Wie würde Deutschland ohne Sozialleistungen für Arbeitslose aussehen?

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14 Antworten

Mach doch einen praktischen Versuch: Geh in einer Einkaufszone betteln, denk dir dabei dass du für deine aktuelle Bedürftigkeit nichts oder nur in den Augen von Klugscheißern etwas kannst (Lernschwach, Arbeits- oder Sportunfall, falschen Beruf gelernt - nicht mehr gefragt, arbeitsmäßig verschlissen, Kinder (zukünftige Steuerzahler) erzogen und lebenstüchtig gemacht - ohne Entgelt, mal einen Fehler gemacht - ohne zweite Chance, in der falschen Gegend groß geworden, einen beschissenen Klassenlehrer gehabt, falsche Ausbildung gewählt -- irgendwas vergessen?). 

Dann sieht Deutschland für dich so aus wie es für dich dann eben aussieht. - Gehörst du zu denen, die an dir vorbeilaufen sieht es eben anders aus - bis sie selbst da sitzen.

Solidarsysteme sind keine Mitleidsaktion sondern ein gut begründbarer politischer Kalkül als der Kit, der eine Gesellschaft zusammenhält weil sie eine logische Konsequenz aus der Erkenntnis heraus bedeuten, dass es eben eine Lüge ist, dass eine Gesellschaft Chancen gleich verteilen könnte und deshalb die individuellen Risiken, die eine Gesellschaft strukturell für jeden von uns bedeuten können und sehr oft sogar von dieser selber sogar systemisch produziert werden eben auch gemeinschaftlich / gesellschaftlich getragen / verteilt werden, Punkt.

PS: Es sei denn du machst einen definitorischen Unterschied zwischen Gesellschaft und Gemeinschaft.

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Es würden wohl Ghettos von Tagelöhnern mit hoher Kriminalitätsraten entstehen. Die Kinder in diesen Gebieten hätten keine Chancen in unserem Bildungssystem.

Viele Langzeitarbeitslose können nicht arbeiten. Wir brauchen nur wenige Leute, die körperlich schwach sind und keine Ausbildung haben. Ältere, Kranke und Alleinerziehende würden in eine verzweifelte Situation gebracht.

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Schau mal auf die Länder, die kein funktionierendes Sozialsystem haben. Ohne Arbeit kommen harte Zeiten auf Familien zu. Die Behauptung "Mehr Menschen würden arbeiten" halte ich für Schwachsinn, nach der Logik müsste in Südeuropa Vollbeschäftigung herrschen.

Eine Finanzkrise reicht, und ganze Bevölkerungsschichten würden an die Grenze zur Armut getrieben werden. Der Anteil an Schwarzarbeit würde steigen, die organisierte Kriminalität würde aufblühen mit all ihren Konsequenzen.

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Natuerlich, deswegen gibt es diese Hilfen, damit sich die Beduerftigen es sich nicht bei den anderen holen!

Wenn du dich wie in den USA entscheiden musst, entweder die Miete zu bezahlen oder das Essen, dann entsteht Spannung, die gewollt ist, damit sich nicht jeder dort herein begibt.

Hier hast du noch immer beides, noch, auch das wird sich aendern!

Als Kontrolleur hat du die Moeglichkeit zu entscheiden, gebe ich jedem Beduerftigen was er braucht, oder spiele ich das "Es ist dein Problem" Spiel, in dem ich denen, die beduerftig sind, zu wenig gebe, mit den bekannten Auswirkungen auf die Kriminalitaetsstatistik!

Im ersteren hast du in deiner Republik weitgehend Ruhe, keine Aufstaende der Unterbemittelten, im zweiten Fall Aufstaende und vermehrte Kriminalitaet, aber dafuer weniger Ausgaben.

Ein heisses Schwert, ich glaube, keines ist der richtige Weg, vielleicht ist ein Grundeinkommen doch das Richtige, das wird umsomehr ein Thema, wenn zukuenftig viele Jobs wegen Automatisierung wegfallen werden, in den naechsten 3-7 Jahren.

Aber vielleicht haben wir bis dahin ganz andere Probleme! Viel Erfolg1

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Es würde sicher mehr Leute geben, die alles dafür tun, eine Arbeit zu bekommen, um nicht auf der Straße zu landen.

Gibt es keine Sozialleistungen, kann sich jemand, der keinen Job findet nicht ernähren und muss notgedrungen kriminell werden. Also ja, Kriminalität würde steigen und die Gelder würden nicht mehr für Sozialleistungen drauf gehen, sondern für mehr Polizei und größere Gefängnisse und mehr Richter.

