Wieso bleibt die Linke Maduro treu?

14 Antworten

Aus meiner Sicht ist das ein Präsident der die Demokratie und Menschenrechte im Land mit Füßen tritt.

Ja, das ist das, was du glauben sollst...

Denkt doch mal ein bisserl nach. Venezuela hat reiche Öl und Gasvorkommen und liegt im Hinterhof der USA. Und nur darum geht es. Wie kommt man da am besten ran?

Indem man das Zielgebiet multimedial zum Krisengebiet erklärt, die aktuelle Führung als Diktatur und die rechtmäßigen Wahlen als manipuliert präsentiert, einen den eigenen Zielen wohlgesonnenen "demokratischen" Alternativpräsidenten installiert, ein umfassendes Embargo verhängt und die dadurch notleidende Bevölkerung gegen ihre Regierung aufhetzt. Damit ist dann alles vorbereitet, um der Bevölkerung mit Waffengewalt "Frieden und Demokratie" zu bringen - und sich die Öl und Gasvorkommen des Landes zu sichern. Jetzt noch ein paar bezahlte Einpeitscher, die Straßenschlachten anstiften und es kann wieder losgehen.

Das hat schon ein paar mal funktioniert und es wird auch jetzt wieder funktionieren, weil wir nicht in der Lage sind, über den Tellerrand hinaus zu denken, sondern brav das schlucken, was uns die Medien vorgekaut präsentieren. Die Linken merken das offenbar noch. Aber die Regierung steckt wohl so tief im Allerwertesten der USA, dass sie das Spiel brav mitmacht. Dabei haben wir in Venezuela überhaupt nichts verloren. Niemand außerhalb des Landes hat sich dort in die Innenpolitik einzumischen, schon gar nicht Deutschland.

Dass sich Russland und China auf der Seite Maduros einmischen, und dort massive wirtschaftsliche Interessen verfolgen ist Dir scheinbar völlig entgangen! Wäre es nicht schön, wenn auch die Bevölkerung vom Öl profitieren könnte und Wahlen stattfinden, die diesen Namen auch verdienen?

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@Gungrasshopper

Venzuela hat eins der besten und transparentesten Wahlsysteme der Welt. Nicht zuletzt, weil man mit genau diesem Vorwurf rechnete.

Dass Russland und China den Gegenpol zu den Aktivitäten der USA bilden, ist zu erwarten. Aber mir wäre neu, dass diese Länder ein Embargo verhängt haben oder einen Strohmann als Alternativpräsidenten installiert haben. Oder dem Land "Demokratie" bringen wollen...

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@joangf

Die Opposition in Venezuela geht nicht von den USA aus. Mit dieser Argumentation spielst Du einem Regime in die Hände, dessen Umgang mit Demokratie und Rechtsstaatlichkeit bis weit in das linke Lager kritisiert wird. Die Lösung ist doch im Grunde einfach: Demokratische Wahlen unter Aufsicht der UNO. Ansonsten droht dort Bürgerkrieg. Im übrigen habe ich bisher nur von russischen Militär in Venezuela gelesen und sogar Überlegungen eine russische Militärbasis dort zu errichten.

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@Gungrasshopper
Die Opposition in Venezuela geht nicht von den USA aus.

"Indes wurde bekannt, dass der ehemalige US-Diplomat Elliott Abrams die Bemühungen der USA leiten wird, die linksgerichtete Regierung in Venezuela zu stürzen. Washington hat Parlamentschef Guaidó als Staatspräsidenten anerkannt und wirbt weltweit für den Gegenpräsidenten."

https://amerika21.de/2019/01/221106/venezuela-auschwitz-guaido

Im übrigen habe ich bisher nur von russischen Militär in Venezuela gelesen und sogar Überlegungen eine russische Militärbasis dort zu errichten.

Russland und Venezuela sind befreundet und wenn die USA planen würde, Truppen in mein Nachbarland zu verlegen, wäre das genau meine vorsorgliche Reaktion...

https://www.businessinsider.de/5000-truppen-nach-kolumbien-zettel-von-trump-berater-bolton-weckt-furcht-vor-us-einmarsch-in-venezuela-2019-1

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@Gungrasshopper

Die Bevölkerung profitiert vom Öl, dessen Preis allerdings gefallen ist, in Form von Armenspeisungen, Bildungsoffensive und Fortschritte im Gesundheitswesen usw.

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@Gungrasshopper

Die Opposition wird von den USA finanziert, also was redest du denn für einen Quatsch Gungrasshopper. Auch stimmt es nicht, das weite Teile der Linken die Regierung in Caracas kritisieren und wenn doch, dass Maduro nicht hart genug gegen die reaktionäre Opposition vorgeht.

