wie würdet ihr mein Arbeitszeugnis beurteilen

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17 Antworten

Ich an deiner Stelle würde ein neues Zeugnis verlangen. Zum einen scheinen ja Tätigkeitsfelder zu fehlen und zum anderen bist du ja mit der Bewertung nicht einverstanden.

Denn die Gesamtbewertung ist in dem Fall maximal ein "ausreichend". Der Arbeitgeber muss nun aber nachweisen, dass deine Arbeitsleistung tatsächlich unter dem Durchschnitt, also die Bewertung "befriedigend", lag.

Ein "befriedigend" wäre z.B. sowas wie "zu unserer vollen Zufriedenheit". Auch der Satz mit "weitgehend erfüllt" meint eigentlich ein Totalversagen.

Du solltest jetzt ein Arbeitszeugnis erstellen, dass deiner Meinung nach richtig ist. Aber da sollst du auch wirklich bei den Tatsachen bleiben und nichts beschönigen. Das legst du denn deinem Chef oder der zuständigen Person vor und sagst, dass du so ein Zeugnis haben möchtest.

Theoretisch kannst du auch vors Arbeitsgericht. Aber das ist dann eben mit Kosten verbunden und du solltest da dann auch einen Anwalt hinzuziehen.

Hier mal ein Link, der dir weiterhelfen kann:

http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Zeugnis.html#tocitem12

Ich würde das Zeugnis an deiner Stelle anfechten. Es ist einerseits sehr kurz gehalten, andererseits sind die wenigen Dinge, die drinstehen alle eine 4-5. Mit dem Zeugnis kannst du dich wahrscheinlich nirgendwo bewerben.

Also das Zeugnis ist schon recht laeppig. Die gemachten Arbeiten haetten ausfuehrlicher erlaeutert werden koennen (Zu unserer Zufriedenheit) ist eine Drei, zu unserer vollen Zufriedenheit und stets zu unserer vollsten zufriedenheit waeren die gesteigerten Formen. die gestellten Anforderungen weitgehend erfuellt ist auch eine 3 - 4, wegen dem verschlechternden weitgehend. Heisst so viel wie, wenn sie nicht anders konnte, dann hat sie es auch gemacht, freiwillig aber mal schon gar nicht.

Die letzten beiden Saetze sind aber gut bis sehr gut zu bewerten. Da gibt es nichts zu meckern.

Du hast ein Anrecht auf Nachbesserung. Und zumindest im Punkt ausfuehrliche Beschreibung der Arbeiten muss er dem nachkommen. Das schreibst du ihm am besten selbst auf, wie du es haben moechtest. Und vielleicht kannst du mit Ueberzeugungsarbeit auch das weitgehend noch wegkriegen und im ersten Teil ein zur vollen Zufriedenheit herausholen. Und wie waere es "sie leistete bereitwillig Ueberstunden, wenn es notwendig war", das kannst du ja vielleicht auch noch nachweisen.

Arme Mietze - kommt mir alles sehr bekannt vor. Nicht nur das Zeugnis, auch der Rest Deiner Schilderungen. Meine Konsequenz war in den öffentl. Dienst zu wechseln, was ich nie bereut habe. Aber das hilft Dir jetzt nicht weiter. Versuche - in dem Du Freunde um Hilfe bittest und Dir Hilfestellung aus dem Internet holst, ein für Dich gutes, akzeptables Zeugnis zu formulieren. Gehe zu Deinem Ex-Chef, lege es ihm vor und bitte um Unterschrift. Vielleicht hat der Chef selbst keine Ahnung, wie man mit den Feinheiten der wohlwollenden Zeugnissprache umgeht. Geht er nicht auf Deinen Wunsch ein, solltest Du möglichst konstruktiv an die Sache herangehen und Alternativen für die Passagen vorschlagen, bei denen Du Dich unterbewertet fühlst. Könnt Ihr Euch trotz aller Diplomatie nicht einigen, führt kein Weg am Arbeitsgericht vorbei. Das ist übrigens kostenlos. Du brauchst nur mit Deinen Unterlagen dort hingehen. Ich wünsche Dir viel Glück.

Dieses Zeugnis würde ich von einem Rechtsanwalt für Arbeitsrecht prüfen lassen. Habe ich nach meiner Entlassung auch gemacht und dadurch ist das Zeugnis geändert worden und wesentlich besser ausgefallen.

