Wieso darf man in Deutschland nicht mehrere Personen heiraten, monogame Beziehung sind doch veraltet oder etwa nicht?

14 Antworten

Aber wir beide führen zurzeit eine 4-er Beziehung [...] Wir alle sind bisexuell [...]

Herzlichen Glückwunsch... ihr könnt ja alles zusammen die neue Familie Flodder werden... ;)

Monogamie ist eigentlich gar keine per se "veraltete" Entwicklung, sondern eher eine moderne, denn die meiste Zeit der menschlichen Existenz war Polygamie wohl eher normal und sogar wichtig um die Überlebenschancen der eigenen Sippe zu erhöhen.

Erst lange nach der neolithischen Revolution hat sich das Prinzip der monogamen Ehe durchgesetzt. Natürlich weil es später von der Kirche zum Sakrament erhoben wurde, aber auch weil es Besitz und Erbschaft gab und diese Dinge klar geregelt sein wollten.

Die Frage ist eher was in der Natur des Menschen liegt. Biologisch macht es für den Mann durchaus Sinn seine DNA so breit wie möglich zu streuen. Aber auch die Monogamie macht evolutionsbiologisch absolut Sinn, denn kein anderes Lebewesen auf der Erde kommt so unfertig zur Welt, wie der Mensch. Nach der Geburt folg ein jahrelanger Lernprozess, welcher für das Überlegen und Leben in einer komplexen Gesellschaft notwendig ist. Allerdings endet dieser (biologische) Lernprozess häufig nach ca. 7-10 Jahren, was übrigens statistisch auch der Zeitraum ist, indem viele Beziehungen ins Schwanken kommen (daher "verflixtes 7. Jahr", etc.). Unsere heutige Gesellschaft und Bürokratie ist natürlich wesentlich komplexer als die damalige und selbst 20-jährige haben noch lange nicht ausgelernt, aber dafür ist nicht mehr zwangsläufig die eigene Familie zuständig.

Soviel zum biologischen Sinn der Monogamie, was ihr aber macht, ist eure Sache...

monogame Beziehung sind doch veraltet oder etwa nicht?

Monogame Beziehungen haben die Menschheit zu dem gemacht was wir sind, und stelle noch immer die absolut häufigste Partnerschaftsform in dieser Welt dar.

Andersgeartete Formen von Lebensgemeinschaften haben einen marginalen Anteil von wenigen Promill. In wiefern man also von "veraltet" sprechen kann, erschließt sich mir nicht.

Was mir aber auffällt ist, dass die Mehrheit der "monogam - ist - out" Fraktion, männlich ist.

Nun, mal sprach auch davon, dass heterogeschlechtliche Beziehungen veraltet sind - und schwupps, hat man das vor einigen Jahren geändert. Nun die Monogamie generell in Frage zu stellen ist nur die logische Konsequenz.

Jeder soll heiraten können, wen er will, war schon bei der Homoehe das Argument. Es zieht auch bei der Auflösung der Monogamie.

0

Nö, finde ich nicht veraltet. Ist in meinen Augen auch nicht zielführend. Wenn die Ehe zwischen beliebig vielen Personen geschlossen werden könnte würde sie wohl weitreichend ihren Stellenwert verlieren.

Und damit könnte man sämtliche Vergünstigungen die gesetzlich vorgesehen sind im Endeffekt streichen, denn das wäre, als würde man alle Menschen mit 10 Fingern entsprechend begünstigen.

Weiterhin ist sowas in der Regel nicht auf Dauer glücklich. Es gibt Fälle in denen es funktioniert, aber bei vier Personen und auf Dauer sehe ich ehrlich gesagt ziemlich schwarz.

Davon abgesehen verstehe ich nicht, was das eine mit dem anderen zu tun hat. Wenn ihr das gerne so habt dann macht es doch... wofür braucht es da eine Ehe?

Veraltet würde ich nicht so sagen.
Vor allem in Deutschland hat es doch einen Sinn zu heiraten (also wegen Steuern usw.). Ich glaub, könnte man da dann mehrere Personen heiraten, wäre das irgendwann rechtlich bzw. bürokratisch etwas überfordernd😂

Aber ich persönlich finde Heiraten, abgesehen vom Vorteil wegen Steuern usw., sowieso ehr unnötig. Weil wenn man eine Person liebt, wieso muss man das erst schriftlich festhalten, damit es so "offiziell" wird? Vor allem, wenn sich so viele dann doch nach 2 Jahren wieder scheiden lassen.

Allerdings wenn man das will, sollte schon jeder Mensch die Freiheit haben, mehrere Personen zu heiraten. Dabei stellt sich natürlich die Frage der Ethik. Solange das alles nicht ausgenutzt wird und Leute anderen Ehepartner*innen fremdgehen, spricht ja an sich nicht viel dagegen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Schule - gehe in die Oberstufe

Es wäre nicht wirklich bürokratisch überfordernd. Damit würde nur die Ehe als solche entwertet und die ganzen Vorteile würden im Endeffekt wegfallen.

Wäre sogar eine Erleichterung

1
@BeviBaby

Naja dass es überfordernder wäre, hab ich mir so gedacht, dass es noch mehr Auflagen geben würde, noch mehr Regelungen, Abweichungen, Sonderfälle etc.

Aber sonst stimme ich dir zu^^

0

Ich finde es bei euch völlig veraltet überhaupt verheiratet zu sein... ihr könnt doch auch alles ohne Ehe machen... warum noch heiraten?

Mehr Mehr-Ehen müsste man auch das Erbrecht ändern, wenn ihr 4 verheiratet währt und einer von euch stirbt, dann würden die anderen drei als Ehepartner erben...

Was möchtest Du wissen?