Wie würdet ihr reagieren, wenn ihr wüsstet, dass sich jemand wegen euch umbringen wollte?

8 Antworten

Mag sein, dass das nun herzlos klingt, aber ich würde diese Person noch genau einmal von professioneller Hilfe zu überzeugen versuchen. Eindringlichst natürlich. Sollte ich danach berechtigte Zweifel haben, dass sie sich helfen lässt, würde ich einen Angehörigen oder, wenn keiner greifbar, schlimmstenfalls die Polizei in Kenntnis setzen.

Danach käme der möglichst vollständige Kontaktabbruch von meiner Seite, mindestens bis sich die Situation beruhigt hat. Ich habe über viele Jahre hinweg mit einem psychisch kranken, zeitweise schwerst Depressiven in sehr engem Kontakt gestanden und seine Hochs und Tiefs hautnah miterlebt, inklusive gescheiterter Suizidversuche. Es hat mich an den Rand des Zusammenbruchs gebracht. Wenn ich helfen kann, dass ein Betroffener sich Hilfe holt, tue ich das gerne. Mehr kann und will ich nicht leisten. Ich habe erfahren, wie kaputt man daran gehen kann.

Dann hat diese Person nicht nur ein Problem und ich würde ihr raten, sich ihrem Arzt anzuvertrauen.

Es ist keiner wert, dass man sich wegen einem anderen Menschen umbringt und es gibt fast für alle psychischen Probleme Hilfe, die muss man suchen.

Sollte das jemand allerdings vorhaben, um einen anderen Menschen damit unter Druck zu setzen, ihn quasi emotional auf psychischer €bene erpressen wollen, dann hat diese Person noch ein Problem mehr.

Wenn sich jemand umbringen will, dann wird man das nicht verhindern können und meistens machen sie das nicht.

Selbst wenn, dann muss man sich nicht Schuhe anziehen die einem zu groß sind, weil man dann schuld sein sollte, weil sich jemand wegen uns das Leben nimmt. Jeder hat sein Leben in der Hand und wenn man Hilfe braucht, dann muss man sie auch zulassen.

Genau das hatte ich mal, das erste mal hat sich das schnell als fake rausgestellt beim zweiten mal war mir das zu viel und ich hab den Bruder von der Person angeschrieben dass er mal gucken soll.
Mich hat das total fertig gemacht und bin echt nixht damit klargekommen.
Das war Anfang des jahres, die Person lebt noch, wurde aber zwischenzeitlich Zwangseingewiesen.

Ich hoffe du kommst inzwischen besser damit klar.
Meistens ist es fake oder die wollen Aufmerksamkeit erreichen oder dich an sie binden.
Mein Mann hat sich vor 2 1/2 Jahren als ich die Scheidung wollte lieber erhängt. Es war ein langer Weg wir haben viel darüber gesprochen, er hat mich nicht unter Druck gesetzt und war auch nicht depressiv. Ich komm gut damit zurecht und glaube auch für ihn war dieser endgültige Abschuss unserer Ehe so am besten.   

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Ich weiß immernoch nicht so recht ob das damals ernst gemeint war. Aber lieber einmal zu viel Bescheid gesagt als einmal zu wenig. Wäre was passiert, hatte ich mir das glaube ich nie verzeihen können. Er meinte vor ein paar Wochen er habe bein 2ten mal wieklich schon tabletten genommen gehabt. Aber ich weiß nicht ob das wirklich stimmt. Er wurde im September für ich glaub 9 tage auch Zwangseingewiesen. Ich weiß nicht ob es auch deswegen war aber es bestand wohl große Gefahr auf eigengefährdung oder wie man das auch immer nennt wenn man vom Gericht Zwangseingewiesen wird. Naja wie auch immer ich glaub ich werd von seiner Familie gehasst, obwohl ich eig nichtmal was gemacht hab. Da bei mir aber auch noch andere Sachen waren bin ich mittlerweile eh in psychologischer Behandlung. Das mit deinem Mann tut mir leid.

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