Wieso bekommt mein Onkel kein Visum?

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7 Antworten

Bei deinem Onkel hat sich offenbar nicht bei der Ausländerbehörde abgemeldet und war ca. 9 Jahre im Ausland. Als absehbar war, dass sein Aufenthalt im Ausland länger dauern würde, hätte er sich mit der Ausländerbehörde in Verbindung setzen müssen.  Er hat - obwohl unbefristete AE - durch seinen langen Auslandsaufenthalt sein Aufenthaltsrecht verwirkt. Sein Status wurde quasi auf 0 gesetzt. Er muss nun wie jeder Drittstaatler erneut die Voraussetzungen schaffen, um nach Deutschland einreisen zu dürfen. 

Ich befürchte fast, dass bei der jetzigen Situation die Behörden, gelinde gesagt, etwas zurückhaltend mit der Ausstellung von Aufenthaltstiteln sind. 

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Durch die Rückkehr nach Algerien ist die Aufenthaltserlaubnis erloschen, immerhin ist 5 Jahre her. Die Situation ist nun eine andere durch  die vielen Einwanderer, auch aus Algerien. Die Länder Marokko, Algerien und Tnesien werden zu sicheren Herkunftsländern erklärt und die Asylanträge dieser Einwanderer werden abgelehnt. Das ist aus meiner Sicht der Grund für die Verweigerung der Visa.

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Kommentar von Bitterkraut
29.01.2016, 01:07

Ein Visum hat aber nix mit nem Asylantrag zu tun.

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Kommentar von peterobm
29.01.2016, 01:14

Er war gute 9 Jahre ausser Landes. Asyl ist völlig fehl am Platz

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Das kann mehrere Gründe haben. Vielleicht war das Visum von Anfang an nur befristet oder es ist damit verbunden, daß er auch in Deutschland arbeitet, was er ja dann nicht gemacht hat. Hat er denn noch irgend einen Nachweis, daß er ein Visum erteilt bekommen hat. Mit diesem Nachweis sollte der Eintrag doch wieder im Paß erfolgen können. Ansonsten muß er ein neues Visum beantragen. Sollte es abgelehnt werden, kann er der Entscheidung widersprechen (Rechtsbehelfsbelehrung sollte im Bescheid enthalten sein). Schlimmstenfalls muß er vor Gericht gehen. Ich kenne die Lage aber nicht, daher kann ich nicht sagen, wie die Erfolgschancen sind. Je nachdem, ob du hier auf die Frage noch eine gute Antwort bekommst, die dich wirklich weiterbringt, wäre es vielleicht gut, einen Anwalt hinzuzuziehen, der sich genauer damit auseinandersetzen kann und auch mit der rechtlichen Situation vertraut ist.

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Kommentar von Bitterkraut
29.01.2016, 01:09

Vor welches Gericht soll er denn gehen und in welchem Land?

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Der Gang zur deutschen Botschaft war schon richtig.

Leider hat er durch die lange Abwesenheitszeit sein Aufenthaltsrecht verloren. Er tritt also so an, wie jemand, der noch nie ein Aufenthaltsrecht hatte. Er kann allerdings ein Visum zur Arbeitsaufnahme beantragen. Diesen Antrag kann er nur im Heimatland stellen. Er wird bewilligt, d.h. das Visum wird erteilt, wenn das Konsulat die Chance, dass er tatsächlich seinen Lebensunterhalt in Deutschland durch Arbeitseinkünfte bestreiten kann, positiv beurteilt. Die positive Beurteilung wird deutlich wahrscheinlicher, wenn er schon ein Arbeitsangebot bzw. einen Arbeitsvertrag hat. Eine weitere Voraussetzung ist, dass für diesen Arbeitsplatz kein deutscher Bewerber (oder EU-Ausländer oder Schweizer) gefunden werden kann. Das ist meist bei hochqualifizierten Tätigkeiten der Fall, muss aber nicht. Wenn der Arbeitgeber nachweisen kann, dass er für die betreffende Tätigkeit keinen Deutschen oder anderen Bevorrechtigten Bewerber findet, kann das klappen. (In den USA gibt es ähnliche Bestimmungen, da wird dann oft jemand als Koch für ein turkmenisches Spezialitätenrestaurant eingeschleust.) Es muss also alles Hand in Hand gehen. Grundsätzlich möglich ist es.

Wegen der erfolgreichen Arbeitsaufnahme ist natürlich der langjährige Aufenthalt in Deutschland schon ein Pluspunkt, klar.

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Er hat seinen Auftenthaltstitel verloren, weil er zu lange außer Landes war. Das geht allen ehemals Aufenthaltsberechtigten in dem Fall so.

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Weil er sich nicht abgemeldet hat. Dadurch ist der ist der Aufenthalt erloschen.

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