Wie würdet ihr es finden, wenn zur Haltung eines Tieres vorerst eine Prüfung über die Grundbedürfnisse abgelegt werden müsste?

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8 Antworten

Hi,

ich beantworte hier auf gfnet nun seit 2 Jahren fragen zum Thema Kaninchen. Bin NUR hier angemeldet um anderen Haltern zu helfen, mittlerweile auch bei Katzen und Hunden...
Bei fast jeder zweiten Frage denke ich mir genau das: warum gibt es keinen "Haustierführerschein"?!

Man sollte meinen das jeder Mensch genug Hirn, Empatie und Verantwortungsbewusstsein besitzt um Tiere (artgerecht!) zu halten, dem ist leider aber nicht so! :(
Vor allem hängen die meisten Menschen den ganzen Tag im Internet, aber anstatt sich über die Tiere zu informieren die sie haben oder wollen, schauen sie lieber Youtube Videos, schreiben auf Facebook, oder liken irgendwelche Fotos. Ihr "Wissen" beziehen sie dann von Uraltwissen von früher (da hatte man, vorallem bei Kleintieren, nur wenig artgerechtes Wissen) oder probieren lieber herum so wie sie meinen das es richtig wäre; so lange das Tier nichts sagt, muss ja alles in Ordnung sein.
So viel wie ich deswegen kotzen könnte, dann ich garnicht essen -.-

Es wäre zwar schwer umsetzbar, und es würde dann wesentlich weniger Haustiere geben, ABER, wenn die Haustiere die es dann noch gibt artgerecht leben könnten, dann wäre ich definitiv FÜR einen Haustierführerschein!!
Dann wäre ich wohl hier auf gfnet arbeitslos XD Aber wichtig ist mir ja nur, das Tiere nicht mehr leiden müssen...

Das einzig richtige Problem wäre meines erachtens: was, wenn der Staat (der dazu ja Gesetze festlegt) keine richtige Ahnung hat?! Man also Fragebögen zu dem jeweiligen Tier ausfüllen müsste, man es 100%ig richtig ausgefüllt hat, aber die Prüfstelle andere "Richtlinien" hat? DA sähe ich ein großes Problem...

Finde wohl den letzten Absatz evtl. problematisch. Meinst Du das Arbeitslose/Hartz4 Empfänger jene sind, die "dumm" sind und nicht in der Lage sind, Haustiere zu halten?
Fall ja: Menschen die ihre Tiere in schlechter Haltung leiden lassen, gibt es in allen Schichten, nicht nur in der untersten. Der Manager einer Bank steckt die Kaninchen seiner Kinder genauso in Käfige und stopft sie mit Fertigfutter voll, wie H4 Empfänger...
Vom finanziellen her jedoch ist es tatsächlich ein Problem; aber dennoch möglich.

Gruß

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Kommentar von gutefrage2311
08.03.2017, 23:30

Das H4 ist einfach nur als Leitbild im Bezug, eines mir bekannten Fall zur Sprache gekommen, ich habe durch eine bekannte davon gehört das eine H4 Empfängerin eben Tatsächlich ein Pferd hatte und div. Ausgaben ernsthaft von der Steuer absetzen wollte und im Umkehrschluss allerdings nichts beim zuständigen Amt davon erwähnt hat.... Die hat es ordentlich hin gesetzt ^^. 

Der Staat unterstützt Menschen mit geringem Einkommen, mit einer Vergünstigung der Hundesteuer.

Da ist für mich der Springende Punkt. Der Hund gilt in Deutschland als ein Luxusgegenstand, so erklärt der Staat auch das Eintreiben, der Steuern dazu..... Was natürlich nicht heißen soll, das ein H4 Empfänger keinen Luxus haben darf, wegen mir können die alle einen Porsche fahren, mir Persönlich ist das total schnuppe.

Was mich einfach an dieser Sache stört, ist die Tatsache, das die Steuern die den H4 Empfängern vergünstigt wird, doch eigentlich super in ein Projekt "Mein Haustier und ICH" gesteckt werden könnte.

