Wie wollten die Spanier und Portugiesen Amerika wirklich erobern?

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2 Antworten

Hi. Geplant war da gar nix. Aber Cortez hatte vor Ort erkannt, dass sich die Azteken mit ihrer krassen Hegemonialstellung unter den Vasallenvölkern viele Feinde gemacht hatten. Und blöderweise waren die Azteken gerade zufällig geschwächt. Dann hatte Cortez noch das große Glück, eine supersprachbegabte indigene Frau zu haben (La Malinche, so ne Art Missandei von Naath), die mit den Unzufriedenen reden konnte, dass sie den Spaniert geholfen haben. Relativ parallel lief das bei Pizarro und den Inka.

Ne Doku hat mal behauptet, dass v.A. die Südamerikaner schlechter gegen Krankheiten gewappnet waren, weil die am Weitesten gewandert sind. Und deswegen gab es (ich habs nicht so ganz verstanden) weniger Diversität bei den Immunsystemen (also nur eine Art von Immunsystem) und dieses war besonders anfällig für die Krankheiten, an die sich die Europäer seit 10.000 Jahren gewohnt hatten. Für die Indios waren sie aber komplett neu und verhehrend. Passiert heute noch, wenn isolierte Amazonasstämme entdeckt werden und Kontakt mit "Europäischstämmigen" haben. Deswegen hat Brasilien neulich erst ne Gegend am Rio Orinoco zum Quarantänegebiet erklärt...

salsita 11.08.2017, 13:04

"Ne Doku hat mal behauptet, dass v.A. die Südamerikaner schlechter gegen Krankheiten gewappnet waren, weil die am Weitesten gewandert sind. Und deswegen gab es (ich habs nicht so ganz verstanden) weniger Diversität bei den Immunsystemen ..."

"Passiert heute noch, wenn isolierte Amazonasstämme entdeckt werden ..."

Das, auf die damaligen indigenen Völker bezogen, kann man einfach unter dem politisch nicht korrekten Namen Inzucht zusammenfassen, welche durch fehlende neue Impulse des Immunsystems, dieses schwächen bzw. nicht schnell genug an Neues anpassen.

Heute trifft dies auf "Südamerikaner" jedoch schon lange nicht mehr zu, denn z.B. in Argentinien sind 90% europäischer Abstammung (Spanier, Italiener), selbst in Brasilien gibt es deutsche Siedlungen usw. usf. Aber zu der Zeit, als Spanien Amerika eroberte, waren viele Urvölker und Stämme unter sich, bekriegten sich. Machten tagtäglich Menschenopfer, um deren Götter gnädig zu stimmen.

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BaalAkharaz 11.08.2017, 19:59
@salsita

gibts nen politisch korrekten Namen für Inzucht..? Bin da generell nicht so auf dem Laufenden, was gerade OK ist und was schon wieder nicht mehr :-D

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salsita 11.08.2017, 21:41
@BaalAkharaz

Ja, zur Zeit sind klare Worte schlimmer als schlimme Taten.

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Hä das haben die doch? Nein es war ein Zufall der Geschichte das 90% der Indianer von Mexiko und Süd Amerika von denn Europäern eingeschleppte Krankheiten starben. Und war das überhaupt geplant, das so viel der Bevölkerung starben? Und warum starben Sie nicht von Einheimischen Krankheiten?


Die Menschen in Europa und Asien hatten schon eine lange Vergangenheit als Viehzüchter, während welcher Krankheitserreger von Tieren auf Menschen übergesprungen waren. Das hatte lange vor der Eroberung Amerikas in Eurasien zu Epidemien geführt und seinerzeit auch genug Menschenleben gekostet.

Die Indianer waren auf diese Krankheiten nicht vorbereitet. Das kann uns in Zukunft auch blühen. Vogelgrippefälle aus Südostasien. Affen-Krankheiten aus Afrika. Und besonders in Osteuropa aber auch in vielen hiesigen Arztpraxen züchten wir resistente Keime.

Also wie wollten sie wirklich erobern ca 3000 Soldaten hätten das trotz verbündete nicht geschafft.


Mit der Zeit hätten sie das geschafft. Den Indianern Nordamerikas ist es ja später auch nicht gelungen, die Weißen aufzuhalten.

Die spanischen und portugiesischen Soldaten waren abgesehen von den Krankheiten schon wirklich heftige Kampfmaschinen. Während die Spanier mit ein paar Männeken Mexico und Peru eroberten, hatten die Portugiesen mit ebenfalls wahnwitzig wenigen Leuten die Vormacht im indischen Ozean erreicht. Und mit 400 Mann verhinderten sie in einer Vielzahl von Schlachten gegen durchaus organisierte Gegner eine Islamisierung Äthiopiens


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