Ach herrlich, hier gehts bei den Schulnotenwürflern mal wieder drunter und drüber. ;)

Hallo Mietze,

dir wurde ein, zwar mit einfachen aber deutlichen Worten formuliertes Zeugnis ausgestellt, das als Karrierekiller zu bezeichnen ist.

Hier ein paar Anmerkungen:

Frau.xxx geb, xxxx war in unserere Praxis vom bis als Zahnarzthelferin angestellt.

Bereits der Einstieg wirkt, da passiv formuliert, wenig positiv.

Zu ihren Aufgaben gehörte die Assistenz am Behandlungsstuhl, die hygienische Aufbereitung der Instrumente sowie das Ausgiessen vom Modellen.

Dies ist, wie du selbst sagst, unvollständig.

Frau xxx hat sich nach längerer Berufspause...

Diese Aussage hat im Grunde nichts in einem Zeugnis zu suchen und wird vom zu Beurteilenden sinnvollerweise nur dann geduldet, wenn sie eine positive Aussage begleitet. Das ist hier jedoch nicht der Fall.

... zu unsrer Zufriedenheit in ihre Aufgabengebiete fachlich wieder eingearbeitet,

s.o.

Zudem fehlen all die Angaben und Würdigungen, die der Leser erwartet.

hat ihr Aufgaben mit der gebotenen Sorgfalt erledigt und die an sie gestellten Anforderungen weitgehend erfüllt.

Also eher nicht.

Ihr persönliches Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kolleginnen und Patienten war stets einwandfrei.

OK

Wir bedanken uns für ihre Mitarbeit und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute,

Unterschrift

Die Bestätigung eines A****trittes, wobei sich die tatsächliche Falltiefe grundsätzlich nur in Kenntnis des zu würdigenden Zeitraums erschließt.

Mietze, solltest du dich in diesem Verriss nicht wiederfinden und der Meinung sein dir eine zumindest durchschnittliche/befriedigende Bewertung verdient und erarbeitet zu haben, dann solltest du dieses Zeugnis dringend zurückweisen.

Bei Fragen hierzu kannst du dich gerne direkt an mich wenden.

Hallo, Du brauchst das Zeugnis nicht so hinnehmen und kannst ein Neues verlangen. Du kannst es selber schreiben und dem Arbeitgeber vorlegen und sagen, dass Du es so geschrieben haben möchtest. Hole Dir Infos aus dem I-Net. Einen Rechtsanwalt brauchst Du nicht einschalten.

Der zweite Satz ist leider falsch! Kein Arbeitgeber muss einen Zeugnisentwurf annehmen bzw. sich bei einer evtl. anstehenden Änderung danach richten, da es die alleinige Aufgabe des Arbeitgebers ist. Nur wenn sich dieser darauf einlässt, ist ein eigener Entwurf machbar.

Zu beachten ist außerdem, dass man sich dabei leicht selbst "ins Knie schießen" kann, wenn man das Formulieren eines Arbeitszeugnisses nicht beherrscht - einschließlich der immer noch berücksichtigenden "versteckten Zeugnissprache"...!

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@Nightstick

@Nightstick hat RECHT es gibt aber auch da Ausnahmen....mit einem "guten" Mitarbeiter kann man schon den Vorschlag besprechen und ehrliche Formulierungen finden.....ich weiß auch das hat Grenzen....

**und den weniger GUTEN wegloben.....so ist man dann den weniger GUTEN LOS - und den Ärger der damit verbunden ist.... So wird das übertriebene Gute Zeugnis "wegloben" ein schlechtes Zeugnis. **

das nur noch zur Ergänzung.

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Als ich das las, dachte ich: da hat wer das getan, was minimal notwendig war. Ne 3 mit starker Tendenz nach untenuntenunten "die an sie gestellten Anforderungen weitgehend erfüllt"-- das hört sich an wie unmotiviert, unengagiert, wennse Bock hatte, dann stimmte es weitgehend. "Ihr persönliches Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kolleginnen und Patienten war stets einwandfrei. Wir bedanken uns für ihre Mitarbeit und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute,"

Immerhin das ist gut, stets und gute Wünsche".. trotzdem,w enn Du sagst, das entspricht Dir nicht, dann beanstande es.

