Wieso bekommen Muslime und Christen das Recht jemand von ihrem Glauben zu überzeugen aber Atheisten nicht?

17 Antworten

Grüß Dich needhelp1212!

Besonders christlich oder islamisch oder auch jüdisch gläubige Menschen sind von ihrer Glaubenswahrheit  besonders überzeugt. Diese drei Religionen sind Offenbarungsreligionen. D.h., dass der Ursprung dieser Glaubensrichtungen in einer Offenbarung liegt. Gott habe jemandem (Prophet) irgendwann und irgendwo mehr oder weniger heimgesucht und ihm seinen Willen geoffenbart.

Nachweisbar ist das nicht.

Nun, was behauptet von Gott kommt, muss derart  wahr sein, das es nicht hinterfragt werden darf. Andernfalls mache man schuldig vor Gott und ziehe ihn in Zweifel. Das geht natürlich gar nicht.

Atheisten, die übrigens auch religiös sein können (religiöser Atheismus), nur in einer ganz anderen Weise, das wird oft verkannt, haben einen anderen Ansatz. Sie versuchen in sich eine Einheit von Wissenschaft, Philosophie und eigenem Erleben herzustellen, die der Kontrollinstanz Vernunft unterzogen wird.

Natürlich ist das in den Augen der oben genannten Gläubigen eine eklatanter Verstoß gegen Gott, weil über diese 4 Komponenten begründete Zweifel entstehen können. In deren Weltbild darf das aber nicht sein und aus diesem engen und  unwissenden Blickwinkel heraus werden Atheisten daher oft beschimpft und behauptet, sie hätten keine Boden bzw. keine Grundlage für Ethik und Moral. Und das deswegen, weil ja aus ihre Verständnis heraus Ethik, Moral und um ein guter Mensch zu sein, nur über den Glauben an Gott möglich sei.

Das aber ist nachweislich historisch falsch und außerdem verlogen, weil sich die Gläubigen nicht an eigene Glaubensstandards gehalten und dabei Menschenleben auf brutalste Weise vernichtet haben.

In diesem Zusammenhang ist die Aufklärung zu nennen, die erst diesem Treiben ein Ende bereitete und die Vernunft zum Zuge kam.
Die in dem Film angepsrochene Kombination von (herkömmlicher) Religion, von Tradition und von Aberglauben beherrscht leider noch heute viel zu viele Köpfe und sind gerade diejenigen, die Atheisten zum Teufel wünschen. Dort liegt der Ursprung des Verhaltens, das Du beklagst.

Die meisten sind aber wohl nicht so. Vielleicht bist Du in einer Umgebung, die Dich das so erleben lässt, die eben nicht aufgeklärt ist?

Was ist Aufklärung - Philosophisches Kopfkino

https://youtube.com/watch?v=-ZUV5IOYs2s

Herzlichen Gruß

Rüdiger

Ich weiß nicht, in welchem Umfeld du lebst, aber mir ist diese angebliche Diskriminierung von Atheisten im realen Leben noch nirgendwo begegnet.

Versuche also bitte nicht, aus isolierten, subjektiven Erfahrungen eine generalisierende Tatsachenbehauptung zu machen.

Andere Personen machen eben auch andere Erfahrungen mit religiös geprägten, oder aber atheistisch orientierten Mitmenschen.

Ich persönliche kenne niemanden, der den Versuch religiöser Missionierung, oder atheistischer Zwangsüberzeugung bei sich positiv bewertet

Das bei gutefrage.net einige Nutzer den Begriff "Rassist" im Bezug auf ein religiöses Bekenntnis nutzen, zeugt für mich von mangelnder Überlegung.

Es war aber wirklich so und ich bekomme auch immer wieder mit, wie Atheisten beleidigt werden und man ihnen vor den Kopf knallt "Intolerantes Stück ***", obwohl diese nur meinten, dass es keinen Gott gibt und es für sie falsch ist sich so zu "unterdrücken".

0
@needhelp1212

Nun, es gibt eben intolerante, oder fanatisch denkende Menschen, die geistig ein Brett vor dem Kopf haben und abweichende Ansichten ablehnen.

Das beschränkt sich übrigens nicht nur auf Religion, sondern solche Personen finden sich beispielsweise auch in einigen politischen Diskussionen.

3

Ja, leider.

0

Ich selbst verwende bisweilen den Begriff "religöser Rassismus". Inhaltlicht ist es nicht das gleiche, aber die Beweggründe und Gedankenbilder die dem zugrunde liegen sind in Teilen identisch.

