Wiederspeuch gegen nichtbestehen der Probezeit(Schule)?

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5 Antworten

Kann man nach einer Versetzung in die 8te noch einspruch einlegen...?

Ja, man kann, der Rechtsbehelf nennt sich aber Widerspruch. Bevor man ihn einlegt, sollte man sich zuerst die Grundlage für die Ablehnung ansehen, das ist nämlich § 58 Abs. 1 und Abs. 3 der Realschulordnung:

(1) Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 9, die wegen Note 6
in einem oder Note 5 in zwei Vorrückungsfächern das Ziel der jeweiligen
Jahrgangsstufe erstmals nicht erreicht haben, können mit Einverständnis
ihrer Erziehungsberechtigten auf Probe vorrücken, wenn sie in den
Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und in dem jeweiligen
gruppenspezifischen Wahlpflichtfach nach § 68 Abs. 1 Satz 1 keine
schlechtere Note als einmal Note 5 haben und die Lehrerkonferenz zu der
Auffassung gelangt, dass die Schülerinnen und Schüler die Mängel in den Fächern, in denen sie keine ausreichenden Leistungen erzielt haben, in absehbarer Zeit beheben werden.

(3) Die Probezeit dauert im Fall des Abs. 1 bis
zum 15. Dezember [...]. Sie kann von der Klassenkonferenz in besonderen Fällen um höchstens zwei Monate verlängert werden. Die Lehrerkonferenz entscheidet, ob die Schülerin oder der Schüler die Probezeit bestanden hat oder zurückverwiesen wird.

Die Lehrerkonferenz sieht wohl bei dir keinen besonderen Fall, um deine Probezeit zu verlängern, der dürfte eher bei längerer Krankheit zutreffen. Man muss zwar einen Widerspruch nicht begründen, es ist aber häufig sinnvoll, vor allem wenn du die Schule auf bestimmte Punkte hinweisen möchtest, die sie deiner Meinung nach falsch beurteilt haben.

Nun ist das Problem: Es reicht nicht, der Zurückverweisung in die niedrigere Jahrgangsstufe zu widersprechen, weil die Schule bestimmt nicht aus Angst ihre Meinung ändert. Deswegen ist es sinnvoll zu wissen, was gegen dich vorliegt, es sei denn, du hast schon einen umfangreich begründeten Bescheid erhalten. Ansonsten kannst du es herausfinden, indem du um Einsicht in deine Schülerakte oder in das Protokoll der Lehrerkonferenz bittest. Abhängig davon, was dort steht, kann ein Anwalt eventuell sogenannte Ermessensfehler, also eine falsche Beurteilung der Situation erkennen und das entsprechend im Widerspruch begründen.

Du und deine Eltern könnt den Widerspruch mit einer Begründung auch selbst schreiben, es ist halt fraglich, ob das etwas bringt, wenn man nicht weiß, wo man nach Fehlern suchen muss. Im Allgemeinen ist der Beurteilungsspielraum bei Lehrern recht weit, sodass die Benotung unter keinem Aspekt mehr vertretbar sein darf, um zu einer Aufhebung der Note zu führen.

Falls du es versuchen willst und du schon einen schriftlichen Bescheid mit Rechtsbehelfsbelehrung (also wann und wie der Widerspruch eingehen muss) bekommen hast, hast du eine Frist von einem Monat. Falls nicht, hast du sogar ein Jahr Zeit. Wenn es dir ernst ist, kannst du ja deine Eltern bitten, einmal mit einem Rechtsanwalt Kontakt aufzunehmen, der euch über die Erfolgsaussichten aufklären wird.

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Kommentar von playmaxx99
24.12.2015, 01:47

Danke für ausführliche Antwort! Wo beantragt man den so eine "Akteneinsicht" & "Protokoll" ?

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Kommentar von adk710
25.12.2015, 17:23

Danke für die Auszeichnung!

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Kommentar von playmaxx99
27.12.2015, 01:48

für hilfreiche Antworten gerne ;)

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Also ich kenne einiger solchen Situationen und weiß das es in besonderen Fällen ging, dass man Widerspruch einlegen konnte. Vor allem das mit den Referats Noten sind vollkommen ungerechtfertigt, da du ja am besagten Leistungsnachweis Tag erschienen bist. Also anfechtbar ist relativ vieles, du müsstest nur die richtige Person erwischen, bei der du diesen Widerruf machen willst. Meiner Meinung nach geh zum Vertrauens bzw Beratungslehrer und zum Klassenleiter und spreche diese Themen mal an. Ansonsten noch weiter höher - Fachbetreuung in den besagten Fächern oder auch Direktor bzw Direktorin. Letztendlich sogar der Kultus je nachdem welche Ergebnisse du nur aus den folgenden bekommst.

Bleib auf jeden Fall dahinter! Und lass dich nicht davon abbringen! Viel Glück :-)

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Kommentar von playmaxx99
23.12.2015, 22:47

Dankeschön

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Also um vor Gericht die Note eines Lehrers anzufechten, brauchst du schon ziemlich starke Argumente, bzw. Belege, dass der Lehrer tatsächlich falsch bewertet hat.

Das sehe ich in deinem Fall allerdings nicht.

Weder ein schlechter Klassendurchschnitt (Chemie), noch ein kranker Mitschüler (Ethik), noch eine subjektiv andere Einschätzung (Englisch) können belegen, dass der Lehrer falsch bewertet hat.

Ich fürchte, du wirst dich mit der Situation abfinden müssen.

LG und frohe Weihnachten

MCX

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du kannst versuchen mit ner vertrauenslehrerin oder so zu reden und die redet dann mit den lehrern etc.. sollte klappen wen du beweise hast je nach dem wie deine eltern dich unterstützen und dein schulleiter dich suportet wenn deine eltern ihm klar machen das sie dich in der 9ten wollen kann er nicht mehr viel machen

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Deine Noten sagen doch alles aus. Wofür dann einen Wiederspruch? Der wäre zwecklos.

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Kommentar von playmaxx99
24.12.2015, 14:58

was sagen meine noten denn bitte aus ? sind sie zu unrecht gegeben worden...das sagen die nicht aus...

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