Wie würdet ihr einen Monat leben, wenn ihr für diesen Monat nur 60€ für Lebensmittel zur Verfügung hättet?

29 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es scheint sich ja um eine Art Experiment zu handeln. Jedenfalls wird nur von einem einzigen Monat geredet. Ich würde auch billige Grundnahrungsmittel kaufen, also Reis, Nudeln, Kartoffeln. Dann Bohnen aus der Dose, Tomaten aus der Dose, Zwiebeln und Öl.

Brot backen: Hefe und Mehl. Billiges Mehl 405 kostet ca. 30 bis 40 Cent, man kann also ein paar Weizenbrote backen.

60 € bei vier Wochen (grob) sind 15 € pro Woche.

Hier mal ein Plan für 20 € pro Woche. Man müsste dann aus dem Vorrat leben oder die Sache noch weiter herunter schrauben:

Grob für eine Woche:

2 kg Mehl, 1 kg davon Typ 405 für 35 Cent, 1 kg Typ 550 für einen Euro oder Roggenmehl für 1,20. Dazu als Vorrat eine große Packung Hefe für 1 €. Eine Packung Spaghetti für 40 Cents, 1 Packung Reis für 1 €. 1 kg Tomaten für 2 €, eine Packung Paprika für 2 € (3 Stück), 1 Gurke für 40 Cents, 1 kg Zucchini für 1,50 € (je nach Laden und Saison bekommt man die für einen bis zwei Euro), eine Packung Möhren für einen Euro. Eine Packung Butter für 1,80 €.

Bleiben 5,50 € für den Notfall.

Wir setzen mal ein paar Grundgewürze im Haushalt voraus, also Salz, Pfeffer, ggf. Knoblauchpulver, ggf. ein paar Kräuter. Wenn nicht, kaufen wir in der Folgewoche noch ein paar Koblauchknollen oder Kräuterbutter (günstig auch für einen Euro pro ca. 100 g oder so).

Speiseplan exemplarisch Woche 1:

Morgens: 1 bis 2 Scheiben Brot mit Butter und Gurke oder Tomate. Alterantiv kann man noch für einen Euro eine Packung günstige Marmelade kaufen, wenn man nicht jeden Tag Gemüse auf Brot mag. Die Tomaten- oder Gurkenscheiben würzt man mit Salz, wahlweise Pfeffer/ Knoblauch oder auch vorhandenen Trockenkräutern. Für mittags nimmt man sich ebenfalls ein Brot mit Gurke oder Tomate mit oder kauft von den vorhandenen 5,50 € noch eine Packung Wurst, die dann mittags dazu kommt (4 Scheiben Brot geklappt mit insgesamt 2 Scheiben Wurst und Gurke oder Tomate sollte für die Arbeitswoche ca. reichen bei einer Packung Wurst für ca. 1,50 €). Wahlweise Scheiblettenkäse oder so zur Abwechslung.

Abends gibt es Nudeln oder Reispfanne. Nudeln: Zwiebeln, Tomaten, etwas Zucchini, Salz, Pfeffer, ggf. Knoblauchpulver, Nudeln kochen und durch das Gemüse schwenken. Der Rest kann am Folgetag als Mittagessen (kalt) mitgenommen werden.

Tag 2: Reispfanne mit Tomaten, Zwiebeln,Paprika.

Tag 3: Nideln mit geraspelten Möhren, Zwiebeln, etwas Brühe (Möhren und Zwiebeln mit Salz und Pfeffer und ggf. Knoblauchpulver gekocht) und mit Trockenkräutern und Pfeffer gewürzt.

Tag 4: Zucchini-Tomaten-Reispfanne.

Tag 5: Tomaten-Paprika-Chili (Vorrat - Pulver) Nudel-Pfanne.

Tag 6: Zucchini-Nudeln mit gerösteten Ofenmöhren (Öl, Salz, Pfeffer) und Zwiebel-Tomaten-Sauce.

Tag 7: Zwiebelsuppe ohne Käse mit geröstetem Weißbrot (gebacken aus dem gekauften Weißmehl).

Jetzt sind schon mal 2 Euro mindestens übrig und man könnte sich noch eine Tafel Schokolade oder einen Orangensaft oder so gönnen.

Woche 2: Reis oder Nudeln durch ein Netz Kartoffeln ersetzen, Reste von Woche 1 mit verbrauchen, alternatives Gemüse kaufen (TK-Mischungen sind oft sehr günstig). ggf. eine Grundzutat dazu kaufen, die fehlte (Knoblauch oder anderes Gewürz). Ggf. Brot morgens durch Haferflocken/ Milch/ Banane ersetzen. Hin und wieder dann auch Bananenmilch mit Zimt oder Kakaopulver (Vorrat) trinken. Quark kaufen, Kartoffeln mit Kräuterquark (Vorrat - Trockenkräuter) machenund den Quark auch als zusätzlichen Brotaufstrich oder Dip verwenden (2 Packungen ca. 1,20 €).

Woche 3: Ein Beutel Äpfel kaufen oder geschenkt bekommen (aktuell hat jeder zu viele Äpfel, weil die wohl im Sommer gut wuchsen und oft findet man Kartons mit Äpfeln "zum Verschenken" vor Häusern mit Gärte...) und mit dem restlichen Weißmehl Apfelpfannkuchen oder Apfelblechkuchen als Süßigkeit backen (Raffinade/ Zucker = 80 bis 90 Cents). Dazu dann eine Packung Eier kaufen, die das Frühstück als Rührei auf Brot ergänzen können. Oder mal eine Waffel backen (herzhaft mit Belag fürs Abendessen oder Süß zum Kaffee). Pfannkuchen kann man auch herzhaft machen (wir haben noch Roggennehl übrig und können den Pfannkuchen mit Tomaten, Zucchini oder Auberine oder Champingnons zubereiten. Bei Champingnons bleibt noch etwas übrig für eine weitere Reis- oder Kartoffelpfanne mit Champignons. Die Kartoffeln könnte man wiederum zu einem Puffer verbraten und den mit Pfeffer-Zucchini-Quark essen.)

