Wie wurde Gott erschaffen? Woher kommt er?

25 Antworten

Du hast richtig erkannt, das der Schöpfungsmythos in einen infiniten Regress mündet.

Dem entziehen sich Gläubige durch die abstruse Annahme, ihr Gott wäre ewiglich.

Er hat kein Anfang und kein Ende.

Wenn wir das auch für das Universum an sich behaupten würden, würden sie uns nach Belegen fragen. Nur ihr Gott braucht natürlich keine Belege. Das hat er immerhin gemein mit der Zahnfee und rosa Einhörnern.

Ewigkeit ist ein paradoxes Konzept, das nur in logische Widersprüche führt.

Also bleibt die Erkenntnis, dass sämtliche Götter von Menschen in deren Hirnen geschaffen wurden. Es gibt keinerlei Anzeichen, dass es anders gewesen sein könnte.

Ich denke, dass Gott ewig ist und den Raum, die Zeit, die Materie und die Naturgesetze überhaupt erst erschaffen hat. Deshalb ist diese Frage relativ und Begriffe wie Ewigkeit und Unendlichkeit übersteigen unsere menschliche Vorstellungskraft.

Niemand, alles Erfindung. Aber es gibt eine andere Version.

Wenn man sich vorstellt, das alles eine Ursache hat und diese Ursache, die ja den Anstoss gab, wieder eine und diese ebenfalls wieder eine und diese wieder usw.usw. --- dann wird die Kette unendlich lang, zurückgerechnet. Damit gäbe es keinen Anfang und damit wäre ein absolutes Nichts, aber es ist ja etwas, das können wir beobachten und fühlen und hören..

Mit Aristoteles zu sagen, wäre der erste Anfang ein unbewegter Bewegter wie er es nennt der ohne eine Ursache ist. Er meinte damit aber keinen Gott oder irgendein anderes Geistwesen im Sinne eines Schöpfers, sondern schließt lediglich logisch auf diese Tatsache, das letzte Grund warum es etwas gibt und nicht nichts der Urgrund ist, der schon immer war, zeitlos und raumlos und unsterblich. Da aber der Begriff Gott, im Sinne eines Urgrundes!!, der Grund ist für alles Sein und nur durch uns Menschen in Erscheinung trat, muss man diesen nur im Zusammenhang mit Sein denken.

Ohne Sein kein Urgrund und ohne Urgrund kein Sein.

Aus diesem Grunde müsste der Urgrund unsterblich sein, denn sonst wäre nichts. Weitergedacht heißt das, das alles was ist eine Offenbarung und Verwirklichung dieses Urgrundes ist. Nur durch diese Verwirklichung ist der Urgrund der Urgrund, zumal dieser Grund ja auch im Jetzt wirkt (Werden, Wandel, Sich entwickeln und Vergehen). Dieser Urgrund wäre damit sowohl der erste Anfang aber auch das Ende, weil ständig Neues entsteht und altes stirbt. Das gilt auch für Materie. Aber dieser Urgrund bleibt an sich immer derselbe. Damit gibt es keinen Anfang und auch kein Ende sondern immer das Jetzt. Vergangenheit ist vergangene Gegenwart und Zukunft kommende Gegenwart. Beides ist nicht vorhanden, nur das Jetzt, das ist!

Was der Urgrund ist wissen wir nicht, es ist das größte Geheimnis was es gibt. Was sonst erzählt wird sind reine Erfindungen und Märchen. Aber dennoch wohnt es in allem und macht alles miteinander verwandt, denn alles hat denselben Ursprung.

Damit ist noch lange nicht alles gesagt und es bleiben noch allerlei Fragen die zu beantworten wären, aber das sprengt hier den Rahmen. Falls das wichtig für Dich ist, dann schicke mir eine Nachricht und wir können das dort besprechen.

Herzlichen Gruß

Rüdiger

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Wissenschftl. Buchstudium, Weiterbildung, Eigene Erfahrung

Verwirrthoch10

Nachtrag:

Um darüber weiter zu philosophieren und mehr zur Klärung zu bringen, wäre es erforderlich sich über das Jetzt und seine Folgen Gedanken zu machen.

Das ist keineswegs unerheblich!

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Oh Mann.... Was redest du nur...

Schau mal nach, was Gott bedeutet und was seine Eigenschaften sind.

Das ist eine absurde Frage.

Wenn ich dir sage: Mein Bruder Tom wurde ins Krankenhaus eingeliefert, und er gebar ein Baby: Schätze mal, ist das Baby ein Mädchen oder ein Junge?

Es ist eine absurde Aussage. Nur Frauen können schwanger werden und ein Baby gebären. Es ist für Tom, der ein Mann ist, unmöglich, ein Kind zu empfangen und zu gebären.

Eine der Qualitäten und Eigenschaften eines Mannes ist, dass er nicht schwanger werden kann und ein Kind gebären kann.

Ähnlich ist eines der Merkmale Gottes, dass er unerschaffen ist und keinen Anfang hat. Deshalb ist die Frage "Wer hat das Ungeschaffene geschaffen?" Genauso absurd wie die Frage: "Mein Bruder Tom ist schwanger geworden und hat ein Kind geboren. Ist das Kind ein Mädchen oder ein Junge?"

