Wie würdet ihr sprachentechnisch vorgehen, wenn ihr ein Baby bekommt?

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19 Antworten

Hallo,

unter folgendem Link findet sich, wie ich meine, ein ganz interessanter Artikel zum Thema zweisprachige Erziehung:



eltern.de/kleinkind/erziehung/zweisprachig-erziehen-1.html



Ich bin grundsätzlich auch für eine bilinguale Erziehung und
bilinguale Kindergärten und Schulen, denn bekanntlich wird das Gehirn in
den ersten 5 Lebensjahren gestaltet.



Wer schon einmal im fremdsprachlichen Bereich mit Kleinkindern
zusammengearbeitet - nicht gelernt, gedrillt, gepaukt, sondern gespielt,
gesungen, geturnt, gebastelt, gemalt, gereimt, erzählt, gekocht - hat,
weiß dass Kleinkinder wahre Sprachgenies sind.



Kinder saugen Wörter (Redewendungen, Tonfall, Sprache) wie ein
Schwamm auf, während Erwachsene sich Vokabeln 'einhämmern' müssen. Im
Gegensatz zu Erwachsenen kennen Kinder keine falsche Scheu, reden wie
ihnen der Schnabel gewachsen ist, haben keine Angst davor etwas falsch
zu machen, sich eine Blöße zu geben.



Schade, dass dieses Potential in Deutschland erst so (zu!!!) spät
genutzt wird. Skandinavien und andere unserer europäischen Nachbarländer
sind uns hier um Nasenlängen voraus.



Schade auch, dass man sich in Deutschland auf diesem Gebiet so schwer
tut, hitzig über das Für und Wider diskutiert und sich mit Händen und
Füßen gegen den frühen Erwerb einer Zweitsprache wehrt.



Würde man mit der bilingualen Erziehung schon im Kindergarten
beginnen, könnte auch ein flächendeckender bilingualer Unterricht an
allen deutschen Schulen und in jeder Jahrgangsstufe durchgeführt werden.



Derzeit lässt sich das in Deutschland aber - zumindest an staatlichen
Schulen - wenn überhaupt, höchstens auf freiwilliger Basis realisieren.



Dafür bedarf es m.E. zunächst einer grundlegenden Änderung der
Erzieher- und Lehrerausbildung und der Lehrpläne, des gesamten
Bildungssystems in Deutschland.


Einen "Sprachlehrer" halte ich für Quatsch. Was ich mir gut vorstellen könnte, wäre ein Aupair.

:-) AstridDerPu


AstridDerPu 22.06.2016, 06:46

Schön, dass dir meine Antwort gefallen hat und danke für das Sternchen!

AstridDerPu

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Zweisprachige Erziehung im Kleinkindalter macht nur dann Sinn, wenn die beiden Sprachen von den beiden Elternteilen gesprochen werden.

earnest 06.06.2016, 18:51

... und zwar auf (zumindest annähernd) muttersprachlichem Niveau.

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Nö. Ich bin sehr für das zweisprachige Aufwachsen, wenn einer der Eltern ein native Speaker ist und konsequent mit dem Kind in seiner Sprache spricht. Ansonsten? Nö. Bringt nicht viel, ist nur teuer.
Mein Neffe hatte von seinen Eltern seit dem dritten Lebensjahr englischen Sprachunterricht bezahlt bekommen. War er deswegen dann später besser in Englisch? Nein.

Du würdest einen Sprachlehrer für ein Baby engagieren? Was ist denn das für ein Quatsch. Der müsste ja dann jeden Tag stundenlang vor Ort sein. 

Es reicht völlig aus, wenn das Kind in der Schule englisch lernt. Es kann ja auch später Sprachreisen etc machen. Und ansonsten sind Hörspiele auf Englisch nicht schlecht für kleinere Kinder.

Klar ist es gut, wenn ein Kind zweisprachig aufwächst. Aber wenn die Eltern selbst nur die Muttersprache sprechen, dann ist es eben so. 

Es kann aber auch in die Hose gehen, wenn ein Kind zweisprachig aufwächst. Die Tochter meine Freundin konnte kaum Deutsch, als sie in den Kindergarten kam, weil ihre Mutter daheim fast nur griechisch sprach (obwohl sie perfekt deutsch spricht, da sie selbst in D aufgewachsen ist). Dadurch hatte die Kleine anfangs große Probleme damit, sich im Alltag des Kindergarten zu integrieren.

