Wieso behaupten die Medien der deutsche Aufschwung wäre zu Ende?

8 Antworten

Ein allgemeines Wirtschaftswachstum von 1-2% ist nicht viel.

Zum Vergleich: Im goldenen Zeitalter des Kapitalismus (60er Jahre) gab es z.T. Wachstumsraten von bis zu 7% pro Jahr.

Aber zum Thema: Das Problem ist, dass wir in Deutschland eine stark exportabhängige Wirtschaft haben. Insbesondere die Automobilindustrie profitiert davon und genau diese Industrie erlebt Umsatz- und Absatzeinbrüche. Es ist davon auszugehen, dass sich dies ausweiten wird, denn viele andere Industrien (Chemie, Maschinenbau, usw.) sind von der Stärke der Automobilindustrie abhängig. Deswegen ist eine Schwäche da ein Zeichen für eine sich androhende Rezession.

Zum Vergleich: Im goldenen Zeitalter des Kapitalismus (60er Jahre) gab es z.T. Wachstumsraten von bis zu 7% pro Jahr.

Schlicht Unfug, weil um das zu vergleichen, müsste man vom gleichen Ausgangswert ausgehen. 7% von was?

7% vom BIP anno 1960 dürfte 1 oder 1,5% des BIP anno 2020 nicht um allzu viel übersteigen, was absolute Werte angeht.

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@Regenschirm235

Und warum sollten hier absolute Werte zählen und nicht relative Werte? Wachstum bedeutet ja im konkreten zwei Dinge. Entweder ich produziere genau so wie vorher, mit weniger Resourcen oder ich produziere mehr, weil es mehr Nachfrage gibt.

Wenn es damals Summe X im Wirtschaftakreislauf war und die Reinvestition dieser Summe ein Wachstum von 7% hervorgebracht hat, dann ist es ja berechtigt zu fragen, warum wir heute mit unseren Summen nur ein Wachstum von 1,5% hervorbringen.

Nominale Werte spielen hier gar keine Rolle.

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@MaxNoir

Ganz einfach, weil es sich dabei um Exponentialkurven handelt und somit ein dauerhaftes prozentuales Wachstum schlicht sunrealistisch ist, darum. Wer soll das erarbeiten?

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@Regenschirm235

Ok, also vielleicht ganz grundsätzlich: Ich stehe dem kapitalistischen Wachstumsbegriff ohnehin sehr kritisch gegenüber und finde, reales Wachstum hat es in den vergangenen 10 Jahren nicht gegeben.

Aber dem aktuellen Dogma folgend, müssten 7% trotzdem möglich sein. 7% könnten z.B. auch durch Auslandsinvestitionen, Öffnung der Märkte, usw. möglich werden.

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Das ist die deutsche Mentalität. Lieber tiefstapeln als eine böse Überraschung erleben. Das unterscheidet uns zu den Amerikanern. Die sind und müssen immer gut drauf sein, auch wenn sie in der Sch*e stecken. Keiner würde bei der Begrüßung erwähnen, er wäre schlecht drauf, dann wäre er Looser. Da ist die deutsche Mentalität schon ehrlicher.

Hei, Subtilasozial, wer behauptet, dass die Medien das behaupten? Die Erklärungen stammen von den Wirtschaftsbossen, und die Medien haben nur gemeldet, wie diese Herrschaften ihre Zukunft beurteilen. Wieder einmal in Fall, dass man den Esel prügelt, weil er den Sack trägt, woll? Grüße!

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