Insgesamt hinterlässt das aber einen doofen Geschmack auf der Zunge, wenn Du weisst,w as ich mein. Du musst wissen,w as Du da amchen willst.. ich finde so was,w enn es wirklich nicht zutrifft, ne Unverschämtheit (ein zeugnis muss nicht immer gut sein- es muss wohlwollend sein und den Tatsachen entsprechen. Ne faule Socke kriegt halt keine 1. Aber jemandem mal eben noch eins in den Tee tun.. nein.)

Ne 3 mit starker Tendenz nach unten

Nee, ne glatte 5!

Uebersetzt heisst das in etwa: Sie hatte lange pausiert und laengst wieder alles vergessen, als sie bei uns anfing. Ihre Versuche, sich das erforderliche Fachwissen wieder anzueignen oder gar auf den heute erforderlichen Stand zu bringen, waren nicht besonders erfolgreich. Grosse Muehe hat sie sich bei uns nicht gegeben und fachlich war sie auch nicht in der Lage, den an ihre Position gestellten Anforderungen zu genuegen.

Damit hier aber wenigstens ein positiver Satz steht, schreiben wir halt, dass sie immer ganz nett und freundlich war und bedanken uns artig, obwohl es eigentlich keinen Grund fuer Dank gibt. Bei uns hat sie jedenfalls nichts geleistet. Weil aber auch wir freundliche Menschen sind, wuenschen wir ihr wenigstens fuer die Zukunft alles Gute.

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Frau.xxx geb, xxxx war in unserere Praxis vom bis als Zahnarzthelferin angestellt. Zu ihren Aufgaben gehörte die Assistenz am Behandlungsstuhl, die hygienische Aufbereitung der Instrumente sowie das Ausgiessen vom Modellen. Frau xxx hat sich nach längerer Berufspause zu unsrer Zufriedenheit in ihre Aufgabengebiete fachlich wieder eingearbeitet, hat ihr Aufgaben mit der gebotenen Sorgfalt erledigt und die an sie gestellten Anforderungen weitgehend erfüllt. Ihr persönliches Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Kolleginnen und Patienten war stets einwandfrei. Wir bedanken uns für ihre Mitarbeit und wünschen ihr für die Zukunft alles Gute,

Also wenn du das nicht als "gut" ansiehst, weiss ich auch nicht. Die schreiben dies warscheinlich jedem genau so mit dem die Praxis zufreiden ist. Kannst doch zufrieden sein.

weitgehend erfüllt.. ist aber definitiv nicht gut. Und ich hab als Perso-beauftragte genug zeugnisse gesehen und erstellt.

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Ich würde sagen, wenn ich das so sehe, das ist eine Note 3- (vielleicht täusche ich mich auch). Das Problem, was ich sehe, ist, dass die Arbeitgeber keine schlechten Zeugnisse ausstellen dürfen und die Zeugnissprache ja ein Anwalt oder sonstwie entschlüsseln kann, was bedeutet, dass Note 3 die schlechteste Note wäre. Ich würde damit zum Anwalt gehen und mich beraten lassen.

Die Leistungsbeurteilung ist unter aller Kanone und entspricht ner glatten 5. Ich weiss nicht, wie manche anderen hier auf ne 3 bis 4 oder gar noch besser kommen. Absolut indiskutabel, schlechter kann eine (zulaessige) Leistungsbeurteilung nicht ausfallen.

Die Verhaltensbeurteilung ist hingegen gut.

Kann nix, macht wenig aber verhält sich dabei gut.

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JA! Das geht so nicht. Er ist verpflichtet, dir ein einwandfreies Arbeitszeugnis auszustellen. Und hier prallen ja zwei komplett gegenseitige Aussagen aufeinander.

Evtl. solltest du dir einen Anwalt nehmen, da du ja eh nicht gut mit ihm kannst.

Hallo !

Das Arbeitszeugnis kommt tatsächlich so rüber, als hättest lediglich das getan, was man von dir erwartet hat, aber nicht das kleinste Bisschen mehr als das.

Besonders das Erwähnen der längeren Berufspause und der Bemerkung "zu unsrer Zufriedenheit in ihre Aufgabengebiete fachlich wieder eingearbeitet" hören sich echt so an, als hättest du zwischenzeitlich unterdurchschnittlich viel geleistet.