Du siehst es hat seine Vor- aber auch seine Nachteile. 


lubbeldibatsch 06.06.2016, 18:46

Ich meinte natürlich nicht für das Baby ^^ dachte das ist klar. Mit "sofort" meinte ich ab Kleinkindalter oder so.

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Das Kind ist noch nicht einmal auf der Welt und Du als Tante/ Onkel machst jetzt schon Termine, gute Ratschläge und Streß ;-)) - nicht böse gemeint...

Aber glaubst Du nicht, dass es für deine Schwester schon so genügend Streß sein wird. Und dann immernoch ein fremder Brite dabei? Laß deine Schwester ihr Glück genießen, laß sie ihre eigenen Entscheidungen treffen und hoffe Du für das Kind, dass deine Schwester sich gut kümmert und es ausreichend für alle Lebensbelange anregt.

Streß und Erwartungshaltung sind Gift. Anregungen, Spaß und Spiel dagegen notwendig. Lehn Dich zurück, sei eine liebe Tante/ lieber Onkel , entlaste ab und an die Mutter, wenn gewünscht und spiele möglichst vielfältig mit dem Kind.

Lehn Dich zurück und genieße entspannt die Zeit.

lubbeldibatsch 06.06.2016, 18:57

Ich hätte meiner Schwester so etwas nicht vorgeschlagen... das war nur eine Überlegung wie ich selbst vorgehen würde.

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Du sagst, im Kleinkindalter soll dieser Sprachunterricht stattfinden; dann ist es aber keine Zweisprachigkeit.

Das Areal für Muttersprachen bildet sich im Sprachzentrum wie aus dem Nichts irgendwann im Präkindergartenalter. – Was übrigens noch immer ein Geheimnis für die Wissenschaft ist.

Wenn eine Sprache also nicht von klein (und zwar absolut klein) auf mit dem Kind gesprochen wird, dann wird sich kein Muttersprachenareal für diese Sprache herausbilden. Was bei zweisprachigen Eltern natürlich kein Problem wäre.

Wenn du dem Kind also im Kleinkindalter, in dem es die Muttersprache grammatikalisch eigentlich perfekt und vom Wortschatz her ausreichend versteht, noch eine zweite Sprache aufdrängst, dann ist das so eine halbe Sache. 

Es bildet sich dann wie bei jedem anderen, der eine Sprache lernt, ein Areal für die Zweitsprache im Sprachzentrum heraus. Ganz sicher ist das Kind dann aber nicht bilingual.

Ich bekomme selbst dieses Jahr noch ein Kind und mein Mann und ich haben beschlossen das er mit dem Kind von Anfang an englisch redet ( er beherrscht es sehr gut) und ich deutsch. Wir beide haben in der Schule die Erfahrung gemacht das wir englisch nur schwer erlernen konnten da wir schon genug Probleme mit deutsch hatten ( beide Lese&Rechschreibschwäche)
Er hat es durch und in seinem Beruf perfekt erlernen müssen.
Ich bin davon überzeugt das es unser Kind dadurch ein mal leichter haben wird!
Ich selbst habe auch schon viele Eltern kennen gelernt die das mit ihren Kindern machen und es klappt super!

Ein Kind zweisprachig zu erziehen, macht nur dann Sinn, wenn beide Sprachen innerhalb der Familie als Muttersprache vorhanden sind oder wenigstens auf muttersprachenniveau gesprochen werden. Alles andere ist Murks und falscher Ergeiz.

Also erstens würde ich sagen, dass es Sache der Eltern ist, wie sie ihre Kinder erziehen. Dabei ist es vollkommen egal, ob andere einverstanden sind, dass das Kind ein-, zwei- oder dreisprachig aufwächst. Die Eltern werden das schon so machen, wie sie es für richtig halten. 

Zweitens wissen wir noch nicht genau, wie Kinder Sprache lernen. Zwar ist das ein viel diskutiertes Thema und es gibt sicher einige gute und wahre Anhaltspunkte, aber einen allgemeinen Konsens hat man noch nicht gefunden. 

Drittens muss man eine Sprache nicht von einem Muttersprachler lernen. Das tut man in der Schule ja in der Regel auch nicht. Es gibt einige Eltern, die ihre Kinder in einer Sprache erzogen haben, die nicht ihre Muttersprache ist. Sofern sie die Sprache wirklich gut sprechen und dem Kind ermöglichen, auch mit Muttersprachlern Kontakt zu haben (Nanny, Lehrer, Mitschüler an einer bilingualen Schule etc.), sollte das schon klappen. Und ja, ein Kind, welches von klein auf Englisch lernt, wird ziemlich sicher besser Englisch sprechen als seine Mitschüler – insofern ist das schon ein Vorteil.

