Wie würde ein Reibungsloses Kugellager oder ähnliches aussehn?

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5 Antworten

Wichtig Kraftübertragung = ReibungKraftübertragung kann garnicht stattfinden, wenn es keine Reibung gibt!!!

Ganz ohne Reibung geht es nicht, du brauchst ja Kontakt damit die Kugelgelagerte Achse nicht wild umher schlägt und unrund läuft. Aber die optimale Lösung wäre wenn die Lagerflächen überhaupt keinen Kontakt zueinander hätten, stattdessen müssten sie in Öl schwimmen. Beim Auto ist das ja der Fall. Die Ölpumpe presst Öl in die Lager, diese schwimmen auf einem Ölfilm auf und die Teile haben keinen Kontakt zueinander, sie werden mittels Öldruck spielfrei gehalten. Das beim Fahrrad umzusetzen wäre möglich, aber sehr aufwändig.

Extrem Reibungsarm sind "Rubinlager", die werden für hochwertige, mechanische Uhren verwendet und früher auch für Drehspulmessinstrumente. Der Rubin (Edelstein) weist praktisch keine Reibung auf.

Natürlich gibt es immer eine Reibung, noch reibungsärmer als Rubinlager sind magnetische Lager, die Achse wird durch die Kraft von Magneten gehalten und das ist (Im Vakuum) Reibungsfrei da es keine Berührung gibt. Allerdings kann die Drehung auch Wirbelströme wegen der Magnetfelder erzeugen, je schneller die Drehung, desto ahrscheinlicher ist es dass es eine "Reibung" durch Wirbelströme gibt.

Grundsätzlich gibt es keine reibungsFREIEN Kugellager. Das müsste schon eine berührungslose, MAGNETISCHE AUFHÄNGUNG sein. durch magnetische, rotierende Felder, die das Magnetfeld der Aufhängung überlagern, wäre sogar eine Art Antrieb möglich. Sowas würde nicht nur im Weltall- sondern auch im Schwerkraftfeld der Erde (im Vakuum natürlich) funktionieren. Ist aber alles hypothetisch.

Du kannst reibungsarme Lager konstruieren, aber reibungsfrei geht nicht.

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