Wieso bekomm ich so schnell Mitleid und steh bei traurigen filmen immer kurz vor den tränen?

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25 Antworten

Dafür sind doch traurige Filme da. Der Grund ist, weil die Filme genau dafür gemacht sind.

Das zeugt von einem hohen Maß an Empathie. Das ist die Eigenschaft, sich in andere Menschen und deren Situation gut hineinfühlen und denken zu können. Eine sehr gute Eigenschaft, die man gut in Situationen brauchen kann, die viel Diplomatie und Fingerspitzengefühl erfordern. Sei stolz drauf.

Das ist bei mir auch so. Manchmal gucken wir mit der klasse einen Geschichtsfilm, bei dem auch Menschen sterben. Das ist ja nur gespielt, aber so was ist ja auch mal wirklich passiert, und ich fange dann immer fast an zu heulen. Ich frag dann meine Freudinnen, ob sie den Film etwa nicht schlimm fanden, diese Antworten aber nur: "Ich fands langweilig". Auch finde ich es schlimm, wenn in einem film Tiere sterben, das kann ich gar nicht ab! Wie dem auch sei, es gibt Menschen, wie dich und mich, die sich unglaublich gut in die Lage anderer hineinversetzen können. Das ist nichts schlimmes, das ist eher positiv. So können wir andere Menschen besser verstehen und können besser mit ihnen umgehen. Die Menschen mögen dich doch bestimmt dafür, dass du so einfühlsam bist, oder? Das ist eine tolle Eigenschaft, und dass du bei Filmen weinst, ist gar nicht schlimm! Besser als jemand zu sein, der total abgestumpft durch die Weltgeschichte rennt und sich damit keine Freunde macht!! :)

deine emphatie ( die fähigkeit sich in andere hineinzuversetzen) ist bei dir wohl sehr stark ausgebildet.aber dass ist eben bei manchen mehr und bei manchen weniger. keine sorge bei dir ist alles klar.

Warum - gute Frage. Na Gründe könnte es viele geben. Charakterliche Prägung, Psyche, emotionale Direktheit, gesteigerte Empathiefähigkeit usw..

Allerdings kann das auch auf Schwankungen / Störungen im Hormonhaushalt hindeuten. Wir sind in den Industrienationen vielen Stoffen ausgesetzt, die sich auf unser Hormonsystem auswirken. Die Frage dabei ist eigentlich was man als Störung betrachtet. Alle Systeme werden immer auch von der Umwelt beeinflusst und das war auch schon immer so. Ist auf jedenfalls ein Thema worüber man länger nachdenken könnte.

as ist eine tolle Eigenschaft, und dass du bei Filmen weinst, ist gar nicht schlimm! Glaub mir, das ist komisch, wenn das plötzlich nicht mehr "schlimm" ist für ne Zeit.

Naja der eine empfindet nicht so viel Emotionen dabei und der andere mehr, du bist einfach ein sensiebler Charakter, was übrigends keine schlechte Eigenschaft ist auch nicht bei Jungs :)

Lass dich bloss nicht von manchen Aussagen hier irritieren, mir geht es ganz genauso,egal ob Dokumentationen,Spielfilme ,Lieder,wenn es mich innerlich berührt,wein ich auch und ich denke Empathie ist nicht das schlechteste unserer Gefühle, oder ? Wenn du mal darauf achtest,welche Themen dich am ehesten berühren,erfährst du auch eine Menge über dich selbst.lg.A :D

rehlein48 29.08.2013, 16:22

Toll,Deine Worte,liebe AngeloM.Mir geht es genauso.

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ich glaube das hat was mit deinem alter zu tun!!!!!

als ich 18, 20 oder 22 war, da hab ich mir auch xavier naidoo reingezogen, musste nachdenken und fing einfach so an zu heulen.

aber das habe ich sehr lange nicht mehr gehabt, evtl. schon 5 jahre.

sehr sehr selten muss ich weinen.

das hat mich auch mal gewundert, bin 29 jahre alt.

ich höre traurige musik, ziehe mir was rein, aber weinen muss ich nicht.

wobei ich doch hin und wieder nen kloss im hals habe und mir mal die tränen kommen, wenn ich im TV ne heftige traurige lebenserfahrung höre.

zum beispiel bei domian.

ich glaube eine story war es, die mir nen kloss im hals stecken liess, war so ne story wo ein kind starb und er sich vor seinem tod den grabstein mit bvb logo als letzten sehnlichsten wunsch wählte, da er wusste dass er sterben würde.

dieser aber von der katholischen gemeinde nach dem tod verboten wurde.

oder als ich auf der seite www.tim-lebt.de gelesen habe, der junge der seine eigene abtreibung überlebte, da heulte ich rotz und wasser....konnte das nicht fassen.

aber so wie es früher mal war, das ist lange nicht mehr und fehlt mir irgendwo. weil ich auch immer das gefühl hatte, wenn es mir nicht gut ging, ich weinte, dass danach alles wieder lockerer sich anfühlte.

mfg

Ich kriege schon wieder Pickel am Hintern, wenn ich so manches hier lese.
Nur weil du männlich bist, ist es dir nicht verboten, zu weinen!

