Wie wirken Arthrosecremes, Franzbranntwein und Co?

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4 Antworten

deathmetal hat schon das meiste gut beantwortet; flüssige Einreibungen enthalten entweder ätherische Öle oder Lokalanestitika; manche wirken kühlend und werden bei inneren Entzündungsprozessen als Angußverband genutzt: sie wirken auf zwei weisen: zuerst kühlen sie , dann erwärmen sie sich sich und halten das bein warm und fördern so den Abbau/Abtransprot von Stoffen, doie bei der Entzündung entstehen - also erst kühlened und schmerzlindernd, dann "dezent" heilend. Altenativ: es gibt Kombipräparate, die anfangs kühlenden Alkohol enthalten und außerdem Capsicumextrakt - höllisch scharf und stark durchblutungsfördernd, außerdem bei manchem Präparat auch "zusammenziehend". Besprich mit deinem TA, was für die Stute das beste ist bzw in welcher reihenfolge Du es anwenden sollst. Manch eine sogenannten "scharfe" Einreibung erzeugt auch einen Gegenschmerz, der lindernd wirkt. NICHT auf Schleimhäute kommen lassen, mit Handschuhen verarbeiten!!! (bei meinen hat's binnen kurzfristig sowie binnen 14 Tagen endgültig geholfen zzgl. Physio, nachdem sie sich vertreten hatten ) /Bänderdehnung/Gelenk ausgerenkt) Ingwer, MSM, ASS u.ä. schwefelhaltige Verbindungen wirken mehr oder weniger intensiv positiv auf Entzündungsprozesse, können aber auch den Magen reizen (MSM am wenigsten), Alle Knorpelprodukte, Grünlippmuschelextrakt, gelatine, Gummibärchen etc werden NICHT direkt im Gelenk eingebaut, denn sie werden im Magen in ihre Bestandteile zerlegt ! Der Körper macht sich daraus , was er gerade braucht: Energie, Zellbestandteile oder auch mal neues Knorpelgewebe - es hilft also nur sehr langfristig - unter 9-10 Monaten dafst Du nix erwarten; Hyaloronsäure wirkt NICHT durch die Haut und auch nicht innerlich (s.o.) sondern nur gespritzt. die nenen Hyaluronsäure-bruchstücke, die gerade so angepriesen werden schaffen es gerade mal in die malleroberste Hautschicht. Man muß einfach bedenbken: alles was von außen kommt wirkt auch fast nur außen, denn die Poren in der Haut lassen nur seeehr kleine Molekühle durch: H2O, NaCl, KCl, SO2/3; langkettige Moleküle können die unteren Hautbarrieren nicht passieren - sonst hätte keiner mehr Falten ... ;-)) angepaßtes Training mit langsamer Aufwärmphase und passender Gymnastik, sanftem Dehnen und Vorsicht beim Bergabritt helfen schon eine Menge und auch Akkupressur oder Akkupunktur bringe bei uns Erfolg zzgl einer artegerchten Haltungmit vielen Bewegbungsanreizen (Aktiv-Paddock/Offenstall/ Ganzjahresweide mit diversen Bodenattraktionen/hindernissen), tägliches Gassigehen mit Pferd & Hund bei jedem Wetter, Massagen nach LTJ oder klassisch. Du wirst mit etwas Geduld den richtigen Weg für dein Pferd und Dich finden, viel Erfolg

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Kommentar von MissDeathMetal
03.04.2016, 19:23

sehr gute Antwort! 

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Ob das Zeug von Leovet hilft, weiß ich nicht. Was im freien Handel verkauft wird darf eig keine richtige Wirkung haben (daher bringen Hustensäfte aus der Drogerie i.d.R. auch nichts). Teufelskralle ist sehr, sehr teuer hat sich aber bewährt was Arthrose angeht. Allerdings wird Teufelskralle eher gefüttert und nicht geschmiert. Teufelskralle unterstützt die Produktion von Gelenkschmiere, was wichtig ist, damit die Gelenke übereinander gleiten. Bei Arthrose sind die Gelenke nicht mehr perfekt glatt sondern "haken" bei der Bewegung. Viel Gelenkschmiere hilft es gleitfähiger zu machen. Gelenkschmiere bildet sich erst nach einer Zeit durch langsame und gleichmäßige Bewegung. Daher gehen Arthrosepferde nach langem Stehen oder Liegen oftmals sehr steif und mit der Zeit und Bewegung besser. Man muss sie auch länger warmreiten. 

