Wie lange dauert die Beantragung eines Erbscheins beim Nachlassgericht in Köln?

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Ein Beispiel: Der Todestag war der 3.4.; der Notartermin am 15.4.; die Witwe erkundigte sich am 25.5. beim Notar nach dem Stand der Dinge; der Notar fragte beim Nachlassgericht nach; es wurden die Sterbeurkunden der Eltern des Verstorbenen angefordert, denn faktisch könnten die noch leben und der gesetzlichen Erbfolge entsprechend Ansprüche stellen. Die Witwe reichte die Unterlagen am 1.6. persönlich nach. Am 23.6. wurde ich um Unterstützung gebeten und die zuständige Rechtspflegerin des Gerichts direkt angerufen. Fazit: Die Rechtspflegerin hat am 16.6. Einblick in die Sterbeurkunden der Eltern genommen; die Antragsbearbeitung allgemein liegt durch Ausfallzeiten zurück. 1 Woche später habe ich die Leiterin des Nachlassgerichts persönlich angesprochen und um schnelle Bearbeitung gebeten (und schriftlich bestätigt). Nun hoffen wir, dass ca. 6./7.7. der Erbschein vorliegt. Bis jetzt sind von der Antragsstellung 10 Wochen vergangen. Das Gericht unterscheidet bei der Bearbeitung nicht, ob ein Dringlichkeit besteht oder es sich um einen Normalfall handelt. Eine BEantragung durch einen Notar verkürzt ebenso wenig die Bearbeitungszeit, wie der Direktantrag und die Kosten sind auch identisch. Kein Kommentar.

Ist der verlangte Erbschein wirklich notwendig?

Mein kürzlich verstorbener Bruder hat mir vor 2 Jahren eine sehr umfassende Vollmacht durch einen Notar erstellen lassen, die mich bereits zu seinen Lebzeiten zu allen Handlungen und Entscheidungen im Zusammenhang mit seinen Bank- und Versicherungsangelegenheiten befugte und jetzt "über den Tod hinaus" zum Verwalter seines Nachlasses verpflichtet.
Meine beiden Geschwister akzeptieren diese Regelung; wir erben innerhalb der gesetzlichen Erbfolge alle 3 zu gleichen Teilen. Ehefrau und Kinder gibt es nicht.
Von allen Banken und Sparkassen wie auch vom zuständigen Grundbuchamt wurde die vorgelegte Vollmacht als Ersatz für einen Erbschein anerkannt, nur die Lebensversicherung besteht auf der Vorlage eines Erbscheins.
Nun ist so eine Beantragung eines Erbscheins mit einigem Aufwand verknüpft: nicht nur, dass er gar nicht billig ist, er ist auch mit einer Menge Zeitaufwand, Telefoniererei und Schreibarbeit verbunden. Außerdem muss ich für die Beantragung beim zuständigen Nachlassgericht persönlich vorsprechen, d.h. ein paar hundert Kilometer per Bahn und Bus durch Deutschland fahren. In meinem fortgeschrittenen Alter ist das eine erhebliche Belastung für mich. Und die Abwicklung des Nachlasses wird um Wochen, wenn nicht Monate, verzögert.
Die Lebensversicherung stellt sich stur und will nur gegen Vorlage des Erbscheins auszahlen. Ein Begründung für ihre Forderung hat sie nicht mitgeliefert.

Wer weiß, ob für Lebensversicherungs-Gesellschaften eigene Rechte gelten, die meine Geschwister und ich (wenn auch zähneknirschend!) akzeptieren müssen. Oder haben wir eine reelle Chance auf einen effektiven Widerspruch?

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Hallo,wie lange dauert es ca.vorausges.man erbt,dann vom nachlassgericht bescheid bekommt?

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