Wie wurde die Aufteilung des asiatischen Teils des osmanischen Reiches (1920/1923) völkerrechtlich begründet?

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4 Antworten

Hi seniorix,

ich kann zwar nur zur dritten Frage Stellung beziehen, aber vielleicht ist das ein Anfang.

Nach dem heutigen Völkerrecht könnte eine solche Zerschlagung nicht mehr geschehen. Das hat vielschichtige Gründe:

Zum einen gibt es heute allgemein kein "Recht zum Krieg", es bedarf einer besonderen Rechtfertigung (Art. 51 UN-Ch). Das Gewaltverbot ein ein Grundprinzip des Völkerrechts welches in Art. 2 Nr. 4 UN-Ch niedergelegt ist. Der UN, insb. dem Sicherheitsrat ist die Aufgabe anvertraut über den Weltfrieden zu wachen und diesen bewahren bzw. wiederherzustellen. Natürlich sind auch andere Prinzipien hierfür relevant, die hiermit eng verbunden sind, so etwa das Prinzip der Souveränen Gleichheit von Staaten.

Das trifft allerdings die Frage eigentlich noch nicht umfassend, denn hier geht es eigentlich um Krieg und Annexion als Erwerbstitel (legale Methode des Gebeitserwerbs). Das war in der Vergangenheit möglich. 1890 wurde von der ersten panamerikanischen Konferenz die Annexion als Erwerbstitel verworfen.

Näher dazu Herdegen Völkerrecht, Entwicklingslinien des VR und Staatensukzession.

Aber auch Wikipedia verleiht einen Überblick  unter Annexion; völkerrechtliches Verbot von Annexion.

Das ist nun natürlich keine erschöpfende Antwort. Aber vertiefende Fragen können mit dem Ansatz evtl. beantwortet werden. Solche Fragen gehören eigentlich dem juristischen Schwerpunktstudium an, ich halte sie für eine reguläre Hausaufgabe für ziemlich überzogen.

Viele Grüße, JS

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Das Osmanische Reich hatte große Ausmaße (die gesamte arabische Halbinsel, Palästina) und viele Völker.

Die Briten und Franzosen hatten Interessen in der Gegend (Öl, Suezkanal). Die Aufteilung erfolgte dann rein willkürlich, wie man an den zum Teil mit dem Lineal gezogenen Grenzen sehen kann.

Dabei wurden z.B. Stammesgrenzen, oder auch die FRage Sunniten/Schiiten leider völlig ausßer Acht gelassen, was eine Reihe von Konflikten vorprogrammierte.

Wenn die Aufteilung nicht nach den Interessen der FRanzosen und Briten erfolgt wäre, sondern nach denen der betroffenen Bevölkerung, wäre eine Rechtfertigung gegeben gewesen.

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Keine Kolonialmacht hat Gebiete erobert und dabei auf die Interessen der Gebiete geachtet Britisch empire wollte einen landweg nach Indien und die ölquellen in Südirak und Frankreich den Erdöl im Nordirak und einen landzugang dafür also Syrien

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Osmanische Reich hatte auch nur kolonialen Interessen?

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