Hier gilt es für mich allerdings auch wieder Abstriche zu machen, wenn es aus Gesundheitlichen Gründen dem Halter des Tieres ins H4 geschoben hat, find ich sollte dieser auch voll unterstützt werden. Auch im Fall einer Unverschuldeten Arbeitslosigkeit, durch Stellenabbau ect.

Wenn jemand einen Therapie oder Blindenhund hat, sollte dieser ohnehin Steuerfrei sein.

Wenn jemand einen Hund als Schutz und Wach-Tier nutzt, sollte ordentlich zur Kasse gebeten werden, denn derjenige kann es ja zum Teil absetzen. Und nutzt nur seine Vorteile daraus.

Die jenigen, die Tierlos sind und Faul den ganzen Tag in Facebook rumdümpeln.... Sollten normale Steuern dafür Zahlen müssen, so würden die meisten die ohnehin zu faul sind, mit dem Tier raus zu gehen, schon mal abgeschreckt.

Wenn das Steuersystem alleine was diesen Sachverhalt HUND angeht, fair wäre, würden auch die letzten, die aus Protest ihr Tier nicht anmelden, daran teilnehmen.

Die Strafsteuer für Kampfhunde find ich total lächerlich, wenn so gehandelt wird, finde ich, sollte jeder Muslime direkt mit dem Verdacht auf Terror ausgewiesen werden, macht auch keiner, warum ? Ist nicht richtig !

Wieso kann in Deutschland bestimmt werden was ein Kampfhund ist ? Wieso kann Rassismus in der Tierwelt frei betrieben werden ?

Warum wird ein Hund als Therapiehund verwendet und bleibt dennoch eine Sache, also quasi ein Schrank z.B ? 

Ich finde das neue Zeitalter, sollte die Steinzeitdenker, langsam mal aus der Politik werfen. Selbst meine Kinder lachen diese schon teils aus. 

Mein ältester Sohn hat das laufen an einem 75 KG schweren Rottweiler gelernt! Weil der so gefährlich war........ Ich schweife ab...... passiert mir gerne, wenn ich vieles beim schreiben überdenke... Sorry ^^

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Ich fände es super! Hätte mit ziemlicher Sicherheit die Folge, dass viele Haustiere nicht mehr so unter der Naivität der Halter leiden müssten. Vielen ist einfach nicht bewusst, dass Tiere egal ob Hund oder eben "nur" ein Fisch eine gewisse Verantwortung und Grundwissen erfordern und dass es tatsächlich Lebewesen sind, die fühlen können. Tiere sind einigen Menschen einfach etwas um längen voraus! Also ja, ich wäre dafür, dass sowas eingeführt würde. Dann macht sich der ein oder andere eventuell mehr Gedanken, bevor er sich ohne jegliche Kenntnisse ein Tier anschafft, welches häufig dann nur im Tierheim landet, :-)

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Kommentar von gutefrage2311
07.03.2017, 23:10

Freundesanfrage geht raus, ein Mensch mit Gefühl und Hirn, ich freue mich .... UND DANKE !.

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Kommentar von plantiful
07.03.2017, 23:12

Danke für das Kompliment. :-)

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Hallo. 

Schwierige Frage. 

Einerseits ja, es würden vermutlich weniger Tiere leiden müssen und unter besseren Bedingungen gehalten werden(Vorallem Nagetiere die oft in winzig kleinen Käfigen versauern müssen). Man könnte besser die Vermittlung prüfen, so dass eine Familie mit kleinen Kindern, die keine Ahnung von Hunden haben, sich keinen Kangal zulegen. 

Andererseits, wer würde entscheiden ob jemand für ein Tier geeignet ist? Dürfen Hartz IV Empfänger Tiere halten, obwohl die Tierarzt kosten nicht gesichert sind? Dürfen behinderte noch Tiere halten? Sind nur noch die Menschen der Oberklasse in der Lage ein Tier zu halten? Ist denn gesichert, das jemand der diesen "Test" besteht auch wirklich mit diesem Tier umgehen kann und nicht doch solche Fragen wie im Beispiel gestellt werden? Wie soll das finanziert werden? Bezahlen die "Anwärter" die Kosten für ein solches Gutachten selbst oder sollte der Steuerzahler aufkommen? Müsste es dann eine solche Prüfung dann nicht auch für Kinder gelten? Sollte man manchen Menschen nicht lieber verbieten Kinder zu bekommen statt Tiere? 

