Wie wurde der japanische Kaiser Symbol des Staates?

Das Ergebnis basiert auf 3 Abstimmungen

Durch das Volk 100%
Durch eine Thronbesteigung und einen Eid 0%

3 Antworten

Wie der japanische Kaiser vom japanischen Volk gesehen wurde, hat sich über die Jahrhunderte immer wieder verändert.

In der Anfangszeit wird er tatsächlich regiert haben. Später, vom 12. Jahrhundert nach Christus bis 1867, hatte der Shôgun die tatsächliche Herrschergewalt inne und der Kaiser hatte nur mehr symbolischen Charakter.

Ab 1867 bis zum Ende des zweiten Weltkrieges erstarkte die Position des Kaisers wieder und es gab den Staatsshintô, also eine Religion, in der der Kaiser oberster Gott war.

Nach der Niederlage des zweiten Weltkrieges war Douglas MacArthur, ein US-General, der Oberbefehlshaber der Besatzungsmächte in Japan. Er beließ den Kaiser in seiner Position, und machte ihn wieder zu einem Symbol des japanischen Volkes. Er ließ von Japanern eine Verfassung ausarbeiten, die die Besatzungsregierung überabeitete und in Kraft setzte. Sie ist bis heute gültig.

Unter dem Stichwort "Douglas MacArthur" findest Du bei WIKIPEDIA, der online Enzyklopädie, einen Artikel, in dem Du noch detailliertere Informationen findest.

Danke

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Durch Jahrtausende Tradition.

Das Kaisertum in Japan ist uralt, in der Anfangszeit gab es noch keine demokratischen Entscheidungen.

"Die Institution des Tennō wird bis in das Jahr 660 v. Chr. zurückgeführt. In diesem Jahr soll einer Legende nach Jimmu durch seine Thronbesteigung das japanische Kaiserhaus gegründet haben. Allerdings gibt es dafür keine Beweise, vermutlich existiert die Institution erst seit der Gründung des japanischen Staatswesens im 5. Jahrhundert. Seit der Begründung des Yamato-Reichs fand kein Dynastienwechsel mehr statt."

https://de.wikipedia.org/wiki/Tenn%C5%8D#Geschichte

Dynastie heißt ja: das ist ein erblicher Titel - ähnlich wie bei den früheren und heutigen europäischen Königshäusern (wie bei den Tudors, Windsors, Habsburgern usw.).

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