wiederholtes Drohen mit Kündigung des Ausbildungsvertrags - aktueller stand. so ok?

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3 Antworten

ganz ehrlich: da kriegt man ne richtige wut, wenn man sowas lesen muß-was bildet sich der chef eigentlich ein? theoretisch könnte sich dein sohn morgen krankmelden wegen mobbing und falls der chef ihm kündigen würde während der arbeitsunfähigkeit, könnte dein sohn mithilfe eines anwalts dagegen vorgehen-das bedeutet aber nervenkrieg, den nicht jeder durchsteht. bei einem aufhebungsvertrag hat man nachteile, die du bzw. dein sohn hoffentlich im internet nachgelesen habt (sperre beim arbeitsamt inbegriffen!) sollte dein sohn aber morgen dorthingehen, kann ihn keiner zwingen, diesen vertrag sofort zu unterschreiben-er kann ihn mit nach hause nehmen und sich bedenkzeit nehmen, um in ruhe den vertrag durchzulesen und ihn ggf. einem anwalt zur überprüfung zu geben!

gezwungen wird er ja nicht. man suggeriert ihm aber, dass er das angebot SOFORT unterschreiben sollte. andernfalls wäre es nichtig.

sperre beim arbeitsamt wäre erst einmal kein problem, da er im anschluß erst einmal eine teilzeitstelle bei meiner freundin antreten könnte.

ich habe z.b. gerade in den richtlinien zur ausbildungsverkürzung gelesen, dass der azubi ab antragstellung noch mindestens ein jahr im betrieb arbeiten müßte... und das wäre ja nicht der fall, also befürchte ich, dass genau dieses ein grund sein könnte, um die zulassung aufgrund eines formfehlers zurückzuziehen.

mir wäre lieber, wenn er erst einmal einen anwalt aufsucht, um das okay einzuholen.

noch lieber wäre mir allerdings, wenn er die ausbildung ganz normal weitermacht, denn mein verwandter sagte mir, dass es nicht in ordnung ist, wenn ein arbeitgeber ständig mit kündigung droht. und nein, ein azubi muß nicht unfehlbar sein- er darf sogar hin und wieder einen fehler machen, dafür ist er in der ausbildung.

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@trickyricky48

Er soll den Vertrag NICHT unterschreiben! Glaub mir, der verarscht ihn auf Strich und Faden!

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Hallo erstmal!

Mittlerweile geht er mit Magen- und Kopfschmerzen zur Arbeit und sagt, dass er dem Druck nicht mehr lange standhält.

Ab zum Arzt und krankschreiben lassen!

Er soll auf KEINEN FALL den Vertrag unterschreiben! Anwalt hinzuziehen, und die Sache über diesen regeln lassen. Er soll sich nichts einreden lassen, da ein Lehrling nicht so einfach kündbar ist!

Mein ehemaliger Ausbildungsbetrieb hat mich auch dermaßen verarscht. Habe auch einen Anwalt, der momentan gegen meine fristlose Kündigung und den noch nicht ausgezahlten Lehrlingslohn vorgeht..

Lächerlich, solche Firmen! Fast schon kriminell..

von der innung bekommt er zuvor eine "schriftliche zusage", im sommer zur prüfung zugelassen zu werden, unter der voraussetzung, dass die schule eine vorzeitige prüfung befürwortet. das ist aber kein problem.

Eine schriftliche Zusage kann aufgrund eines Formfehlers nichtig sein/werden.

Ich lese mir mal gerade die erste Frage von dir dazu durch.

:-)))

Dein Sohn sollte Morgen zu seinem Chef gehen und ihm sagen dass er sich seinen Aufhebungsvertrag sonst wo hin schieben kann. Er sollte sich Krankschreiben lassen und in Ruhe auf die Prüfung vorbereiten. :-))))

Unabhängig davon ob dein Sohn im Betrieb verbleibt, er kann die vorzeitige Prüfung unter bestimmten Voraussetzungen antreten, hier ist der Termin aber schon vorbei. hier wird ihm also etwas von seinem Chef zugesagt, was dieser gar nicht bestimmen kann.