Oder sollte man vielleicht den Menschen vertrauen schenken und hoffen das sie es sich gut überlegen  bevor sie sich ein Tier zulegen. Sollte man vielleicht mehr Aufklärung im Sachen Tierhaltung bei Vermittlung eines Tieres anbieten. Viele Menschen wissen gar nicht wie Groß ihr Irish Setter wird und geben ihn lieber ab. Viele Menschen werden von Züchtern einfach falsch beraten was die Wahl des perfekten Familien Hundes angeht, sprich, sie wussten überhaupt nicht auf was sie sich einlassen. 

Es sind nur wenige Ausnahmen, die leider immer rausstechen, die ihre Tiere verwahrlosen lassen, zu Hauf halten oder gänzlich solche Fragen stellen(meine Katze hustet Blut, sollte ich vielleicht mal zum Tierarzt?). Von den vielen Menschen, die ihre Tiere lieben und wie ein Familienmitglied behandelt wird nur nie berichtet, warum auch? 

Aufklärung wäre hier besser angesetzt als eine "Prüfung". Wenn die Menschen wissen worauf sie achten müssen und auf welche Art Tier sie sich einlassen, würde es wohl weniger "Rückgaben" geben. 

Liebe Grüße. 

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Kommentar von gutefrage2311
07.03.2017, 23:34

Es geht nicht um die Schichten und die Finanzen, es geht auch nicht darum da Grenzen zu setzen, sondern einfach darum zu Prüfen wer ein Tier welcher Art auch immer haben möchte, erstmal eine Eignung zu machen, bzw ein Grundwissen zu bestätigen, ich finde das nicht gerechtfertigt zu erwidern, das ein Züchter falsch berät, das sollte ein Mensch schon selber für sich einschätzen können, ob das Tier dieser Größe zu ihm passt, daher wäre ein Test Grundliegend I.O, wenn dieser nicht in der Lage ist und es einen Bürgen gäbe, der es kann, wäre es auch noch vertretbar. 

Wenn ich ehrlich zu dir sein darf ? Und du ehrlich genug bist, der Kinderführerschein ist ja eine Nummer für sich oder ?

Aber findest du es nicht auch zum k.------ das viele Harzer sich Kinder anschaffen um ihren Satz zu heben ? Da sind Kinder oft eine Finanzquelle, da werden die Kosten der Erstaustattung erstmal vollstens geschröpft und alles am besten umsonst besorgt, das Kind oft als Job gesehen..... Das kann nicht richtig sein .

Ein Normaler Mensch weiß, das ein Kind mehr Kostet wie es ein Regelsatz erbringt, aber diese Menschen lieben und Leben auch für ihre Kinder.

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Ich wäre auf jeden Fall dafür! 

Das es klappt, zeigt uns ja die Schweiz. Dort ist für die Haltung vieler Tiere einen Sachkundenachweis, und eine Haltebewilligung Voraussetzung. 

Zumindest den Sachkundenachweis könnte man meiner Meinung nach auch hier zur Pflicht machen, und zwar für alle Tiere, egal ob Hund, Katze, Fisch, Maus, Meerschwein, Frettchen, Vogel usw...

Zumindest sollte es Pflicht sein, einen Vortrag über das entsprechende Tier zu besuchen, an dessen Ende es einen kleinen schriftlichen Test gibt. Züchter (auch Hobbyzüchter, oder Leute die "nur mal einen Wurf" haben wollen) sollten einen weitergehenden Test machen müssen, und zudem nachweisen, das sie finanziell dazu in der Lage sind, das entsprechende Tier samt Nachwuchs finanziell versorgen zu können. 

