Wie würdet ihr die SPD wieder auf Vordermann bringen?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das Schlimme für die SPD ist ja nicht nur, dass ihr die Wähler wegrennen, sondern, dass ein nicht unerheblicher Teil direkt zur AfD rennt, was eigentlich das ultimative Armutszeugnis für eine linke Partei ist.

Linke waren früher eher antitheistisch eingestellt, das war somit das Einzige, was mir bei ihnen besser gefallen hat, als bei den rechten Parteien. Daher würde ich als Erstes diese Islamhörigkeit wieder abschaffen. Es gibt keinen Grund darüber zu diskutieren, ob man Kopftücher verbieten muss, ob Ausländer die Sprache lernen müssen, ob Flüchtlinge nur so lange aufgenommen werden, bis die Grenze zur Eigengefahr für das deutsche Volk erreicht ist, solche Dinge sollten selbstverständlich sein, auch für Linke, denn klar ist, früher waren auch Linke patriotisch, heute sind es nur noch eingeschnappte Pseudo-Antikapitalisten und eins ist klar, man kann sich als SPD-Wähler besser als Gutmensch präsentieren, als wenn man AfD wählt, aber das hat auch keinen Wert mehr, wenn man trotz 100% Arbeit und Lohn nicht überleben kann.

Des Weiteren würde ich aufhören, irgendwelche Parolen zu reissen. Es gibt verschiedene Dinge, die in die völlig falsche Richtung gehen, wo gerade die Linken eingreifen könnten, zum Beispiel bei den Mietproblemen, den verarmten Rentnern, man muss sich halt nicht wundern, dass der Flüchtling aus Syrien nicht mehr grad im Fokus für einen steht, der mit seiner Rente unter dem Existenzminimum leben muss.

Auch diese Dumping-Mentalität muss endlich wieder aufgegeben werden. Es müssen Regulierungen für Löhne und Preise geschaffen werden, die gewisse Lohnniveaus erbauen, die auch durch Billig-Arbeitskräfte aus dem Ausland nicht unterlaufen werden dürfen.

Auch ist klar, dass die Ignoranz gegenüber gewalttätigem Linksextremismus aufgegeben werden muss. Da muss man Maas zu Gute halten, dass er einer der wenigen ist, die das kapiert haben, aber von Stegner und Konsorten hört man immer noch Sätze wie "Das hat ja mit linker Politik gar nichts zu tun" und blablabla und dann wundert man sich, wenn Hamburg in Schutt und Asche liegt.

Generell muss auch einfach mal ein Eingeständnis erfolgen, dass man Fehler gemach hat und das gilt gleich für alle Altparteien, dann wären sie auch nicht mehr so angreifbar. Fehler machen kann jeder, aber einen Fehler zuzugeben erfordert immerhin eine gewisse Grösse. Damit wären die Probleme nicht aus der Welt, aber wir hätten endlich mal eine Basis, zu argumentieren, wie es denn in Zukunft weitergehen soll.

Und eine Sache ist klar: Kommt es zur GroKo, so werden viele Wähler weglaufen. Schulz wird jetzt zum Sündenbock gemacht, ich meine mein Mitleid hält sich in Grenzen, aber es hat einfach mit der Realität nichts zu tun. Die SPD hat ihn machen lassen, den gehypten Bundeskanzler. Es ist jetzt einfach, die ganze Schuld Schulz zu geben, aber da fehlt einfach bei den entsprechenden Mitglieder der SPD-Parteispitze auch das Verantwortungsgefühl, etwas, was man jetzt auf die meisten Politiker erstrecken kann. Aus dieser Verantwortung heraus muss auch die GroKo abgelehnt werden, dieses Gemurkse darf so nicht mehr weitergetrieben werden. Auf eine radikale Neukonzeptionierung müssen Neuwahlen folgen, und dann muss man halt hoffen.

Am Ende ist klar, dass wieder mehr auf die Bedürfnisse des durchschnittlichen Deutschen Fokus gelegt werden muss, denn man kann so viel für Flüchtlinge machen, wie man will, aber an der Wahlurne kann nur der Deutsche gewonnen werden und das schafft die SPD nicht mehr. Du sagst es in deiner Frage ja selbst, eine Volkspartei muss sie sein und das ist sie nun einmal nicht mehr.