Der Ausbilder kann zwar die vorzeitige Prüfung beantragen, aber nicht den Zeitpunkt bestimmen, dein Sohn würde zudem ohne Vergütung dastehen, dass bedeutet gleichzeitig das er Arbeitslos wäre, aus eigenem Verschulden.

Der Aufhebungsvertrag wäre aber auch ungültig da er unter Druck (Erpressung) erzwungen wurde, er kantabler auch zur Industrie und Handelskammer gehen und den Vorfall schildern.

Alles unnötige Scherereien, dein Sohn sollte zum Arzt, Krankheitsbild Seelische Überlastung.

Aber auf keinen Fall unterschreiben.

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@Astroprofiler

der termin morgen ist aber bei der IHK, und von denen bekommt er auch die schriftliche zusage, die prüfung schon im sommer zu absolvieren.

allerdings steht in den richtlinien zur verkürzung

§ 8 Abs. 1 BBiG

(2) Die Abkürzung der Ausbildungszeit soll möglichst bei Vertragsabschluss, spätestens jedoch so rechtzeitig beantragt werden, dass noch mindestens ein Jahr Ausbildungszeit verbleibt.

in seinem fall wäre es aber kein ganzes jahr mehr, sondern nur noch ein paar wochen, da mitte mai schon die prüfungen beginnen.

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@trickyricky48

Difinition von Gesetzlichen Richtlinien und Weisungsvorschriften,

Richtlinien, kann, sollte, darf, angewendet werden, "muss aber nicht"

Weisungsvorschrift, ist, muss, "angewendet, umgesetzt werden, hat zu erfolgen".

Ich würde und muss gar nichts unterschreiben, er kann.

:-))

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@Astroprofiler

Ich hoffe dass er nicht unterschreibt.

Die Berufsbildungsabteilung der Handwerkskammer weist darauf hin, dass Lehrlinge unter bestimmten Voraussetzungen ihre Lehre vorzeitig abschließen können.

Lehrlinge, die normalerweise zwischen dem 01.04.2012 und 30.09.2012 auslernen würden, müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllen: - das zuletzt erteilte Berufsschulzeugnis weist in den für die Kenntnisprüfung relevanten Fächern bzw. Bereichen einen Notendurchschnitt von mindestens 2,4 auf, - das Zeugnis der Zwischenprüfung / des Teil 1 der Gesellen-/Abschlussprüfung weist einen Notendurchschnitt von mindestens 2,4 auf, - Bestätigung des Ausbildungsbetriebes, dass der Lehrling bisher über dem Durchschnitt liegende Leistungen erbracht hat und ihm bis zum vorzeitigen Termin der Gesellen-/ Abschlussprüfung alle Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt werden können, - Besuch der vorgeschriebenen überbetrieblichen Unterweisungskurse, - Führung der vorgeschriebenen Berichtshefte / Ausbildungsnachweise,

  • die betriebliche Ausbildungszeit von "18 Monaten bei Ausbildungsberufen mit dreijähriger Ausbildungsdauer und von 24 Monaten bei Ausbildungsberufen mit dreieinhalbjähriger Ausbildungsdauer wird bis zur vorgezogenen Prüfung nicht unterschritten."

hier liegt anscheinend das Problem, es kommt darauf an wann er die Ausbldung begonnen hat wenn er beide Zeiten mit dem heutigen Datum nicht erreicht, löst er den Ausbildungsvertrag freiwillig und einvernehmlich auf.

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@Astroprofiler

das trifft alles zu. er hat einen notendurchschnitt von 2, hat die zwischenprüfung mit einer eins absolviert (94 %) und hat die voraussetzung von 18 monaten erfüllt.

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