Wie würdet Ihr mein Depot/Wertpapiersparplan bewerten?

14 Antworten

Ich würde mich an Deiner Stelle auf die Aktien-Indexfonds konzentrieren und den Rest weglassen.

Wenn Zinsen mal wieder ansteigen, kannst Du irgendwann auch mal wieder ETFs auf Anleihen beimischen - zur Zeit ist das aber noch lange nicht sinnvoll.

Rücksetzer am Aktienmarkt sind ja erst mal nichts Schlechtes, solange Du nicht bald an Dein Geld musst (was ja nach Fragestellung nicht der Fall ist) - im Gegenteil - in der Zeit würdest Du für Deine Sparraten ja sogar mehr Anteile bekommen.

Den Carmignac (übrigens definitiv kein Fonds der Sparkasse, sondern einer französischen Investmentboutique) würde ich wahrscheinlich auch eher durch einen MSCI-World-Indexfonds ersetzen - in den letzten Jahren hat der auch nicht mit der Kursentwicklung der Börsenindizes mitgehalten, dafür aber jedes Jahr seine Verwaltungskosten gehabt, die ja unsichtbar für den Anleger immer aus dem Fondsvermögen entnommen werden.

Solltest Du ihn trotzdem weiterhin besparen wollen, tu das über einen Discountbroker, damit Du wenigstens den Ausgabeaufschlag sparst.

Der Carmignac ist nicht ansatzweise mit einem MSCI World ETF zu vergleichen und Kosten sind nicht Alles. Der Fonds hat eine völlig andere Anlagepolitik und ist als "Gegenstück" mit geringer Korrelation gut geeigent.

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@DolphinPB

"Gegenstück" wozu?

Kosten sind sicher nicht alles - aber bei einem Mischfonds, der ja schon per Ausrichtung auch unrentable Zinsanlagen mit sich herumschleppen muss, sind Kosten dann ein echter Renditekiller.

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Für die geringe Sparsumme sind das viel zu viele Positionen! von welchem Verkäufer hast Du Dir das aufschwatzen lassen?

Staatsanleihen sind im heutigen Umfeld eher suboptimal. Parke den "sicheren" Teil Deiner Investitionen auf dem Tagesgeldkonto. 

Dann hast Du da was dabei, was steuerhässlich ist. --> Unnötiger Mehraufwand.

Ein ETF127 und ETF110 sollten reichen. 160 Euro/Monat in den World, 90 Euro/Monat in den EM. Fertig.

Falls Du Deinen Steuerfreibetrag nicht ausschöpfst, schau Dich lieber nach ETFs um, die sauber ausschütten, um nichts zu verschenken.

Also du meinst Staatsanleihen loswerden und den Betrag auf dem Tagesgeldkonto parken? Was genau meinst du mit steuerhässlich? P.S.: Vielen Dank für deine Antwort! :)

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@MaxSt1994

Ja, Anleihen sind ja "eigentlich" der sichere Teil eines Depots. Sinken die Zinsen, steigen die Kurse und umgekehrt. Momentan haben wir eine absolute Niedrigzinsphase. Deutsche Staatsanleihen haben gar einen negativen Ertrag. Wenn die Zinsen jetzt steigen sollten, dann werden die Anleihekurse ziemlich einbrechen. Und damit auch der Kurs einer ETF. Und wenn die Zinsen sinken sollten, dann, äh ja, hältst Du es für realistisch, dass die Zinsen noch weiter sinken? Also ab mit dem Geld aufs Tagesgeldkonto. Gibt zwar nur Mickerzinsen, dafür ist es aber sicher. Zusätzlich kannst Du Dir ja 'ne Festgeldleiter basteln.

Steuerhässlich: Google mal nach "Holzmeier Thread" und "steuerstatus". Kurz gesagt: Wenn Du nich aufpasst, dann zahlst Du jährlich Steuern, und beim Verkauf versteuerst Du den (bereits versteuerten) Gewinn ein weiteres Mal. Aber zum Jahreswechsel 2017/18 soll da einiges geändert werden. :-)

Noch eine Anmerkung zur Anzahl Deiner Fonds: Sieht zwar gut aus, und wenn du da kostenlose Sparpläne drauf laufen hast, kostet das beim Einkauf auch nicht einen Cent mehr. Aber wenn Du dann verkaufen möchtest, musst du mehrfach die Verkaufsgebühr zahlen.

Eine kurze Anmerkung zur Zusammensetzung Deines Depots poste ich gleich noch.

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von welchem Verkäufer hast Du Dir das aufschwatzen lassen?
  1. Ein Verkaeufer verdient nicht an der Anzahl einzelner Positionen, sondern am Gesamtvolumen. Über wieviele Einzelpositionen sich die investierte Summe verteilt, könnte ihm egal sein.
  2. Indexfonds werden typischerweise nicht über "Verkaeufer" vertrieben; dafür sind die Margen zu gering.
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Der MSCI World enthält bereits die Aktien, welche im  Dow Jones, Nasdaq und Dax enthalten. Im MSCI World sind aber überproportional kleine und mittelgroße welche langfristig ein höhere Rendite erwirtschaften (Stichwort Small/Mid cap premium). Euro Stoxx 600 kann man hinzunehmen um Währungsrisiken abzufedern. Aber der Effekt ist eher gering.

Rohstoffe würde ich nur nehmen, wenn du für eine kommende Wirtschaftskriese geringere Schwankungen im Depot haben möchtest. Langfristig sind diese aber eher ein Renditekiller

Weltdepot mit ETF für AV

Hallo,

ich möchte gerne meine Altersvorsorge selbst in die Hand nehmen und ein einfaches ETF Depot was 1 x jährlich rebalanced wird.

Folgendes stelle ich mir für die nächsten 30 Jahre vor:

50 % ETF MSCI World 30 % ETF Emerging Markets 10 % ETF STOXX Europe 600 10 % ETF inflationsgesicherte LandesAnleihen

Ich habe mir dabei gedacht jedes Jahr diesen Ursprungswert neu herzustellen indem ich am Anfang neues Geld in die schlechter gelaufenden Werte nachschieße und später, wenn das Depot gewachsen ist, die besser gelaufenden Werte verkaufe und in die schlechteren Werte investiere.

Am Anfang möchte ich 100 Euro im Monat dafür ausgeben, ein Sparplan ist bei meiner Bank ab 25 Euro möglich, den Stoxx und die Anleihen würde ich daher alle 3 Monate zu 30 Euro besparen, das stellt also kein Problem dar. Passende ETF´s habe ich mir schon ausgesucht(steuerlich einfach, Thesaurierend).

Meine Frage ist nun ob diese Zusammenstellung sinnvoll ist, ob man Europäsche Titel überhaupt übergewichten sollte oder angesichts des kleinen Beitrags gleich ganz darauf verzichten sollte und lieber in den World stecken sollte. Gleichen mit den Anleihen. Lieber nur 60 % World und 40 % EM und darauf verzichten angesichts der kleinen Beiträge?

Mein Zeithorizont liegt bei etwa 30 Jahren, danach würde ich langsam in sichere Werte investieren. Das Depot soll einfach nur einfach sein, nur 1 x im Jahr reinschauen, maximal rebalancen, sich nicht mehr drum kümmern eben.

Grüße

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