Wieso berichten einige Medien so komisch über die AFD?

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7 Antworten

Ich sehe jetzt das Außergewöhnliche an der Nachricht nicht. Derartige, etwas unseriöse Einmischungen ins Privatleben von Politikern gibt es auch bei anderen Parteien.

Zum Beispiel nannte die Zeit Sigmar Gabriel mal einen "falschen Vorzeigepapa". Quelle: http://www.zeit.de/gesellschaft/familie/2014-01/familie-gabriel-teilzeit

Das kann man sicherlich für schlechten Journalismus halten, man sollte aber nicht so tun, als würden sich solche Texte nur auf die AfD beschränken.

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Also, ich habe bis zu dem Punkt gelesen, wo die Frage aufgeworfen wird, ob ich mir unter "die Familie verlassen" vorgestellt habe, dass Petry sich von ihrem Mann getrennt hat. 

Ja, habe ich. Denn der Kontakt zu ihren Kindern kann ihr nicht untersagt werden. Es sei denn, sie gefährde das Wohl ihrer Kinder. In dem Fall würde aber sicherlich eine andere Wortwahl vorgenommen werden. 

Und nein: 

Dein Eindruck ist falsch. 

Auch bezogen auf andere Politiker findest Du hier und da anlassbedingt kritische Töne. Ich denke da gerade an den Oberschreihals aus Bayern. Name fällt mir gerade nicht ein. 

Als dieser laute Zwerg seine Berliner Zweitfrau nicht mehr vor der Öffentlichkeit verheimlichen konnte, da gab es auch in der Welt über ihn kritische Worte. Und der Dünnfluss, welcher aktuell aus dessen Mund gekommen ist, nur weil ein Journalist der ARD ihm eine Frage stellte, die ihre Möchtegern und ständig wiedergewählt nicht in den Kram passte

ich gehe mit Dir jede Wette ein, dass Du dazu auch manche sehr kritische Stimmen in den Medien findest. Persönlich überlese ich die Reaktionen auf Sowas, da ich sie mir eh vorstellen kann. Mit den Jahrzehnten reicht es halt, Stichworte zum Thema zu erfassen. 

Persönlich vermisse ich Rudolph Augstein ständig. Der hat uns mit Fakten versorgt. Und wenn er eine persönliche Meinung hatte, dann hat er diese als solche gekennzeichnet. 

Ganz allgemein geht mir der Eiertanz fernab wirklich wesentlicher Themen und Fakten schon lange auf den Senkel. Wir hatten da mal einen Verteidigungsminister. Der musste seinen Hut damals nehmen, weil er sich von seiner Frau getrennt hatte. Grob dargestellt. War DER Sommerlochfüller. Fand ich komplett daneben. 

Als aber Schäuble in einem stern-Interview öffentlich bekannte, er könne mit sich selbst nicht alleine sein, diese Tatsache noch weiter so ausführte, dass auch eine Dumpfbacke sich die Frage leicht stellen konnte, ob der Mann nicht erst mal in psychiatrische Behandlung solle

da war Schweigen im Wald. 

Womit ich ausdrücken will:

Sehr viele Journalisten kommen ihrer tatsächlichen Aufgabe nicht mehr nach als sogenannte Vierte Gewalt im Staate. Bezogen auf jede Partei. Denn der damalige Verteidigungsminister war z.B. SPDler.

Und erinnerst Du Dich, wie ein Bundespräsident von der Blutzeitung gejagt wurde, bis er schließlich vorzeitig entlassen wurde? Gejagt mit Fakten, die dieser Zeitung schon lange bekannt waren. Der Junge war auf jeden Fall mal in der CDU. Keine Ahnung, ob er da noch drin ist. 

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Medien sind dazu da, kritisch zu hinterfragen. Natürlich auch bei der AfD. Und wenn eine der Leitfiguren sich völlig gegensätzlich zu deren Parteiprogramm verhält, dann darf und muss das auch thematisiert werden

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Kommentar von Unsinkable2
13.09.2016, 22:43

Medien sind dazu da, kritisch zu hinterfragen. Natürlich auch bei der AfD. Und wenn eine der Leitfiguren sich völlig gegensätzlich zu deren Parteiprogramm verhält, dann darf und muss das auch thematisiert werden

Ist das so?

Nehmen wir das Beispiel "Wahlkampf-Finanzierung":

  • Die "illegale Wahlkampf-Finanzierung der AfD durch einen ominösen Verein" wird jedenfalls systematisch ausgebreitet. 
  • Die "illegale Wahlkampf-Finanzierung von CDU, CSU und SPD durch die staatlich finanzierten Fernsehsender" wird hingegen abgewiegelt und unter den Tisch gekehrt. 

Ein neutraler Beobachter könnte durchaus auf den Gedanken kommen, dass die Medien zwar dazu da sind, kritisch zu hinterfragen, ... es dann aber doch aus irgendwelchen Gründen nicht wirklich überall machen.

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Auch Medien vertreten eine politische Überzeugung und handeln nach dieser. Es kann keine neutralen Medien geben, weil letzten Endes immer Interessen abgewogen werden müssen.

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Um so negativer die da stehen um so mehr dürfen sich andere Pateien auf Wählerstimmen freuen,manipulieren beeinflussung ist das wohl!

Und die Wahlen kommen.

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Ich denke das ein Grund dafür ist, dass die AfD eher rechts eingestellt ist und man aus der Vergangenheit noch böse Erinnerungen zu rechten Parteien hat. Aber es stimmt schon, dass die AfD im Öffentlichen ausgegrenzt wird. 

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Kommentar von Sagittarius1989
13.09.2016, 22:44

Du hast den nagel auf den Kopf getroffen.

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