Weitere Mittel die innerlich helfen sind MSM, Ingwer, Zimt und Weidenrinde. MSM ist momentan schwer im kommen (die Arthrosekräuter haben alle so ihre Hypezeiten und dann sind sie "out". Erst war es Ingwer, dann Zimt, dann Weidenrinde, dann Teufelskralle und Grünlippmuschelextrakt und jetzt MSM). Hyaluronsäure hilft auch, allerdings eher gespritzt als gefüttert. MSM ist eine Schwefelverbindung die sich wohl sehr positiv auswirken soll. Erfahrungen habe ich damit allerdings keine. Ingwer ist gut für das Immunsystem und die Gelenke, äußerlich kann man damit auch Wickel machen, allerdings sind diese sehr scharf. Gibts auch als Paste. Heizt ordentlich ein. Zimt war "in" bevor ich mich mit Kräutern beschäftigt habe, daher habe ich damit keine Erfahrungswerte. Soll wohl gut sein. Naja, ich weiß es nicht. Weidenrinde enthält den Vorläufer von Aspirin, wirkt also schmerzhemmend und entzündungslindernd. Grünlippmuschel unterstützt die Gelenke nur über längere Zeit, will man damit eine Besserung der Gelenke erzielen, so muss man es über Jahre hinweg geben, dann hilft es recht zuverlässig. Akut ist es allerdings nicht so gut. Teufelskralle hat uns bisher den besten Erfahrungswert gebracht. 

Die meisten Pferde mögen an ihren Arthrosestellen eher Wärme, manche aber auch Kälte. Das muss man testen. Wichtig ist langes warmreiten/warmführen, ggf das Warmhalten des Gelenks (spez. Schoner) und ein gutes Gewicht (Übergewicht belastet auch die Gelenke vermehrt). Wie schon gesagt ist Arthrose irreparabel, man kann es nicht heilen aber lindern. 

Franzbranntwein kenne ich eher bei Muskelproblemen wie Verspannungen etc. Kann man auch Pferdesalbe nehmen, oder Heilerde. Allerdings kenne ich Pferde die Franzbranntwein gar nicht mögen, es ist ihnen zu scharf. Pferdesalbe und Heilerde wirken kühlend

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Kommentar von Ronda4ever
03.04.2016, 09:49

Danke wieder sehr hilfreich :) Also meinst du -so habe ich es aufgefasst- es gibt keine Salbe die tatsächlich Linderung bringt, nur innere Mittel?

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Probier es doch mal mit Hanf. Der ist ebenfalls entzündungshemmend und viel Magen freundlicher als Teufelskralle, Ingwer und was es sonst noch so gibt. Hanf kannst du nie überdosieren. Er schmeckt am Anfang vielleicht nicht sofort, daher muß man diesen langsam anfüttern. Ich mach das jetzt seit über 5 Jahre und mein Alter läuft. Er hat auch mal einen Arthrose Schub, da bekommt er für 4-5 Tage Danilon und dann wars das wieder. Wenns nicht wirkt, dann wenigstens fürs Fell, Hufe etc.

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Franzbrandwein hilft die Muskeln zu entspannen. Wenn du es selbst auf z. B dein Bein machst merkst du ja das es wirkt. Es hilft aber ehr bei Verspannungen und Muskelkater zu dem hat es eine Kühlende Wirkung. Schaden tut es dem Pferd sicherlich nicht. Aber bei Arthrose hilft es glaube ich kaum. Aber Cremes zum Auftragen helfen schon, die Haut nimmt die Wirkstoffe ja auf.

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Kommentar von Ronda4ever
03.04.2016, 09:47

...und leitet sie weiter zum schmerzenden Bereich?

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