Zu ihren Aufgaben gehörte die Assistenz am Behandlungsstuhl, die hygienische Aufbereitung der Instrumente sowie das Ausgiessen vom Modellen.

Da muss man sich wirklich fragen, warum sie das hineingeschrieben haben. Das hört sich so an, als hättest du im wesentlichen nur die 3 Aufgaben zu erledigen gehabt und sonst kaum etwas anderes.

Außerdem ist die Wortwahl an manchen Stellen schlecht getroffen worden -->

  • /zu unsrer Zufriedenheit/ anstelle von --> zu unsrer vollsten Zufriedenheit

  • /mit der gebotenen Sorgfalt erledigt/ anstelle von --> auf das sorgfältigste erledigt

  • /Anforderungen weitgehend erfüllt/ ist wirklich ein starkes Stück, denn das sagt ja aus, das du laut deren Meinung definitiv einige Anforderungen nicht erfüllt hast !

  • /Verhalten war stets einwandfrei/ anstelle von --> war stets freundlich und nett.

Du hättest allen Grund, das Arbeitszeugnis anzufechten, aber ob du damit auch wirklich Erfolg haben würdest kann ich dir leider gar nicht sagen. Die würden sich wahrscheinlich einfach herausreden und einfach behaupten dieses und jenes sei in Wahrheit ganz anders gemeint.

LG Spielkamerad

Anfechten kann man ein Arbeitszeugnis nicht.

Nur dann, wenn die Inhalte grob unwahr sind oder das Berufsfeld wie die damit verbundenen Aufgaben nicht beschreiben.

Die Lehrgänge werden tatsächlich nicht direkt gefördert, allerhöchstens hättest du eine Beihilfe des Amtes erbitten können. Einen Zwang zur Freistellung gibt es nicht.

Alles in allem ein sehr durchschnittliches Arbeitszeugnis, typischer copy-paste-Standard.

Evtl. kann es helfen wenn du Dir selbst ein Arbeitszeugnis,welches besser und umfangreicher, dennoch gut ausformuliert ist, ausstellst und ihn bittest es zu unterzeichnen.

"weitestgehend erfüllt" ist aber schon unterer Durchschnitt :-C

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@Warg1

Da könnte man leider nicht mal ansetzen?

Aus der Beschreibung der Fragestellerin heraus, stellt sie klar, dass sie nicht in der Lage war alles zu erfüllen (Sehschwäche) was er somit als weitestgehend bezeichnen kann?

Aber hast natürlich recht, weitestgehend klingt nach ungenügend =/

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Der Sachbearbeiter vom Arbeitsamt hat der Förderung zugestimmt falls Lehrgänge, Schulungen oder dergleichen notwendig sind. Mein Chef hat die Förderung also 3000 Euro einfach nur einkassiert . Wenn ein Arbeitgeber eine Förderung wie in meinem Fall von 6 Monaten bekommt muss er mich auch so lange danach beschäftigen. Genau das hat er getan, ich hatte einen unbefristeten Arbeitsvertrag, die Förderung bekam er 6 Monate und 6 Monate danach hat er mir gekündigt. Also hat er nur eine billige Arbeitskraft gesucht.

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@mietze42

Ein Eingliederungszuschuss ist keine direkte Förderung für dich?

Es soll nur die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt vereinfachen indem ein Teil der Lohnkosten vom Amt mitbezahlt wird.

Die Förderungen die du meinst, müssen vom Arbeitsamt gesondert genehmigt werden und müssen zwingend sein. D.h. der Weiterverbleib im Beruf ist gefährdet oder es ist eine Voraussetzung für einen neuen.

Das Amt entscheidet nach der kleinsten Notwendigkeit, hast du also schon den Job werden Fortbildungen und Lehrgänge selten bis gar nicht übernommen.

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4 würde ich sagen......erbitte ein neues Zeugnis..es sei denn "es war die Wirklichkeit" @ dereineWolf hat das genau hier beschrieben.

wir können nicht beurteilen, ob das zeugnis gerechtfertigt ist oder nicht, aber sonderlich gut ist es nicht... 3-4 würde ich sagen.

Zum Betrieb und ein GSCHEITES zeugnis holen! ;))

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