Du kannst nicht fragen, wer der Schöpfer des Schöpfers war. Das wird nicht funktionieren. Stell dir vor, wenn es so wäre, wäre die Liste unendlich. Aber wenn die Liste des Schöpfers des Schöpfers ... unendlich wäre, wären wir niemals im Heute angekommen. Die Schöpfung wäre niemals geschehen.

Stelle dir vor, du stehst in einem Supermarkt in einer Reihe und willst an der Kasse bezahlen, aber die Reihe ist unendlich. So wirst du nie die Kasse erreichen. Verstehst du, was ich versuche zu erklären?

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Autodidakt Islam seit 2010 und Fernstudium

Die Frage ist keineswegs absurd, denn die christliche Vorstellung über Gott erzwingt so eine Frage. Nur wenn darüber wahrhaftig und ehrlich nachgedacht wird, dann fällt das Christenum in sich zusammen, übrigens auch der Islam und das Judentum und anderes.

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Gott war schon da. Ich finde das nicht unlogisch. Wenn Du nicht an Gott glaubst, dann musst Du (soweit ich weiß) auch davon ausgehen, dass irgendwann bereits etwas vorhanden war.

Hier ein Beispiel dazu:

In Australien gibt es Lastwagen mit mehreren Anhängern. Ein Anhänger wird von dem Anhänger vor ihm gezogen. Dieser Anhänger wird wieder von einem Anhänger vor ihm gezogen. Ganz vorne ist die Zugmaschine, die kann selber fahren und muss von keinem gezogen werden.

Ich bin Christ. Gott liebt Dich. Wenn Du einiges wissen möchtest, was mich überzeugt, dass es Gott gibt, dann kannst Du mich z.b. fragen oder auf mein Profil gehen.

Gott war schon da. Ich finde das nicht unlogisch. Wenn Du nicht an Gott glaubst, dann musst Du (soweit ich weiß) auch davon ausgehen, dass irgendwann bereits etwas vorhanden war.

Das in einem Satz ist lustig.

Nein muss man nicht. Kann ja auch schon da gewesen sein. Wenn man die Möglichkeit bei Gott zulässt. Warum sollte man diese nicht auch bei anderen Dingen zulassen?

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Ziemlich dummes Beispiel. War die Zugmaschine schon immer da, oder musste sie erst von Menschen erbaut werden?

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@okieh56

Darum geht es doch gar nicht. Ein Wagen kann sich nicht "vorstellen", dass etwas fahren kann, ohne gezogen zu werden. Eine Zugmaschine kann das aber, was für einen Wagen nicht vorstellbar ist. Die Menschen sind wie die Wagen, die sich nicht vorstellen können, dass Gott schon da war.

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@comhb3mpqy

Im Gegensatz zu einem Wagen kann sich ein Mensch alles vorstellen - die Fantasie des Menschen ist unergründlich. Deshalb ist er ja auch in der Lage, Götter, Geister, Feen und Kobolde zu erfinden.

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Gott war schon da. Ich finde das nicht unlogisch

(waren schon immer da, sind Erklärungen aus Kinderbücher)

Du kannst dir vorstellen;
Gott hat sich aus dem Nichts mit Nichts selbst erschaffen, ein so komplexes Geschöpf das dann ganze Galaxien erschaffen kann, inklusiv aller Lebensformen.

Aber du kannst dir nicht vorstellen dass der Mensch im Universum aus einem Zufall entstanden ist?

Wenn ich Essreste auf dem Tisch liegen lasse ,bilden sich im nu kleine Lebewesen, alle von Gott erschaffen oder von den gammelnden Essresten mutiert?

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@najadann
du kannst dir nicht vorstellen dass der Mensch im Universum aus einem Zufall entstanden ist?

Ist er ja auch nicht. Zufall finden wir im Schöpfungsmythos. In der Evolutionstheorie spielt Zufall keine besondere Rolle. Da gelten Naturgesetze, Regeln, Prozesse, Kausalitäten.

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Ich habe Dir die Unsinnigkeit dieser Analogie schon einmal vorgeführt. Ein Zugmaschine braucht Diesel, muss konstruiert und gebaut werden, muss gewartet und repariert werden.

Und vor allem braucht sie einen Fahrer.

Wenn das analog zu Deinem Gott ist, könnten wir das Thema endlich zu den Akten legen.

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@realsausi2

Du schränkst sämtliche Möglichkeiten auf das Prinzip einer Diesel-Lokomotive ein und brauchst dann auch noch ein Zugführer, deine komplette Idee zu diesem Thema aus einem Kinderbuch?

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@najadann

Das ist ja nicht meine Idee, sondern die von comhb3mpqy. Ich habe nur darauf aufmerksam gemacht, dass nicht alles, was hinkt, auch ein Vergleich ist.

Es ist tatsächlich ein immer wiederkehrendes Phänomen, dass Göttergläubige unfähig sind, Analogien zu entwickeln. Liegt wohl daran, dass Götterglaube einfach erfordert, nur oberflächlich zu Denken.

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