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Schau die doch nur die Großstädte der USA an, dann haste auch sehr schnell die passsende Antwort. .

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Na ja. Vielleicht wie in Südeuropa, Balkan oder so. Vielleicht wäre der familiäre Zusammenhalt stärker, nachdem die "Familie Staat" nicht so sorgend wäre. Vielleicht würden sich auch mehr hegemoniale und mafiöse Strukturen entwickeln, welche die "Sorgepflichten" übernehmen würde. Oder gleich wie Südamerika, Ausbeuter und Untertanen, Mafia, Gangs, Untergrundkämpfer, Ausbeuterarmee.....Oder wie in Russland: einige Oligarchen, der Rest arme Schlucker.

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Kommentar von 120grammButter
01.09.2016, 13:11

Sehe ich sehr ähnlich.

Dass viele aufeinmal "normale" Arbeit nachgehen würden ist aufgrund von Mentalität, Bildung, Einstellung, Arbeitsplatzverhältnissen, offenen Stellen und fragwürdigen Löhnen im Vergleich zu vielen kriminellen Alternativen eher unrealistisch.

"Alle arbeiten und die Straßen sehen sauber aus" - scheint eher ein naives Weltbild von wohlständigen Menschen in Reihensiedlungen zu sein.

Das ist eben ein Nebeneffekt der verschiedenen sozialen Schichten und Parallelgesellschaften, die das jeweilige fremde Weltbild bzw. die Situation nicht nachvollziehen können.

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Optisch eins zu eins wie vorher ... ich denke, dass es mehr Kriminalität gibt, da die Menschen Geld brauchen ... und es sich besorgen werden

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Andere werden sich aus eigenem Interesse darum kümmern. Suppenküchen und Armenhäuser - wie früher.

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Es würden wesentlich mehr Leute arbeiten, aber auch wesentlich mehr Bettler geben.  Mit der Sauberkeit der Strassen haben Sozialleistungen im übrigen nichts zu tun.

Meiner Meinung nach gibt es unter den Transferleistungsbeziehern leider sehr viele faule schmarotzer, für die sich Arbeit in diesem System leider nicht lohnt.

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Kommentar von 120grammButter
01.09.2016, 13:01

Bettler tragen nicht negativ zur Sauberkeit der Strassenbildes bei?
Durch Erfahrungen im Milieu würde ich persönlich behaupten, dass die Kriminalitätsrate sowie die Schwarzarbeit gegenüber neuen offiziellen Arbeitskräften überwiegen würde. Kommt aber natürlich auch auf die Region an.

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Kommentar von voayager
01.09.2016, 13:02

Mußt du denn solch einen geballten Mist loslassen? Wer nicht arbeitet, verfällt in armut, wer aber möchte schon gern arm sein? Ich kenne da niemanden.

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Die Kriminalität würde auf jeden Fall steigen. 

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Weitaus schlimmer...

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Kommentar von 120grammButter
01.09.2016, 12:57

Was wäre deine Vorstellung dazu?

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vermutlich würden mehr leute arbeiten. jetzt wird es vielen einfach zu leicht gemacht, auf der faulen haut zu liegen (ich möchte damit  sagen, dass es durchaus auch leute gibt, die sozialleistungen zu recht erhalten)

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Kommentar von Grautvornix
01.09.2016, 12:58

Ja sicher, dann würde es keine 1€ jobs mehr geben sondern

50 cent Jobs, damit die Leute wenigtens noch soviel verdienen, das sie das Bussgeld für die Fahrt zur Arbeit zusammen bekommen.

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Kommentar von pythonpups
01.09.2016, 12:59

Es würden vielleicht ein paar wenige, die momentan glauben, Arbeit nicht nötig zu haben, mehr arbeiten. Wenn es keine Sozialleistungen gäbe heißt das ja nicht, daß plötzlich mehr v. a. niedrigqualifizierte Arbeit da ist, die jemand machen könnte. Stattdessen könnten sehr viele ihre Wohnung nicht mehr bezahlen und sehr viele müssten sehen, wie sie "alternativ", sprich kriminell über die Runden kommen.

Du überschätzt, glaube ich, die Anzahl der sogenannten "Sozialschmarotzer". Sehr viele alleinerziehende Mütter, hätten z. B. plötzlich auch ein enormes Problem.

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Kommentar von voayager
01.09.2016, 13:03

Solch ein Blödsinn, machst gerade so, als wenn die Arbeitslosen geil drauf wären arm zu sein.

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Mehr Obdachlose, mehr Kriminalität. Weniger Armutszuwanderung.

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