Wie wurden früher Landkarten erstellt?

2 Antworten

Grundlage war die Kartenaufnahme direkt im Gelände, im Maßstab 1:25 000. Die entspr. Karte heißt deshalb "Meßtischblatt" ab Mitte des 19. Jahrhunderts. Andere Kartenmaßstäbe (kleinere) wurden davon abgeleitet, durch Generalisierung. Auch früher schon gab es Kartographen, die nach dem Gelände Karten erstellten. Meist war das das Militär, weshalb auch heute noch in einigen Staaten die Landesvermessung dem Militär untersteht.

Es gab und gibt noch immer das Trigonometrische Netz 1.2. und 3. Ordnung, dass nach Napoleon in Mitteleuropa installiert wurde. Mittels dieser in Sichtweite stehender Dreiecke, die oft Kirchtürme waren, ließen sich per Winkelberechnung (sin, cos, tan) die Längen berechnen. Hieraus errechneten sich die feste Koordinaten für die Ecken dieser Dreiecke (Gauß-Krüger Verfahren) und von diesen Ecken zogen dann die Landvermesser per Stange und Theodolit los, die Punkte für die Karte einzelnt aufzunehmen. (Auf der Rückzeite des 10.- DM Schweines war ein Teil des Netzes bei Bremen abgebildet).

Heute sind die Vermessungsämter fast überall aufgelöst und viele Vermesser arbeitslos geworden.

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