Wie wird Windenergie von Windkraftwerken gespeichert?

8 Antworten

Grundsätzlich ist es so, dass bei der Elektroenergieversorgung stets ein Gleichgewicht zwischen Einspeisung und Abnahme von Energie aus bzw. ins Netz herrschen muss, wenn die Netzstabilität nicht gefährdet werden soll.

Mit der steigenden Zahl nicht grundlastfähiger Einspeisepunkte wie Windenergie, Fotovoltaik, dezentrale BHKW wird es für die Netzbetreiber immer schwieriger die Netzstabilität aufrecht zu erhalten.

Eine direkte Speicherung der Elektroenergie ist im großen Stil weder technisch umsetzbar noch sinnvoll.

Die indirekte Speicherung über Pumpspeicherwerke & Co ist nicht in dem Maße möglich, wie es nötig wäre.

Auch das Wunschdenken dass Elektroautos, die Energieprobleme lösen sollen, wird sich nicht perspektivisch bewahrheiten.

Einerseits gibt es auf der Welt nicht genügend Litihum, um alle Autos mit entsprechenden Akkus auszustatten und andererseits stelle ich mir den Betrieb von Elektroautos unter Winterbedingungen vor, wo schon heute massenhaft die Autobatterie sehr beansprucht wird, ohne dass diese für die Fortbewegung direkt genutzt wird.

Politik sollte sich aus technischen Lösungen heraushalten, sie hat von Technik keine Ahnung. Darum ist es Unsinn, bestimmte Dinge auch noch zu fördern, die bei genauer Betrachtung nur andere neue Probleme schaffen.

Grundsätzlich muss der Anteil an Versorgungskapazität überwiegen, der grundlastfähig ist, sonst rennen wir sehenden Auges in einen Blackout, weil dann die Situation im Netz nicht mehr beherrschbar wird.

Es gab in der Vergangenheit durchaus schon Situationen im übergeordneten Netz, wo wir an einem solchen Flächenbackout haarscharf vorbeigeschrammt sind.

Auch muss berücksichtigt werden, wo welche dezentralen Einspeisekapazitäten Sinn machen und wo nicht.

Es kann  nämlich bei einem unabgestimmten Ausbau von solchen dezentralen Einspeisekapazitäten dazu kommen, dass es in vorgelagerten Netzen zu Problemen kommt.

Aber auch andere Probleme werden insbesondere bei BHKW-Bauten oft vergessen zu betrachen. Oft werden Milchmädchenrechnungen gemacht, wo man davon ausgeht, dass alle Endkunden als Lieferant den BHKW-Betreiber wählen.

Was aber passiert, wenn jetzt einige Endkunden sich einen anderen Lieferanten suchen, wie dann die Abrechnung wo gestaltet wird, darüber wird oft nicht nachgedacht.

Günter

Die Elektroautos könnten eine neue Speichermöglichkeit sein, denn Fahrzeuge sind eigentlich Stehzeuge. Da sie die meiste Zeit stehen, können sie geladen werden z.B. bei Stromüberschuss aber bei Bedarf auch wieder Strom ins Netz geben.

Gar nicht. Strom von Atomkraftwerken wird übrigens auch nicht gespeichert.

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