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Richtig, man soll sich nicht in die Belange anderer Länder einmischen. Aber als Ausrede immer den USA Stempel zu holen ist auch zu einfach. Das Regime hatte lange die Möglichkeit, das Geld aus dem Öl Geschäft sinnvoll zu investieren. Haben sie das gemacht? Nein? Sie haben es sinnlos verprasst und das Land in den Ruin zu schicken.

Anstatt die Fehler einzugestehen, versucht man sich mit Hilfe von Gewalt an der Macht zu halten. Ich muss sagen toller Typ. Die Statistiken und Berichte lügen nicht. Und andere Organisationen die schon seit längerem zuverlässig aus Krisengebieten berichten werden nicht von Heute auf Morgen von den USA indoktriniert und manipuliert.

Und von rechtmäßigen Wahlen bzw. einem Rechtmäßigen Präsidenten zu sprechen, wenn die Wahlbeteiligung noch nicht mal 50 % war ist mehr als nur Grotesk. Man geht sogar teilweise davon aus, dass die Wahlbeteiligung bei noch nicht mal 30% lag! Das hat nichts mit einem rechtmäßig legitimierten Präsidenten zu tun.

https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-05/nicolas-maduro-venezuela-wahl

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@Lars234567890
Richtig, man soll sich nicht in die Belange anderer Länder einmischen.

Damit ist bereits alles gesagt. Die Innenpolitik Venezuelas geht kein anderes Land etwas an. Egal, ob uns das, was dort passiert, gefällt oder nicht.

Was wäre wohl, wenn Nordkorea plötzlich ankommt und meint, in Deutschland sei die Lage ernst und sie müssten da mal für gerechte Wahlen sorgen?

Oder umgekehrt gefragt: Warum bringen die USA denn nicht Nordkorea Frieden und Demokratie bei all dem Leid der Bevölkerung durch u.a. Nahrungsmittelknappheit dort? Von fairen Wahlen mal gar nicht zu reden...

Ach richtig, die haben kein Öl - und sie haben Atombomben.

Aber als Ausrede immer den USA Stempel zu holen ist auch zu einfach.

Welche Ausrede? Die USA fährt diese offensichtliche Strategie seit Jahren.

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@joangf

Hier geht es nicht darum andere Ländern zu manipulieren und zu verändern. Hier geht es darum sich gegen etwas auszusprechen, was offensichtlich nicht gut ist. Ich kann nicht als Partei Waffengeschäfte und das Militär im Bezug auf Saudi Arabien verurteilen und im Gegenzug nichts zu den Militär-verbrechen in Venezuela sagen. Wenn nicht sogar die Verbrechen am Volk gut heißen. Hier geht es nicht um aktive Politik, sondern um menschlichen Anstatt. Und jetzt blende einmal deine Veschwörungstheorien der USA aus.

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@Lars234567890

Du redest ohne Sinn und Verstand, das kommt davon, wenn man nur eine bloße Meinung von was hat.

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@Lars234567890

Oh, es ist kein Problem, sich dagegen auszusprechen. Es ist aber sehr wohl ein Problem, sich in die Innenpolitik anderer Länder einzumischen und genau das macht die USA offenichtlich gerade:

"Indes wurde bekannt, dass der ehemalige US-Diplomat Elliott Abrams die Bemühungen der USA leiten wird, die linksgerichtete Regierung in Venezuela zu stürzen. Washington hat Parlamentschef Guaidó als Staatspräsidenten anerkannt und wirbt weltweit für den Gegenpräsidenten."

und unsere Regierung unterstützt es nach eigener Aussage.

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@joangf

Ich hab nie gesagt das man für den Gegenkandidaten stimmen sollte. Nur das blinde treue für Maduro aus meiner Sicht nicht sinnvoll ist.

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Sehr klar beschrieben was da läuft. Danke joangf

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Widerlich und erbärmlich dieser stupide Versuch mit propagandistischem Sermon von den völlig banalen Katastrophenfakten abzulenken: Große Teile der Bevölkerung dieses mal als "Schweiz Lateinamerikas" apostrophierten Landes leiden an Hunger, weswegen Millionen von Venezolanern das Land verlassen haben. Freie Wahlen, die diesen namen verdienen, werden verhindert und die politische Opposition gegängelt und verfolgt und ins Exil getrieben.

Darunter auch aufrechte sozialistische Linke wie die ehemalige Generalstaatsanwältin. Diese amoralische Ignoranz gegenüber dem Versagen und den Verfehlungen dieses "linken" Kriminellenhaufens an den Schalthebeln der venezolanischen Macht für ein paar stereotypische Sprüchlein über kapitalistische Gier ist völlig zum Kotzen.

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@atzef

Ja-ja, so sind sie denn die Idealisten (im philosophischen Sinne) die irgendwelche abstrakte Moral im Geiste verkostet haben wollen und die sich dran stoßen, dass die Realität nicht so läuft, wie es abstrakt sein sollte. Die raue Wirklichkeit - das eklig Ding.

