild zu verdanken. Der Mensch wird nur in seinem wirtschaftlichen Nutzwert gesehen..das führt dazu, dass jeder versucht der Beste zusein. Aber ganz egal wie gut du bist, da draußen, irgendwo auf der Welt, vielleicht in deinem Umfeld, gibt es genug Menschen die besser sind als du. Das ist auch okay aber darunter musst dann du leiden. Weil man will kein GUT sondern ein BESSER oder am besten das BESTE.

Mein Vater hat als Kind aufm Dorf gelebt. Manchmal erzählt er mir davon, wie einfach alles früher war. Dass man damals einfach Mensch war. Solang es genug Brot, Käse und Milch gab und alle am Ende des Tages satt wurden, war alles gut. DIe waren halt so Selbstversorger. Es hört sich zwar unglaublich schön an, aber wie du schon sagst, man wird selbst geprägt von der Gesellschaft, in der man aufwächst, und schwuuuppss gehört man auch zu DENEN...

Damit will ich sagen: Ja es ist schei*. Aber du lebst nunmal in solch einer Gesellschaft. Du kannst es natürlich auch lassen, Schule abbrechen und Hartz4-abhängig werden..aber dann musst du damit klarkommen, dass du von der Gesellschaft nicht akzeptiert wirst. ANDERE werden nicht akzeptiert. Außerdem wärst du dann ein Schnorrer und ich glaube nicht, dass jemand gerne ein Schnorrer ist :D

Ich bin auch 16. Ich besuche ein Gymnasium und werde grade aufs Abi vorbereitet. Dazu muss ich aber sagen, dass ich das Schulsystem in Deutschland zwar als verbesserungswürdig empfinde, aber dennoch zufrieden bin. Vorallem als Türkin, also als Ausländer ist es seeeeehr schwierig, weil von uns immer mehr erwartet wird, aber im Gegensatz zu Entwicklungsländern wie der Türkei, wo auch viel erwartet wird, aber du nicht richtig ausgebildet wirst/werden kannst, um einiges besser..:) Wobei ich dazu sagen muss dass ich als jemand, der Chemie und Bio als Leistungskurse hat und in den naturwissenschaftlichen Bereich gehen will, dennoch den Deutschunterricht besuchen muss und Gedichtinterpretationen schreiben muss oder in Englisch igendwelche Reden analysieren muss. Und die fließen dann auch noch in die Abinote mitrein.

Also so sehe ich das ganze. Aber ob man überhaupt etwas dagenen machen könnte...

..naja lernen damit klarzukommen oder du versucht, was zu ändern.

Eine gute Bildung bringt ich halt weiter...blablabla ich kann es auch nicht mehr hören. Es ist doch so, dass man z.b. in Mathe die unnötigsten Sachen lernt und dann fragt man wozu brauch ich das und die Antwort ist dann wieder: Damit du lernst zu lernen. Und was ist mit Latein? Wieso braucht man das für bestimmte Studiengänge? Mein Plan ist erstmal Abi zu machen. Da ich mit 5 eingeschult wurde heißt das, ich werde mit 17 Abi haben und dann zieh ich los. Studieren kann ich dann immer noch und leben will ich eh später nicht in Deutschland. Die Welt hat sich weiter entwickelt, aber wenn sie von freiem Land labern gibt es doch trotzdem so viel woran man sich halten muss. Regeln hier Regeln da und was ist mit der Freiheit? Mit der Unabhängigkeit? Wir liegen im Bett und machen uns Sorgen über eine Klausur, für die wir noch nicht gelernt habe. Die Leute von früher würden darüber lachen, aber war es denn besser damals? War es besser vor 100 Jahren? Hätten wir besser gelebt wenn wir ein Jahrhundert eher geboren worden wären? Wenn wir in einem anderen Land geboren wären? In einer anderen Familie leben würden? Was ist denn geworden. Im Grunde müsste ich mich schämen. Ich rege mich hier über das Leben hier auf und was geht da in den armen Ländern ab? Mit dem Völkermord? Die Kinder die arbeiten müssen? Die die verhungern? Sie würden sich reißen um unser Leben. Sie würden Morde dafür begehen und was tun wir? Wir ärgern uns, dass unser Leben nicht so perfekt ist. Wir regen uns darüber auf, dass die Illusion zerstört wurde. Als Kind sah das noch anders aus. Ich sehe meinen kleinen Bruder, der gerade in der ersten Klasse ist und frage mich wie es ihm geht, wenn er mitbekommt, dass es weder Weihnachtsmann noch Nikolaus gibt. Julii!! Hat er gerufen. Julii du musst noch deine Stiefel putzen. Der Nikolaus kommt doch Julii!!! Es war alles so einfach früher und heute muss man feststellen, dass das Leben nicht einfach ist. Es ist schwer. Früher wollte man Polizist werden oder Rockstar. Man konnte es nicht erwarten endlich ein Teenie zu sein. Man wollte groß sein und hat die anderen bewundert. Wir regen uns über schlechte Noten auf. Was ist mit unserer Welt passiert? Wo sind wir gelandet?