Nun zu der Frage, in welcher Reihenfolge ich die Änderungen angehen würde:

  1. Alle Personen, die endgültig beim Wähler verspielt haben, müssen raus aus der Parteispitze und aus bedeutenden Personen.
  2. Die GroKo-Verhandlungen müssen abgebrochen werden, dann hat Merkel die Wahl, Minderheitsregierung oder Neuwahl.
  3. Kommt es zur Neuwahl muss eine rasche Änderung zu Gunsten oben erwähnter Punkte stattfinden.
  4. Kommt es zur Minderheitsregierung, hat man mehr Zeit, bis zur nächsten Wahlperiode oder bis die Regierung zusammenbricht. Auch hier müsste aber eine relativ schnelle Änderung angestrebt werden.

Aber naja, realistisch betrachtet sind wir weit weg von irgendetwas davon.

34

Wow, eine tolle Antwort! :) ... Ich muss dir in allen Punkten zustimmen. Was mich persönlich besonders stört ist, dass die SPD ihre eigentliche Stammwählerschaft (Arbeiter, Unter- und Mittelstand) aus den Augen verloren hat. Besonders junge Menschen haben überhaupt keinen Glauben mehr an die Politik, da sie schon mit der Gewissheit aufwachsen, dass ihnen nach wahrscheinlich rund 50-60 Arbeitsjahren irgendwann ein Rentnerdasein mit einem Monatseinkommen von etwas mehr als 1000€ blüht. Hier müsste die SPD ansetzen, und ihrer ursprünglichen Rolle wieder gerecht werden.

1
Wie würdet ihr versuchen, die Sozialdemokratische Partei Deutschlands wieder zu einer echten Volkspartei zu machen?

Das zentrale Problem ist, dass die SPD seit über 104 Jahren keine "Volkspartei" mehr ist. Seit Bebels Tod ist sie sie die zynische Variante einer Klientelpartei.

  • Unter "Volkspartei" versteht man im politischen Sinne die Offenheit für alle Klassen und Weltanschauungen. Die SPD hat sich jedoch seit Bebels Tod als Partei aufgestellt, die die Stimmen der Arbeiterklasse zum Vorteil der Oberschicht katalysiert (lies: verrät und verkauft).
  • Und "zynisch" deshalb, weil sie die einzige deutsche Partei ist, die systematisch "links blinkt und rechts abbiegt". Alle anderen Parteien stehen wenigstens ansatzweise für das, was sie auch vertreten. Nicht so die SPD. Die verspricht stets (A) und macht dann stets (B). Das schlägt sich auch im aktuellen Koalitionsvertrag nieder: Hier versprach man zur Wahl "Bürgerversicherung! Sonst keine Regierung!"; während im Koalitionsvertrag nur noch zu lesen ist, man habe sich darauf geeinigt, dass unterschiedliche Arzthonorare für die Behandlung privat und gesetzlich Versicherter ergebnisoffen zu prüfen sei (lies: "Wirbelt ein bisschen Staub auf, aber lasst es im Wesentlichen, wie es ist!")

Bis 1989 hatte sie das Problem direkter Vergleichbarkeit: In der DDR gab es die SED, die weitgehend vergleichbare Ziele verfolgte, wie sie zum Teil bis heute im Programm der SPD stehen. (Gleichheit aller Menschen, soziale Gerechtigkeit, Gesundheitsversorgung, Sicherheit, ... bis hin zum "demokratischen Sozialismus", den auch die SPD bis heute im Programm stehen hat)

Unsere Geschichte ist geprägt von der Idee des demokratischen Sozialismus, einer Gesellschaft der Freien und Gleichen, in der unsere Grundwerte verwirklicht sind. Sie verlangt eine Ordnung von Wirtschaft, Staat und Gesellschaft, in der die bürgerlichen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Grundrechte für alle Menschen garantiert sind, alle Menschen ein Leben ohne Ausbeutung, Unterdrückung und Gewalt, also in sozialer und menschlicher Sicherheit führen können.
Der demokratische Sozialismus bleibt für uns die Vision einer freien, gerechten und solidarischen Gesellschaft, deren Verwirklichung für uns eine dauernde Aufgabe ist. Das Prinzip unseres Handelns ist die soziale Demokratie
("Hamburger Programm"; aktuelles Grundsatzprogramm der SPD)

...

  • Bis 1989 MUSSTE die SPD also wenigstens ansatzweise "sozialdemokratisch" bleiben. Das hieß nicht, "sozialdemokratisch sein", sondern "so tun als ob".
  • Seit 1990 konnte sie die Maske jedoch endgültig vollständig fallen lassen. ... und das tat sie mit großer Erleichterung. Und mit Schröder (1998-) brachen dann alle Dämme.