Es gibt Menschen, die sich über andere stellen, weil sie weiß sind und es gibt Menschen, die sich über andere stellen, weil Sie einer Religion XY angehören, und somit im Besitz der einzig allgemeingültigen Wahrheit sind.

Hier in Deutschland gibt es nicht (mehr) viele die so denken, aber in anderen Teilen der Welt (z.B. USA oder eben weiter östlich von uns) wist du auf eine relevante Anzahl Meschen stossen, die so denkt und handelt.

3

Ja naja, der Begriff Rassist wird bei uns nur gegen Atheisten ausgesprochen.
Dabei kann man ja kein Rassist sein, wenn man 1.) gegen Rassismus ist und 2.) Nur eine Religion nicht gut findet.

0

Du sprichst hier genau den Punkt an, der Religionen so gefährlich macht.

Niemand gibt den Gläubigen mehr Rechte, als Atheisten haben. Dieses Recht nehmen sie sich einfach.

Der Hintergrund ist der, dass sie davon überzeugt sind, die "absolute Wahrheit" zu kennen und jeder, der diese Wahrheit nicht anerkennt, ein schlechter Mensch ist. Mit diesem Absolutheitsanspruch wird die Missionierung begründet und genau diese Begründung dient auch als Rechtfertigung, Andersgläubige töten zu dürfen, wenn sie sich "der Wahrheit verweigern". Daher kommen auch nur Gläubige auf die Idee, Missionierung in ihrem Glauben für gut zu halten. Alle Andersgläubigen sehen das von Natur aus anders. Dieses Verhalten zeigt gleichzeitig die Ablehnung des Grundsatzes "Gleiches Recht für alle".

Das führt dann logischerweise zum religiösen Umkehrschluss, dass der Ungläubige kein Recht hat, "Lügen zu verbreiten". 

Wenn mir einer so kommt, sage ich ihm direkt ins Gesicht, dass es immer noch vernünftiger sei, gar nichts zu glauben als an erfundene Märchen aus dem Mittelalter und dass ich froh bin, keiner religiösen Gehirnwäsche unterzogen worden zu sein, wie er offensichtlich.

Kann man von Menschen, die an ihre Religion glauben, verlangen und erwarten, dass sie Nicht-Gläubige akzeptieren und tolerieren?

Kann man von Menschen, die an ihre Religion glauben, egal ob Christen, Muslime oder Hindus verlangen und erwarten, dass sie Nicht-Gläubige, Atheisten oder Anders-Gläubige akzeptieren und tolerieren?

...zur Frage

Frage an gläubige Christen: Wie werden Menschen, die immer oder des Öfteren lügen von Gott bestraft?

Hallo,

Die Frage ist vor allem an alle Gläubige gestellt... Nichtgläubige sind aber auch gefragt.

...zur Frage

Wie jemandem davon überzeugen nicht an Gott zu glauben?

Hallo Community,
Ich habe mich gefragt, ob es Sinnvoll wäre einen bestimmten Menschen davon zu überzeugen, dass sowas wie Gott oder übernatürliche Jenes nicht existieren.
Der eine Mensch könnte sein Weltbild dann mit Tatsachen erweitern.
Ich glaube, so etwas ist kaum zu machen.
Diese eine Person ist seit Kind an mit der Theory anerzogen worden und der fällt es demnach sehr schwer auf bewiesene Studien zuzugreifen.

Ich sag ja nicht, dass ich das vor habe, ist nur so eine Frage.
Hat da jemand Erfahrungen mit ?

...zur Frage

Wieso probieren Atheisten die Gläubigen davon zu überzeugen, dass es Gott nicht gibt?

...zur Frage

Dürfen sich gläubige Muslime mit Christen oder Juden anfreunden?

...zur Frage

Warum wollen Atheisten immer Gläubige von ihrem Glauben abbringen?

Hallo ihr Lieben!

Mir ist oft aufgefallen, dass Atheisten versessen sind Gläubige zu überzeugen, dass sie falsch liegen. Ich würde das verstehen wenn sich diese Gläubigen selbst Schaden zu fügen. Aber als Gläubiger der einfach nur sein Leben mit Gott lebt und niemandem schadet- warum sollte man ihn davon abbringen wollen? Dass Gläubige versuchen Atheisten zu bekehren verstehe ich das noch ehr, da diese der Meinung sind, dass ein Glauben für ein Leben nach dem Tod,zum Beispiel,notwenig ist. Aber dieser Punkt fällt bei den Atheisten ja völlig weg, warum stört sie dann der Glauben anderer Leute so?

Danke für alle Antworten! Lg :)

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?