LG Julia (14 Jahre)

Früher wollte man Polizist werden oder Rockstar.

Was will man denn heute werden? Gibt es keine Polizisten und Rockstars mehr?

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Ich finde das auch sehr dumm ich selber bin auf der Realschule aber es ist total anstrengent in Mathe lernen wir jeden Tag eine neue Regel und wenn man meine Lehrerin fragt weil man etwas nicht verstanden hat dann fragt sie die ganze Zeit so blöd dass es einem total peinlich ist. Und wenn wir in Sport nicht alles perfekt machen dann verbessert einen den Lehrer die ganze Zeit und wenn man etwas falsch macht kommt es einem total peinlich vor sodass man am liebsten aufhören würde dann kriegt man aber eine schlechte Note und Anschiss. Ich finde man sollte dass so machen dass man bei Sport zwischen einfach nur dass man Bewgung kriegt welches dann dannach beurteilt wird dass man sich bewegt und mitmacht, und dass man wenn man Sportler oder so werden will mit Geräten und so schwierige Sachen, Da wird es dannach benotet wie man es macht. Ich hoffe dass dies auch Lehrer und Leute die sowas ändern können das lesen und dann was daran ändern.

Das Abitur würde ich an deiner Stelle noch zu Ende bringen (damit hast du einfach später mehr Chancen), aber danach musst du dich doch nicht mehr nach den Erwartungen anderer richten. Geh doch auf deine kleine Insel und versuche, von der Landwirtschaft zu leben (wenn du es schaffst) oder versuche etwas anderes. Auch die Kohle ist nicht so wichtig, solange du weißt, wovon du leben kannst (was natürlich schwierig ist, wenn die Lebenshaltungskosten und vor allem die Mieten derart in die Höhe schießen, dass man sich eher die neueste Computertechnik leisten kann als eine Mietwohnung). Vielleicht findest du im Ausland das Richtige, und wenn nicht, kommst du wieder zurück. Generationen vor dir haben es ebenso gehalten.

Und wenn deine Eltern derartigen Druck auf dich ausüben, dann ist das schade. Aber auch nach ihnen brauchst du dich irgendwann nicht mehr zu richten.

Ich kann deinen Ärger nachvollziehen und hoffe, dass sich gerade deine Altersgruppe diesen Druck irgendwann nicht mehr gefallen lässt. Durch dieses ganze materialistische Denken geht unsere Welt sowieso vor die Hunde (ich denke jetzt z. B. an die Rodung der letzten Urwälder zugungsten riesiger Palmölplantagen und an die Verwüstung der letzten Naturparadiese durch die Erdölindustrie), und es wird Zeit, dass hier ein Umdenken einsetzt.

Aber gern geb ich meinen Senf dazu!

ich empfehle übrigens jedem, seinen Fernseher in den nächsten 2 Tagen aus dem Fenster zu werfen!

Gute Idee und Laptop, Handy, Spielkonsole usw. gleich hinterher! Oder?