Was die "Methode" angeht, so gibt es viele Wege, ein Kind zweisprachig zu erziehen (ich kopier hier jetzt mal eine ältere Antwort):  

Einerseits ist da die Methode "Eine Person - eine Sprache", d.h. dass beide Eltern in ihrer Sprache mit dem Kind sprechen und diese auch nicht ändern. Ich denke, das ist die berühmteste Methode, da sie auch relativ einfach umzusetzen ist. Der Vater spricht z.B. nur Englisch mit dem Kind und die Mutter nur Deutsch. 

Dann gibt's aber auch Familien, in denen nur eine Sprache gesprochen wird, und in denen die Kinder die Sprache des Landes dann außerhalb des Elternhauses lernen. Im Falle deiner Schwester würden beide Eltern also Englisch mit dem Kind sprechen und das Kind würde Deutsch unter Freunden, im Kindergarten oder der Schule lernen. 

Weiterhin holen sich manche Familien eine Nanny oder ein Kindermädchen, das in einer fremden Sprache mit dem Kind spricht, sodass es diese lernt … oder sie schicken das Kind in einen englischsprachigen Kindergarten oder ähnliches. Wenn man Nicht-Muttersprachler ist, ist das wahrscheinlich die beste Methode, um seinem Kind eine weitere Sprache beizubringen. 

Und dann kenne ich auch Eltern, die das ganze relativ "planlos" angegangen sind und die beide mit ihren Kindern sowohl Deutsch als auch Englisch gesprochen haben. Als die Kinder noch klein waren, gab es daher einige Verwechslungen und Deutsch-Englische-Sätze (daher ist diese Methode nicht unbedingt am empfehlenswertesten!), aber auch in diesem Fall haben die Kinder ziemlich rasch gelernt, die Sprachen zu unterscheiden. Mittlerweile sind sie schon längst eingeschult und können problemlos und bewusst zwischen den Sprachen switchen. :) 

Im Großen und Ganzen sollen das die Eltern individuell entscheiden. Es ist nicht verwirrend für Kinder, wenn sie zwei oder mehr Sprachen gleichzeitig lernen müssen, damit kommen sie klar. Das einzige, das sich schwierig gestalten könnte, ist, wenn Eltern plötzlich nach einigen Jahren anfangen, eine andere Sprache mit dem Kind zu sprechen. Man gewöhnt sich an eine oder mehrere Sprachen, die man mit einer Person spricht und es ist schwer, diese zu wechseln. 

Zusammenfassung: Wenn deine Schwester einen Weg findet, ihrem Kind Englisch beizubringen, dann spricht nichts dagegen. 

Wenn nicht jemand rund um die Uhr mit dem Kind in der Sprache spricht, dann wird das nichts ;) Einer der beiden Elternteile wird doch passables Englisch sprechen?

"aber trotzdem dürfte es später ein massiv besseres Englisch beherrschen als Kinder die erst ab der Schule Englisch lernen - oder irre ich mich?"

Im Gegenteil, häufig haben zweisprachig erzogene Kinder in der Sprache direkt Schwierigkeiten weil sie ja ein Sprachgefühl besitzen und nicht direkt die Grammatikregeln usw. können und anwenden. Ausnahmen bestätigen die Regeln ;)

lubbeldibatsch 06.06.2016, 18:44

Beide sprechen fließend Englisch...aber fließend ist was anderes als Muttersprache. So bringen sie dem Kind ihre eigenen Fehler (jeder der in einer Sprache fließend ist, macht Fehler) bei... außerdem haben sie natürlich auch nicht die Aussprache eines native speakers drauf - bei Weitem nicht. Das ist ihnen aber auch nicht anzulasten, das betrifft bis auf wenige Ausnahmen jeden, der eine andere Sprache lernt. 

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adabei 06.06.2016, 18:44

"Passables Englisch" eines Nicht-Muttersprachlers reicht aber nicht. Da wird meist mehr verdorben als gewonnen wird.

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Ein Baby zweisprachig aufwachsen zu lassen ist nur dann sinnvoll, wenn ein Familienmitglied, das ständig mit dem Kind zu tun hat, diese Sprache als Muttersprache hat. Einen Lehrer für das Baby zu engagieren ist überflüssig und würde das Kind vermutlich nur überfordern.

