(Wie)kann ich ein Auslandsjahr machen?

2 Antworten

Hallo acactusforsoph

Deine Idee, dich gründlich über die Möglichkeiten und Bedingungen des Auslandsjahres zu informieren, ist gut. Du kannst davon ausgehen, dass das gut machbar ist. Dazu muss man die Bedingungen wissen:

  1. Deine Wünsche Zuerst solltest du dir im Klaren sein, worauf es dir beim Auslandsjahr ankommt: Willst du im Schüleraustausch vor allem eine bestimmte Sprache lernen oder eine bestimmte Kultur oder interessiert dich ein Land besonders? Der Schüleraustausch ist in mehr als 50 Länder sicher möglich: in Europa, Nord-, Süd- und Mittelamerika, Afrika und Asien.
  2. Die Länderauswahl Die meisten jungen Leute gehen in englischsprachige Länder (USA; Kanada, Neuseeland, Australien, Großbritannien, Irland, Südafrika). Da du auch in ein englischsprachiges Land gehen willst, hast du einen Vorteil: Es gibt viele Angebote und auch viele Anbieter. Rund 50 seriöse Anbieter gibt es in Deutschland, die meistens auch viele dieser Länder im Programm haben. Sie bieten dafür unterschiedliche Programme an.
  3. Die Schüleraustausch-Programme Auf dem Markt werden drei Programme angeboten: Der Schulbesuch in einer öffentlichen Schule (High School) mit Unterbringung in einer Gastfamilie oder einem Internat (Classic Programme), der Schulbesuch in einer privaten Schule mit Unterbringung in einer Gastfamilie oder einem Internat (oft als „Select Programme“ bezeichnet). Dazu kommen Kurzzeit-Aufenthalte von weniger als 5 Monaten, die vor allem an privaten Schulen angeboten werden.
  4. Die Dauer deines Schüleraustausches Klassisch dauert das Auslandsjahr ein Schuljahr, was effektiv 10 Monate im Ausland bedeutet. Weil viele Schüler aus schulischen Gründen für kürzere Fristen ins Ausland gehen wollen, haben die Austausch-Organisationen auch Angebote für ein halbes Schuljahr (5 Monate), einen Term (drei/vier Monate) oder auch nur wenige Wochen ins Programm aufgenommen.
  5. Die Bedingungen: Deine Schule in Deutschland Du benötigst eine Beurlaubung von deiner deutschen Schule. Das sollte kein Problem sein, wenn dein Auslandsaufenthalt nicht deinen Schulerfolg gefährdet. Die Bedingungen sind in den Bundesländern aber unterschiedlich. Dazu kommen Unterschiede in Abhängigkeit davon, ob du eine G8-Schule oder eine G9-Schule besuchst. Deine Schule hat einen großen Beurteilungsspielraum vor allem bei der Frage, ob die Zeit im Ausland hinterher angerechnet wird, oder ob du die Zeit in Deutschland wiederholst. Wie man erreichen kann, dass man ohne Wiederholen ins Ausland gehen kann, empfehle ich dir diesen Blog-Beitrag: schueleraustausch-portal.de/detail/muss-man-nach-einem-auslandsjahr-immer-eine-klasse-wiederholen-7-voraussetzungen-fuer-den-schuelera/
  6. Die Kosten des Auslandsjahres. Wenn man für längere Zeit ins Ausland geht, entstehen Kosten für die Reise, Formalien (Visum etc.), Impfungen, Versicherungen (Kranken- und Haftpflichtversicherung), für den Schulbesuch im Ausland (Schulgeld), für die Unterbringung, für Kleinigkeiten vor Ort (Taschengeld) und für die Betreuung durch die Austausch-Organisation (in Deutschland und im Ausland. Bei den Classic-Programmen übernimmt der ausländische Staat das Schulgeld ganz oder überwiegend, während die privaten High Schools immer Schulgeld erheben (müssen). Ähnlich ist es bei der Unterkunft für den Schüleraustausch: Es gibt Programme, bei denen die Gastfamilie kein Geld bekommt und andere, bei denen du für die Unterkunft und Verpflegung einen Beitrag bezahlst. Am bekanntesten ist das USA Classic Programm, bei dem die Unterkunft gesetzlich in den USA für Gastschüler kostenfrei ist. Trotzdem kosten auch diese Programme mindestens 9.000 Euro für ein Jahr, weil die Kosten der Austausch-Organisationen (USA und Deutschland) in diesem Falle besonders hoch sind. Das vermindert beim USA Classic Programm den Kostenvorteil.
  7. Die Finanzierung des Auslandsjahres. Grundsätzlich liegt die Finanzierung des Auslandsjahres bei deiner Familie. Dazu muss man aber wissen: Deine Familie spart viel Geld, während du im Ausland bist: Essen, täglicher Bedarf, Bus, Sportvereine etc. Hinzu kommt: Deine Eltern bekommen das Kindergeld weiter. Es gibt viele Finanzierungshilfen für den Schüleraustausch: Du kannst bis zu 504 Euro BAföG monatlich bekommen (abhängig vom Einkommen deiner Eltern) und es gibt viele Stipendien vom Staat, von Firmen und von Stiftungen. Während die Austausch-Organisationen Stipendien nur vergeben, wenn du bei Ihnen vorher gebucht hast, werden andere Stipendien als Anerkennung für Leistungen vergeben: Schulische oder sportliche oder künstlerische Leistungen. Das parlamentarische Patenschaftsprogramm des Bundestages fördert Ganzjahresaufenthalte in den USA (USA Classic) in voller Höhe; der Andrang ist allerdings sehr hoch. Die meisten Stipendien umfassen einen Zuschuss, wie die Austausch-Stipendien der Stiftung Völkerverständigung und ihrer Partner, die soziales Engagement voraussetzen und auch für andere Länder als die USA gelten. Eine Übersicht der seriösen Stipendien-Angebote und Tipps für die Bewerbung findest du im Schüleraustausch-Portal (schueleraustausch-portal.de/stipendien/
  8. Erfahrungsberichte nutzen. Für die englischsprachigen Länder gibt es viele Erfahrungsberichte. Allerdings muss man aufpassen: Im Netzt wird oft geschönt, wenn du Berichte auf Anbieterseiten findest. Ungeschminkte Erfahrungsberichte findest du hier: schueleraustausch-portal.de/blog/.Außerdem solltest du auch persönlich mit mehreren Ehemaligen sprechen. Das ist am einfachsten auf einer AUF IN DIE WELT-Messe möglich, weil dort Erfahrungsberichte zum Programm gehören.
  9. Die Auswahl der Austausch-Organisation Insgesamt gibt es auf dem deutschen Markt rund 50 seriöse Anbieter. Da die Austausch-Organisation wichtig ist, solltest Du das systematisch angehen. Bewährt hat sich, in Schritten vorzugehen: 1) Du klärst mit Deiner Schule die Rahmenbedingungen für die Beurlaubung und mit deiner Familie das Budget und überlegst, was Dir wichtig ist 2) Du recherchierst breit. Dabei muss man darauf achten, dass man nur solche Anbieter in den Blick nimmt, die sowohl seriös als auch leistungsfähig sind. Im Internet findest Du eine gute Übersicht in der Anbietersuche auf dem SchülerAustausch-Portal (schueleraustausch-portal.de/organisationen). 3) Das persönliche Gespräch mit den Austausch-Organisationen. Dafür gibt es die bundesweiten AUF IN DIE WELT-Messen der gemeinnützigen Stiftung Völkerverständigung, die nur qualifizierte Anbieter zulässt. Orte und Termine: aufindiewelt.de/messen. Der Eintritt ist frei.