Ergo "solltest" du auch nichts dagegen unternehmen oder dich in "Distanz zu Erfundenem". Hättest du hier nämlich geschrieben, dass du ein Mädchen bist und bei Titanic etc. immer weinen musst, dann - welch Wunder - wären die Antworten gewesen, dass das total süß und normal ist.

Mitleid/Empathie ist wichtig für das Zusammenleben von Menschen und wird schon von Kindern gelernt. Nur weil die heutige Ellenbogengesellschaft das verlernt hat, ist das nicht abnormal. Ganz im Gegenteil.

Baehri36 29.08.2013, 22:47

es geht doch nicht darum, dass er nicht weinen darf, weil er ein junge ist - sondern es geht darum, dass es untypisch ist, als junge zu weinen. Das sind 2 verschiedene sachen und viele leute können das leider nicht unterscheiden. Bestes Beispiel: Rassismus oder Umgang mit Behinderten

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am besten du besorgst dir ein richtig gutes horrorspiel oder einen horrorfilm oder gehst zur Armee. Dann bist du fürne Zeit abgehärtet. Glaub mir, das ist komisch, wenn das plötzlich nicht mehr "schlimm" ist für ne Zeit. Man sollte es aber nicht alleine machen, sonst kann das Gegenteil daraus kommen. Einfach augen zu und durch. Irgentwann wirds sogar lustig vielleicht.

Du bist ein gemütsmensch und das ist auch gut so mir kommen je nach film hin und wieder auch mal die tränen ich steh dazu ich find das gut^^

Das ist bei mir manchmal auch so. Vielleicht versetzt du dich in die Rolle der Person und musst einfach mit weinen. Verstehst du was ich meine? Wenn jetzt zum Beispiel ein mädchen Liebeskummer hat, weil der junge sich von ihr getrennt hat, und du guckst das an, dann kann es sein das du dich in die Person hinein versetzt und mit heulst:) Ist bei mir auch machmal so

rehlein48 29.08.2013, 16:19

Ach,da ist ja auch wieder unsere liebe Hannifan.

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Über deine Sensibilität im Allgemeinen will ich nicht spekulieren, aber dein Empathielevel scheint hoch zu sein - wenn da kein Selbstmitleid im Spiel ist !!!

Den Künstler ehrt es freilich, wenn er bei dir solche Gefühlswallungen auslösen kann; aber dennoch solltest du lernen, einen gewissen Abstand zu bekommen in Situationen, die nur ausgedacht sind.

rehlein48 29.08.2013, 16:17

HerrDeWorde :Selbstmitleid bei einem Spielfilm ??In welchem Zusammenhang sollte das denn stehen??

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HerrDeWorde 29.08.2013, 17:39
@rehlein48

Ganz einfach, indem man jede Filmsituation mit der eigenen vergleicht. Geht es der Figur besser, ist man neidisch und traurig. Geht es der bemitleidenswerten Figur ebenso, dann ist man doch selbst auch zu bemitleiden und geht es der Figur schlechter, dann denkt man: Wer weiß, was mir noch alles so bevorsteht!

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HerrDeWorde 29.08.2013, 17:50
@HerrDeWorde

Korrektur im Mittelteil: Es muss heißen:

Geht es der bemitleidenswerten Figur ebenso wie mir ...

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Geht wohl den meisten Menschen so, allerdings sollte man schon einen gewissen Abstand dazu einnehmen.

Schau mal "Stadt der Engel" mit Niclas Cage und Meg Ryan. Ist der einzige Film bei dem ich geweint habe und schäme mich überhaupt nicht!

Du könntest mal den Begriff "Hochsensibilität" googeln, vielleicht wäre das eine Erklärung auf deine Frage.

Mentalio 29.08.2013, 19:29

Ich würde das mehr mit dem Begriff Hyperemotionalität betiteln. Hochsensibilität bezieht sich auf eine extreme Empfindlichkeit gegenüber den Reizen die von unseren Sinnen empfangen werden.

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amrita1 30.08.2013, 09:32
@Mentalio

Hallo Mentalio, Hyperemotionalität ist eine (schwere) Krankheit. Aber wenn du glaubst, dass der Fragesteller unter Hyperemotionalität leidet, dann schlage ich vor, dass du eine eigene Antwort zu der Frage verfasst. :-) *

Ich habe in meiner Jugend auch öfter bei Filmen geweint, was ich jetzt nicht mehr tue :-).Ich bin selbst hoch-sensibel und gehe davon aus, dass in der Pubertät die Kombination aus Hormonen und Hochsensibilität eine erhebliche Rolle spielen. Deshalb kam mir bei meiner Antwort spontan der Gedanke der Hochsensibilität.

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wie süüüß:D - Das ist bestimmt normal, ich finde das ist eine gute Charaktereigenschaft :)

Du hast zu viele spiegelrezeptoren, das ist menschlich und nichts wofür du dich schämen solltest. Empathie nennt sich das.

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