Wiedereingliederung und Urlaub

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3 Antworten

Hoi.

Rechtlich ist die Sache eindeutig:

bei einer Wiedereingliederung ist man arbeitsunfähig. Urlaub kann man nur antreten, wenn man arbeitsfähig ist.

Ich würde mir eher andere Gedanken machen. Eine Wiedereingliederung soll in der Regel nur sechs bis acht Wochen dauern. Wenn dann keine volle Arbeitskraft erreicht wird, sollten weitere Reha-Maßnahmen anlaufen oder eine Alternative angedacht werden. Bei deiner Aussage, dass du wohl dieses Jahr wohl nicht mehr arbeiten wirst, solltest du mal an eine BU denken.

Dein Arbeitgeber kann schon jetzt die Kündigung/Dienstunfähigkeit vorbereiten, daher wäre ich mit der Urlaubssache sehr sehr vorsichtig. Wenn jemand "nur" vier oder sechs Stunden arbeitet, über vier Monate, mit der Perspektive dass es noch einige Monate so weitergeht und dann will dieser Mitarbeiter Urlaub...

Ich kenne natürlich nicht deine komplette Krankengeschichte, daher kann man nur ganz allgemein bleiben.

Gute Besserung Loki

blondie1705 27.06.2013, 22:48

Natürlich kannst Du nur allgemein bleiben, ist ja auch recht so. Dazu möchte ich noch kurz sagen, dass gemäß Betriebsvereinbarung mir nicht gekündigt werden kann. Darauf will ich mich allerdings nicht ausruhen. Ich hatte mir die Schulter gebrochen und hab eine Platte drin. Diese muss wohl entfernt werden, damit ich meinen Arm wieder ordentlich bewegen kann, der derzeit sehr eingeschränkt ist. Noch ist es aber zu früh, das wird noch 2-3 Monate dauern. Wenn dann die Platte entfernt ist, dauert es ja nochmals etwas, bis ich wieder einsatzfähig sein werde.

Eine BU ist ja ganz schön, aber das reicht ja kaum zum leben. Vor allem ist mein Arzt der Meinung, dass es noch um einiges besser werden kann - eben dann, wenn die Platte raus ist.

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So einen Unsinn habe ich auch noch selten gehört. Der ArbG hat keinerlei Nachteile, wenn er dir den Urlaub wie von dir gedacht gewährt. Der Urlaubsanspruch entsteht schließlich auch während der Dauer der Krankheit und ob du den jetzt oder später nimmst (oder er ihn am Ende vielleicht sogar auszahlen muss) sollte ihm doch eigentlich aus finanzieller Sicht egal sein. Aus organisatorischer Sicht ist es sogar besser für ihn, weil du dann nach Genesung auch wirklich wieder planbar bist und nicht als erstes mal den ganzen aufgelaufenen Urlaub abbauen musst.

Ich würde nochmal versuchen, vernünftig mit dem ArbG zu reden und ihm seine Vorteile daraus darlegen. Geben muss er dir den Urlaub irgendwann sowieso.

blondie1705 27.06.2013, 21:04

So seh ich das auch. Vor allem hab ich noch 4 Tage aus dem letzten Jahr und dann dieses Jahr 6 Wochen. Wann soll ich den denn nehmen? Kann ja dann ein halbes Jahr Urlaub machen. So wie es derzeit aussieht, ist es fraglich, ob ich dieses Jahr noch großartig zum Arbeiten komm.

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Du musst dich halt am 1, Arbeitstag wieder Krankschreiben lassen , so war das bei mir...lg

blondie1705 27.06.2013, 21:02

Genau das hab ich auch gesagt. Zur Not arbeit ich einen Tag voll und geh dann zum Arzt. Einen Sinn seh ich darin allerdings nicht.

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tigerkralle71 27.06.2013, 21:52
@blondie1705

Ich auch nicht , aber wir gehören halt zum arbeitenden Volk , denken tun unsere Politiker...lg

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