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=> Wollte man also die SPD "wieder zu einer Volkspartei" machen, müsste man über 100 Jahre zurückgehen. Man müsste sich der alten Werte erinnern. Man müsste die Sozial-Demokratie wieder zum Leben erwecken, nachdem sie rund 100 Jahre lang tot war und ihre Leiche nur als Aushängeschild und Tarnung benutzt wurde.

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Was macht also Sozialdemokratie überhaupt aus?

Um also ermitteln zu können, was notwendig ist, die Sozialdemokratie wiederzubeleben, reicht es eigentlich schon aus, sich die Entwicklung der Grundsatzprogramme der SPD anzuschauen. Beginnend beim Eisenacher Programm aus dem Jahr 1869 und endend beim aktuellen Hamburger Programm aus dem Jahr 2007.

Beispielhaft sei etwa ein Satz aus dem Godesberger Programm (1959) genannt:

Wo das Großunternehmen vorherrscht, gibt es keinen freien Wettbewerb. Wer nicht über gleiche Macht verfügt, hat nicht die gleiche Entfaltungsmöglichkeit, er ist mehr oder minder unfrei. Die schwächste Stellung in der Wirtschaft hat der Mensch als Verbraucher.
Mit ihrer durch Kartelle und Verbände noch gesteigerten Macht gewinnen die führenden Männer der Großwirtschaft einen Einfluss auf Staat und Politik, der mit demokratischen Grundsätzen nicht vereinbar ist. Sie usurpieren Staatsgewalt. Wirtschaftliche Macht wird zu politischer Macht. 
Diese Entwicklung ist eine Herausforderung an alle, für die Freiheit und Menschenwürde, Gerechtigkeit und soziale Sicherheit die Grundlagen der menschlichen Gesellschaft sind. 
("Godesberger Programm", SPD, 1959)

Was 1959 noch sozialdemokratische Spatzen vom Dach pfiffen, gilt heute längst nicht mehr: Die SPD versucht gar nicht mehr, "Großunternehmen" zu beschränken; sie biedert sich bei ihnen an; sie kriecht ihnen so tief in den Hintern, dass sie ihnen schon wieder zum Hals raushängt, wie etwa die aktuelle Kritik der Wirtschaft am Koalitionsvertrag überdeutlich zeigt. Sie versucht gar nicht mehr, den Lobbyismus zu beschränken, sondern beschwert sich in aller Öffentlichkeit, wenn die Lobbyisten sie ignorieren...

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Was müsste man also ändern?

1- SÄMTLICHE aktuellen Führungskader der SPD - bis in die dritte(!) Reihe - müssten ihres Machtanspruchs enthoben, besser aus der Partei geworfen werden. Sie alle haben die Fehlentwicklung der Partei aktiv mitgetragen. Und sie alle haben sich als "der Sozialdemokratie unwürdig" erwiesen.

Doch nicht als "Rache", sondern um ein unmissverständliches Zeichen zu setzen, dass ein unumkehrbarer Erneuerungsprozess begonnen hat, der nichts - WIRKLICH GAR NICHTS - mehr mit der Spezialdemokratie der SPD der Nachwende-Zeit zu tun hat.

Würde man das nicht machen, würde man also mit den Personal-Rochaden der SPD, wie sie seit 1914 geübt werden, fortfahren, würde das Vertrauen in die SPD nur sehr viel langsamer wachsen können.

2- Es bräuchte einen demokratischen Prozess der offenen Diskussion sozialdemokratischer Werte. Nicht nur mit den Mitgliedern der Partei, sondern MIT ALLEN BÜRGERN, die sich daran beteiligen wollen.

Ich kann es nicht oft genug wiederholen: Würde die SPD nur von ihren Mitgliedern gewählt werden, wäre das BESTE ERGEBNIS, das sie erreichen könnte, derzeit 0,7 Prozent. Damit verschwände sie in Hochrechnungen und Wahlergebnissen unter "Andere Parteien". ... und wir sollten nicht vergessen: Sie war einst die größte Partei Deutschlands und hatte mal allein mehr Mitglieder als heute alle Parteien zusammen.

Das bedeutet auch, dass die einst modernste Partei Deutschlands wieder zu jener Moderne und jenem Progressionswillen zurückfindet, die ihr vor über 100 Jahren so viel Zustimmung und Unterstützung einbrachten.

Und einer dieser Progressionsschritte wäre, anzuerkennen, dass "Parteien" als politische Monopolinstitutionen ausgedient haben und dem Grundgesetz endlich Geltung zu verschaffen ist: ("Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages [...] sind Vertreter des ganzen Volkes, an Aufträge und Weisungen nicht gebunden und nur ihrem Gewissen unterworfen." Art 38 I GG) Das - und NUR DAS - generiert einen "Volkspartei-Anspruch". Denn nur auf diese Weise können sich "alle Klassen" innerhalb einer Partei vertreten sehen. Das durch den Fraktionszwang erstickte und auf die Linie der Partei-Elite gezwungene Gewissen des Abgeordneten hat diesen Anspruch nicht und kann ihn auch nicht umsetzen.

