Wie wurde der neue Planet entdeckt, mit welchen Methoden, und was hat Pluto damit zu tun?

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7 Antworten

Hallo femetysch,

erst mal: Wichtig: Solche "Nachrichten" sollte man sich immer auf seriösen oder wissenschaftlichen Seiten anschauen. Die Presse - vor allem die Presse auf dem Niveau der Bildzeitung - macht aus seriösen Meldungen oft üble Sensationsmache. Und das mitunter sogar ohne böse Absicht. Wo Verständnis fehlt, ist das schnell mal falsch interpretiert.

Deine verlinkte Seite scheint mir keine gute Quelle zu sein, da stimmt so Manches nicht. Die Sonne fängt nicht in 7 Milliarden Jahren an, zu sterben. Das passiert viel früher. Und: Wie soll, bitte ein neunter Planet einen bedeutungsvollen Unterschied machen, nachdem die Sonne gestorben ist und möglicherweise äußere Planeten ins Weltall gestoßen worden sind....? Wenn das Sonnensystem schon im Eimer ist, ist ein Zusammenstoß zweier Objekte auch schon wurscht.

Wie schauen solche Meldungen denn seriöser aus?

So:

http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2016/01/21/einige-informationen-zur-entdeckung-des-neuen-planeten-in-unserem-sonnensystems/

Was ist also wirklich passiert? (Und hier folgt quasi die Erklärung, wie man Planeten im Sonnensystem entdecken würde)

Im Januar haben 2 Astronomen am Caltech Institut ein Paper veröffentlicht. Darin ging es darum, dass sie sich die Bahndaten der Kleinstplaneten im Kuipergürtel - das ist die Region, in der auch Pluto ist, also ganz weit draußen - genau angeschaut haben. Normalerweise müssten diese Objekte schön gleichmäßig den Keplerschen Bewegungsgesetzen folgen. Bei einigen der Kleinstplaneten haben die beiden Astronomen aber Abweichungen gefunden: Die Körper waren entweder ein bissi zu schnell oder zu langsam unterwegs.

Computeranalyse ergab, dass man die beobachteten Unregelmäßigkeiten gut erklären kann, wenn man annimmt, dass irgendwo zwischen den Kleinstplaneten ein größerer - etwa wie Neptun - echter Planet unterwegs ist.

Und das war der Inhalt des Papers. Nicht mehr.

Entdeckt hat diesen hypothetischen Planet niemand. Man könnte prinzipiell danach suchen - in sehr großen Teleskopen, mehrere Aufnahmen der fraglichen Region und dann die Aufnahmen alle paar Jahre vergleichen, ob sich irgendwas bewegt. Aber weil sich die Objekte im Kuiper-Gürtel so weit von der Sonne entfernt aufhalten, bewegen sie sich so langsam, dass so etwas dauert.

Angst haben braucht man vor so einem Planeten nicht - er bleibt immer etliche Lichtstunden von uns entfernt, weit hinter der Neptunbahn.

Grüße

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Hallo,

weit entfernte Planeten werden entweder durch Berechnungen gefunden - sie können nämlich Bahnstörungen bei anderen bekannten Planeten oder anderen Himmelskörpern, die die Sonne umkreisen, verursachen und/ oder durch die Möglichkeiten eines Hubble-Teleskops, das wegen der fehlenden Luftschichten wesentlich schwächere Lichtquellen ausmachen kann als erdgebundene Teleskope.

In gewissen Zeitabständen werden Aufnahmen gleicher Himmelsausschnitte miteinander verglichen. Planeten/ Kleinplaneten/ Asteroiden oder Kometen machen sich dann dadurch bemerkbar, daß sie ihre Position gegenüber den Fixsternen verändert haben. Zwar verändern auch die Fixsterne im Laufe langer Zeiträume durch Eigenbewegung ihre Position relativ zueinander, aber sie tun dies in viel geringerem Ausmaß. Nah gelegene Fixsterne wie Barnards Stern, die ihre Position im Vergleich zu anderen Fixsternen relativ rasch verändern, sind natürlich bekannt und können nicht mit Objekten innerhalb des Sonnensystems verwechselt werden.

Theoretisch könnte ein solcher Himmelkörper auch noch dadurch entdeckt werden, daß er an einem Fixstern vorbeizieht und dessen Licht für eine kurze Zeit abschwächt. Dieser Fall ist aber seltener als ein Lottogewinn.

Herzliche Grüße,

Willy

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Geht da wohl um diesen Sagenumwobenen Planet X bzw. Planet Nibiru (o. ä.)... demnach gäbe es einen weiteren Planeten, der zu unseren Sonnensystem gehört, der sich aber auf einer stark elliptischen Bahn um die Sonne bewegt. Er würde mehrer tausend Jahre brauchen, bis er sich der Sonne wieder nähert.

Da die meisten Sonnensystem im Universum ein Doppelsternsystem sind, hat man auch vermutet, dass es ein brauner Zwerg sein könnte, mit einer entsprechend starken Gravitationswirkung. Und seiner Bahnbewegung hat man diverse Naturkatastrophen und Artensterben auf der Erde zugeordnet, die im regelmäßigen Abstand von paar tausenden Jahren passieren, wenn der Planet das Sonnensystem durchkreuzt.

Dagegen spricht aber, dass die Planeten in unseren Sonnensystem seit der Erdenstehung schon in dieser Konstellation bestehen. Würde da ca. alle 100.000 Jahre ein fetter Planet durchfliegen, würde unser Sonnensystem mit Asteroidengürtel etc. nicht so aufgebaut sein, wie sie es sind und das Leben auf der Erde, welches bekanntermaßen viel Beständigkeit braucht, hätte sich nicht so weit entwicklen können.

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 Planet wurde entdeckt?

Ich kenne bisher nur Studien, die aufzuzeigen scheinen, dass es da draußen noch etwas geben könnt.

Das ist eher eine Vermutung als eine Entdeckung.

Und ja, der Pluto hat was damit zu tun, weil dessen Bahn eben Abweichungen zeigt, für die man noch nach Erklärungen sucht.

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Hat man nicht, also entdeckt.
Er müsste, so die Vermutung, etwa alle 1.000 Jahre dort sein, wo man glaubt, dass er da sein müsste.

Kurz und gut, gesehen hat den noch niemand.

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Man hat denke ich einfach ein Raumschiff durch das Ozon Loch ins Weltall fliegen lassen und die sind dann beim Erforschen einfach daran vorbei gekommen oder haben den aus der Entferung gesehen. Vielleicht auch mit einem Sateliten.

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Kommentar von PatrickLassan
04.10.2016, 14:15

Meinst du das ernst?

'Planet Neun' (wenn es ihn überhaupt gibt) hat seine Umlaufbahn jenseits der Umlaufbahn des Pluto, d.h. derzeit weit außerhalb der Reichweite irdischer Raumschiffe oder Raumsonden.

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