Wieso baut niemand kleine Häuser für Singles?

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11 Antworten

 Dabei denke ich, dass sich die Leute sofort darauf stürzen würden und kaufen würden.

 

Das bezweifle ich, da es hierfür eigentlich kaum eine Nachfrage gibt.

Wenn ein Single ein Haus für sich allein kauft, dann bedeutet das im Umkehrschluss, dass er niemals einen Lebenspartner an seiner Seite haben möchte und für ewig alleine lebt.

Man kauft ja für die Zukunft.

Bei wie vielen Personen soll das denn so sein?

Ältere Personen werden kaum noch ein Haus kaufen. Wer soll dann im fortgeschritttenen Alter den Garten pflegen oder Reparaturen erledigen?

Kreditwürdig ist man dann auch nicht mehr, so dass das Haus ja bar gezahlt werden müsste.

Praktisch jeder Bauträger hat kleine Bungalows im Größenbereich 70-80 m² im Angebot. Jetzt schau Dich mal um, wie viele solche Häuser Du in deiner Nachbarschaft siehst.

Vermutlich fast gar keines.

Geben tut es das schon, wenn man nach Minihaus, oder Tiny Houses googelt. Ob man so ein Minihaus überall hinstellen kann -- es gibt in Deutschland ja Bebauungspläne -- weiß ich nicht. Der große Renner scheint das jedenfalls nicht zu sein, auch wenn die Idee zunächst mal plausibel klingt.

Das hat viele Gründe. Der wichtigste ist aber wohl die Motivation warum man baut und der heißt Familie und damit mehr benötigter Platz. Da die Ansprüche, gerade in Bezug auf mehr Wohnraum gestiegen sind (z.B. extra Büro, Spielzimmer, Bügelzimmer usw.), werden die Häuser immer größer. Nur bei älteren Häusern findet man es, dass sie kleiner sind, denn früher war das Bauen vor und nach dem Krieg sehr teuer. Daher wurde wirklich nur der minimalst benötigte Wohnraum gebaut, auch wenn das Baufenster viel mehr zuließ. Aber an die 100 m² Wohnfläche haben die trotzdem.

Und noch etwas, kleine Häuser zu bauen lohnt sich für Bauträger nicht. Die Planungskosten sind da fast so hoch wie wenn ich ein Mehrfamilienhaus plane und baue, das lohnt nicht.


Du musst dein Haus ja nicht voll nutzen. Ein paar Gästezimmer sind doch auch ganz OK. Ich würde da wohnen bleiben und mich im EG ordentlich einrichten.

Diese kleinen Wohnungen lohnen sich für den Erbauer des Hauses nicht. Wenn einer ein Haus baut mit 10 Wohnungen , wovon jede Wohnung z. B. nur aus 2 Zimmern, Küche und Bad besteht, so sind die Mieteinnahmen entsprechend niedrig. Das dauert ewig bis so eine Immobilie durch die Mieteinnahmen abbezahlt ist. Heute werden Objekte gebaut in denen es zwar auch 2 Zimmer Wohnungen gibt, die meisten aber aus 3 bzw. 4 Zimmern oder mehr bestehen. Das rechnet sich für den Investor eben. Vorallem wenn er diese Wohnungen als Eigentumswohnungen verkaufen kann. Dann hat er nach Verkauf aller Wohnungen nicht nur seinen Herstellungspreis heraus, sondern in aller Regel auch einen guten Gewinn gemacht. Die Planungs.-und Herstellungskosten sind bei Mehrfamilienhäusern mit grösseren Wohnungen wahrscheinlich billiger, als wenn es sich um eine Immobilie handelt in der jede Menge Kleinwohnungen zu planen sind. Die Nachfrage regelt eben den Markt.

Im Normalfall geht es um Familien die ETW `s kaufen und da passen eben Kleinwohnugen nicht.

Eine Marktlücke mag das schon sein, aber keine die sich für einen Investor rechnet, wenn er sich auf Singlewohnungen orientieren würde. Diese Investoren wissen, wie man Geld machen kann und handeln entsprechend.

Hier bleibt eben nur der soziale Wohnungsbau übrig. Da kann man man eher auf kleine Wohnungen stossen.

Bei uns entstehen seit Jahren Reihenhäuser auf kleinen Parzellen. Diese Parzellen sind etwa 200 bis 250 qm groß. Ein kleiner Abstellplatz vor dem Haus, auf dem gerademal ein Auto Platz hat. Im Erdgeschoss befindet sich die Küche, WC , Flur, und ein Wohnraum. Im 1. Stock sind dann Schafzimmer, Bad/WC und im Dachgeschoss zwei weitere Zimmer und ein WC. Unterkellert sind die Häuser auch. So klebt ein Haus an dem anderen entlang einer ganzen Strassenfront. Ab und an wird diese Häuserreihe durch eine Strasse unterbrochen. Garten oder Balkon-Fehlanzeige. Kaufpreis pro Haus ca. 300 000.--€. Ich möchte in so einem Haus nicht wohnen, auch wenn ich pro Quadratmeter nur 1.--€ zahlen müsste. Aber alle Häuser sind teilweise schon in der Rohbauphase verkauft. 

Bei uns kostet ein Quadratmeter Bauland, soweit man überhaupt noch etwas bekommt, an die 1200.--€. Damit reduzieren sich aber auch die Möglichkeiten für Viele, selber bauen zu können.

Weil Singles sich fast alle lieber mit einer kleinen Wohnung begnügen. Was soll denn eine Einzelperson mit einem Garten von 900 qm?

Sansiverien 29.06.2017, 14:32

es gibt auch kleinere objekte mit kleineren gärten.....

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Danach besteht kaum eine Nachfrage.
Das ist der einfache Grund!
Ein Haus für einen Single hat mehr Kosten, als eine Wohnung. - Das können die meisten gar nicht finanzieren.

Sansiverien 29.06.2017, 14:25

das stimmt nur zum teil.. ein haus hat weitaus weniger NK als eine ETW mit aufzug....rücklagen musst du immer bilden.....

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Dafür gibt es keinen Markt. Ich verkaufe auch gerade mein Haus und baue selber etwas kleiner ein neues Häuschen. 

Suche dir ein kleineres Grundstück und baue ein Haus mit 100/110qm Grundfläche darauf. Das ist ja kein Problem. 

"Aber man kann einfach nicht in eine Wohnung leben, wenn man das nie gewohnt ist. "

Man gewöhnt sich an alles. 

Und für Singles auch noch Einzelhäuser zu bauen, wäre eine katastrophale Verschwendung von Platz.

Vermiete Zimmer unter.

da suchst du dir eine baufirma und beauftragst das. das ist garkein problem

Paulina42 29.06.2017, 14:23

Ja ich weiß. Aber man muss sich das selber bauen ja auch zu trauen

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Stellwerk 29.06.2017, 14:30
@Paulina42

Lustigt, Du traust Dir nicht zu, selber etwas FÜR DICH zu bauen und erwartest es von anderen, dass sie das Investitionsrisiko für ANDERE auf sich nehmen.

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