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Wie sähe die aktuelle Linie aus? Was wäre als nächstes zu tun?

1- Sofortiger Ausstieg aus der "GroKo". Und zwar mit Pauken und Trompeten. Offensive Begründung, dass praktisch NICHTS in diesem Koalitionsvertrag klassischen sozialdemokratischen Werten entspricht. Zum Teil durch den Zwang der konservativen Parteien (CDU, CSU); zum Teil aber auch, weil die Partei von der eigenen Partei-Spitze und unter dem Einfluss rechts-konservativer und rechts-reaktionärer Kreise für Posten und Pöstchen verkauft wurde.

2- Umgehende Entlassung der "ersten Garde" der Partei. Mindestens aus dem Amt; besser aus der Partei. Sämtliche "Spitzenpolitiker" um Gabriel, Nahles, Steinmeier, Steinbrück, Scholz, Dreyer, Schäfer-Gümbel, Stegner, Schwesig, Nietan, Bullmann, Böhning & Co. werden öffentlich(!) gebeten, ihre Partei-Ämter und Partei-Funktionen umgehend zur Verfügung zu stellen.

3- Umgehende Neubesetzung notwendiger(!) Spitzen-Ämter in Form einer Neuwahl. Dabei werden alle Eliten des bisherigen Funktionsstabes, des Seeheimer Kreises und aus deren beider Dunstkreis von der Kandidatur ausgeschlossen. Ansonsten kann sich JEDES Parteimitglied zur Wahl stellen.

Wahlberechtigt ist JEDER Wahlberechtigte der Bundesrepublik. (Ja, das würde auch bedeuten, dass CDU- und FDP-Mitglieder über den Führungsstab der SPD mitbestimmen können. Doch ihre Zahl ist mit insgesamt 0,7 Prozent sehr überschaubar. Und eine Partei, die einen ECHTEN "Volkspartei"-Anspruch hat, sollte ihre Elite auch auch vom Volk wählen lassen.

(Mir persönlich wäre es lieber, niemanden auszuschließen, doch du stellst explizit auf "Erneuerung der SPD" ab. Ich würde es bevorzugen, "völlig ergebnisoffen" zu sein; hilfsweise also auch anzuerkennen, dass die Sozialdemokratie endgültig gestorben ist und gemäß des Willens der Wähler auf den Müllhaufen der Geschichte gebracht werden muss.)

4- Mit der Einsparung von Funktionsgeldern aus den eingesparten Posten und Pöstchen (s. Punkt (3)) wird eine politische Bildungsabteilung ("Social Media Teams", etc.) aufgebaut, deren einzige Aufgabe darin besteht, "Demokratie & Rechtsstaat" zu kommunizieren.

Ihr fällt es zu, über die Bedeutung von "Minderheitsregierung", "Fraktionszwang" und zahlloser anderer politischer Begriffe aufzuklären und dem politischen Neusprech ALLER PARTEIEN und Interessengruppen den Vernebelungscharakter zu nehmen.

5- Vollständige Transparenz der Partei-Arbeit auf Bundesebene. Fortan wird die Partei auf allen Ebenen verpflichtet, über SÄMTLICHE Aktivitäten offensiv zu berichten: Wer hat in welchem politischen Kreis für oder gegen welche Entscheidung gestimmt? Wie hat sich "mein" SPD-Abgeordneter in Abstimmungen verhalten? Wo kann ich seine Reden im Wortlaut nachschlagen? ... und ... und ... und ...

Auch hier werden die Teams, die im Punkt (4) gegründet wurden, in die Pflicht genommen, aber JEDERMANN, nicht nur Parteimitglieder oder gar - wie bisher an vielen Stellen - nur Funktionäre der Partei, ist berechtigt, diese Aktivitäten öffentlich(!) zu kontrollieren, zu kommentieren und Vorschläge zu machen bzw. Kritik zu äußern.

6- Ausrichtung eines Bundesparteitages im Jahr 2019/2020, an dem JEDES PARTEI-MITGLIED, das teilnehmen will, teilnehmen kann. Keine "Delegierten-Konferenz mit Podiums-Diskussions-Charakter", sondern behelfsweise auch eine Massenveranstaltung. (Hier kann auch auf die Technologie zurückgegriffen werden und hilfsweise ein "Räte-Parteitag" organisiert werden. Etwa, indem alle Ortsverbände lokale öffentliche Teilnahme anbieten und hierarchisch kommunizieren.)

