Wie würdet ihr das Gedicht verstehen?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Laut Wikisource schrieb Fontane das Gedicht im Jahr 1895, also im Alter von 75 Jahren. Ich vermute, dass Fontane in dem Gedicht die Erfahrung der "senilen Bettflucht", also der altersbedingten Reduzierung des Schlafbedürfnisses, verarbeitet. Er tröstet sich mit dem Gedanken, dass Schlaflosigkeit irgendwann jeden Menschen trifft und dass er, wenn er diese Nacht schlaflos bleibt, in der nächsten Nacht umso besser schlafen wird.

Das Adverb "ehstens" bedeutet übrigens "in nächster Zukunft", "bald", "demnächst" (vgl. http://woerterbuchnetz.de/GWB/call_wbgui_py_from_form?sigle=GWB&lemid=JE00297).

Ich verstehe das Gedicht als tröstlichen und beruhigenden Zuspruch für einen schlaflosen Menschen.

Das Gedicht weckt allerdings auch Assoziationen an den Tod: Der Zusatz "wie's jeden traf" erinnert an die Unausweichlichkeit des Todes, die Personifikation des Schlafs erinnert an "Gevatter Tod", "des Schlafes Bruder", und das Bild der Auszahlung erinnert an die protestantische Vorstellung vom Tod als Zahltag.

Also wie schon gute Deutschlehrer sagen "Es gibt nicht immer die eine Wahrheit". Ich würde das so interpretieren das es sich hierbei um eine Tödliche Krankheit handelt. In der man keinen Schlaf findet da man eine heiden Angst hat möglicheweise.

  • Dafür sprechen würde der Anfang "Nun trifft es mich, wie's jeden traf..." in dem es um den Tatbestand, der tödlichen Krankheit geht

  • Das man wie das Gedicht besagt keinen Schlaf findet.

  • Man sich anscheind immer Zuhause befindet "...eh'stens wieder in Dein Haus..."

  • Und das Ende in dem man die gesammte Ruh(e) in einem rutsch ausgeschüttet bekommt und somit halt. Ewig schläft (Tod).

Das wäre meine Interpretation... Kurz gefasst

es raubt ihm etwas den schlaf, aber wenn es ausgestanden ist, wird er richtig zum schlafen(ich denke, es wird, zur inneren ruhe kommen, damit gemeint sein) kommen

blablabla

er steht vor einer entscheidung, aber er muss es entscheiden, um wieder schlafen zu können und dann endlich ruhe vor der sache zu haben

Der Erzähler hat wohl ein Problem, weshalb er nicht schlafen kann.

Wenn er dann aber mal einschläft, ist sein Ruhebedürfnis so groß, dass er alles nachholt.

bin mir nicht sicher aber ich glaube der Schlaf soll in diesem Gedicht auch irgendetwas mit dem Tod ausdrücken

Mhm. Also irgendwie bring ich das mit Träumen in Verbindung. ~ ;D

Was möchtest Du wissen?