Wieso brechen so viele die freiwillige bundeswehr ab?

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4 Antworten

Siehe meinen Kommentar, in dem Du mich genau das gefragt hast ;-)


  • Unterschätzen der Disziplin (es gibt tatsächlich Kameraden, die
    abbrechen, weil sie überrascht sind, dass man früh aufstehen, gehorchen
    und putzen muss).
  • Plötzlich neue berufliche Chancen (ziviler Ausbildungsplatz o.ä.)
  • Veränderungen im privaten Bereich (Beziehung, Erkrankung eines Angehörigen...)
  • Köperliche Untauglichkeit bei den Eingangsuntersuchungen



Na ja, wenn ich hier bisweilen lese, welche Vorstellungen manche von der Bundeswehr haben, wundert es mich nicht unbedingt. 

Auch in zivilen Lehrberufen gibt es etwa gleichviele Abbrecher, etwa 20%. Viele kommen nicht damit klar, dass im Erwachsenenleben Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Durchhaltevermögen gefordert sind oder dass sie sich nichts sagen lassen wollen. Zuhause sind sie ihren Eltern noch auf der Nase rumgetanzt und plötzlich kommen sie nicht mehr damit durch. Plötzlich stehen sie nicht mehr im Mittelpunkt und können nicht mehr tun und lassen, was sie wollen. Das muss man erstmal verkraften.

Ich greife hier mal ein anderes Thema auf.

Ich will in die Army, aus dem Grund weil die Bundeswehr mir zu leicht und ``weich`` ist... Ich will in den Krieg, mein Ziel ist es in die Navy Seals beizutreten.

Dieser Kommentar stammt aus einer, deiner Fragen zum Thema Bundeswehr.

Woher weißt du, das dir die Bundeswehr zu " leicht" und zu "weich" ist?

In Bezug auf diese Frage wurden dir die Gründe dafür, warum viele Rekruten den FWD abbrechen, bereits genannt.

Was macht dich so sicher, dass du nicht ebenfalls an der eigenen Disziplin scheiterst?

Kleine Filmchen, Storys, usw. haben offensichtlich auch bei dir Wirkung gezeigt. Du bist eines von vielen "Opfern" der US Militärmaschinerie. Werbekampagnen gaukeln vielen jungen Menschen vor, Einheiten wie Seals, Marines usw. sind die besten Kämpfer der Welt und es sei ehrenvoll dort zu dienen und letztendlich, wie in deinem Fall, für ein fremdes Land zu sterben.

Du solltest ganz klein beginnen, mit dem FWD und schauen, ob du für den Militärdienst überhaupt geeignet bist. Viele vor dir scheiterten bereits an sich selbst, weil sie ihren inneren Schweinehund nicht überwinden konnten und nicht regelmäßig früh aus dem Bett kamen. Leider heute nur eine Hürde, die viele nicht nehmen können.

Du hast keinen Schimmer davon, was es bedeuten kann, wenn man Soldat ist. Komm auf den Boden der Tatsachen und verabschiede dich von der CoD Mentalität oder der, irgendwelcher Filmchen und werde erst einmal erwachsen im eigentlichen Sinn.

Nochmal damit du es endlich raffst... es heißt nicht "freiwillige Bundeswehr" sondern "Freiwilligen Wehrdienst"!
Warum man sowas abbricht kann man sich doch denken. Entweder merkt man, dass man es sich anders vorgestellt hat und es einem nicht liegt oder man hat die körperliche oder seelische Eignung nicht!
Pauschalisieren kann man das nicht.

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