Auf diesem Parteitag wird das neue Programm der SPD, das vorher vorgeschlagen und öffentlich diskutiert wurde, beschlossen. Anders als bisher jedoch in der Form eines "Pflichtenheftes für die Partei"; also mit der Kategorisierung von "Muss zwingend eingehalten werden", "Sollte, wenn möglich, eingehalten werden, braucht aber eine Näherung; ist also 'kleine Verhandlungsmasse' für Absprachen" und "Kann eingehalten werden, muss aber nicht, kann also auch verschoben/aufgegeben werden; ist also 'große Verhandlungsmasse' für Absprachen".

7- Ab der nächsten Wahl zum Bundestag sind ALLE SPD-Abgeordneten auf allen Ebenen zu unbedingter Transparenz verpflichtet. Das gilt auch für Länder und Kommunen.

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Wird irgendwas davon passieren?

Nein. Natürlich nicht. Tatsächlich würde, wie du schon an etlichen Antworten auf deine Frage in diesem Thread siehst, vieles davon die Menschen geistig völlig überfordern.

Doch die SPD hat es schon einmal getan und etwas gefordert, was zur damaligen Zeit völlig utopisch, völlig undenkbar war. Sie hat schon einmal die Mehrheit der Menschen geistig überfordert. ... Und das Ergebnis war, dass auch in Deutschland die Demokratie Einzug hielt. Zögerlich zwar; und mit vielen großen und kleinen Rückschlägen verbunden; doch heute (hoffentlich) unverrückbar.

Es ist nun abermals an der Zeit, die Demokratie zu stützen und so wahren traditionellen Werten der Sozialdemokratie Geltung zu verschaffen; auch, wenn das erneut mit Rückschlägen verbunden sein wird.

Gar nicht, kC = keine Chance, es wird keinen SPD Kanzler mehr geben.

Stichwort Agenda 2010, ein historischer Fehler.

- Rentenanwarteschaften für 48% gekürzt
- zunehmende Altersarmut

Allein dieser Aspekt wirkt bis gegen 2050.
Gegen diese Wirkung gibt es kein Rezept.
Mit Gerechtigkeit und Glaubwürdigkeit braucht die SPD nicht mehr antreten, damit findet sie kein Gehör mehr.

Deutschland hat eine neue Maßeinheit, der Abstand zwischen zwei historischen Desastern ist eine SPD.

Es brauchte einen tief verwurzelten Masochismus, für diese Partei auch nur zu versuchen die Kastanien aus dem Feuer zu holen.
Schulz gab den Ikarus, er stieg auf und fiel tief.
Kevin Kühnert gibt den "Zauberlehrling", frei nach Goethe.
Unzweifelhaft, der Mann hat alles was es braucht, für die Politik. Allein die Aufgabe vor der er steht, ist unerfüllbar.
Er wird Enden wie einst Moses, das "gelobte Land" nie betreten.
"Greife niemals in ein fallendes Messer" Andre Kostelany.

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Ich halte es schon für sehr gewagt, zu sagen, dass es keinen SPD-Kanzler mehr geben wird. Gerade jetzt, wo sich die Merkel-Ära allem Anschein nach in den letzten Atemzügen befindet, und sich auch die Union neu erfinden muss, könnte bald wieder vieles offen sein. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man in der SPD die entsprechenden Weichen stellt, um wieder ein ernstzunehmender Herausforderer für CDU/CSU zu werden. Ob die aktuelle Führungsriege der Partei dafür geeignet ist... Warten wir's ab.

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@Indecisive

Dazu müsste in der CDU jemand den Kanzlersturz versuchen. Darauf kannst Du lange warten.
Merkel erklärte gerde, wenn dann bis 2021 im Amtzu bleiben.

Die SPDhat aktuell kein Konzept und keinen Kanzlerkopf.
Die Linken wollen nicht regieren, die rechten vom Seeheimer Kreis will keine Visionen. Besonders die Seeheimer beefleißigen sich Kanzlerkandidaten klein zu halten.
Mit der Hypothek der Agenda 2010 bleibt die SPD chancenlos. Mit den Seeheimern wird es keine Änderungen an der Agenda 2010 geben.
Das nich allein, Programm hin oder her, ohne Leute die das auch in einer Regierung durchsetzen können, wird es nicht gehen.

Im Gegensatz zur SPD hat die CDU Machtoptionen.

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