Was die Schule betrifft, geb ich dir übrigens vollkommen recht. Man mag drüber streiten, ob ihr zu früh ins Leben geworfen werdet, aber auf alle Fälle unvorbereitet. Kaum ein Schüler, egal ob Haupt- oder Realschüler oder Gymnasiast hat auch nur die leiseste Ahnung, was er nach dem Schulabschluss machen will. Von einzelnen Berufen hat niemand Ahnung, woher auch. Dafür kann er Berthold Brecht rückwärts singen und seine Werke bis ins kleinste analysieren. Was auch ungeheuer wichtig ist, wenn man nach dem Schulabschluss z. B. den Beruf des Kfz-Mechatronikers erlernt. Dinge, die einem im Gymnasium eingetrichtert werden, braucht eigentlich kein Mensch! Genaugenommen könnte man nach der Grundschule in den Beruf wechseln, denn da lernt man das, was man wirklich braucht: Lesen und Schreiben und die Grundrechenarten. Ich bin 48 Jahre alt und bisher habe ich weder Kurvendiskussion, noch Integralrechnung, noch Shakespeare oder Berthold Brecht in meinem Berufsleben gebraucht. Dafür aber die Grundrechenarten und Lesen und Schreiben. Alles andere, was ich wirklich gebraucht habe, habe ich in meiner Berufsausbildung gelernt. Aber die angeblichen Regeln, nach denen du leben musst, die gibt es nicht. Nein, du musst kein Abitur machen und du musst nicht studieren und du musst auch nicht arbeiten gehen. Statt dessen kannst du die Schule abbrechen, dich auf die faule Haut legen, Hartz 4 beantragen und anschliessend jammern, dass du mit dem Geld nicht auskommst, dir nichts leisten kannst und arbeiten kannst du auch nicht, weil die bösen bösen Chefs dich nicht einstellen. Das ist die Alternative. Und Leben auf einer einsamen Insel nach deinen eigenen Regeln hört sich vielleicht im ersten Moment verlockend an. Aber ich wette, du beginnst dich spätestens nach drei Wochen zu langweilen, denn da gibts weder Fernsehen, noch Internet und Handy-Empfang haste auch nicht, weil der Akku leer ist und es keinen Strom gibt. Das brauchst du aber auch nicht, weil du den Tag über zusiehst, etwas zwischen die Zähne zu kriegen. Essenstechnisch Ansprüche stellen ist nicht drin. Pizza-Bringdienst und McDoof gibts da auch nicht, ein Care-Paket von Mama käme da nie an, weil die Post da einfach nicht hinkommt. Dafür kannst du bei jeder Krankheit hoffen, dass du sie überlebst, denn selbst du Ärzte ohne Grenzen kommen da nicht hin. Beim nächsten kleinen Sturm ist die Hütte kaputt und muss neu aufgebaut werden. Geschafft, dafür regnets rein, natürlich genau auf deinen Bauch! Die Hütte teilst du mit allerlei Ungeziefer, was dir nicht einmal namentlich bekannt ist. Aber vielleicht schmeckts gegrillt.........aber wie denn, ohne Feuer? Mittlerweile halten schon die Äffchen Abstand von dir , denn du riechst etwas eigenartig. Das Duschgel ist alle, neues gibts nicht und das gleiche gilt für Deo, Shampoo etc.

Übrigens, niemand verpflichtet dich lange zu leben.....du kannst dich auch mit 40 hintern Zug werfen oder einen Strick nehmen und dich erschießen! Aber weißt du was? Wenn du erstmal ´n Job hast, dein eigenes Geld verdienst, Mann, Haus, Kind, Hund und Auto hast, dann fragste dich: "Was für einen Sch..... hab ich damals gedacht!"

Und nach diesem Worterguß meinerseits (übrigens einer der längsten, die ich hier je geschrieben habe), kannste ja nochmal nachdenken........ :-))

