Wie wirkt sich der Minijob auf die GKV aus, wenn Kindesunterhalt geleistet wird

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4 Antworten

Wenn dieser Aushilfsjob ordnungsgemäß bei der Minijob-Zentrale angemeldet ist, wirkt er sich gar nicht auf die Familienversicherung aus.

Wenn er nicht wirklich angemeldet ist, handelt es sich sowieso um STRAFBARE Schwarzarbeit

Unterhalt ist kein Erwerbseinkommen,deshalb wird es von der Krankenkasse auch nicht angerechnet !

Was deinen Unterhalt angeht,wurde der schon neu berechnet ?

Denn ab deinem 18 Lebensjahr,sind dir beide Elternteile zum Barunterhalt verpflichtet,auch wenn du noch bei einem Elternteil lebst. Es muss dann das bereinigte Nettoeinkommen beider Elternteile addiert werden und dann der Unterhaltsanspruch in der Düsseldorfer Tabelle abgelesen werden.

Von diesem Tabellenwert sind dann dein volles Kindergeld,also 184 €,abzuziehen und wenn du Azubi sein würdest,dann auch dein Netto Azubi Einkommen,bis auf 90 € für arbeitsbedingten Mehraufwand.

Da du als Schüler generell nicht verpflichtet bist,einer Nebentätigkeit oder im allgemeinen einer Beschäftigung nachzugehen,wird dein Einkommen nicht voll auf deinen Unterhaltsanspruch angerechnet.

Geht man jetzt davon aus,das der Unterhalt schon neu berechnet wurde,muss er im Anschluss noch mal neu berechnet werden.

Bekommst du also diese 328 € Brutto wie Netto ausgezahlt,dann gehen davon min.40 € für arbeitsbedingten Mehraufwand weg,also Fahrkosten. Es blieben dann noch ca.288 € übrig,diese würden durch 2 geteilt,das sind dann ca.144 €,die noch einmal zu diesen min.40 € dazu kämen,das ist dann auf jeden Fall erst mal deine.

Angerechnet würden dann ca.144 €,es bliebe dann noch ein Unterhaltsanspruch von ca.151 € übrig.

Da ich aber davon ausgehe,das dein Unterhaltsanspruch ab deinem 18 Lebensjahr noch gar nicht neu berechnet wurde,muss dann von deinem Unterhaltsanspruch,den du laut Düsseldorfer Tabelle hast,nicht nur dein volles Kindergeld von 184 € abgezogen werden,sondern dann auch diese ca.144 € anrechenbares Erwerbseinkommen.

Es müssten dann also 184 € Kindergeld + ca.144 € Erwerbseinkommen = ca.328 € abgezogen werden,weil das dein Einkommen ist.

Der Differenzbetrag, ist dann der Zahlbetrag,der dir noch zustehen würde und dieser muss dann prozentual,je nach Einkommen des jeweiligen Elternteils berechnet werden.

Kindesunterhalt wird nach meiner Kenntnis nicht als beitragspflichtige Einnahme gerechnet. Bei Ehegattenunterhalt (wenn also deine Mutter Unterhalt bekommen würde) sähe das anders aus.

Hallo,

Unterhalt gehört bei der Prüfung der Familienversicherung nach § 10 SGB V nicht zum Gesamteinkommen.

Quelle:

.vdek.com/vertragspartner/mitgliedschaftsrechtbeitragsrecht/familienversicherung/jcrcontent/par/download/file.res/grgesamteinkommen.pdf

-> Seite 36

Bei privaten Krankenversicherungen gelten andere Regelungen!

Wichtigbei gesetzlichen Krankenkassen:

1) Bei der Berechnung einer Zuzahlungsbefreiung wird der Unterhalt mitgerechnet.

2) Falls die Mutter erneut heiratet und in die Familienversicherung des Stiefvaters wechselt, endet sehr wahrscheinlich die kostenlose Familienversicherung der Stiefkinder. Ggf. ist dann die Versicherung über den leiblichen Vater zu prüfen.

Gruß

RHW

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