Wie wurden Kinder und Jugendliche zur Zeit des Nazionalsozialismus gefördert?

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9 Antworten

Gefördert? Gehirngewaschen und ausgebeutet. Die Nationalsozialisten ließen ausschließlich zu, was sie selbst kontrollierten, d.h.: die Hitlerjugend. Zielsetzung war es, die Jugendlichen zu Soldaten und Müttern und gehorsamen Robotern des totalitären Staates zu erziehen. Jede legale selbstorganisierte Tätigkeit und Freizeitgestaltung wurde unmöglich. Siehe unter: Gleichschaltung.

Alles, was an freien Jugendorganisiationen existierte, wurde aufgelöst und die Mitglieder in die HJ zwangseingegliedert. Teile der selbstorganisiert tätigen Jugendlichen wirkten im Untergrund weiter und einige wurden zu aktiven Regimegegnern.

So lief es im Bereich Outdoor-Aktivitäten:


Zwischen 1933 und 1935 wurden die verbliebenen Wandervogelbünde, ebenso wie die anderen Gruppierungen der Bündischen Jugend und die
Jungenschaftsgruppen, von den Nationalsozialisten verboten, unterdrückt und in die Hitlerjugend überführt.

Quelle: Wikipedia-Artikel "Wandervogel"

Einige wenige bündische Gruppierungen bestanden im Geheimen weiter, und gingen im Untergrund weiter auf Fahrten und führten Lager durch. Diese Gruppierungen durchliefen aufgrund der nationalsozialistischen Verfolgung eine Politisierung.[2] Sie bildeten zum Teil Widerstandsgruppen gegen das Dritte Reich und führten teilweise offene Straßenschlachten gegen die HJ. Dieser Widerstand war besonders im Rheinland zu spüren. Viele dieser wilden bündischen Jugendgruppen wurden Edelweißpiraten genannt oder bezeichneten sich selbst mit diesem Namen, unter dem sie verfolgt wurden.

Quelle: Wikipedia-Artikel "Bündische Jugend"

Siehe auch den Wikipedia-Artikel "Pfadfindergeschichte im deutschsprachigen Raum".

Ebenso lief es, was die Musik- und Tanzkultur anging:

Die Swing-Jugend ist ein zunächst im Hamburger Bildungs- und Großbürgertum auftretendes Phänomen. Die Anhänger versuchten sich durch eine Gegenkultur und auffällige, dem anglo-amerikanischen Stil nachempfundene Kleidung abzusetzen. Zunächst durch Treffen mit Swingmusik. Sie organisierten Tanzveranstaltungen und engagierten Jazzbands. [...] Die Swings hatten oft lange Haare, karierte Sakkos, Hut und Regenschirm und trafen sich in Cafés oder Clubs, um Swing zu hören, und nutzten Anglizismen. [...]

Die 1940 erlassene „Polizeiverordnung zum Schutze der Jugend“ verbot Jugendlichen unter 18 Jahren den Besuch „öffentlicher Tanzlustbarkeiten“. In der Folge veranstalteten die Swings vermehrt selbst private Partys mit Swing- und Jazzmusik.

Am 18. August 1941 trat die „Sofort-Aktion gegen die Swing-Jugend“ in Kraft, so wurden über 300 Angehörige der Swing-Jugend verhaftet. Die Repressionen reichten vom Abschneiden der langen Haare über Schutzhaft und Schulverweise bis zur Verhaftung angeblicher Rädelsführer und deren Deportation in Konzentrationslager. Die Verhaftungswelle hatte zur Folge, dass einige Swing-Jugendliche begannen, den Nationalsozialismus auch politisch abzulehnen. Sie verteilten beispielsweise regimekritische Flugblätter.

Quelle: Wikipedia-Artikel "Swing-Jugend"


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Ich bin Jahrgang 1924. Habe die also erlebt.

Die vielen Antworten beziehen sich nur auf das, was in der HJ und im BDM geschah. Es ist richtig, dass wir politisch manipuliert wurden. Das ist aber keine Antwort auf die Frage.

Begabte Schüler wurden gefördert. Es gab Eliteschulen, die im wesentlichen dazu dienten, Führernachwuchs auszubilden. Es gab aber auch andere Förderung.

Ich wurde 1942 nach einem "sehr gutem" Lehrabschluss zu einem Ausleselehrgang auf die Ordensburg Vogelsang eingeladen. Das hätte zu einem Stipendium zum Ingenieurstadium geführt. Leider kam aber nach dem Lehrgang schon bald der Stellungsbefehl der Wehrmacht. Als ich 1947 nach 5 Jahren Soldat und Kriegsgefangenschaft in die zerbombte Heimat zurückkehrte, waren diese Träume ausgeträumt. 

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Eine Förderung im heitigen Sinne gab es nicht. Die einzigen "Angebote" waren HJ oder DBM und diese eher "verpflichtend" als "freiwillig".

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Wirkliche Förderung, naja. Es gab Hitlerjugend und den Bund Deutscher Mädel.

Das war aber eher Drill das Förderung.

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es gab die hitlerjugend und dann noch was speziellfür mädels... für jungs weiß ich das grad nicht... jedoch konnte man so schon bei kindern die propaganda einbläuen und sie gefügig machen... schließlich gab es ja dann auch kindersoldaten... die das aus überzeugung gemacht haben.. 

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VanishGirl 30.06.2016, 08:33

danke :)

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wilees 30.06.2016, 08:36
@VanishGirl

........kindersoldaten... die das aus überzeugung gemacht haben.. ..
So viel geschichtliches Wissen kann einen nur vom Stuhl reißen.

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vikodin 30.06.2016, 09:01
@wilees

naja vll ein bissl unglücklich ausgedrückt... aber bei der verteidung in 1945 berlin usw gab es jugendliche soldalten und teilweise kinder und ich glaube nicht dass die unter drogen standen... 

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Google mal nach Hitlerjugend und nach Bund deutscher Mädchen BDM

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Hitlerjugend und Bund Deutscher Mädel. Dort wurden die Jugendlichen zwangsweise auf den Krieg vorbereitet!

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Es wurde das Kindergeld eingeführt.

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