Wie wirkt sich eine Frühverentung wegen Erwebsunfähigkeit auf die zukünftige Altersrente aus?

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6 Antworten

Wenn du jetzt erwerbsunfähig würdest, bekämst du praktisch die Zeit bis zum 60. Lebensjaht "geschenkt" (Zurechnungszeit). Wenn du jetzt nicht mehr arbeiten würdest, verringert sich diese "Geschenk" ja jeden Monat. Ohne Beitragszahlung, würde diese fiktive Wert also sinken. Aus deinen bisherigen Beiträgen hast du den Anspruch auf 1160 €. Diese würden sich nur noch auf Grund der allgemeinen Rentenanpassungen erhöhen, ohne weitere Beitragsleistung Die Prognose gilt nur, wenn du tasächlich jetzt noch 12 Jahre lang in der gleichen Größenordnung (im Verhältnis zu allen anderen Beitragszahlern) zahlst.

Erst mal vielen Dank für die Antworten. Ich fasse das nochmal alles zusammen: Wenn ich jetzt ohne besonderen Grund aufhöre zu arbeiten,steigt mein bisher erreichter Altersrentenanspruch von 1160 Euro nicht weiter, als bis auf die allgemeinen Rentenanpassungen. Das ist mir klar. Wenn ich jetzt aber auf Grund einer chronischen Erkrankung aufhöre zu arbeiten und Erwerbsunfähigkeitsrente, zeitlich unbegrenzt, erhalte,dann wird mir die Zeit bis zur 45 jährigen Beitragszahlung „gutgeschrieben“ ? Es sind sowieso nur maximal 45 Jahre Beitragszahlung notwendig um den vollen Altersrentenanspruch zu erhalten? Bei weiteren Einzahlungen steigt der Rentenanspruch sowieso nicht mehr ? Dann würde ich also doch meine volle Rente von 1660 Euro mit 65 erhalten ? Sehe ich das so richtig ?

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@Vogly

Die"Ausfallzeit" für jeden Monat den du Rente bekommst, verringert die Zurechnungszeit. Im Saldo ist das dann die gleiche Zeit. Da aber keine weiteren Beiträge eingezahlt werden, gibt es keine neue Berechnungsgrundlagen.

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Hallo. Ihch kenne es anders. Ich bekomme EU Rente. Das ist die höhste Rente die man bekommt. Später würde das auf die Altersrente umgerechnet werden. Das heißt ich bekomme weniger. Aber erstmal gibt es die EU Rente überhaupt nicht mehr. Nur noch Erwerbmiinderungs oder Berufsunfähigkeitsrente. Was bedeutet, dass du wenn du sie erhälst dich wie jeder andere Arbeitslose alle 3 Monate beim Arbeitsamt melden musst. Dann bekommst du einen Teil vom Rntenträger, den Rest vom Arbeitsamt. Berufsunfähigkeit und Erwerbminderung heißt ja nur, dass du in deinem Beruf nicht mehr arbeiten kannst. Man kann umschulen. Aber was man die ausgerechnet hat, dass du 1.160 € nun erhalten würdest, dann würdest du diese Rente als Altersrente auch kriegen. Nicht mehr und nicht weniger, es sei denn du hast umgeschult und arbeitest woanders. Dann zahlst du ja weiter in die Rentenkasse ein. Arbeitest du nur halbtags, weil es anders nicht ginge, bekämst du den Lohn vom Arbeitgeber und den Rest bis zu den 1.160€ vom Rententräger. Auch dann zahlst du noch etwas in die Rentenkasse ein. Dann bekommst du später etwas mehr.

So hat man mir das erklärt. Aber ich habe noch die EU Rente und darf nicht mher arbeiten. Bei mir ändert sich nichts mehr. Ich darf wohl 400€ zu verdienen die ich auch behalten darf, aber mit versteuern muss. Und man darf auch nicht feiwillig wenn man Geld übrig hat in die Rentenkasse einzahlen, damit die Altersrente höher liegt. Aber das ist eben nur bei EU Rente. Ramona

Nochmal danke an Alle für die Antworten. So wie es aussieht würde ich also bei einem jetztigen eintritt in die Frührente rund ein drittel meiner Altersrente einbüßen.Dann noch eine Frage: Wenn ich 60 Jahre alt geworden bin,habe ich 45 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt.Und nach meinem bescheidenen Kenntnisstand hat man mit 45 Beitragsjahren Anspruch auf die volle Rente, die dann aber erst ab 65 (bei meinem Jahrgang) ausgezahlt wird.Würde ich nun mit 60 Jahren in Frührente (Erwerbsminderungsrente) gehen,hätte ich dann keine Abzüge bei der Altersrente und würde dann die volle Rente von prognostizierten 1660 Euro ab dem 65 Lebensjahr bekommen ?

Die Rente steigt nicht mehr nachträglich. Wenn du jetzt in Rente gehst bekommst du dein Leben lang 1160€.

Wenn du jetzt erwerbsgemindert wärst, würdest du eine Rente in Höhe von 1250 Euro brutto erhalten.

Die ist schon bis zum 60. Lebensjahr hochgerechnet.

Wenn du die Rente durchgehend bist zum Altersrentenbeginn beziehst, ändert sich bei der Umwandlung außer dem Namen der Rente nichts.

Sie bleibt dir in der bisher gezahlten Höhe erhalten, wird aber auch nicht höher, weil nichts mehr eingezahlt wurde.

Danke, nun hab ich´s vollständig kapiert. Is aber auch alles kompliziert ... ;-)

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Wenn man nichts mehr einzahlt erwirbt auch keine Bezüge. Ganz klar. Also kriegt man auch nicht mehr.

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