Ich habe auch erst im 5.Schuljahr mit dem Englisch lernen angefangen und spreche und verstehe es relativ mühelos.Das ist nur eine Frage der Sprachbegabung.

lubbeldibatsch 06.06.2016, 18:56

Ich habe ebenfalls in der 5. angefangen und spreche und verstehe es ebenfalls mühelos.... das wars dann aber auch schon.

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putzfee1 06.06.2016, 20:47
@lubbeldibatsch

das wars dann aber auch schon

Und? Das reicht doch vollkommen. Was erwartest du, was anders ist, wenn das Kind von Anfang an zweisprachig aufwächst?

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Geht es dir ums Kind oder seine späteren schulischen Leistungen?

Davon abgesehen geht es dich nichts an (oder wie der Engländer sagen würde "it's not your business"), ob und in welchen Sprachen deine Schwester ihr Kind mal aufwachsen lässt.

lubbeldibatsch 06.06.2016, 19:35

Was hat die Fähigkeit Englisch so gut wie perfekt oder muttersprachlich zu beherrschen mit den schulischen Leistungen zu tun?

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kiniro 06.06.2016, 19:40
@lubbeldibatsch

Ich beziehe mich hierauf: " aber trotzdem dürfte es später ein massiv besseres Englisch beherrschen als Kinder die erst ab der Schule Englisch lernen"

Davon abgesehen ist der Mensch bis zu seinem Tod lernfähig, ob er allerdings - wie in dem Fall - sprachlich begabt ist, stellt sich nicht direkt nach der Geburt heraus, sondern oft ein paar Jahre später.

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Ich hätte meine Kinder auch gerne zweisprachig aufwachsen lassen wollen. Aber wir sprechen die gelernten Fremdsprachen auch nicht so perfekt, also lässt man die Finger davon und lässt es Fachkräfte machen.

Die sind aber nicht billig. Man kann auch warten, bis das Kind in die Schule kommt und es dort Schulenglisch lernt oder es in einem bilingualen Kindergarten anmelden.

als eltern wuerde ich das kind nie selbst zweisprachig unterrichten. einen "sprachlehrer" fuer babies oder kleinkinder finde ich auch ueberzogen. 

was ich aber gut finde;

ein elternteil ist native speaker einer fremdsprche, dann sollte er die beim kind auch benutzen.

ein au pair sollte mit den kindern auch in seiner sprache kommunizieren.

im kindergarten oder grundschule sollten durch fachkraefte, die native spaeker sind einige stunden gesprochen werden.

wir wohnen nahe der grenze zu frankreich. im kindergarten arbietet auch eine franzoesiche kindergaertnerein. die kinder lernten mit ihr franzoesiche kinderlieder und spiele und einige grundvokabeln.. mama,papa, bruder,schwester.. die farben und zahlen...

als ich kind war fuhren meine eltern oft nach italaien oder nach daenemark.

im kontakt zu den dort lebenden kindern habe ich mir erste kenntnisse dieser sprache angeeignet, das hat spass gemacht.

Klingt nicht schlecht, aber ich würde es ab dem 5. Lebensjahr so ungefähr machen. Das Kind müsste dann auch etwas öfter, als eine oder zwei Stunden am Tag mit dem Lehrer zu tun haben, deswgen würde ich jemanden engagieren, der sich viel um das Kind kümmert, wie zum Beispiel ein Hausmädchen, das englisch als Muttersprache hat.

Wenn nicht einer der beiden Muttersprachler (oder "Fast-Mutterprachler") ist, halte ich das für keine gute Idee.

Auch ein Sprachlehrer für ein paar Stunden, der ansonsten keinen Bezug zum Kind hat, macht den Kohl nicht fett.

Gruß, earnest

lubbeldibatsch 06.06.2016, 18:49

Danke für die Einschätzung. Ich hätte gedacht ein paar Stunden pro Woche ab früher Kindheit sind immernoch besser als 6-7 Jahre "verlieren", indem es gar nicht mit der Sprache in Kontakt kommt. Aber da sich hier jetzt schon viele Sprach-/Englischexperten gemeldet haben und alle gleicher Meinung sind, bin ich nun überzeugt.

Danke!

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earnest 06.06.2016, 18:52
@lubbeldibatsch

Gern geschehen. 

ALLE "gelungenen" Beispiele, die ich kenne, erfüllten die von mir (und anderen Usern) genannten Bedingungen.