Viele Grüße

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

Es gibt Organisationen wie Sand am Meer. Meine Tochter war mit AIFS in den USA, die kann ich ebenso empfehlen wie GLS und Experiment e.V.

Du kannst ein halbes Jahr ins Ausland gehen oder ein Jahr. Ein Jahr ist dabei nur unwesentlich teurer als ein halbes Jahr. Man startet z.B. in die USA Anfang August und bleibt bis Anfang Juni. Je nachdem, dann das Schuljahr in deinem Bundesstaat beginnt und endet.

Die USA mit einer öffentlichen Schule ist die preisgünstigste Methode. Rechne mal mit 10.000 - 12.000€ für ein Jahr. Kanada, Australien, Neuseeland und England sind in der Regel teurer. Man besucht dort private (kostenpflichtige Schulen) und die Gasteltern bekommen Geld. Auch in den USA kann man Privatschulen buchen. Hier verdoppeln sich die Kosten ganz schnell und sind nach oben offen... Es gibt auch jede Menge Stipendien, z.B. über das PPP (einfach mal googeln) oder Auslandsbafög.

In den USa kommst Du in der Regel nicht in Großstädte sondern in kleinere Städte, Vororte oder aufs Land. Sehr viel im mittleren Westen, die "Traumstaaten" Kalifornien oder Florida sind selten.

Meine Tochter war bis zu diesem Sommer ein Jahr in einem Vorort von Phoenix. Sie hat die beste Zeit ihres Lebens gehabt, auch wenn sie die Familie wechseln musste.

Du musst willens und in der Lage sein, auf Menschen zuzugehen. Die Amerikaner machen einem das in der Regel leicht. Schüchtern und introvertiert ist natürlich nicht ideal, aber vielleicht kämst du ja weniger schüchtern und introvertiert zurück.

Der Zeitraum nach der 10 und vor der Oberstufe ist ideal für das Auslandsjahr. Du verlierst zwar ein Jahr, gewinnst aber wahnsinnig an Persönlichkeit.

Just do it!

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

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