Wieso begehen Selbstmord obwohl?

13 Antworten

Die haben doch keine sorgen vorallem keine Geldsorgen

In dieser Aussage liegt der Knackpunkt.

Reiche hätten keine Geldsorgen, wenn sie auf dem Nivau von Armen leben würden. Gerade Reiche haben denke ich mehr Geldsorgen als Arme, weil Reiche nämlich etwas zu verlieren haben, Arme nicht.

Bei Armen ist es eine Beschaffungssorge, bei den Reichen eine Verlustangst.

Abgesehen davon ist die Geldsorge die einzige Sorge, über die man bei Reichen sprechen kann. Alle anderen Sorgen können Reiche genauso haben wie Arme.

Du formulierst deine Frage ein wenig so, als ob Geld Erfolg bedeutet oder umgekehrt, als ob Geld die einzige Form des Erfolgs ist.

Eine groß angelegte Harvard-Studie ("The Grant Study", "The Glueck Study"), die Menschen über ihr ganzes Leben begleitet hat, hat die Faktoren ermittelt, die zur Lebenszufriedenheit und dauerhaftem Glück führen. Und das war erstaunlicherweise nicht Geld, sondern tiefe und gute Bindung zu Menschen. Also gute Freundschaften, Familie, Partnerschaften.

Im Gegenteil, ich würde sogar befürchten, dass Menschen, die probieren, sich mit viel Geld glücklich zu machen, häufiger große Defizite in grundlegenden Glücklichmachern haben und damit häufiger ein hohes Risiko mit sich tragen, zusammenzubrechen. Dazu kommt, dass viel Geld zu verdienen oft auch mehr Stress bedeutet, was ein großer Risikofaktor für Depressionen ist.

Depressionen sind der Hauptgrund für Suizid, fast alle Menschen, die sich selbst töten, hatten vorher eine Depression. Und die kann nunmal leider jeden treffen. Geld wird das nicht aufhalten können.

Ich würde also jedem empfehlen, an den grundlegenden Glücklichmachern zu arbeiten (Freunde, Familie, Partnerschaft) und die Zeit/Energie nicht dem Anhäufen von Geld zu vergeuden. Denn wer liegt schon am Ende im Sterbebett und fragt sich: "Warum hab ich nicht NOCH mehr Geld verident?"

Wer sagt denn bitte, das wohlhabende Menschen keine Sorgen haben?

Geld (alleine) macht nicht glücklich u. ist auch nicht die Lösung für alles.

Wenn du als Millionär eine unheilbare Krankheit hast, bist du genauso aufgeschmissen wie ein Normalverdiener.

Dann ist da noch der Erfolgsdruck, den viele Wohlhabende haben.

Hast du viel Geld, musst du auch aufpassen, wen du an dich rankommen lässt. Wenn du jemanden kennenlernst, steht da auch gerne die Frage im Raum, ob er nur mit dir befreundet ist, weil er das Geld sieht, oder weil ihm wirklich etwas an dir liegt.

Wohlhabende Menschen haben auch ihre Päckchen zu tragen. Das sind vielleicht andere Probleme, aber deswegen nicht weniger belastend.

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