Mir geht es im Moment auch so. Ich verstehe überhaupt nicht, warum wir z.B. in Physik etwas über Elektronenstrahlröhren lernen, obwohl Fernseher heutzutage ganz anders aufgebaut sind. Wenn man die Lehrer fragt, sagen sie uns immer, dass es ein Gymnasium ist und da wird eben Allgemeinwissen vermittelt usw. Ich würde auch lieber wichtige Sachen lernen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich nach dem Abi dann da stehe und denke: "Und was jetzt?" Mir ist nicht einmal klar, wie man ein Haus kauft, ich weiß eigentlich gar nichts über das Leben. (Dafür über Elektronenstrahlröhren und die Umkehrung des Satz des Pythagoras, da frage ich mich schon, was dieses "Allgemeinwissen über Unwichtiges" eigentlich bringen soll). Ich fühle mich in meiner Klasse gar nicht mehr wohl, obwohl das früher anders war. Ich frage mich auch, was so schlimm daran ist, sich selbt umzubringen, immerhin bringt das eine Menge Vorteile mit sich: Man kann sich den Zeitpunkt selbst aussuchen, man kann Abschiedsbriefe schreiben und wichtige Ziele noch zu Ende bringen, man kann "verschwinden lassen" was nicht gesehen werden soll und man kann jemandem, ohne Angst zu haben sagen, dass man ihn über alles liebt. Wir sind in einer Gesellschaft, in der man eben gewisse Eigenschaften haben muss, nur um dazuzugehören. Natürlich gibt es immer Leute, die ihre Eigenständigkeit und Skurrilität durchsetzen wollen, aber im Grunde macht das meistens alles nur schlimmer. Heute muss man sich für seine eigenen Ansichten und Charaktereigenschaften schämen. Es ist wichtig, dazuzugehören, sonst geht man ein. Aber ich gehe auch ein, weil ich zu sehr dazugehören muss. Deine Frage, die ich sehr schön finde, kann man meiner Meinung nach nur schwer beantworten. Es ist halt einfach so. Ich finde es wirklich traurig, aber die Meisten denken da gar nicht mehr drüber nach, es ist selbstverständlich für sie, sich anzupassen und sich Selbst zu verstecken. Viele sagen immer "Ich bin ich selbst und wenn mich jemand nicht mag, ist das absolut nicht mein Problem". Der Satz ist gut, solange man noch Freunde hat. Wenn einen niemanden mehr mag, dann ist das glaube ich so schlimm, dass man sein Selbst dafür vergisst.

Du bist ja eine Denkerin...

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Hey du auch ich bin erst 16 Jahre alt, habe aber schon mit 13 begriffen das diese Gesellschaft hier nichts für mich ist. Unser Schulsystem ist totaler schrott, das fängt doch schon in der Grundschule an, das die kinder unter druck gesetzt werden das sie auf eine tolle weiter führende schule kommen und wen sie dann auf der Hauptschule landen gehören sie doch schon zur Gesellschaftlichen Randgruppe. Du Musst Garnichts!! du bist alt genug dich zu entscheiden ich sag damit jetzt nicht schmeiße dein abi hin aber wen du dir sicher bist das du das nicht willst dann lass es! Ich persönlich hätte mein Realschul Abschluss machen könne hab aber nur einen quali gemacht. Warum weil es mir ein Jahr von der schule erspart hat :)

Ich mach jetzt eine Lehre als Koch extrem wenig Geld, extrem harte arbeit aber es macht mir einigermaßen Spaß und VORALLEM kann ich damit in jedem land arbeiten! Weil ich habe garantiert nicht vor in Deutschland zu bleiben. Weil diese Leistungsgesellschaft einfach nicht mein ding ist. Ziehe jetzt für meine lehre auch von München nach Berlin zu nem Kumpel da hier in München alles noch ein bisschen spießiger ist und ich hier noch mehr anecke!

Also hau dein leben nicht in die Tonne sondern find dich selbst wen du das nicht sowie so schon getan hast :D Und mach das worauf du lust hast du musst dich nicht in diese Materielle Gesellschaft einordnen! Und wen du bock hast später auf ne Insel zu ziehen ohne Regeln, Steuern und fernsehr (hab übrigens auch keinen TV mehr war ja nicht mehr auszuhalten :D) dann zieh da hin!!

Halt die Ohren steif Gleichgesinnter

Gruß CrAzzyIzzY ;)

Ich bin auch der Meinnung, dass man viel sinnloses Zeug in der Schule lernt. Ich meine, wer braucht mit 60 Jahren noch zu wissen, wie man einen Boxplot zeichnet? Selbst meine damalige Mathelehrerin hat am Elternsprechtag zu meiner Mutter gesagt, dass der Lernstoff jetzt seit G8 totaler Quatsch ist!!!

Wofür haben wir eigtl. eine Hauptschule n unserem Bildungsystem?

