Wiedereingliederung nach Krankheit für Schwerbehinderte

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2 Antworten

Hallo Robert, rückwirkend bringt eine Wiedereingliederung gar nichts. denn sie ist ja für die sanfte Rückkehr in den Beruf da. Für Dich als Arbeitnehmer gibt es während der Wiedereingliederung kein extra Geld, sondern für den Arbeitgeber, der Dich trotz Teilzeit-Beschäftigung voll bezahlt. Außerdem dient dieses Geld dazu, Dir Deinen Arbeitsplatz zu erhalten, d.h. den Arbeitgeber zu motivieren Dich im Betrieb zu behalten. Das die Arbeitsagentur für die Bewilligung so lange gebraucht hat finde ich befremdlich und dass Du einfach angefangen hast zu voll zu arbeiten, ohne denen auf die Füsse zu treten ist allein Deine Verantwortung. eine Entschädigung gibt es dafür nicht. Trotzdem solltest du Dich freuen, dass Du den Wiedereinstieg geschafft hast und somit wieder unabhängig von AA und KK bist. Viel Erfolg Deanna

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Kommentar von Rindmann
13.10.2011, 12:31

Hallo Deanna, vielen Dank für deine Antwort. Irgendwie bin ich zu gut für diese Welt, aber das ist meine eigene Schuld. Und weil es noch nicht reicht, wurde bei mir ein Iliosakralgelenk-Syndrom (ISG-Syndrom) an der rechten Seite Diagnostiziert. " Wenn's läuft, dann läuft's" Mal schauen wie ich dieses Problem mit Krankengymnastik und Physiotherapie wieder einigermaßen in Griff bekomme. Viele Grüße Robert

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Hallo Rindmann,

zunächst einmal herzlichen Glückwunsch, daß Sie sich von Ihrem Handicap wieder so gut erholt haben und seit Mai 2011 wieder "von 0 auf 100" arbeiten können.

Glückwunsch auch, daß Sie einen Arbeitgeber haben, der bei dieser Wiedereingliederung mitspielt und daß das Arbeitsamt Ihrem Arbeitgeber für 12 Monate Zahlungen leistet.

Im Großen und Ganzen hat "Deanna" die wesentlichen Punkte bereits sehr gut umrissen!

Ich versuche, auf Ihre eigentliche Frage einzugehen:

Sie schreiben, daß Sie bereits im März 2011 Ihren Antrag auf Wiedereingliederung eingereicht haben, aber erst vor zwei Wochen, das wäre etwa Mitte September 2011 hat die Agentur für Arbeit in Ihrem Fall reagiert.

Das würde also bedeuten, daß seit der Einreichung Ihres Antrages bei der Agentur für Arbeit und der Antwort mit positivem Bescheid zur Wiedereingliederung 6,5 Monate verstrichen sind!

Und in diesen 6,5 Monaten haben Sie seitens des Arbeitsamtes überhaupt keine Nachricht und keinen Zwischenbescheid erhalten?

Und auch Sie haben in diesem Zeitraum niemals schriftlich oder persönlich bei Ihrer zuständigen Agentur für Arbeit nachgehakt, wie der Sachstand ist?

Eigentlich nicht nachvollziehbar, daß Sie dann bereits ab Mai 2011 wieder zur Arbeit gegangen sind ohne die Agentur für Arbeit sofort mit ins Boot zu nehmen.

Sollte dies tatsächlich so oder so ähnlich gelaufen sein, dürfte es um die Aussichten mit einer rückwirkenden Berücksichtigung schlecht bestellt sein.

Allerdings ist ja bekanntlich der Teufel ein Eichhörnchen und wenn Sie das Gefühl haben, daß da wirklich etwas zu Ihren Ungunsten läuft, sollten Sie sich von einem kompetenten Rechtsbeistand an Hand Ihrer Unterlagen beraten lassen.

Was die Wiedereingliederung selbst als solches anbelangt, könnten eventuell die Ausführungen des Bundesarbeitsgerichtes zum Thema noch interessant für Sie sein.

Hierzu hat z.B. der Fachanwalt

Sokolowski

auf seiner Webseite unter dem folgenden Link hilfreiche und interessante Infos zur Verfügung gestellt.

http://www.sokolowski.org/sozialrecht/stufenweise-wiedereingliederung-schwerbehinderter-arbeitnehmer/255/

(Bitte achten Sie ggf. auf die richtige Eingabe des Links)

Beste Grüße und bestmögliche Gesundheit

Konrad

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