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Bilinguale Erziehung bedeutet, dass beide Elternteile verschiedene Muttersprachen beherrschen und sich jeder in seiner eigenen am besten artikulieren kann. Das beinhaltet vor allem Sprachgefühl und transportierte Emotionen, denn Säuglinge und Kleinkinder lernen ihre Muttersprache eben nicht wie eine spätere Fremdsprache in einem bewussten Prozess.

Gegen eine bilinguale Spracherziehung ist zwar überhaupt nichts
einzuwenden, aber das ist etwas anderes, als wenn stundenweise ein
"eingekaufter Nachhilfelehrer" mit dem Säugling englisch spricht.
Bilingual bedeutet auch nicht, dass eins der beiden Elternteile mit dem Säugling in einer Sprache kommuniziert, die es selbst als Fremdsprache erlernt hat, denn dabei gehen sehr viele spontane Äußerungen und emotionale Inhalte verloren. Dieses Elternteil läuft dabei Gefahr, in eine emotionale Distanz zum Kind zu geraten, da das Kind u.U. auf genau dieses sprachliche Defizit des Elternteils negativ reagieren wird.
Abgesehen davon garantiert Deine Idee in keiner Weise einen Vorteil im Erwerb der Zweitsprache.

Ein bilingualer Spracherwerb wird nicht mal so eben locker durchgezogen, sondern muss an die kindlichen Bedürfnisse und Fähigkeiten angepasst werden. Es müssen klare und verbindliche Regeln für die Eltern erarbeitet werden: in welcher Familiensituation kommt welche Sprache zur Anwendung, wird überhaupt von den Elternteilen geswitcht, dürfen einzelne deutsche Vokabeln eingebaut werden usw...
Das ist wirklich nicht so einfach, wie Du Dir das gerade vorstellst, und schlimmstenfalls werden dem Kind beim Erwerb beider Sprachen Steine in den Weg gelegt, die zu einer Sprachentwicklungsverzögerung auch im Erwerb der Muttersprache führen können.

Wenn ein möglichst früher Zweitsprachenerwerb der Herzenswunsch der Eltern ist und nicht nur Deiner (ich finde es übrigens sowieso etwas seltsam, dass Du schon vor der Geburt anscheinend versuchst, Deine Schwester in Erziehungsfragen zu bevormunden...), dann wäre mein Rat, das Kind in einer bilingualen Kita anzumelden, also im Altersbereich von 3-6 Jahren. Dort lernt das Kind die Sprachgrundlagen spielerisch unter Gleichaltrigen mit demselben Sprachentwicklungsstand.
Früher auf keinen Fall, denn die Grundlage für einen erfolgreichen Zweitsprachenerwerb ist ein stabiles Sprachwissen der Muttersprache.

lubbeldibatsch 06.06.2016, 19:28

Also so erhellend dein Beitrag im Ganzen auch ist... ich habe nirgends etwas davon erwähnt, dass ich das meiner Schwester vorschlagen oder sogar aufdrängen will. Vielmehr habe ich sogar ausdrücklich in meinem letzten Satz (den ich extra abgekapselt vom restlichen Text geschrieben habe, damit man ihn auch nicht überliest) gesagt, dass ICH ES SO MACHEN WÜRDE. Also für diese dämlichen persönlichen Angriffe Daumen runter. Den Rest fand ich gut ^^

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Pudelcolada 06.06.2016, 19:38
@lubbeldibatsch

Deine Worte, die zu meiner einen (nicht mehreren) dämlichen Anmerkung geführt haben, die im übrigen auch kein Angriff war:

"(...) und ich finde das Schlauste was sie machen kann, ist das Kind sofort zweisprachig großzuziehen. (...)"

Deine persönlich-angreifende Reaktion auf eine in Klammern gesetzte, kritische Anmerkung, zudem noch relativiert, hat ja in meinen Augen schon etwas von getretener Katze.
Bist Du immer so empfindlich?

Weißt Du was?
Beantworte Dir Deine Frage doch einfach selber.
Kauf Dir ein passendes Buch z.B. vom Verlag EINS, und viel Erfolg.
Ich bin raus.

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Bin der gleichen Meinung. Würde aber eher auf CD's wie die kleine Raupe Nimmersatt zurückgreifen - die gibt's ja schließlich auch in Englisch.

totaler unsinn ! wie sie das träumen .

bilingual ist nur gut wenn es 24std täglich normaler umgang ist .

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