wie würde eine post-kapitalistische Gesellschaft aussehen,wie kann ich mir diese Form vorstellen...Details sind gut?

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7 Antworten

wie würde eine post-kapitalistische Gesellschaft aussehen, wie kann ich mir diese Form vorstellen ...?

Das weiß derzeit kein Mensch zu sagen!

Möglicherweise wird es flächendeckend zu einem Neofeudalismus auf kapitalistischer Grundlage und mit einem unbedeutenden, Armut zementierenden sozialen Beiwerk kommen. Die Anfänge dazu sind bereits gemacht, allerdings mag das auch nur eine Übergangserscheinung zu Schlimmerem sein - wer weiß.

Aber weil das eben kein Mensch weiß, muss es bei Kaffesatzleserei bleiben - gut, man könnte auch den Vogelflug interpretieren, wie es die alten Römer manchmal getan haben.

MfG

Arnold

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Sklavenhaltergesellschaft, Feudalismus, Kapitalismus... Was danach kommt? Gute Frage.

Zumindest wissen wir, dass fundamentale Gesellschaftsformationen nicht nur ein paar Jahrzehnte existieren, sondern mindestens deutlich über tausend Jahre (Feudalismus). Der Kapitalismus hat dabei erst 200 Jahre auf dem Buckel.

Die Annahmen von Marx, dem Kapitalismus würde der Kommunismus folgen und zwar kaum, dass er überhaupt entstanden sei, haben sich als irrig entpuppt.

Die Versuche, sozialistisch/kommunitische Alternativen zum Kapitalismus zu etablieren, haben sich aufgrund ihres reinen Voluntarismus als gigantisch gescheiterte Experimente mit deprimierendem Verbrechensbegleiterscheinungen erwiesen.

Dennoch wird der Kapitalismus nicht das "Ende der Geschichte" sein. Er ist aber wohl noch weit davon entfernt, sein Entwicklungspotential ausgeschöpft zu haben. Daher wird sich die Frage nach einer Alternative praktisch auch erst in ferner Zukunft stellen.

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Zur Beantwortung dieser Frage wäre hilfreich, wenn Du erst mal Deinen Begriff von "kapitalistischer Gesellschaft" vorstellst. Unter diesem Begriff schwirren so viele schwammige Vorstellungen durch die Welt, dass sich jeder seinen Lieblingsteufel selbst aussuchen und als Pappkameraden zum Draufschlagen hinstellen kann. Was verstehst Du unter Kapitalismus: Ökonomisch, politisch. Politisch dürfte Dir schwerfallen, da nirgenwo eine einheitliche Ausformung erkennbar ist. Ökonomisch ist nicht weniger schwierig, zumindest sollte abgegrenzt werden, wie Du den ökonomischen Stand 2016 beschreibst, z.B., wenn Du marxistische Begriffe verwendest, in Abgrenzung zum von Marx beschriebenen englischen Kapitalismus der Endjahre 19. JH, wo noch Textilindustrie dominierte und Schwerindustrie erst langsam aufkam. Was ich hier lese ist Kaffeesatzleserei nach Gusto. Dabei gibt es mit der Entwicklung zu Industrie 4.0 (googeln) tatsächlich zunehmend Probleme, die zu lösen wären. Auch die globale Entwicklung der Finanzwirtschaft mit ihrem überbordenden Hang zu Spekulationen ohne realwirtschaftlichen Hintergrund stellt eine neue Herausforderung dar. Dazu kommen die geänderten Grundbedingungen der neuen Massen- und Mediengesellschaft. Man erkennt, Deine Frage ist mal leichter so dahingestellt als eine serieöse Analyse der grundliegenden Verhältnisse. Dazu wirst Du mit einem Buch nicht auskommen.

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Das wird mit Sicherheit eine Mangelgesellschaft sein, in welcher das Faustrecht vorherrschen wird. Die Stärkeren werden den Schwächeren die wenigen vorhandenen Güter einfach wegnehmen.

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Kommentar von Haggae
14.07.2016, 17:06

Genau, ganz egal wie es wird: Es wird auf jeden Fall schlechter.

Was ist denn dass für eine lebensverneinende Einstellung!

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„Entsprechend den neuen Fähigkeiten der Gesellschaft bedarf es neuer Weisen der Verwirklichung.

Solche neuen Weisen lassen sich nur in negativen Begriffen andeuten, weil sie auf die Negation der herrschenden hinausliefen.

So würde ökonomische Freiheit Freiheit von der Wirtschaft bedeuten – von Kontrolle durch ökonomische Kräfte und Verhältnisse; Freiheit vom tägliche Kampf ums Dasein, davon, sich seinen Lebensunterhalt verdienen zu müssen.“

Herbert Marcuse

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Eine Ablösung des Kapitalismus führt hin zum Sozialismus, wie immer der auch geartet sein mag. Weitere Alternativen gibt es nicht, wird es nicht geben.

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Kommentar von ArnoldBentheim
01.07.2016, 13:21

Oha, eine sehr gewagte These. Denn hatten wir ihn nicht schon einmal, den "Sozialismus", und zwar "real existierend"?  :-))

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Wenn man Glück hat eine gerechtere soziale Ordnung, aber wie das jetzt detailliert darstellen soll, ist mir jetzt, was viel Aufwand.

Vor allem Frauen müssen da mehr an die Macht!

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