Kennst du den Spruch. "wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es auch wieder heraus". Die nationale Bourgeosie Venezuelas, die leider nicht von der sozialistischen Regierung entmachtet wurde, vor lauter bürgerlicher Demokratie und abstrakter Menschenrechte, wühlt und sabotiert wo sie nur kann. Wer nun kein bloßes Lämmlein ist, brav wie ein Kirchgänger, der setzt sich zur Wehr, gebietet Einhalt, eigentlich was Selbstverständliches, nicht so der tapfere Bundesbürger, der ein bloßer Knecht des Kapitals allgemein und des Imperialismus insbesondere ist.

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@voayager

Wie gesagt: Widerliches ignorantes Verniedlichungsgeschwafel des banalen Umstands, dass die Maduro-Regierung das Land abgewirtschaftet hat und besonders die Armen schlicht Hungern und in Scharen das Land verlassen.

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@atzef

Nicht die Armen verlassen in Scharen das Land, vielmehr isses das Bürgertum, das z.T. das Land verläßt. Die Armen hingegen unterstützen Maduro, die Großkundgebungen für die Regierung beweisen es.

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@atzef

Endlich mal einer der noch Verstand hat :D Wie die einfach nicht einsehen wollen, dass das Land unter dem sozialistischen Regime zu Grunde gegangen ist. Und von der Gewalt und Verbrechen abzulenken, indem man alles dem kapitalistischen Amerika zuschiebt, finde ich auch sehr schäbig.

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@voayager

"Das Bürgertum", "die Kulaken", "Kosmopoliten" - um schmierige Ausreden für linksextremistische Verbrechen war der stalinistische Abschaum noch nie verlegen.

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@atzef

wisch dir mal deinen Schaum von deinem Mund !

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joangf, du triffst den Nagel auf den Kopf !

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Joangf hat völlig Recht. Gut zusammen gefasst.

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Demokratische Länder sollten aus meiner Sicht ein solches Verhalten in keinster Weise tolerieren. Aus diesem Hintergrund fand ich es gut, dass sich unsere Politik klar gegen dieses Regime ausgesprochen hat.

Ja, so wie die Politik unserer Wertegemeinschaft es ja *immer* tut, nicht wahr? So wie sie immer klar Postion bezog: gegen das Regime des Francisco Franco in Spanien, das Regime des Reza Pahlevi im Iran, gegen das Regime des Augusto Pinochet in Chile und die Regimes der Militärjuntas in Argentinien und Brasilien und die Regimes der diversen Bananenrepubliken, gegen das Suharto-Regime in Indonesien, gegen das Regime der Könige von Saudi-Arabien, usw. Eine Tradition, die Positionen wie der, die Du hier unterstützt, eine so herzerwärmende Glaubhaftigkeit verleiht.

vielleicht, weil sie wissen, das in Südamerika schon oft demokratisch gewählte linke Regierungen mit ClA Unterstützung weggeputscht und durch üble Diktaturen ersetzt wurden.

Der Putsch in Chile ist nur ein Beispiel von Aktivitäten der Großen Konkurrenz in Nordamerika mit üblen Folgen.

Ich kann es schlecht einschätzen, weil ich nur weiß, was hier so berichtet wird. Ich denke aber trotzdem, das Neuwahlen die Lage vielleicht entspannen würden.

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Hallo,

aktuell beschäftige ich mich aufgrund der Schule, wieder verstärkt mit dem Thema Nordkorea. Die letzten Ereignisse haben meiner Ansicht nach gezeigt, dass das Land wieder bereit wäre, eine Nation zu bilden. Kim Jong Un hat sich gegenüber Moon Jae-In recht offen verhalten. Bei dem Treffen wurde ebenso eine Broschüre und ein USB Stick mit möglichen wirtschaftlichen Plänen von Süd- an Nordkorea überreicht.

Nun stellt sich mir aber die Frage: Kim Jong Un hat seine Bevölkerung die ganze Zeit belogen und "misshandelt". Behauptungen vom Feindbild USA, sowie der Entwicklung im eigenen Land prägen die Menschen total falsch. Was passiert also nach der Öffnung? Es gibt zahlreiche Umerziehungslager sowie Hungernde Menschen, somit kann man diese doch nicht einfach wieder frei lassen und denken, dass die keinen Schaden davon getragen haben. Ich denke ebenso, dass Kim Jong Un, kaum sein Amt als Präsident und leitende Person niederlegen wird. Meiner Ansicht nach wäre es zu gefährlich, dass er gemeinsam mit Südkoreas Präsident regieren würde. In der Bevölkerung könnte es doch bei der Sicht auf andere Länder, zu Protesten gegen die Kim-Dynastie kommen.

Schaufelt sich die nordkoreanische Regierung gerade ihr eigenes Grab, ohne es zu merken?

Grüße

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