Woche 4: TK-Spinat mit Kartoffeln und Ei. Restlichen Spinat in einen Pfannkuchen backen, den man mit Tomaten und Quark belegt. Gefüllte Aubergine mit scharfen Kartoffeln (Gewürze aus dem Vorrat oder Restgeld). Brot mit Tomate und Spiegelei. Möhrensuppe mit Zwiebeln und Kartoffeln. Scharfer Brokkolisalat mit Tomate und Chili aus dem Vorrat, ggf. mit geröstetem Weißbrot (Weißmehl Vorrat oder neu kafuen) serviert. Rotkohl aus dem Glas (1 €) mit Äpfeln (Vorrat von den gekauften), Champignos (neu kaufen), Champignonsauce (Mehl aus Vorrat + Butter aus Vorrat oder Neukauf) und den restlichen Kartoffeln. Restliche Champignons zu einer Champignonsuppe (+ Sahne, mit Zwiebelvorrat und Brühe aus restlichem Gemüse) kochen.

Es ginge also schon, wenn man nur Leitungswasser trinkt - daran kann man sich gewöhnen - voraus plant (Speiseplan, Preise im Kopf haben, Vorrat und Reste einbeziehen) und auf teure Sachen wie Fleisch und Fertigprodukte sowie Süßigkeiten komplett oder weitgehend verzichtet (besser erst gegen Ende des Monats, wenn man sieht, was noch übrig ist). Außerdem müsste man auf einen Vorrat an Gewürzen zurückgreifen oder jeden Monat nur ein Gewürz neu kaufen. Zudem dürfte man Energiekosten nicht einrechnen. Mit dem Frühstück müsste man recht genügsam sein.

Ich bin tief beeindruckt von diesem umfassenden Plan.

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@colagreen

Ich habe doch gar nicht geantwortet, sondern nur kommentiert. Hast du meine Antwort etwa als ironisch aufgefasst? Sie war aber nicht ironisch gemeint, sondern ganz ehrlich so, wie sie da steht.

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@Paguangare

Ich weiß. Ich meine damit das ich auch beeindruckt bin. Mir ist aufgefallen dass es hier halt oft Missverständnisse in den Kommentaren gibt...

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Ja, das ist wirklich ein ausführlicher Ernährungsplan. Es gibt auch noch Sozialstellen, wo man 2x pro Woche etwas zu essen bekommen kann.

Außerdem kann man in den Geschäften oder in der Nachbarschaft nachfragen, ob man kleine Erledigungen, Einkäufe usw. gegen eine keine Spende oder ein Brötchen oder so etwas übernehmen kann. Ich denke heute kommt es öfters vor, daß jemand mit sehr wenig Geld auskommen muß. Man sieht immer wieder Bettler natürlich nicht nur Einheimische.

Aber wenn es nur für einen Monat ist, kann man froh sein.

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  • Möglich ist es, aber schon sehr knapp. Das geht eigentlich nur ausnahmsweise mal, aber kaum regelmäßig.
  • Wenn man beim Discounter kauft, auf den Preis achtet, ausreichend große Gebinde nimmt und Sonderangebote berücksichtigt, dann hilft das sehr.
  • Viel Kartoffeln, Nudeln, Reis ... das ist sehr günstig und nahrhaft. Dazu Zwiebeln, Karotten sowie Tomaten aus der Dose. Damit kann man recht viel anfangen und verschiedene Gerichte zaubern. Auch Milchreis, Pfannkuchen, Eiergerichte sind zur Abwechslung drin. Auch Eintöpfe aus Erbsen oder Linsen sind problemlos für den Preis drin. Es gilt auf jeden Fall selbst zu kochen und kein Fertigessen oder Fastfood zu kaufen.
  • Als Getränke viel Leitungswasser und ein Glas Milch pro Tag.
  • Mit der doppelten Menge (120 Euro) könnte man dagegen schon sehr gut leben und auch viele attraktive Fleischgerichte integrieren. Auf Dauer wäre dieser Betrag schon nötig.
  • Ich selbst verbrauche etwa Euro 150,00 im Monat und esse oft Fleisch und gönne mir auch ab und zu Süßigkeiten und Knabberkram. Damit muss man nicht am Essen sparen.

Grundnahrungsmittel: Kartoffeln, Nudeln und Reis
Davon reichlich kaufen und verzehren.

Spezielle Ideen: Haferflocken, zum Beispiel mit Kakao. Brot müsste auch drin sein.
Tiefkühlpizzen gehen nicht sonderlich ins Portmonee. Zwiebeln gehen meist auch noch und verfeinern viele Gerichte.
Dann noch ein bisschen Dosenfutter. Erbsen-, Linsen- oder Graupeneintopf, aber natürlich die billigsten von denen.

Gucken, ob noch Geld für Saisonobst und Eier vorhanden ist.
Mit Eiern kann man schon mal strammen Max oder Pfannenkuchen machen. Milch könnte man sich noch für Milchreis gönnen.

Extra Tipp: Viel trinken. Im Zweifelsfall Leitungswasser. Das füllt den Magen.

_________________

Von der anderen Seite aus genähert: Auf Süßigkeiten, Fleisch, Bio und Fertiggerichte verzichten.

60€ müssten problemlos für einen Monat reichen. Das kann man aber nicht auf Dauer so durchziehen.

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