Nur um die "dummen" Kinder von der Grundschule in ihren nächsten sechs ahren irgendetwas aufzudrücken, obwohl sie am Ende anscheinend sowieso Hartz4 kriegen? Meiner Meinung nach sollte das GANZE Schulsystem noch mal überdacht werden und komplett umgekrepelt!!! Und zwar sollten dazu jetzige Schüler befragt werden und nicht von irgendwo ganz oben und von einem 50 jährigen Mann!!! G8 wuurde auch von den Politikern ins Leben gerufen und uns Schülern aufgedrängt! Und wer leidet jetzt darunter?-Wir! Ich will ja jetzt wirklich nicht die Politiker beleidigen, aber meiner Meinung nach können die doch nicht einfach irgendetwas bestimmen und denken: "Och, das wird schon funktionieren!" Also ehrlich!!!!

Ich hoffe, ich habe jetzt irgendwie meinen Standpunkt klar gemacht ;)

Schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr

Hey Punker204, ich kann dir nur raten anders an die Sache ran zu gehen. Ich stehe komplett hinter dir und habe genau deine grundlegende Meinung, dennoch bin ich etliche Jahre älter, aber stand in deinem Alter genau vor dieser Aussicht auf's Leben.

Zunächst: Man darf anders sein!!! Nur die meisten trauen es sich nicht, denn sie benötigen die vermeintliche Sicherheit. Allerdings, die meisten wollen auch nicht, weil ihr Leben eigentlich ok ist.

Ich war auf dem Gymnasium , habe aber dann doch. "nur" Realschulabschluß. Mein Vter starb, als ich 14 Jahre alt war und ich habe ihn eigentlich nur schuftend erlebt, genau, wie meine Mutter. Mich hat der Tod meines Vater und seine harte Erziehung sehr geprägt, ich wußte dann mit 18 so ziehmlich genau, was ich in meinem Leben NICHT will.

Ich habe keine Ausbildung gemacht, obwohl ich mehrere Zusagen für Lehrstellen hatte, die mich dann aber irgendwie doch nicht wirklich interessierten. In den damalign geburtenstarken Jahrgängen waren Lehrstellen total knapp und eine Verweigerung eigentlich auch schon ein kleiner Skandal und auch meine Mutter sah mich schon obdachlos und drogenabhängig am Bahnhof leben. Aber mir war das egal. Ich habe mir vertraut und war mir immer sicher ein "guter" Mensch zu sein. Kurz, ich war die, die ich sein wollte, nach meinen eigenen Werten. Ich wollte nur glücklich sein ohne andere bewußt unglücklich zu machen. Ich lebe noch heute so und es geht mir sehr gut.

Mein Hobby wurde mein Beruf, ich habe meinen Traummann geheiratet und habe 3 Kinder ungefähr in deinem Alter und meine Kinder lieben es mit uns als Eltern , lebe in einem großen Haus mit Garten und kleinem Atelier. 2014 ist alles abbezahlt und ich noch keine 50 Jahre und noch ein Jahr vor unserer Silberhochzeit sind wir schuldenfrei, obwohl wir auch noch alle 3 Kinder auf eine Privatschule schicken . DAS haben nicht viele hinbekommen von denen, die den normalen Weg , neben mir gehen.

ICH sage meinen Kindern immer: Schule ist dafür gedacht Kindern den Eintritt ins Erwachsenenleben zu erleichtern. Sie ist nicht dafür gedacht Kindern schon die Kindheit zur Hölle zu machen, wenn das so ist, läuft da etwas schief!!!! Aber natürlich müssen die Kinder und Jugendlichen auch eine gewisse Bereitschaft entgegenbringen sich auch helfen zu lassen!

Meine Große ist schon fertig mit Abitur und will nun erst einmal zu Haus bleiben und es sich gut gehen lassen.... ich habe damit überhaupt kein Problem und sie hat unseren vollen Segen. Auch sie wird nur ungefähr 80 Jahre auf diesen Planeten klarkommen müssen und ICH werde nicht die sein, die ihr die ersten 20 davon schon versaut! Keiner von uns ist dumm oder faul und ich habe mich immer selbst versorgt, aber wir haben eine andere Einstellung zum Leben als die meisten anderen. Meine Freunde sprechen von den "schwarzen Löchern" im Lebenslauf, aber das, was irgendwelche Arbeitgeber als "schwarze Löcher" empfinden sind für uns einfach nur Zeiten des Lichts und der Lebensqualität, keine unbedingt materielle, aber Qualität!!!!!! Wir punkten bei Arbeitgebern mit Leidenschaft, mit Spaß und Freude an dem, was wir tun und tun werden.

