Wielang dauert eine stationäre Entgiftung? (Tabletten)

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4 Antworten

Es kommr drauf an, welche Medikamente Deine Freundin genommen hat, wieviel am Tag.... und auch warum.

Der körperliche Entzug, gerade wenn sie jetzt schon bei einem Arzt in Behandlung ist, wird nach meiner Auffassung, dann nicht so gravierend sein. Bei Benzodiazepinen kann es meinen Wissens nach aber noch nach Wochen zu körperlichen Mißempfindungen kömmen (läuft wohl vom Prinzip her ähnlich ab wie bei "Flashbacks").... aber das ist wohl in den Griff zu kriegen

Der seelische Entzug- gerade bei Tabletten kann heftig sein: Zittern, Schweißausbrüche, Kreislaufprobleme... in Spannuingssituationen. Deine Freundin wird lernen müssen, die Ursachen ihres Medikamentenmissbrauches zu ergründen... mit Hilfe von Therapeuten!Sie ist dabei also nicht allein auf dem Weg.

Ansonsten kann die Rückfallgefahr sehr hoch sein... oder die Angstzustände weiten sich aus. Und das könnte u.U. heftiger ausfallen als alle Entzugserscheinungen zusammengefasst

Norbert

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Sie ist von sich aus in die Klinik gegangen, weil sie wieder fit sein will. Momentan geht es ihr gut dort. Ich telefoniere jeden Tag mit ihr. Leider nie lang, jeder Patient dort kann immer nur 10 Min telefonieren. Sie hat wohl ein sehr starkes Schmerzmittel genommen "Tidilin", und ist von ihrem Arzt schon auf Subutex umgestellt worden, wo es ihr Anfangs echt mies ging. Da musste sie oft erbrechen, hatte Kopfweh, usw.Mittlerweile nimmt sie das schon einige Wochen und es wird immer wieder runterdosiert. Ich hoff sie ist so stark, und bricht das nicht ab, aber sie meiste sie hält es durch. Sie will es, für sich und ihren Freund, für ihre Familie. Das mit der Rückfallgefahr war mir bekannt, ich hoffe das es nicht so kommen wird.

LG,Ane

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@anetha84

Deine Freundin braucht gute Begleitung... nun, Deine Person scheint ja schon erster Garant :-)

Aber unterschätzt die Sache nicht.

Ein gutes Buch dazu könnte "Barbara Gordon- Ich tanze so schnell ich kann"
Das ist zwar schon älter, hat aber nichts von seiner Aktualität eingebüßt.Sie ist Journalistin und hat ihre eigenen Erfahrungen wiedergegeben...

Ansonsten... nach der Therapie ist vor der Therapie.... heißt, da geht es langsam an mit Realitätschecks ...

Das ist was anderes als Kliniksituationen... und auch die Beziehungen legen langsam wieder ihre Samthandschuhe ab... und Beziehungen werden eben wieder normal gelebt... mit all ihrer Betroffenheit, ob am Arbeitsplatz oder in der Familie,- den Freunden...

Darum: Gute Begleitung ist notwendig... ambulante Therapiemöglichkeiten, Selbsthilfegruppen und ehrenamtliche Kreise....

Daumendrück

Norbert

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@norbert9014

Ich bin auf jeden Fall für Sie da, wo ich kann. Ich kann sie leider nur an Wochenenden und Feiertags besuchen, ansonsten nur kurz mit ihr telefonieren. Am Donnerstag werd ich sie besuchen gehen, mehr kann ich momentan nicht für sie tun. Das machen dort ja die Ärzte, Therapeuten usw.Ich red ihr aber immer Mut zu, und ich hab den EIndruck, dass sie stark genug ist.Vielleicht tut ihr das alles mal ganz gut als ständig jeden Tag bis 16 Uhr im Bett zu liegen.

Danke,Ane

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Prinzipiell werden von Krankenkassen bis zu drei Wochen Entgiftung genehmigt, soweit ich weiß. In Absprache mit den behandelnden Ärzten kann eine solche Entgiftung auch verlängert werden. Vorbildliche Arbeit wird im Landeskrankenhaus Lüneburg geleistet.

Das kommt drauf an, wie lange deine Freundin süchtig war.

Ich glaub, ca.4 Monate.

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Ich glaub ca. 4 Monate.

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