Wie würde in Deutschland die Adoption einer jungen Frau ablaufen?

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3 Antworten

Es ist notwendig, einen Antrag vor dem Vormund­schafts­gericht zu
stellen. Dieser Antrag muss notariell be­ur­kun­det sein. Es ist von
Vorteil, in den Antrag zur Adoption des Erwachsenen bereits die
Ein­ver­ständ­nis­erklärung des zu Adoptierenden aufzunehmen. In dem
Antrag muss aus­geführt sein, dass zwischen den annehmenden Eltern und
dem zu Adoptierenden ein Eltern-Kind-Ver­hältnis besteht. Dieses
Verhältnis muss nach­ge­wie­sen werden. Ein Eltern-Kind-Verhältnis liegt
dann vor, wenn das Verhältnis mit dem der leiblichen Familie
gleich­gestellt werden kann.

Ist dies in dem Antrag ausreichend dargelegt worden, findet eine
Anhörung vor dem Vormundschaftsgericht statt. In dieser Anhörung wird
noch einmal überprüft,

ob ein Eltern-Kind-Verhältnis zugrunde gelegt werden kann.

Bezüglich des Eltern-Kind-Verhältnisses ist noch an­zu­merken, dass
ein gewisser Abstand bezüglich des Alters vorliegen muss. Ein Mindest-
oder Höchstalter ist da­ge­gen nicht vorgegeben.

Wird dies positiv beschieden, ergeht ein Beschluss,

in dem die Annahme erklärt wird.

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Kommentar von elmundoesloco
03.09.2016, 19:26

Gute Antwort, aber Vormundschaftsgericht gibt's nicht mehr, nur noch Betreuungsgericht. :) Es macht wenn dann das Familiengericht

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klar geht das aber ausser das man ein stück papier hat bringt es nicht viel und kostet viel geld und ist keine "jetzt bist du für immer mein" bescheinigung.

Wenn man das kind von ganzen herzen liebt das ist das wichtigste.

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Volljährigenadoption ist möglich, jedoch erlöschen da nicht die Verwandtschaftsverhältnisse zum "alten" Vater. Die Annahme Volljähriger ist ab §§ 1767 ff. BGB geregelt.

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