Ich sage meinen Kindern: Sucht euch aus, womit ihr leben wollt und dann macht es!!!! Wenn es das nicht gibt, dann erfindet es, seid die ersten! Wenn euch keiner einstellt, dann macht es allein! So viele Berufe, die es vor Jahren noch gar nicht gab!!!! Ich konnte zum Beispiel keine Graphik-Designerin werden, weil es das damals als Lehrberuf noch gar nicht gab!!!!!

Ich kann dir nur empfehlen.... glaube immer an dich selbst, wenn du dir vertrauen kannst. Zieh durch, was du tun möchtest, egal, was andere sagen, dann ist es viel leichter "anders" zu sein, als du denkst. Und schau dich mal um, nirgendwo hast du es doch einfacher anderrs zu sein als hier. Vllt. ist genau hier, mit Schulbildung und bis 18 Jahren gesichertes Elternhaus die Chance am größten überhaupt anders sein zu KÖNNEN!

Es sind Chancen, die dir geboten werden, es sind keine Steine, die man dir in den Weg legt...... es liegt an dir, ob du über jeden stolperst oder sie nutzt trockenen Fußes dahin zu kommen, wo du sein willst. : D

Tolle Antwort!!!

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Du bist mir irgendwie sympathisch!

Ja, das G8 System ist richtig Kake, die Erfahrung habe ich auch schon gemacht. Wir leben in einer vom Geld beherrschten Welt, Kapitalismus in seiner reinsten Form. Individualität wird in dieser Zeit mit ihrem Kulturimperialismus des modernen Westens nicht akzeptiert. Wer sich beschwert wird mit dem Argument "Uns gehts doch allen so gut" abgebügelt. Manchmal glaube ich, dass uns die moderne Bildungspolitik absichtlich zu blödstudierten Hohlköpfen heranerziehen will, die vor lauter Theoriegewi*se nicht mehr wissen, wie sie eigenständig, ohne die Produkte der Konsumlobby überleben sollen. Doch was soll man machen? Es ist nun mal so wie du selbst sagst: Auch du und ich sind in dieser Kapitalhölle der Medien und Lobbyisten gefangen.

Alles was mir dazu einfällt ist "Valar Morghulis" (Alle Menschen müssen sterben). Stoiker müsste man halt sein, die konnten alles so nehemen wie es kahm, und wenns irgendwann mal überhaupt keine Freud mehr gemacht hat, hm sie sich einfach umgebracht... Doch selbst die klassische Philosophie kommt mit der heutigen extrem beschleunigten Zeit nicht mehr mitt......

du musst das alles doch gar nicht. du denkst nur, dass du das musst.

wenn du nicht den vorgegebenen ueblichen lebensweg einschlagen willst, lass es doch einfach. du kommst dann freilich auch nicht in den "genuss" der mehr oder weniger realen sicherheit, die dir ein gesellschaftsmodell wie unseres bietet.

im uebrigen widersprichst du dir selbst, wenn du einerseits meinst, du bist nach der 12. klasse immer noch nicht reif genug und andererseits eigentlich jetzt schon nicht mehr zur schule gehen willst.

was du dir klar machen solltest ist allerdings, dass du, wenn du alles allein bestimmen willst, auch fuer deinen lebensunterhalt allein sorgen musst. ob das jetzt durch beeren- und pilzesammeln im wald ist, durch muelleimer auf pfandflaschen durchsuchen und hartz iv oder durch einen job, der dir ausreichend geld fuer ein mehr oder weniger luxurioeses leben verschafft, ist, bleibt ja dir ueberlassen. um irgendeine form der "arbeit" kommst du auch beim autarken leben nicht herum. jedes tier muss ja schon selbst losziehen und jagen oder den ganzen tag nach essbaren pflanzen ausschau halten.

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