Wie würdet ihr eine Depression beschreiben?

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7 Antworten

Depressionen sind die Hölle auf Erden. Sie sind mit nichts zu vergleichen, was man sonst kennt. Das kogitive Realitätsdenken ist völlig in Takt, doch die Emotionen spielen total verrückt (im negativem Sinne). Da das kogintive Denken die Emotionen nur sehr schwer beeinflussen kann, ist man der Krankheit völlig ausgeliefert.

Ich meine, jede Person hat ab und zu einen schlechten Tag, ist traurig, abgekämpft und/oder missmutig. Dies sind normale Gefühlreaktionen von uns Menschen. Mit der Krankheit „Depression“ hat dies allerdings wenig zu tun.

Ich empfinden nur noch negative Gefühle, dauerhaft, bis hin zum „Gefühl“ der Gefühllosigkeit. Nichts kann mich aufheitern. Jede Aufgabe stellt ein fast unzuerklimmender Berg dar, und sei sie noch so klein. Ich kann mich zu nichts mehr aufraffen, in schwereren Phasen auch nicht um alltägliche Dinge zu tun, wie kochen oder abzuwaschen.

Ich verliere das Interesse an meiner Umgebung. Nichts was mich früher mal interessierte bereitet mir eine Abwechslung. Es ist mir fast unmöglich mich abzulenken, da ich auch keine Freude an jenen Sachen emfinde, die mir früher einmal Freude bereitet haben. Ich fühle mich innerlich tot. Dies führt teilweise zu einem starken sozialen Rückzug.

Dieser unaushaltbarer Zustand wird dadurch verstärkt, dass ich fast immer eine negative Zukunftsperspektive (vor allem für mich selbst) sehe. Diese Hoffnungslosigkeit spiegelt sich in den Gefühlen wieder, nicht im kognitiven Denken. Ich weiss in meinem rationalen Verstand, dass wieder bessere Zeiten kommen, nur fühle ich dies emotional nicht. Die Depression ist ein gefühlmässig schwarzes Loch. Dies und die Qualen der Krankheit führen dazu, dass die Krankheit  „Depression“ in einigen schweren Fällen tödlich enden kann (Suizid), bei mir zum Glück nicht.

Doch damit nicht genug. Zu diesem ohnehin schon katastrophalen Zustand kommen noch Begleitbeschwerden hinzu. Eine Depression tags durch auszuhalten ist mit einem enormen Kraftakt verbunden. Es geht jeden Tag ums nackte Überleben. Umso wichtiger wäre es Nachts gut schlafen zu können, doch weit gefehlt. Schlafstörungen sind einer der häufigsten Nebenerscheinungen von Depressionen. Manchmal kann ich fast nicht einschlafen, ein anderes Mal wache ich mitten in der Nacht auf. Um beispielsweise zu lesen hat man keine Kraft, keine Lust, ist müde (und kann trotzdem nicht schlafen) sowie ein weitere häufige Nebenerscheinung: die Konzentrationsfähigkeit ist massiv eingeschränkt. Wäre dies nicht schon ohnehin zuviel des Guten, kommt noch ein vermindertes Selbstwertgefühl, vermindertest Selbstvertrauen und Appetitstörungen hinzu.

Dieser Zusand ist wie bereits erwähnt die Ausgeburt der Hölle auf Erden.

PS: Ich leide seit 5 Jahren an einer schweren Depression, die trotz diverser Behandlungsversuche mit Psychotherapie, Medikamenten und sogar einer Elektro-Kampf-Therapie (EKT) nicht weggehen will. Langsam wird es etwas besser, aber nur langsam. Immerhin habe ich die Hoffung wieder, dass ich eines Tages gesund werde.

Sorry für den langen Text, aber Depressionen lassen sich nicht in 2 Sätze beschreiben... hoffe dir dennoch weitergeholfen zu haben.

Wie es die Betroffenen erleben???

Als ob jemand die Gedanken "vergiftet" hat. Die Gedanken kreisen sich immer um das selbe. Gleichzeitig hat man Schuldgefühle und fühlt sich wertl los. Einfach abschalten und ungezwungen den Tag geniessen ist unmöglich. Gleichzeit ist fühlt man sich müde und Antriebsschwach.

Medizinisch gesehen ist Depression eine Erkrankung der seelischen Gesundheit. eine ziemlich häufige Krankheit  in Deutschlan.

Einer der häufigsten Ursachen für Krankeheitstage. . häufigster Grund für Suizid, eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland.

Also bei mir war das so: Man hat einen Tunnelblick ins leere, alles was dir spass gemacht hat scheint wertlos zu sein . Man bewegt sich in einer Kalten grauen Welt und nimmt nicht mehr die Farben des Lebens war. Und sucht nach einem Sinn weiter zu machen aber wiederspricht sich dabei selber das alles gar keinen Sinn mehr macht. Man kommt nicht mehr aus dem Bett man liegt nur rum und grübelt über alles nach und ist einfach erschöpft von einer Schlaflossen Nacht. Man tut sich abkapseln von Familie und Freunden man will niemanden sehen und hören man kommt sich vor wie der letzte Mensch auf erden . Irgendwann fängt man an seine ganzen sachen zu verkaufen, weil man der Familie keinen Schuldenberg hinterlassen möchte wenn der Zeitpunkt gekommen ist wo man alles beendet. Dannach fängt die grübelei wieder an wie mach ich das es muss einfach schnell und Schmerzlos gehen.

Doch dann ist jemand aus meiner Familie zu mir durch gedrungen und hat mich zu einem Arzt gezerrt. Und so habe ich mich in Therapie begeben, ich bin nicht zu 100% wieder Gesund aber jeder Weg ist Steinig und Schwer und ich denke selber das ich auf dem weg der Besserung bin.

Jedes Leben ist Lebenswert.

ich würde sagen, dass Depressionen durch Verlust kommen oder Sorgen und daher schätze ich dass man sie bekommt wenn man nachtragend oder zu nachdenklich ist. aber es kann durch vieles verursacht werden

Oh, da gibt es viele Ausprägungen, die auch ständig wechseln.

Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, Wut, Lethargie, Schlaflosigkeit, Selbstmordgedanken, Kopf- und Magenschmerzen, Gleichgültigkeit, Einsamkeit...

Die ganze Palette rauf und runter !

:-(

Ich bin jedesmal der Meinung ich bin nicht stark genug. Mein ganzes Leben scheint ein Schutthaufen zu sein. Alles ist mir zu viel.

Warst du inzwischen beim Arzt?

annalea1234 06.04.2017, 22:08

Nein. Ich weiß selber nicht mehr was oder wie ich mich fühle. Keine Ahnung wie ich es beschreiben soll. Einerseits fühle ich nichts, andererseits muss ich meine Tränen in der Schule zurückhalten, weil ich aus dem nichts anfange zu weinen. 

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LittleMistery 07.04.2017, 09:48
@annalea1234

Geh zu deinem Arzt und rede mit dem. Das wäre das schlauste was du machen kannst.

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