Das schlimme ist ja, das man den Haltern oft nicht mal einen Vorwurf machen kann. Manche Leute sind einfach "Naiv" und informieren sich nicht im Internet, sondern beim Zoohändler (weil sie sich nicht im Web informieren, wissen sie leider auch nicht, das man dort keine Tiere kaufen sollte, und wo diese her kommen) 

Genauso vertrauen die meisten Menschen darauf, das Sachen die in einem Zooladen verkauft werden schon artgerecht sein werden. Dabei wird dort sogar Tierschutzwiedriges Zeug, wie z.B. Hamsterbälle, oder Spiegel für Wellis verkauft. (Das der Verkauf von solchen Sachen nicht verboten ist will eh nicht in meinen Kopf!!!) Von viel zu kleinen Käfigen ganz zu schweigen.

Oder sie landen bei Zoo Zajak, wo ja alles so hübsch und groß und artgerecht ausschaut, wo einem die Verkäufer aber den totalen Mist erzählen, und am Ende gehen die Leute mit einem 

Ich würde aber noch einen Schritt weiter gehen:  

Es sollte auch bei der falschen Haltung von Tieren, ähnlich wie im Straßenverkehr, Ordnungs oder Bußgelder geben, die sofort verhängt werden können, nicht erst nach langen Verfahren. Für schwerere Verstöße dann auch Punkte, und wer eine gewissen Anzahl an Punkten erreicht, dem wird das Recht zur Tierhaltung für X Jahre entzogen.

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Dafür sind sogar schon Petitionen beim Petitionsausschuss der Regierung eingereicht worden. Sie sind abgewiesen worden. 

Begründung: der Gesetzgeber geht davon aus, dass die Leute sich ans Tierschutzgesetz halten. Und darin steht zu lesen, dass nur derjenige ein Tier halten darf, der sich über die Bedürfnisse des Tieres informiert hat und sich entsprechend verhält. 

Tierschutzgesetz §2

Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,
1. muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend
angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
2. darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so
einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden
zugefügt werden,
3. muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und
verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse
und Fähigkeiten verfügen.

Also ist nach Meinung der Regierung kein extra "Haustierpass" nötig, weil ja jeder die Gesetze kennt und sich danach richtet...

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Ich finde, dass das nicht machbar ist. Viele Tiere werden privat gekauft. Viele Tierfreunde meinen sie wissen über alles Bescheid. 

Allerdings wäre es so wie du es geschrieben hast sehr nötig. Ein Weg dazu ist, wenn es das als Unterrichtsfach mehrjährig in jedem Schultyp gibt. Genauso wie Kindererziehung und Versorgung. 

Über die Kinder könnte man viel erreichen! 

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Kommentar von gutefrage2311
07.03.2017, 23:25

Finde deine Anregung gut, z.B in Biologie eine Spate, mein Haustier und ich... Was braucht ein Hund........... Eine Katze usw. Wäre als Grundbildung sogar machbar, das ist ja noch genialer. :) 

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Kommentar von kuechentiger
08.03.2017, 12:23

Viele Tiere werden privat gekauft.

Und genau das gehört ebenfalls verboten, bzw. mit einer Genehmigungspflicht für den Verkäufer versehen.

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Nein, klar dagegen. Das wäre staatliche Gängelung, ein freies System braucht auch Vertrauen in die Bürger.
Und im Großen und Ganzen läuft es ja recht gut, bis auch einige negative Einzelfälle.

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Kommentar von gutefrage2311
07.03.2017, 23:06

Die Prüfung sollte nichts Kosten und die Fehlenden Kenntnis würden vermittelt und erneut geprüft ? Es geht hier nicht um die Bürger, das ist in Deutschland ohnehin Lachhaft, das noch zu denken, mir geht es dabei um die Tiere.

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Kommentar von kuechentiger
08.03.2017, 12:35

Das sind keine Einzelfälle! Alleine hier wimmelt es täglich von total unqualifizierten Tierhaltern, die unsäglichen Mist bauen mit ihren Haustieren. 

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Super Idee! Wer ein Tier ``adoptieren´´ will, muß sich erst als fähiges, verantwortungsvolles Elter erweisen.

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